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     1930 - 1939    Technische Höhenflüge - moralische Abstürze
                                         
         
   
                                         
                                         
 
                                         
Die letzte Station von
LZ 129 "Hindenburg" in Europa
 
LZ 129 "Hindenburg"
zu Besuch in Köln
 
Die Nikolausfeiern auf
dem Butzweilerhof
   
                                         
                                         
                                         
Mein Ururgroßvater
"Vatter Boeth hatte Heimweh"
 
LZ 127 "Graf Zeppelin"
zu Besuch in Köln
  Der Rheinlandbefreiungsflug
   
                                         
                                         
Mit dem Flugzeug zum Karneval nach Köln.
                                         
   
   
                                         
                                         
     
Einsatzhafen E11/VI - der Butzweilerhof im Krieg
                                         
Premieminister Chamberlaine
Flughafen Köln Butzweilerhof 
      Einsatzhafen E11/VI
der Butzweilerhof im Krieg
                                         
                                         
                                         
 
     
    1933 - Flugtag in Cöln   1935 - Flugtag in Cöln
                                         

 
Die Chronik der Kölner Luftfahrt
von Heribert Suntrop

                                         
Keine Haftung für unvollständige oder fehlerhafte Informationen.
Quellenangaben können gerne bei mir erfragt werden.
     
                               
Diese Chronik ist Eigentum von Heribert Suntrop.
Eine Kopie, auch auszugsweise, ist ausdrücklich nur mit schriftlicher Genehmigung erlaubt.

 
 
1930-03-28












Der Kölner Flughafen Butzweilerhof wird an den Nachtflugverkehr angeschlossen.
Der Kontrollturm erhält eine geschlossene, verglaste Etage unter der Plattform.

Für den Nachtluftverkehr wird der Flughafen mit den modernsten Befeuerungsanlagen ausgerüstet.
Außer dem schon vorhandenen Ansteuerungsfeuer (Drehlicht) wird ein starker Scheinwerfer von 40 Mill.H.K. zum Heranholen der Flugzeuge bei unsichtigem Wetter und zur Beleuchtung des Rollfeldes aufgestellt.

Das Rollfeld erhält eine Rollfeldumgrenzungsbeleuchtung aus Neonröhren, die Hallen und eine neben dem Rollfeld gelegene Ziegelei eine Hindernisbeleuchtung.
Ein beleuchtetes Windrichtungsflugzeug, eine Hallenvorfeldbeleuchtung, Vorflutscheinwerfer zur Beleuchtung der Abfertigungsplattform ergänzen die Anlage.
Ein zweites Stromzuführungskabel dient der Sicherung der Stromzufuhr beim Versagen des ersten Kabels.
In der Nordostecke des Rollfeldes wird ein Peilhaus für den Peilverkehr mit den Flugzeugen errichtet.
Mit der Einrichtung der Nachtbefeuerung ist der erste Bauabschnitt des Flughafens (des Provisoriums) vollendet.

Die Luft Hansa befliegt nachts die Strecken Berlin-Köln-London und Köln-Paris.

Beim Aufbau der ersten Nachtflugverbindungen spielt Köln eine wichtige Rolle.
Es wird bald zum Zentrum des westdeutschen Nachtflug- und Postverkehrs.
Sechs Nachtflugverbindungen gehen von Köln nach Brüssel, Paris, Amsterdam und verschiedenen Orten in Süd- und Osteuropa.

     
 
1930-04-00
Im letzten Flugjahr (April 1929 bis April 1930) wurden von den Clubflugzeugen des KCfL nicht weniger als 2.776 Starts und Landungen durchgeführt.
Über 10.600 Kilometer wurden über Land geflogen, d. h. auf längeren Strecken und nicht auf dem Flugplatzgelände.
15 Schüler wurden ausgebildet, davon 5 mit vollem A-Schein.
Die fachmännische Durchführung der Ausbildungsarbeit erhellt aus der Tatsache, dass es bis heute noch keine Personenschäden in der Kölner Flugschule zu verzeichnen sind.
Die Flugzeugführerzahl des Clubs ist bis Ende des Berichtsjahres auf 38 angewachsen.
Daß der Kölner Club für Luftfahrt in der deutschen Sportfliegerei eine so namhafte Rolle spielt, ist nicht zuletzt das Verdienst des nimmermüden Vorsitzenden Amtsrichter a. D. Krüger, des allzeit bereiten Förderers Generaldirektor Dr. Fritz Kruse und nicht zuletzt des Leiters der Kölner Fliegerschule Jakob Möltgen, dem der Deutsche Luftfahrtverband als äußeres Zeichen der Anerkennung das goldene Fliegerabzeichen verlieh.

Der Ballon KÖLN der Freiballonabteilung, der inzwischen die Altersgrenze erreicht hat, kann vorerst nicht durch einen neuen Ballon ersetzt werden, da die Mittel des Klubs für das Rheinische Flugturnier mit dem großen Befreiungsflug bereitstehen müssen.

Ein neuer Ballon kann erst im Herbst 1932 getauft werden (1932-09-25).
 
 
1930-05-15
Die Deutsche Luft Hansa AG nimmt eine Nachtpostflugverbindung zwischen Berlin-Hannover-Köln-London in Betrieb. Der planmäßige Nachtluftverkehr Berlin-Köln-London und Köln-Paris wird eröffnet.
 
 
1930-05-17
Die Akademisch-Flugwissenschaftliche Vereinigung tauft an der Universität Köln ihr erstes Motorflugzeug.
 
 
1930-00-00
Der LH-Pilot Anton Weigand, seit Frühjahr 1927-00-00 in Frankfurt/Main stationiert, wird nach Köln versetzt. Seinen Wohnsitz in Köln-Lindenthal, Brahmsstr. 6 nimmt er 1931-00-00.
Er fliegt jahrelang mit seiner einmotorigen Junkers W 33 im Nachtflug die Strecke Berlin-Köln-London.
Wegen der allzu großen Belastung von Besatzung und Maschine auf der 1.100 km langen Strecke wird diese unterteilt, so dass drei Berliner und drei Kölner Besatzungen zum Einsatz kommen.
Das Personal ist stolz, als eine bekannte große englische Zeitung schreibt:
„Der Nachtflugverkehr der Lufthansa läuft ab wie ein Uhrwerk.“


Anm.: Die Zeit ist nun vorbei, in der nur mit Erdsicht geflogen werden konnte. Die Industrie hat Geräte entwickelt, mit denen es möglich ist, in, zwischen oder über Wolken und bei Nacht ohne Erdsicht zu fliegen. Es werden Funkgeräte eingebaut und zur Unterstützung des Flugzeugführers fliegt ein Funker mit. Ein neues Zeitalter der Luftfahrt beginnt: Das Blindfliegen.
 
 
1930-05-29
1. Deutsche Kunstflugmeisterschaft der Damen in Bonn-Hangelar.
Es starten:
1. Luise Hoffmann auf Raab Katzenstein Rk „Schwalbe“,
2. Elly Beinhorn auf Messerschmitt M 23,
3. Marga v. Etzdorf auf Junkers A 50 junior und
4. Liesel Bach auf Klemm L 26 Iia, Kz: D-1798.

Siegerin bei Pflicht- und Kürprogramm: Liesel Bach (geb.14.06.1905) vor Elly Beinhorn mit 80 Punken Vorsprung.

Liesel Bach setzt sich zum Staunen der Fachleute so überzeugend durch, dass sie über Nacht berühmt wird. Sie erhält einen Opel-Pkw und eine Freifahrt mit dem Zeppelin.
Zwischen den Kämpfen werden von den anderen Pilotinnen Geschicklichkeitsflüge, Ziellandungen usw. gemacht.
Die Zeitungen bringen Berichte und Bilder über die fliegenden Frauen.

 
 
1930-06-30
Die Kölner Ballonfahrer des Kölner Clubs für Luftfahrt (KCfL) nehmen an der Internationalen Weitfahrt ab Münster teil.
Bei den Startvorbereitungen erscheint das Luftschiff-Zeppelin LZ 127 „Graf Zeppelin“ über dem Platz.
 
 
1930-07-05
Rheinlandbefreiungsfeier mit Rheinlandbefreiungsflug auf dem Flughafen Köln Butzweilerhof als Ausgangs- und Endpunkt, organisiert vom Deutschen-Luftfahrt-Verband (DLV) in Verbindung mit dem „Kölner Club für Luftfahrt“ (KCfL) unter Mitwirkung des „Niederrheinischen Verein für Luftschifffahrt, Sektion Bonn“, des „Düsseldorfer Aero-Club, des Luftfahrtverein Essen“, des „Aerodynamischen Institut der TH Aachen“ sowie der Stadtverwaltungen und der örtlichen Vereine des Deutschen Luftfahrt-Verbandes der angeflogenen Städte.

Es ist die größte deutsche Nachkriegsflugveranstaltung und zugleich das bedeutendste regionale luftsportliche Ereignis des Jahres, das auch zur Demonstration des technischen Zustandes in der Luftfahrt dient.
Eröffnet wird das Turnier vom Oberpräsidenten der Rheinprovinz, Hans Fuchs, der auch das Protektorat über die Veranstaltung übernommen hat.
Auch OB Konrad Adenauer ist an beiden Flugtagen unter den über 180.000 Zuschauern.
An dieser großen Veranstaltung nehmen über 70 Flugzeuge teil.
(80 Flugzeuge nach S38/S.18 u. Abb./S.15 und LH9_442, 84 Flugzeuge nach S195).
Zugelassen sind Sport- und Verkehrsflugzeuge mit ihren Führern und Ortern (MüA)*).

Vom KCfL starten vier Maschinen und zwar:
1. Klemm L 20 B 1, Kz.D-1214 „Dr.Kruse“, (18 PS-Daimler-Motor);
2. Klemm L 25 Ia ,Kz.D-1615 „Ernst Krüger“, (40PS-Salmson-Motor);
3. Klemm L 26 Iia, Kz.D-1798 (80 PS-Siemens-Motor);
4. Klemm L 26 Iia, Kz.D-1801*) (80 PS-Siemens-Motor).
*) (in S177 nicht näher bezeichnet)

Die Etappe beträgt 750 Kilometer und führt an beiden Tagen über die ehemals besetzten rheinischen Gebiete: über die Städte Köln-Düsseldorf-Essen-München-Gladbach-Krefeld-Düren-Aachen-Trier-Saarbrücken-Kaiserslautern-Speyer-Ludwigshafen-Worms-Mainz-Wiesbaden-Koblenz-Bonn-Köln.
Der Rheinlandbefreiungsflug führt auf der 1. Etappe: _
Köln-Düren-Hangelar-Koblenz-Wiesbaden-Worms-Germersheim-Kusel-Birkenfeld-Trier;
auf der 2. Etappe:
Trier-Stadtkyll-Aachen-M.-Gladbach/Rheydt-Krefeld-Essen-Düsseldorf-Köln.

Auf der ersten Etappe wird die Kölner Klemm L 20 B 1, Kz.D-1214 „Dr.Kruse“, _
zwischen Worms und Germersheim zerstört.
Der Pilot,……………………?, wird verletzt.
Diese (erste) Maschine des KCfL machte 1.200 Flüge.

Auf der zweiten Etappe sondert sich die Klemm L 25 Ia, Kz.D-1615 „Ernst Krüger“ von der Gruppe auf der Strecke Trier-Stadtkyll-Aachen wegen Ölverlust auf der linken Seite ab, und somit wird nur der 2. Preis im Gruppenflug gewonnen.

Ergebnis für den KCfL:
2. Preis im Gruppenflug mit 100%iger Beendigung des damit verbundenen Zuverlässigkeitsflugs,
5. Platz beider Maschinen im Einzelwettbewerb.

Leider ging der 1. Preis, ein neues Sportflugzeug, für den KCfL verloren.

Der Wettbewerb der Ballonfahrer wird von einem tragischen Unglück überschattet, als am Vormittag der Korb des Ballons „KÖLN“ in einer Gewitterfallbö durchsackt und gegen das Dach eines Bauernhauses schlägt. Einer der Insassen, Josef Deussen aus Krefeld, wird so schwer verletzt, dass er in einem Deutzer Krankenhaus stirbt.

Über 180.000 Zuschauer bevölkern den Kölner Flughafen und verfolgen mit großem Interesse die Aktivitäten der Flieger.
Als Höhepunkt des Wettbewerbs finden auf dem Butzweilerhof die Endausscheidungskämpfe um die Deutsche Meisterschaft im Kunstflug statt.
Bewerber: Dr. Hans Gullmann, Graf von Schaumburg, Willy Stör, Erwin Aichele, Gerd Achgelis und Gerhard Fieseler sowie Elly Beinhorn.
Diese Wettkämpfe entscheidet Gerhard Fieseler für sich. Er kann sich gegen seine prominenten Mitstreitern u. a. Liesel Bach, Elly Beinhorn, Thea Rasche, Willy Stoer und Gerd Achgelis durchsetzen.
Durch die Teilnahme der deutschen Meisterin, Liesel Bach, erhält der KCfL den Betrag von 1.200 RM.
Die Deutsche Luft Hansa beteiligt sich auch an dieser Feier. Sie schickt ein Presseflugzeug, eine dreimotorige Rohrbach-Roland, die am -07-05 von Köln nach Neustadt in der Pfalz und am -07-06 im Zickzackkurs über mehrere rheinische Städte wieder nach Köln zurückfliegt.

Ein Höhepunkt des Festes ist die Ankunft des Luftschiffs LZ 127 „Graf Zeppelin“, das gleich zweimal auf dem Platz landet und startet.
Ein weiterer Höhepunkt ist das größte Ganzmetall-Landflugzeug der Welt, die Junkers G 38a, Kz: D-2000.
Die Besucher können mit dieser Maschine für 5.00 RM an Rundflügen teilnehmen.

Liesel Bach parkt ihr Flugzeug, die Klemm L 26 Iia, Kz: D-1916 „Klemm-Falke“ unter der riesigen Tragfläche der Junkers G 38.

*) Flugzeugtypen: Klemm L 20, L 25 Id, L 26 IIa, L 25 Ia u. IIa, Focke-Wulf S Ia, S 24, A 33, BFW M 23b, Raka Kl. Ic u. IIb, RK 9 u. 9a, Heinkel HD 32, Junkers A 50, GMG II, DP IIa, Dietrich DS I, Albatros L 68a, DP 9 u. a. (LH9_442) Klemm L 26 IIa, Kz: D-1798, Junkers Ju A50 ce, Kz: D-1868, Junkers F 13, Kz: D 358 „Schwarzspecht“

 
 
1930-00-00
In der Kölner Machabäerstraße, bei einem Garagenbesitzer von (oder van) Werth, gründen einige Kölner Flieger den „Kölner Motor- und Segelsportklub“.
Die Gründer, unter ihnen der dem Kölner Club für Luftfahrt (KCfL) angehörende Alexander Court, sind der NSDAP zugeneigt und arbeiten bis zur Machtergreifung Hitlers am 30.01.1933 in dieser Fliegervereinigung im Sinne der Nazis im „Untergrund“.
 
 
1930-00-00
Zum Flughafen Köln Butzweilerhof kommt die „Nordbayerische Verkehrsflug G.m.b.H.“, Nürnberg/Fürth und die „Balair“ aus der Schweiz.
Die „Nordbayerische Verkehrsflug G.m.b.H.“-gegründet von dem ehemaligen Jagdflieger, Direktor Theo Croneiß am 25.03.1926 (falsch 1925: MüA)- dehnt sich von Nordbayern über Mitteldeutschland-Thüringen über das ganze Reich aus, auch nach Westen.
Sie nennt sich jetzt „Deutsche Verkehrsflug A. G.“ und schließt mit der DLH einen Interessengemeinschaftsvertrag ab: Sie ist Unternehmerin des Kurzstreckenverkehrs, die DLH die Langstreckengesellschaft.

Sie leistet hauptsächlich Kurzstrecken-Zubringerdienste und setzt hierfür kleine billige Ganzmetallflugzeuge, meist des Typs Messerschmitt (BFW) M 18 für 4 Personen ein.

Als einzige längere Strecke unterhält die in diesem Jahr zur „Deutsche Verkehrsflug A. G.“ umgenannte G. m. b. H. die sogenannte „Rheintal Linie“ als Hauptstrecke von Baden Baden über Karlsruhe, Mannheim/-Heidelberg/Ludwigshafen, Wiesbaden/Mainz, Köln, Düsseldorf nach Krefeld/Essen-Mülheim 1932-05-12.

Die Gesellschaft betreibt 1930 17 Flugstrecken und berührt 36 Flughäfen.
In ihrem Park befinden sich 22 Verkehrsmaschinen.
Ihre Bezirksdirektion West befindet sich in Düsseldorf.

 
 
1930-00-00
Betuchte Kölner können zum Urlaub an die Costa Brava fliegen:
Start auf dem Flughafen Köln Butzweilerhof um 14.10 Uhr nach Genf (Übernachtung). Am nächsten Mittag weiter über Marseille nach Barcelona, Ankunft um 18.30 Uhr.
(Heute 1987: Flugzeit 2 Stunden!)
 
 
1930-09-10
Auf dem Flughafen Köln Butzweilerhof finden die „Deutsche Luftspiele“ statt. Die Kölner Sportpiloten zeigen ihr Können.
 
 
1930-09-20
Die Imperial Airways ändert die England-Indien-Verbindung wie folgt:
London-Köln-Nürnberg per Flugzeug, Nürnberg-Wien per Bahn, Wien-Budapest-Belgrad-Nish per Flugzeug, Nish-Athen per Bahn, Athen-Indien per Flugzeug.
Diese Verbindung wird für Passagiere und Post genutzt.
 
 
1930-09-21

Verweis_internationaler Flughafen Köln Butzweilerhof
Zweite Landung des englischen Tragschraubers CIERVA C.19
Kz: G-EBYY, auf dem Flughafen Köln Butzweilerhof.
Der Pilot, Kapitän Rawson, ist mit seiner Maschine auf dem Weg von London nach Dortmund.
 
 
1930-00-00
Wochen vor seinem tödlichen Absturz auf Feuerland/Argentinien am 28.01.1931, hält sich der weltweit bekannte Flieger, Abenteurer und Schriftsteller, Gunther Plüschow, auf dem Flughafen Köln Butzweilerhof auf.
Er läßt sich dort mit dem Chef der Kölner Fliegerschule des Kölner Clubs für Luftfahrt (KCfL), Jakob Möltgen, und der deutschen Kunstflugmeisterin Liesel Bach fotografieren.

Vor Beginn des Weltkriegs, am 1914-04-23, trifft Leutnant Plüschow mit seinem Piloten Prestien mit der Aviatik B 9 von Metz kommend zum ersten Mal auf der „Fliegerstation Cöln“ ein und trägt sich ins Gästebuch ein.
1915 wird der Marineflieger Plüschow als „Flieger vom Tsingtau“ bekannt; ab 1926 als Erforscher von Feuerland.
Dort stürzt er am 1931-01-28 mit seinem Begleiter Ernst Dreblow tödlich ab.
Grabstätte: Berlin-Lichterfelde.

 
 
1930-00-00
Pater Paul Schulte, der fliegende Pater der „Missions-Verkehrs-Arbeitsgemeinschaft MIVA“, rührt, nachdem er von Afrika zurückgekehrt ist, für seine Mission kräftig die Werbetrommel.
Ausgehend vom Kölner Flughafen Butzweilerhof startet Pater Schulte in einem „Flamingo“ – dem Flugzeug, das Ernst Udet als Kunstflieger berühmt gemacht hat – zu einem Rundflug über Deutschland.
Die Bevölkerung ist begeistert und hilft mit Spenden. Bis 1933 können vierzehn Flugzeuge und hunderte von Fahrzeugen in die Übersee-Missionen geschickt werden.
 
 
1930-00-00
Der Kölner Flieger des Kölner Clubs für Luftfahrt (KCfL) Rolf Freiherr von Wassenberg unterfliegt von Rodenkirchen kommend mit seiner Klemm-Sportmaschine die Südbrücke, Hindenburgbrücke, Hohenzollernbrücke und die im Vorjahr eingeweihte Mülheimer Brücke.
 
 
1930-00-00
Täglich erfolgen auf dem Flughafen Köln Butzweilerhof 25 Starts und Landungen von Passagierflugzeugen, außerdem 7 Postflüge.
 
 
1930-00-00
Die „Rheinische Luftverkehrsgesellschaft m.b.H.“ Köln weist in ihrer Bilanz für dieses Geschäftsjahr einen Gewinn von 35.96 RM aus.
 
 
1931-01-02
Die englische Langstreckenfliegerin Miss Amy Johnson macht auf ihrem Flug nach China eine Zwischenlandung auf dem Flughafen Köln Butzweilerhof.
Der Flug geht über Russland und Sibirien.
Miss Johnson machte im Juli 1930 mit ihrem Sportflugzeug einen Flug von London nach Australien.
 
 
1931-00-00
Der Flughafen Köln Butzweilerhof wird das „Luftkreuz des Westens“ und hinter Berlin der zweitgrößte Flughafen in Deutschland.

Von hier aus bestehen grenzüberschreitende Fluglinien nach Paris, London, Kopenhagen, Basel, Genf, Amsterdam und Brüssel.
Im europäischen Luftpostverkehr ist der Flughafen Köln damit einer der wichtigsten Grenzausgangspunkte.
Nach Übersee wird hauptsächlich –neben dem Verkehr nach Amerika- der Verkehr nach Nord- und Mittelafrika vermittelt; Köln ist beispielsweise letzte deutsche Leitstelle für Luftpostsendungen nach dem Kongo, Senegal, Mauretanien und Marokko.

 
 
1931-03-08
Liesel Bach und die Fallschirmspringerin Luzie Byczkowsky führen den Kölnern zum ersten Mal den Fallschirmabsprung aus der Rückenlage des Flugzeugs, Klemm L 26 Va, Kz: D-1916 „Klemm-Falke“, vor.
Mittags sprach die Fallschirmpilotin Luzie Byczkowsky im Rundfunk und kündigte den Absprung am Nachmittag an.
Tausende Menschen kommen, trotz Kälte, hinaus zum Flughafen Köln Butzweilerhof und sehen sich den Sprung aus 500m Höhe begeistert an.
 
 
1931-03-27
Auf dem Flughafen Köln Butzweilerhof finden für die Presse Nachtrundflüge statt.
 
 
1931-04-29
Dritte Landung des englischen Tragschraubers CIERVA C.19, Kz: G-EBYY, auf dem Flughafen Köln Butzweilerhof. Die Maschine befindet sich auf einer Europareise.
 
 
1931-05-21
Verweis auf Vatter Boeth hat Heimweh
Unter der Überschrift "Vatter Boeth hat Heimweh" wird die Ankunft des 84 jährigen Johann Adam Boeth, des Ururgroßvaters von Werner Müller (Autor dieser Seite), aus Rosswein / Sachsen auf dem Butzweilerhof beschrieben. Uropa Boeth hat sich täglich den Kölner Stadtanzeiger und die Kölnische Illustrierte Zeitung in seinen Alterswohnsitz nach Rosswein schicken lassen.
     
1931-06-01
Sicherlich auch mit Blick auf die Belange der rheinischen Wirtschaft, eröffnet die Deutsche Luft Hansa A.G. (DLH), zunächst für eine Erprobungszeit von drei Monaten, den „Aerobus-Schnelldienst“ zwischen Köln und dem Wirtschaftszentrum Frankfurt am Main.
Die Strecke wird fünfmal täglich beflogen*). Von Köln aus bestehen Anschlussflüge nach Brüssel, London und Paris. Von Frankfurt aus können Passagiere nach Stuttgart und Zürich bzw. nach Barcelona über Genf und Marseille weiterfliegen.

Auf dieser Strecke werden drei verschiedene Flugzeugtypen eingesetzt:
Junkers F 13, Dornier Merkur und Fokker-Grulich F II.

Die Flugzeit beträgt eine Stunde. Der Preis ist mit 23 Mark, verglichen mit dem Preis für eine Eisenbahnfahrkarte 2. Klasse, moderat.
Für den Hin- und Rückflugschein bezahlt der Kunde nur 40 Mark.
Da sich Köln und Frankfurt gegenseitig durch diese Verdichtung im Luftverkehr zu Ausflugzielen entwickeln, hat die DLH mit der „Köln-Düsseldorfer Dampfschiffahrtsgesellschaft“ eine Vereinbarung getroffen, die eine reizvolle Abwechslung in der Benutzung der neuen Linie bietet. Danach hat der Reisende die Wahl, beide Strecken im Flugzeug oder aber auf der Hin- bzw. Rückfahrt wahlweise den Rheingold-Express der Bahn oder den Schnell-Dampfer zu benutzen. Außerdem ist im Preis eine Eisenbahnfahrkarte von Frankfurt nach Mainz, Kastell oder Wiesbaden enthalten.

 
 
1931-06-01
Für den Chef der IG-Farben, Hermann Schmitz, IG-Farben Aufsichtratschef Carl Bosch und dem Chef der Tietz-Warenhäuser, Alfons Grünfeld, steht eine von Ford gescharterte Junkers Ju 52 bereit, welche vom Rhein aus startet und wassert, um den Gästen das Werk von oben zu zeigen.
Anlaß war die Einweihung der neuen Betriebsgebäude der Ford Werke in Köln.
 
 
1931-06-07
Große Luftfahrt-Werbewoche des Deutschen Luftfahrt-Verbandes (DLV) auf dem Flughafen Köln Butzweilerhof unter der Schirmherrschaft von OB Konrad Adenauer.
Teilnehmer u. a.: Liesel Bach und Elly Beinhorn 1931-05-00.
In dieser Woche finden mehrere Vorführungen im Motorflug statt. Die Schaufenster der Geschäfte in der Kölner Innenstadt sind mit Ausrüstungsgegenständen ausgestattet, die Bezug zur Luftfahrt haben.

Den Abschluß der Luftfahrtwerbewoche bildet der Aufstieg des Freiballons „KÖLN“ vom Ballonstartplatz am Lindentor.

 
 
1931-07-01
Das größte Landflugzeug der Welt, die Junkers G 38a „Deutschland“, Kz: D-2000 wird von der Deutschen Luft Hansa AG im planmäßigen Dienst zwischen Berlin und London eingesetzt.
 
 
1931-07-07
Das Luftschiff Zeppelin LZ 127 „Graf Zeppelin“ landet auf dem Flughafen Köln Butzweilerhof. Auf dem Platz sind 150.000 Zuschauer.

Anm.: Der als Chemielaborant an der Vereinigten Technischen Staatslehranstalt für Maschinen- und
Bergmaschinenwesen in Köln, Ubiering tätige Kölner Gerhard Suntrop (Vater des Chronisten Heribert Suntrop) ist mit Studenten auf dem Platz.
Die Gruppe wird als Landemannschaft eingesetzt.
 
 
1931-07-19
Milchflugtag auf dem Flughafen Köln Butzweilerhof veranstaltet von einigen Molkereien, die bei dieser Werbeveranstaltung in mehreren Verkaufszelten die Milch an die ca. 15.000 durstigen Zuschauer ausschenken.
Die Piloten Bongarts, Lippisch und Frh. von Fritsch führen mit ihren Sportmaschinen die Begrüßungsflüge durch.
Der Pilot Fritz Itzstein zeigt einen wagemutigen Kunstflug, Andere Kollegen aus dem Kölner Club für Luftsport (KCfL), Seiler (Syler?) und Hermann Stöcker, zeigen ihr Können beim Ballonrammen. Es folgen Gruppenflüge und ein verwegenes Luftrennen zwischen Frhr. v. Fritsch und Fluglehrer Jakob Möltgen, wobei die Kurven beängstigend steil genommen werden.
Liesel Bach zeigt einen fabelhaften Kunstflug mit Rollings und Loopings, und dies mit gedrosseltem Motor und stehendem Propeller. Die bekannte Fallschirmspringerin Luzie Byczkowsky macht ihre spektakulären Absprünge, wobei sie in nur geringer Höhe erst die Reißleine zieht.
Fräulein Dröbeljahr-Garbe, ein Kölner Mädchen, zeigt in einem reichhaltigen Programm ihr Können beim „Ballonhüpfen über den Platz.

*) Anwesend sind: Willy Kanstein, Chef der Luftpolizei, H. Krämer, Vorstand des KCfL und Walter Heymer, Ballonführer des KCfL.

 
 
1931-08-09
Flugtag in Berlin-Tempelhof
Liesel Bach und die Fallschirmspringerin Luzie Byczkowsky zeigen zum letzten Mal den Fallschirmabsprung aus der Rückenlage der Klemm L 26 Va, Kz: D-1916 „Klemm-Falke“.
Luzie Byczkowsky wäre beinahe verunglückt.
 
 
1931-08-00
Aufenthalt des Kleinluftschiffes D-PN 28 Parseval „Trumpf“ zu Reklamezwecken auf dem Flughafen Köln Butzweilerhof.
 
 
1931-00-00
Als Dank und Anerkennung für erfolgreiche Neuausbildung überließ der Deutsche Luftfahrt-Verband (DLV) der Motorgruppe des Kölner Clubs für Luftfahrt (KCfL) kostenlos eine neue Klemm L 25 d VII *), wodurch sich die Zahl der einsatzfähigen Flugzeuge auf fünf erhöht.
 
 
1931-00-00
Der Kölner Flieger des Kölner Clubs für Luftfahrt (KCfL), Rolf Freiherr von Wassenberg, hat den Auftrag, Reklame über den Messehallen in Deutz zu fliegen. Nach Ablauf der Zeit fliegt er auf seinem Heimflug auf die Domtürme zu. Dabei denkt er an sein immer wieder verschobenes Vorhaben, einmal zwischen den Domtürmen hindurchzufliegen. Er fliegt nun auf die Steinmasse zu und mit gedrosselter Fahrt zwischen den Türmen hindurch.
 
 
1931-08-31
Der Erste Flugzeugführer der Deutschen Luft Hansa A.-G. (DLH), Anton Weigand, legt seinen 300.000sten Flugkilometer im Dienste der deutschen Handelsluftfahrt zurück.
Weigand befliegt überwiegend Nachtstrecken.
Die Direktion der DLH, die Direktoren Milch und Frhr. Von Gablenz, gratulieren in einem Schreiben an Weigand über die Bezirksleitung West in Essen.
 
 

1931-09-06

Deutsche Kunstflugmeisterschaft 1931 in Berlin
Teilnehmer: Gerhard Fieseler, Gerd Achgelis, Dr. Gullmann, Graf Schaumburg, Graf Castell, Vera v. Bissing, Liesel Bach.
Wegen der schlechten Wetterlage fliegt die einzige Konkurrentin, Vera v. Bissing, nach Abstimmung nicht und somit bleibt Liesel Bach nach ihrer Vorführung Deutsche Meisterin.
Liesel Bach fliegt die Klemm L 26 Va, Kz: D-1916 „Klemm-Falke“.
 
 
1931-09-13
Auf dem Flughafen Köln Butzweilerhof befindet sich das französische Oceanflugzeug Bréguet 19 „Point d´Interrogat“ („Fragezeichen“) mit der berühmten französischen Besatzung Dieudonné Costes/Maurice Bellonte (?).

Anm.: Costes machte mit seinem Begleiter Joseph Le Brix am 14.10.1927 den ersten Ohnehaltflug über den südlichen Atlantik;
am 14.04.1928 den Flug durch Nord- und Südamerika und Asien sowie mit seinem Begleiter Maurice Bellonte
am 13.07.1929 den Versuch über den Nordatlantik nach Amerika zu fliegen und
am 01.09.1930 den Ohnehaltflug von Paris nach New York.

Hinweis: Da das Flugzeug auf den Fotos (M24/12, 13), auf einem sich um den Flugzeugrumpf schlingendem weißen Band, die Namen der bei den Flügen erreichten Stationen (Städte) zeigt, kann angenommen werden, dass die Franzosen mit ihrer berühmten Maschine zu einem Besuch in Köln weilen.
Nach dieser Quelle fand im Jahr 1931 kein Weltflug mehr statt.

 
 
1931-09-18
DLV.-Zuverlässigkeitsflug 1931
Die Teilnehmer können die zu befliegende Strecke, die auf drei Tage zu verteilen ist, selbst wählen.
Liesel Bach macht einen Rundflug um Norddeutschland: Köln-Aachen-Bremen-Kiel-Hamburg-Stettin-Berlin-Hannover-Magdeburg-Bremen-Bonn-Köln.
1931. Etappe: Köln-Hamburg; 2. Etappe: Hamburg-Hannover und dritte Etappe: Hannover-Köln.
 
 
1932-01-27
Auf dem Flughafen Köln Butzweilerhof gelingt den Fliegern der Kölner Segelflugsportabteilung des Kölner Clubs für Luftsport (KCfL) im Rahmen der Erprobung von Flachlandsegelflügen der erste Automobil-Schleppstart eines Segelflugzeuges durch Fluglehrer Franz Wehland.

An einen Lkw wird ein Segelflugzeug vom Typ „Zögling“ angehängt. Es erreicht eine Höhe von 10 Metern und legt ca.50-100m zurück.
Man versucht dann auch den Auto-Windenstart und schließlich wird der erste Flugzeugschlepp mit einer „Mayer Ia“ von Franz Wehland über Köln ausgeführt.
 
 
1932-03-00
Der Kölner Flieger des Kölner Motor- und Segelsportclubs, Alexander Court, veranlasst Liesel Bach, für Hitler Wahlpropaganda zu fliegen für die am 1932-04-24 stattfindende 4. Preußische Landtagswahl.
Als sie jedoch mit der Flächen-Beschriftung „Wählt…“ beginnt und als auf der anderen Seite die beiden ersten Buchstaben „Hi…“ stehen, drohen ihr die Kameraden mit irgend welchen Sabotagen an der „Kemm-Falke“. Wenn sie für Hitler Wahlreklame fliege, sei der ganze Flughafen gegen sie, und man werde sie mit ihrer Maschine auf dem Flughafen nicht mehr dulden.
Liesel Bach schickt einen Piloten mit ihrer Maschine nach Düsseldorf, schafft die ganzen Flugblätter nach dort, und dann erscheint am anderen Morgen ihre Maschine im Geschwader mit noch zwei anderen Düsseldorfern Flugzeugen über Köln. „ Wählt Hitler!“ leuchtet es von allen dreien weithin.

Anm.: Liesel Bach bekommt von vielen Leuten das Mißtrauen ausgesprochen.
In der Rheinischen Zeitung vom 15.03.1932 wird sie sehr hart angegangen.
Man kreidet ihr auch an, daß ihre Maschine - wohl auf Veranlassung der Kölner Flughafenleitung -
während der Hitler-Propaganda ihren Standort in Düsseldorf hatte und sie die Führung ihrer Maschine einem anderen Piloten überließ.

 
 
1932-05-01
Auch zur diesjährigen Flugsaison betreibt die „Deutsche Verkehrsflug A.-G.“ (vormals „Nordbayerische Verkehrsflug A.-G.“ 1930-00-00 Sommer) die Rheintal Linie von Mannheim/Heidelberg/Ludwigshafen-Frankfurt/Main-Wiesbaden/Mainz-Köln-Düsseldorf-Essen/Mülheim-Krefeld.
Diese Linie hat Anschlüsse von Genf über Basel-Mannheim und von Essen nach Amsterdam.
Weitere Linien sind: Krefeld-Köln, Düsseldorf-Köln, Krefeld-Düsseldorf-Köln.

Bezirksleitung in Düsseldorf. Enge Zusammenarbeit mit der DLH, die auch die Flugleitungsgeschäfte der Gesellschaft führt.

Die Grundpfeiler des Kölner Luftverkehrs bilden
1. die Rheintallinie von Genf über Basel-Mannheim-Frankfurt-Köln-Essen nach Amsterdam,
2. die Linie Paris-Köln-Berlin mit Fortsetzung nach dem Osten und
3. die Linie London-Brüssel-Köln-Prag-Wien-(Konstantinopel).

An diese drei internationalen Linien schließen sich die großen innerdeutschen Linien:
Köln-Hannover-Hamburg,
Köln-Halle-Leipzig-Breslau,
Köln-Frankfurt-München sowie
Köln-Saarbrücken an.
Ferner die Linien Mannheim-Wiesbaden-Mainz-Köln-Düsseldorf-Essen-Krefeld und die wichtigen Zubringerlinien von Aachen, Düsseldorf und Krefeld.
Zwischen den benachbarten großen Wirtschaftszentren Köln und Frankfurt/Main besteht seit 1931-06-01 der „Aerobusdienst“, der die beiden Städte in einem regelmäßigen „Takt“ häufig befliegt.
Auf Grund seiner Bedeutung im Postverkehr ist Köln auch Mittelpunkt des Nachtlinien-netzes der Post im Westen Deutschlands geworden.
Die großen Nachtpostlinien von Berlin nach London und Paris führen über Köln.
In absehbarer Zeit wird auch der Süden Deutschlands über Frankfurt durch eine Nacht postlinie mit Köln verbunden sein, die in Köln die Anschlüsse nach London, Paris und Berlin erreicht. Von größter Bedeutung für Köln sind auch die Postzubringerflüge nach Cherbourg. In umgekehrter Richtung kommt die Amerikapost von Southampton über London mit der Nachtmaschine direkt nach Köln.
Der Flughafen Köln wird angeflogen von den beiden großen deutschen Luftverkehrsgesellschaften:
Deutsche Luft Hansa A.-G. und der Deutschen Verkehrsflug A.-G. sowie von den ausländischen Gesellschaften: Imperial Airways Ltd., Lignes Farman, Sabena und Swissair.

 
 
1932-00-00
Auf der Strecke Köln-Brüssel-Paris werden Nachtflüge aufgenommen.
 
 
1932-05-08
Eröffnung der Ausstellung „Der Schutz von Eigentum & Leben“ mit der Abteilung Luftverkehr.
 
 
1932-05-16
Flughafen Köln Butzweilerhof:
Großflugtag des Kölner Clubs für Luftsport (KCfL) in Verbindung mit der Gildehof-Klasse-Flugstaffel. Veranstalter: Sachsenberg.

Teilnehmer u.a.: Der deutsche Kunstflugmeister Gerhard Fieseler, die deutsche Kunstflugmeisterin Liesel Bach und der österereichische Weltrekordsegelflieger Robert Kronfeld mit seinen Segelflugzeugen „Wien“ und „Austria“.

Auf dem Platz befindet sich ein Werbeaufbau der Fa. Haus Bergmann, Dresden/ Zigarettenfabrik

Der deutsche Kunstflieger Gerhard Fieseler nimmt mit seinem Doppeldecker F 2 Tiger, Kz: D-2200 an der Veranstaltung teil.
Die deutsche Kunstflugmeisterin Liesel Bach fliegt mit ihrer Klemm L 26 Va, Kz: D-1916 „Klemm-Falke“. Auf den Unterseiten der Tragflächen befindet sich die Aufschrift „Haus Bergmann“.
Über dem Platz werden Fallschirmspringer abgesetzt. Einer landet in einem Baum und muß geborgen und versorgt werden.
Eine Segelmachine kreist über den Zuschauern.

*) Anm: Die Maschine wird am ? 00-07 in Clermont-Ferrand zerstört.

 
 
1932-00-00
Die belgische Fluggesellschaft „SABENA“ ändert ihre Streckenführung und fliegt von Brüssel aus nicht mehr über Köln nach Kopenhagen sondern über Essen.
 
 
1932-07-01
Der Nachtflugverkehr mit dem Schwerpunkt Köln wird ausgebaut.
Die Deutsche Luft Hansa A.G. (DLH) eröffnet die Nachtstrecke Köln-Frankfurt am Main mit der Option der Weiterführung nach Basel.
Um das rheinisch-mainische Wirtschaftsgebiet an die Nachtflugstrecke der Deutschen Luft Hansa A.G. Berlin-Hannover-Köln-London, in deren Rahmen Post und Fracht befördert wird, anzuschließen, ist beabsichtigt, den Abschnitt Köln-Frankfurt a. M. mit Nachtbefeuerungsanlagen zu versehen. In Köln würde dann der Anschluß sowohl nach London wie nach Berlin erreicht werden.
Voraussichtlich werden die Anlagen, deren Herstellung durch die Zentralstelle für Flugsicherung erfolgt, am -07-01 fertiggestellt sein.
Es handelt sich in der Hauptsache um vier Leuchtfeuer, von denen eines auf dem Feldberg im Taunus stationiert wird. Gleichzeitig wird die Frankfurter Flughafen-Gesellschaft ihren Flughafen mit Befeuerungsanlagen (Flugplatzumrandung, Hindernisfeuer usw.) versehen.
Der Flug von Frankfurt nach Köln dauert nur 1 ¼ Stunden, so dass durch die neue Nachtstrecke ausgezeichnete Verkehrsmöglichkeiten geschaffen werden.

Anm.: Dieser Artikel erschien 1932 in der Zeitschrift „Die Luftwacht“ unter der Überschrift:
Nachtbefeuerung der Strecke Köln-Frankfurt a. M.

 
 
1932-08-00
Der Direktor des Kölner Flughafens, Maximilian Hantelmann, schätzt die Situation bzgl. des baulischen Zustandes des Butzweilerhofs folgendermaßen ein:
„Wesentliche Verbesserungen werden sich heute nur noch unter Aufwendung erheblicher Mittel erzielen lassen, die bei der Art der Gebäude nicht lohnen. Daß ein Neubau für die nächste Zeit nicht infrage kommt, ist unter den heutigen Verhältnissen sicher. Es gilt auf bessere Zeiten zu warten und inzwischen die für den Neubau notwendigen Erfahrungen zu machen.“
 
 
1932-09-21

Verweis DoX in Köln
Die zwölfmotorige Dornier Do X, Kz: D-1929, landet gegen 12 Uhr, auf ihrem Deutschlandflug von Düsseldorf kommend, auf dem Rhein zwischen Mülheimer- und Hohenzollernbrücke (in Höhe des Niehler Hafens nach MüA und L35.).

Die Do X ankert im sogenannten Floßhafen, linksrheinisch oberhalb der Mülheimer-Brücke, und wird dort von vielen tausend Besuchern besichtigt.

Nach dem Anlegen des Flugschiffs gibt der Kommandant, Kapitän Friedrich Christiansen (pour-le-mérite), im komfortabel ausgestattetem Salon für Oberbürgermeister Konrad Adenauer und den Vertretern der Stadt einen Empfang.
Claudius Dornier ist an Bord und begrüßt die Gäste. _
Das Wetter ist warm und über 100 Faltbootfahrer auf dem Rhein haben Gelegenheit, das Flugschiff auch vom Wasser aus in der Nähe zu sehen.
Der Kölner Club für Luftfahrt (KCfL) gibt im Kasino "Casino Gesellschaft" Augustinerplatz 7 einen Festabend für die Besatzung, zu welchem ein Kurt Jansen (1972: Köln-Rath, Rather Mauspfad 94) einen Begrüßungsprolog verfasst. (Seine Mutter sitzt neben Friedrich Christiansen.)
Die Stadt Köln gibt zu Ehren der Do X-Besatzung einen Empfang im Gürzenich.

Kapitän Friedrich Christiansen wohnt im Dom-Hotel 412. _

Der „Stadt-Anzeiger“- Fotograf Helmut Koch besteigt eigens ein Flugzeug, um die Wasserung der Do X aufzunehmen.
Die DO X verabschiedet sich mit einer Schleife um den Dom und nimmt Kurs auf Bonn.
An Bord befinden sich etwa 100 Personen, darunter auch Kurt Jansen, der von dem Zehnminutenflug beeindruckt ist.
Als Dank lädt er einige Herren der Besatzung am darauffolgenden Sonntag zu einer Rheinfahrt ein.
Auf Einladung des Gastronomen Mundorf wird im Schaumburger Hof in Godesberg zu Mittag gegessen.
Dort trifft man die französischen Kunstflieger Dravet und Beaucannot.

Anm.: Die Do X muß während ihres Aufenthaltes in Köln gestartet und gelandet sein.

 
 
1932-09-24
Taufe eines Segelflugzeuges vom Typ „Zögling“ auf dem Flughafen Köln Butzweilerhof.
Beamte der Polizei Flugwache auf dem Butzweilerhof -Mitglieder der Segelflugabteilung im Polizei-Sport-Verein Köln- haben in vier Monate langer Arbeit diese Maschine gebaut. An dem Festakt nehmen der Polizei-Sport-Verein Köln und zahlreiche Offiziere der Kölner Polizei, an der Spitze der große Förderer des Polizeisports Oberst Leber, teil. Zur gleichen Stunde wird der Flughafen von der Musikkapelle der Freiwilligen Feuerwehr Wiesdorf besichtigt, die die Flugzeugtaufe mit ihrer Platzmusik umrahmt.
 
 
1932-09-25
Die Gattin des Kölner Oberbürgermeisters Konrad Adenauer, Gussi Adenauer, tauft im Beisein zahlreicher Ehrengäste am Aachener Weiher den ersten netzlosen Freiballon mit Kölnisch Wasser auf den Namen „KÖLN“.
Ehrengäste sind Oberbürgermeister Dr. Konrad Adenauer, Ministerialdirektor z. D. Dr. Brandt, Geheimrat Louis Hagen und Beigeordneter Dr. Billstein.

Anschließend macht der Ballon seine „Jungfernfahrt“, auf der er von Kraftwagen verfolgt wird.

Der Ballon hat ein Fassungsvermögen von 1.905 Kubikmeter Leuchtgas (LG).
Er wurde 1932 von der Wasser- und Luftfahrzeug-GmbH in Berlin erbaut; der Ballonstoff wurde bei der Gummiwarenfabrik Franz Clouth in Köln-Nippes hergestellt.

Der Ballon „KÖLN“ ist unter Nr. 26 der Stammrolle für Freiballone eingetragen und neben dem Rennballon „DEUTSCHLAND“ der zweite netzlose Ballon.

An dem Erwerb des zweiten Ballons „KÖLN“ war das Kölner Mitglied des Kölner Clubs für Luftfahrt (KCfL), Josef Kramp, durch sein Organisations- und Werbetalent maßgeblich beteiligt.

Ebenfalls wird ein Segelflugzeug auf den Namen „Dr. Konrad Adenauer“ getauft (nach MüA IV/S.9: „Oberbürgermeister Dr. Adenauer“).
(Richtig: „Oberbürgermeister Dr. Konrad Adenauer“ 1932-09-18)

Es handelt sich um ein Hochleistungsflugzeug vom Typ Professor R III, welches bereits 1929-00-00 von der Segelflugsportabteilung des Kölner Clubs für Luftfahrt (KCfL) erbaut wurde und auch in der Rhön startete.
Der Konstrukteur hat diese Maschine wesentlich verbessert: Sie erhielt in den Deutzer Werkstätten (ehemalige Kürassierkaserne) eine neue Tragfläche von 16 Meter Spannweite. Dieser Hochleistungssegler wird vornehmlich mittels Motorflugzeug in die Luft geschleppt.
Nach der Taufe wird diese Maschine als besonderes Ausstellungsstück vom 01. bis 23.10. in der Deutschen Luftsport-Ausstellung (DELA) in Berlin stehen. Für den Erbauer des Seglers im KCfL ist es eine besondere Ehre, dass die Leitung der DELA die Maschine als besonderes Ausstellungsstück anfordert.

 
 
1932-00-00
Zur Zeit werden folgende Strecken der DLH auch während der Dunkelheit beflogen:
Berlin-Danzig-Königsberg-(-Moskau bzw. Leningrad),
Berlin-Halle-Leipzig (Personen, Post und Fracht),
Berlin-Hannover-Köln-London mit Anschluß in Köln nach Frankfurt/M.,
Stockholm-Kopenhagen-Hannover-Amsterdam (beide nur Post und Fracht).
 
 
1932-00-00
Zum Flughafen Köln Butzweilerhof wird eine feste Omnibus-Linie eingerichtet. *)
Diese Linie geht vom Schlachthof an der Liebigstraße aus. **)

*) Die Straßenbahn fährt von Dom/Hauptbahnhof nach Köln-Ossendorf.
**) Nach dieser Quelle von Dom/Hauptbahnhof aus.

 
 
1932-10-05
Auf dem Flughafen Köln Butzweilerhof trifft zur Besichtigung das größte Landflugzeug der (Welt), die Junkers G 38 ce, Kz: D-2500 der Deutschen Lufthansa AG., ein, welche im 1932-06-00 in Dienst gestellt und von der Luft Hansa AG auf der Strecke Berlin-Amsterdam-London eingesetzt wird.
Die Maschine trägt am Bug den Schriftzug „Luft-Hansa“.
Die Maschine weist gegenüber ihrem Schwesterflugzeug der D-2000 aus dem Jahr 1929 wesentliche Verbesserungen auf.

Anm.: Am 1933-04-25 wird sie auf den Namen „Generalfeldmarschall von Hindenburg“ getauft.

 
 
1932-00-00
Der Fluglehrer Richard Perlia der Fliegerschule des Luftfahrt-Vereins Aachen startet - herausgefordert von einem seiner Flugschüler bei einer feucht-fröhlichen Feier - zu einem von Oberleutnant Kanstein vom zuständigen Flughafen Köln Butzweilerhof nicht genehmigten Nachtflug nach Köln. Kanstein, der nur in seiner Privatwohnung zu erreichen ist, weil die Dienststelle nicht mehr besetzt ist, ist sehr verärgert und droht mit dem Entzug des Flugzeugführerscheins. Man startet trotzdem angeheitert vom stockfinsteren Flugplatz. An den Tragflächen hat man einige Taschenlampen provisorisch montiert, die beim holperigen Start schon verloren gehen.
Der Flughafen Köln Butzweilerhof liegt dunkel im Nordwesten Kölns, aber der große Schornstein der Ziegelei -mit Hindernisbefeuerung versehen-, ist gut auszumachen und die Landung gelingt glatt. Kaum ist das Flugzeug ausgerollt, hört die Besatzung schon die verärgerte Stimme Kansteins über den Platz schallen. Als Kanstein sich beruhigt hat, wird man schnell handelseinig. Mit dem Besuch in einigen Kölner Gaststätten ist das Problem dann schnell „vom Tisch“.
 
 
1932-10-29
Das DHL-Postflugzeug Junkers Ju W 33f, Kz: D-2017 „Marmara“, ist auf der Nachtpoststrecke P. F. 1 London – Köln verunglückt und im englischen Kanal untergegangen.
Der Pilot Cuno und der Funkmaschinist Drebes kamen zu Tode.
 
 
1932-00-00
Die Fliegerschule Köln des Kölner Clubs für Luftfahrt (KCfL) auf dem Flughafen Köln Butzweilerhof absolvierte 2.320 Flugstunden.
Der Club verfügt über sieben Vereinsflugzeuge, und nahezu 200 Flugschüler haben ihre Bedingungen für den Flugzeugführerschein erfüllt.
Besonders befähigte junge Flieger werden zur Teilnahme an Wettbewerben und Turnie-
ren eingesetzt.
Alte Kämpen wie Hermann Stöcker, Fritz Itzstein, Heinz Raddatz, Christian Geusgen, Frhr. von Wassenberg, Paul Billstein, Jakob Möltgen II(?), Franz Wehland, Karl Ziegler haben, wo und wie sie auch eingesetzt wurden, die Farben des KCfL mit Erfolg vertreten.

Durch die Akademische Flugwissenschaftliche Vereinigung Köln e. V. „Akaflieg“ wurden zusätzlich 16 neue Flugzeugführer ausgebildet.

Zahl der Starts auf dem Butzweilerhof von 1926 – 1932: 31.000 _
Zahl der Flugstunden von 1926 – 1932: 15.480
Zahl der von Jakob Möltgen von 1914 – 1932 ausgebildeten Flugschüler, die
alle unfallfrei geflogen sind: 320.
Jakob Möltgen machte in der Zeit von 1914 1932 laut Bordbuch 12.332 Starts.

 
 
1932-00-00
Die Deutsche Luft Hansa AG setzt in ihrem Liniendienst die dreimotorige Junkers Ju 52/3m ein.
 
 
1932-00-00
Auf dem Kölner Flughafen hat sich der Flugverkehr bei den Passagieren gegenüber 1926 vervierfacht.
Köln belegt mit 16.348 Fluggästen den zweiten Rang unter den deutschen Flughäfen.
Auch in den Bereichen Luftfracht- und Luftpostverkehr konnte Köln Butzweilerhof seinen zweiten Platz nach Berlin-Tempelhof behaupten.
 
 
1933-01-04
Der Führer der NSDAP, Adolf Hitler, landet in Hangelar mit seiner Junkers Ju 52/3mfe, Wnr.4021/1933, Kz: D-2600.
Hitler, in Zivil, ist auf dem Weg nach Köln; er trifft sich mit Franz von Papen zu einem Gespräch mit dem Kölner Bankier Kurt Freiherr v. Schröder in dessen Villa Im Stadtwaldgürtel 35.
Dieses Treffen kann als „Geburtsstunde des 3. Reiches“ bezeichnet werden.

Anm.: Die Villa Schröder hat den 2. Wk. überstanden und existiert heute noch. Eine Bronzetafel weist auf das damalige Treffen hin.

 
 
1933-00-00
Auf dem Flughafen Köln Butzweilerhof gibt es eine Flugwetterwarte, die mit einem Fachmeteorologen besetzt ist sowie eine Wettermeldestelle.
Für das gesamte Rheinland zuständig, ist hier die „Flugbodenfunk- und Peilstelle Köln“.
Egon-Maria Zimmer (Unter dem Pseudonym "C.C. Bergius" schrieb er das Buch "Oleander Oleander" in dem er seine Fliegerkarriere beschrieb. Ein kleiner Teil behandelt auch seine Zeit auf dem Flughafen Butzweilerhof) ist auf dem Butzweilerhof als Wetterflieger eingesetzt.
Zimmer startet abends um 18 Uhr und morgens um 6 Uhr mit einer Junkers W 33 auf 6.000 Meter Höhe.
 
 
1933-00-00
Die belgische Fluggesellschaft „SABENA“, eröffnet den Nachtflugstreckendienst Brüssel-Köln.
 
 
1933-01-30
Hitlers Machtergreifung
Es beginnt der Verfall des Kölner Clubs für Luftfahrt (KCfL).
In der Vergangenheit hatten sich auf dem Flughafen Köln Butzweilerhof politische Gruppen, Vereinigungen der SA und SS und der Kölner Motor- und Segelsportclub gebildet. Es kam zu manch unliebsamen Zusammenstößen.
Der Gauleiter der NSDAP, Josef Grohé, verlangt von dem Kölner Flieger des Kölner Motor - und Segelsportklubs, Alexander Court, die Namen derjenigen Leute auf dem Butzweilerhof, die ihn in den vergangenen Jahren wegen seiner NS-Gesinnung und – Betätigung diskriminiert und auch körperlich bedroht hätten (1931-00-00). Court bestreitet dies und gibt keine Namen preis. Gauleiter Grohé glaubt ihm nicht; er läßt jedoch dann von der Sache ab.
 
 
1933-02-17
Reichskanzler Adolf Hitler trifft abends kurz vor 23 Uhr, von Dortmund kommend, auf dem Flughafen Köln Butzweilerhof ein, wo ihn eine Abteilung der Kölner SS erwartet.
Zu seinem Empfang sind Gauleiter Josef Grohé und Standartenführer Zenner erschienen. Im Namen der Stadt Köln und des Oberbürgermeisters Dr. Konrad Adenauer (er brüskiert Hitler durch seine Abwesenheit) begrüßt Beigeordneter Dr. Heinrich Billstein den Reichskanzler, der ihn jedoch ignoriert, um voll Zorn nach Godesberg in das Hotel Dreesen zu fahren.
 
 
1933-02-18
Reichskanzler Adolf Hitler fliegt um 7 Uhr vom Flughafen Köln Butzweilerhof nach München.
 
 
1933-02-19
Von München kommend trifft der neue Reichskanzler Adolf Hitler wieder in Köln ein (Butzweilerhof?).
 
 
1933-04-13
Gründung der Kölner Ortsgruppe des Deutschen Luftsportverbandes e.V. (DLV) 1933-03-25 !
Erste Versammlung der Ortsgruppe Köln des DLV, in der alle bisher arbeitenden Vereinigungen aufgingen.
Ortsgruppenführer: Christian Geusgen ? ca. 1933-09-20 _
Der DLV hat im Westen die Landesgruppe VI Rheinland mit Sitz in Essen.
Als Vorsitzende werden der bekannte Pour le Mérite-Flieger Arthur Laumann und der langjährige Leiter der Gruppe West des ehemaligen Deutschen Luftfahrtverbandes (auch DLV), Schröder ernannt.
Untergruppe Köln: Kettenführer Wilhelm Hospelt *) ? ca. 1933-09-20 _

*) Anm.: Hospelt ist 1940 Kommandeur der Bordfunkerschule Halle/Saale und Flughafenkommandant in
Halle Saale (Aussage Dr. Schlott und Frau……? /Nichte von Hospelt).
Pate von Sohn Walter Hospelt wird später Adolf Galland (Aussage Frau…..?/ Nichte von H.).
(Die Nichte von Hospelt war Besucherin des Luftfahrtmuseums (bei Suntrop) und wollte danach
Verbindung mit uns aufnehmen; sie meldete sich jedoch nicht mehr.)

Kommissar der Kölner Ortsgruppe des DLV ? ca. 1933-09-20 wird der Flugzeugführer, Ballonfahrer und Leiter der Kölner Luftpolizei, Oberleutnant Willy Kanstein.
Bei der ersten Versammlung sind anwesend die Vorstände
des Kölner Clubs für Luftfahrt (KCfL),
des Rings der Flieger,
der Akademischen Flugwissenschaftlichen Vereinigung („Akaflieg“) der Universität Köln,
der Jungfliegergruppe 161,
des Kölner Motor- und Segelsportklubs (Mitglieder: NS-Sympathisanten),
die Führer des SS-Fliegersturms,
des SA-Fliegersturms,
der Fliegerstaffel des Stahlhelms und
der Segelflugabteilung des Polizei-Sportvereins Köln sowie
des Sportflugs e.V.,Köln.

Der Kommissar der Kölner Ortsgruppe Köln, Oblt. Willy Kanstein, macht den Vorschlag, den langjährigen Präsidenten des Kölner Clubs für Luftfahrt (KCfL), Hauptmann a. D. Amtsrichter Ernst Krüger, den über Deutschlands Grenzen hinaus als Ballonfahrer berühmten Hans Hiedemann*) und den Förderer des KCfL, Generaldirektor Dr. Friedrich Kruse, als Ehrenmitglieder zu ernennen.
*) 1948-04-28

Stellvertretender Vorsitzender: Diplom-Ingenieur Paul Stock
Geschäftsführer: der frühere Kriegsflieger Spoerer, der bereits in den
letzten Jahren die Organisation des Kölner Motor- und
Segelsportklubs leitete.

Dem kommissarischen Leiter, Oblt. Willy Kanstein, wird z. b. V. der Flugzeugführer Alexander Court beigegeben. (Court war bisher Mitglied im Kölner Motor- und Segelsportklub /Aussage Court).

Die Oberleitung der Motorsportabteilung hat Oblt. Willy Kanstein, sein Vertreter ist
Karl Ziegler.
Die Freiballonabteilung führt der Ballonfahrer Walter Heymer.
Betreuer der Segelflieger wird Lehrer Vincke, der bewährte Leiter der ehemaligen Jungfliegergruppe 161.
Zu Stellvertretern und Beisitzern werden die geeigneten Kräfte aus den früheren Vereinen und Gruppen bestellt.

 
 
1933-05-00
Auf Grund eines Unfalls auf dem Flughafen Köln Butzweilerhof (Absturz der Klemm L 25 Ia, Kz: D-1615 am 1932-09-19) angeregt, beschäftigt sich der I. Monteur der DLH, Jakob Bungarz, mit der Entwicklung einer sogenannten Doppelsteuer-Ausklinkvorrichtung.
Durch diese Vorrichtung kann der hinter dem Flugschüler sitzende Fluglehrer die starre Verbindung der beiden Steuerknüppel lösen.

Die von dem I. Monteur der DLH auf dem Flughafen Köln Butzweilerhof entwickelte sog. Doppelsteuer-Ausklinkvorrichtung wird einer Musterprüfung unterzogen.

 
 
1933-00-00
Elly Beinhorn, die bekannte Fliegerin und spätere Ehefrau des Rennfahrers Bernd Rosemeyer, besucht mit ihrer Heinkel He 71B, Kz: D-2390, den Flughafen Köln Butzweilerhof.
 
 
1933-06-26
„Deutsche Luftfahrt-Werbewoche“ in Köln,
veranstaltet von der Kölner Orsgruppe des Deutschen Luftsport-Verbandes (DLV).

Der italienische Fliegergeneral und Luftfahrtminister Italo Balbo kommt bei seinem Transozeanflug mit 24 Savoia-Marchetti-S-55-Doppelrumpf-Flugbooten, welche in mehreren Etappen von Orbetello – nw.Roms – nach New York führt, auf der ersten Etappe Orbetello-Amsterdam auch über Köln und rüttelt auch hier die Gemüter der Bevölkerung auf.
Dieser Flug ist der erste Formationsflug über den Nordatlantik.

Der Deutsche Luftsport Verband (DLV) führt anlässlich der Luftfahrt-Werbewoche
einen internen Flugtag durch:
Start von vier Gasballonen „KÖLN“, „DÜSSELDORF“, „ERNST BRANDENBURG“
und „BEMBERG-WUPPERTAL“ vom Ballonstartplatz des Ballonsturms I, Köln (der Flieger-Ortsgruppe Köln in der Flieger-Landesgruppe VI des DLV e.V.) am Lindentor im Beisein zahlreicher Zuschauer. Die Aufrüstung erfolgt mit Hilfe von Angehörigen des Fliegersturms und der Hitlerjugend.
Das Startkommando hat Major a. D. Karl Lenders.

Aus dem Ballon „KÖLN“, der unter Führung von Walter Heymer steht, wird vom Westdeutschen Rundfunk Köln die erste Funkreportage durchgeführt (1933-10-14).
In der Gondel steht am Mikrophon Rudi Rauher *), der bekannte Sprecher des WDR´s.
Die zahlreichen kofferähnlichen Geräte im Ballon bedient Dipl.-Ing. Kraege, der technische Leiter des WDR´s.
Die Reportage führt vom Startplatz aus der WDR-Sprecher Dr. Maus, der mit dem am Schallplattentisch im Funkhaus tätigen Dr. Raskin das Gespräch mit dem Ballon durch lustige Gegenreden und Musik würzt.
Kurz nach 16 Uhr trifft die Nachricht von der glatten Landung des Ballons „KÖLN“ in Kratzenburg/Hunsrück – sieben Kilometer von Boppard entfernt – ein.

*)Anm.: Vor einiger Zeit brachte Rudi Rauher bereits aus den Borkenbergen aus einem Segelflugzeug
eine Reportage über den Sender Langenberg.

Auf dem Flugplatz Köln Butzweilerhof wird bei weit über zehntausend Zuschauern ein interessantes Flugsportprogramm abgewickelt, welches bei freiem Eintritt besonders die Jugend in den Bann zieht.
Ballonrammen durchgeführt von Fluglehrer Schiller und den Fliegern Fritz Itzstein
und Johann Bungarz;
Zielabwurf durchgeführt von den Fliegern Schorn, Krah und Bendig;
Kunstflug durchgeführt von den Fliegern Heinz Raddatz, Paul Schlafke und Peters.
Geschwaderfliegen durchgeführt von den Fliegern Heinz Raddatz, Johann Bungarz,
Krah, Krügel, Alexander Court und Fluglehrer Schiller;
Segelflug durchgeführt von den Fliegern Butzinski und Maus.

Hierbei wird der neuartige Schleppwagen (Seilwinde) mit Erfolg benutzt.

 
 
1933-00-00
Die Deutsche Luft Hansa A.G. (oder ihre Tochter „Hansa Flugdienst G.m.b.H. ) setzt eine Focke Wulf FW A 38 als sog. „Kindermöve“ ein.
Vom Flughafen Köln Butzweilerhof können Kinder zu einem Rundflug über Köln starten.
 
 
1933-00-00
Auf dem Flughafen Köln Butzweilerhof finden drei große Flugtage statt, ebenso Geschwaderflüge zu internationalen Fliegertreffen nach Belgien und England.
 
 
1933-07-06
Der Kölner Stadtanzeiger berichtet unter dem Titel „Zeit ist Geld“ nach der Rückkehr der Geistlichen von Rom 1933-06-21 von deren Begeisterung über den Flug.
Die Zeitung nimmt das zum Anlaß, auf die ausgezeichneten Flugverbindungen nach dem Süden hinzuweisen und veröffentlicht eine Übersicht von Köln nach Städten in Süddeutschland, der Schweiz, Italien, Frankreich, Spanien und Österreich.
 
 
1933-08-26
Die Kölner Flugzeuge H1 „Hermann Göring“, Kz: D-2534, Klemm L 25c VII mit der Besatzung Court / Jokisch und H4 „Aufwärts“, Kz: D-2036, Klemm L 25b VII mit der Besatzung v. Müffling / Schmitz müssen nach dem Start in Bremen nach Münster nach kurzer Zeit wegen Nebel wieder umkehren. Einige Zeit später wird das Startverbot dort wieder aufgehoben und es wird erneut gestartet. Es geht über Münster nach Düsseldorf, wo die H1 „Hermann Göring“, Kz: D-2534 mit Court/ Jokisch zwischen 12 und 13 Uhr eintrifft. Court wird in Düsseldorf von Rudi Rauher, Reporter des Westdeutschen Rundfunks Köln, in einer Original-Übertragung über seinen Flug befragt.

Die Kölner Flieger werden von Jakob Möltgen, Liesel Bach sowie ihren Angehörigen begrüßt.

 
 
1933-09-23
Die Kölner Ortsgruppe des Deutschen Luftsportverbandes (DLV)
-Geschäftszimmer: Butzweilerhof- (S2) ruft die deutsche und befreundete ausländische Fliegerwelt zum „I. Internationalen Fliegertreffen“ am Rhein auf.

Vom 23. – 25.09. findet auf dem Butzweilerhof diese Veranstaltung, bei der über 100 in- und ausländische Teilnehmer kommen, statt.
Etwa 70 Maschinen aus aller Herren Länder nehmen teil.

Die Flugzeuge treffen bei ihrem Sternflug in Köln ein (u.a.auch Liesel Bach.
Mit diesem Sternflug ist auch ein Pünktlichkeitswettbewerb verbunden.

Anwesend ist der Präsident des DLV, Hauptmann a. D. Bruno Loerzer (Pour le Mérite-Träger) – er hat das Protektorat dieser Veranstaltung übernommen - sowie der Vizepräsident des DLV, Generalleutnant a. D. Gerd von Hoeppner, der Leiter der Deutschen Verkehrsfliegerschule Braunschweig, Major Alfred Keller, die Führer der Rheinisch-Westfälischen Untergruppen und Fliegergruppenführer Arthur Laumann (Pour le Mérite-Träger), in dessen Händen die Oberleitung der Veranstaltung liegt.
Ferner ist anwesend Gauleiter Friedrich Karl Florian aus Düsseldorf (MüA IV/S.11).
Die eingetroffenen Flieger werden in zwangsloser Form von Fliegergruppenführer Arthur Laumann, Untergruppenführer Oblt. Willy Kanstein und Ortsgruppenführer Bürgermeister Dr. Haas begrüßt.

Gemeinsamer Begrüßungsflug über Köln, anschließend Dampferfahrt nach Königswinter.
Sondervorstellung für die Gäste im „Kaiserhof“ in der Salomonsgasse (Seitenstraße der Hohestraße).

Besuch der Herbstausstellungen im Rheinpark, anschließend Essen auf der Rheinterrasse:
Ozeanbezwinger Hauptmann a. D. Hermann Köhl hält die Festrede.

Große Flugschau auf dem Flughafen Köln Butzweilerhof mit der Bezeichnung „Luftspiele“:
zahlreiche Fallschirmabsprünge zur gleichen Zeit, große Schaunummer „Musik in der Luft“, Einzelvorführungen und Kunstflug.

Fräulein Luzie Byczkowsky zeigt ihren gewagten (116.) Fallschirmabsprung: Sie springt aus 1000 m Höhe ab, ass sich ca. 200-300 m fallen und zieht dann erst den Fallschirm.

Die Deutsche Meisterin im Kunstflug, Liesel Bach, erntet für ihren Kunstflug auf ihrer Klemm den größten Applaus.

Die englische Kunstflug-Besatzung Cater/Waller zeigt mit ihrer Maschine das in England sehr beliebte Crazing-Fliegen (Bodenakrobatik). Bei einer scharfen Wendung bekommt die Maschine bei plötzlicher Fahrtverminderung Rückenwind und sackt durch. Sie schlägt im abgesperrten Geviert vor der Sportflug zeughalle (ex Halle I) auf eine Klemm. Beide Maschinen gehen zu Bruch. Die Engländer bleiben unverletzt.
Der Präsident des DLV’s, Bruno Loerzer, schenkt den Engländern spontan eine neue Maschine.

Der Kölner Fluglehrer Jakob Möltgen liefert wieder einmal eine humorvolle Schaunummer als „Bauer aus Mödrath“, der zum ersten Mal ein Flugzeug lenkt. Kunstflug zeigen auch die Kölner Flieger Bungarz und Schiller.

Diese große Veranstaltung wird ausschnittsweise vom Westdeutschen Rundfunk Köln übertragen.
Reporter ist Rudi Rauher, der später durch die beliebte Sendung „Der frohe Samstagnachmittag“ - die erste große Unterhaltungssendung dieser Sparte im Radio- sehr bekannt wird.

Auf dem Butzweilerhof haben sich an diesen Tagen 80.000 Zuschauer eingefunden.
Die Bodenorganisation ist gewaltig -es ist der größte Flugtag, den Köln je erlebt hat!

Treffen in den Sälen des Zoo’s. _

Luftausflug der Gäste nach dem Jagdhaus des Kölner Direktors der Agrippina-Versicherung, Konsul Ernst Farnsteiner, in Gondelsheim/Eifel.
Landung auf dessen Privatflugplatz.

 
 
1933-10-14
Aus den Ballonen „KÖLN“ und „E. BRANDENBURG“ findet eine Rundfunksendung in Konferenzschaltung statt, eine erste dieser Art.
Der Ballon „KÖLN“ startet am Aachener Tor, der „E. BRANDENBURG“ in Düsseldorf auf der Staufenwiese.
Rudi Rauher im Ballon „KÖLN“ unterhält sich über seinen Kurzwellensender mit seinem Kollegen im Düsseldorfer Ballon.
Der Sender in Köln bringt dazwischen Schallplattenmusik.
 
 
1933-00-00
Bis zu dieser Zeit hat die „Missions-Verkehrs-Arbeitsgemeinschaft MIVA“ des fliegenden Paters Paul Schulte bereits 14 Flugzeuge und hunderte von Fahrzeugen in die Mission geschickt.
Nach seinem erfolgreichen Werbefeldzug (von 1930-00-00 an) folgt Pater Schulte einem ausdrücklichen Wunsch des Papstes und richtet 1937-00-00 in den Eisregionen Kanadas nördlich des Polarkreises MIVA-Stützpunkte ein.
 
 
1933-00-00
Die Deutsche Luft Hansa AG richtet mit der Heinkel He 70 „Blitz“ einen sog. Blitzluftverkehr zwischen Köln, Frankfurt/M., Hamburg und Berlin ein. *)
Auf der wichtigen Strecke Köln-Berlin schrumpfen die Flugzeiten auf sensationelle 120 Minuten zusammen.
Für den Flughafen Köln Butzweilerhof wird das Schlagwort „Luftkreuz des Westens“ geprägt.
 
 
1933-12-21
Verweis auf das Thema Adventsfeiern auf dem Butzweielrhof
Weihnachtsveranstaltung auf dem Flughafen. Bescherung von 150 armer Kinder aus Kölner Waisenhäusern. Bei schlechtem Wetter und mit fünf Minuten Verspätung landet St. Nikolaus und Hans Muff mit der Luft Hansa-Maschine BFW M 20 b2, Kz: D-2026 „Schwarzwald“, auf dem Platz.
In den Nikolaustüten befinden sich Lose für 9 Freiflugscheine. Anschließend gab es für die Kinder eine Nikolausfeier im Restaurant.
 
 
1933-00-00
Auf dem Flughafen Köln Butzweilerhof landeten 5.422 Maschinen mit 9.476 Fluggästen.

Der Kölner Flughafen steht unter den deutschen Verkehrsflugplätzen an zweiter Stelle.

Durch die politische Veränderung in diesem Jahr hat sich der Aufschwung in der deutschen Luftfahrt noch weiter gefestigt und damit auch dem Kölner Flughafen erhöhten Auftrieb gebracht.
Die Geflogenheit Hitlers und seiner Mitarbeiter, sich auf ihren Reisen des Flugzeuges zu bedienen, hat dazu beigetragen, die Volkstümlichkeit der Luftreise zu fördern.

 
 
1934-01-01
Die „Deutsche Luft Hansa AG“ schreibt sich nun „Deutsche Lufthansa AG“
 
 
1934-01-00
Der DLH-Pilot Ludwig macht mit Liesel Bach einen Probeflug mit einer Junkers Ju 52.
Liesel Bach übernimmt das Steuer und macht mit der Maschine einen Turn.
 
 
1934-02-24
In der Sporthalle des Flughafens Köln Butzweilerhof weiht der Kölner Erzbischof, Kardinal Dr. Schulte, vor geladenen Gästen zwei Klemmflugzeuge der Missions-Verkehrs-Arbeitsgemeinschaft (MIVA) auf die Namen „Petrus“ und „Paulus“.
Der Weiheakt wird vom Reichssender Köln übertragen
 
 
1934-03-01
Die Lufthansa eröffnet eine Fluglinie Köln-Halle über Dresden und Leipzig mit der Junkers Ju 52/3m.
 
 
1934-03-20
Umstellung der Erkennungszeichen (Kennzeichen=Kz:) an Flugzeugen von bis zu vierstelliger Zahlengruppe in Verbindung mit dem Hoheitszeichen „D“ davor (z.B. D-1223) auf Buchstaben-Erkennungszeichen (z.B. D-ABIS).
Mit dieser Umstellung passte man sich der schon seit langem im Ausland üblichen Flugzeugkennzeichnung an.
 
 
1934-00-00
Der Kölner LH-Pilot Anton Weigand, seit 1930-00-00 auf dem Flughafen Köln Butzweilerhof stationiert, fliegt mit der dreimotorigen Junkers G 24 von Croydon bei London nach Köln. Der Flug, gegen 22 Uhr begonnen, endet nach ca. einer Stunde wegen technischer Mängel (Höhenmesser) mit einer durch Bäume verkürzten Landungsstrecke. Die Besatzung bleibt unverletzt.
 
 
1934-03-00
Liesel Bach startet vom Flughafen Köln Butzweilerhof mit ihrer Klemm
L 26 aV, Kz: D-2160, zu einem Flug.
An Bord hat sie die z. Zt. In Köln gastierende Schauspielerin Dolly Haas.
 
 
1934-05-19
Lettländische Journalisten landen mit der Junkers G 38, Kz: D-2500 „Hindenburg“, auf dem Flughafen Köln Butzweilerhof. Sie werden vom Beigeordneten der Stadt Köln, Ebel, empfangen.
 
 
1934-05-31
Liesel Bach, die Europameisterin im Kunstflug, nimmt mit ihrer Klemm L 28 XIV, Kz: D-2495 „Liesel Bach“, an einem Flugtag in Münster/W. teil.
Ernst Udet fliegt mit seiner 700PS-Curtis.

Liesel Bach hat Schwierigkeiten mit ihrem Motor (Kolbenfresser).
Am nächsten Tag wird dieser demontiert und neue Zylinder eingebaut.

 
 
1934-06-01
Luftfahrt-Werbewoche des Deutschen Luftsportverbandes (DLV) auf dem Flughafen Köln Butzweilerhof.
 
 
1934-06-09
„50 Jahre Luftschiffer-Truppe 1884-1934 Gründungs- und Wiedersehensfeier“


Einweihung eines Ehrenmals für die bis 1918 in Köln stationierten Truppenteile im Hindenburgpark am Agrippina-Ufer (1928-06-28).
 


An einer Mauer der Anlage, auf dem ehemaligen preußisches Fort I (Innerer Festungsring), befinden sich u. a. auch zwei Bronzetafeln für das Luftschiffer-Bataillon Nr. 3 und das Flieger-Bataillon Nr. 3, die damals im Luftschiffhafen Bickendorf am Ossendorfer Weg und auf der Fliegerstation Köln am Butzweilerweg eingesetzt waren.

 
 


Bei der Einweihungsfeier des „Verein ehemaliger Luftschiffer Köln“ ist auch Generalmajor a. D. der Luftschiffer, Gaissert, ehemals „Koluft der 2. Armee“anwesend, der auch die Ansprache hält.

Anm: *)
Schuster, Karl (Luftschiff-Obermaschinist) ist im Verein Kassenführer I_ 1909-04-01 und 1914-08-05
Bürvenich, Peter (Luftschiff-Obermaschinist) ist im Verein Ordentl. Mitglied 1909-04-01 und 1914-08-05
Kuck, Hermann (Luftschiff-Maschinist) ist im Verein Ordentl. Mitglied 1914-08-05

Anm: Die Ballongruppe der Fliegerlandesgruppe XIV des DLV hat am -06-03 amtlich der vor 50 Jahren erfolgten Gründung der Truppe feierlich gedacht. In ihr ist der „Deutsche Verein zur Förderung der Luftschiffahrt“ aufgegangen.
Sachbearbeiter für Ballon- und Luftschiffwesen bei der Fliegerlandesgruppe XIV des DLV ist Major a. D. des Luftschiffer-Bataillons, Dr. Hildebrandt.

 
1934-06-11
Die ehemaligen Luftschiffer, die vorgestern u. gestern? ihre Feier im Hindenburgpark hatten, können heute den Flughafen Köln Butzweilerhof besichtigen.
Ihr Kamerad Erich Gensicke ist dort als Flughafenverwalter auch stellvertretender Flughafendirektor.
Im „Verein ehemaliger Luftschiffer Köln“, begleidet Gensicke im Vereinsrat die Stelle des Vereinsführers und die des Werkstättenvorstehers.
 
 
1934-06-15
Die Deutsche Lufthansa eröffnet im Sommerflugplan ein sog. „Blitzstreckennetz“, das die am 1931-06-01 eingerichtete Aerobus-Linie ablöst.

Der -zunächst versuchsweise Dienst (1933-00-00)- verbindet die Städte Berlin-Hamburg-Köln-Frankfurt/M. und Berlin im Rundstreckendienst miteinander mit erheblich kürzeren Flugzeiten. So reduziert sich die Flugdauer auf der Strecke Köln-Frankfurt/M. auf 35 Minuten, vergleichbar einer Straßenbahnfahrt von der Kölner Innenstadt in die Vororte.

Geflogen wird mit der schnellen Heinkel He 70B „Blitz“ - dem ersten Verkehrsflugzeug mit einziehbarem Fahrwerk- und zwar die o. g. Strecke entgegengesetzt, so dass stündlich eine Flugverbindung besteht.
Die mit vier Passagiersitzen ausgestattete Maschine erreicht eine Spitzengeschwindigkeit von 377 km/h.

 
 
1934-06-27
Der Preußische Ministerpräsident und Reichsminister der Luftfahrt, General Hermann Göring, landet mit seiner roten Junkers Ju 52/3m fe, Kz: D-AGUK „Manfred von Richthofen II“ *), Wnr. 4022 auf dem Flughafen Köln Butzweilerhof und wird groß empfangen.
Göring wird Ehrenbürger von Köln.
Liesel Bach, die Deutsche und Europäische Kunstflugmeisterin, die auf dem Rückflug von Wiesbaden wegen Motorstörung verspätet eintrifft, verpaßt den Gast.

*) Anm.: Die Maschine erhält ab September 1935 den Namen „Kurt Wolff“ und fliegt dann mit LH- Anstrich als Verkehrsmaschine.

 
 
1934-06-00
Der Kölner LH-Pilot Anton Weigand übernimmt für einen erkrankten Kollegen die Tagesstrecke Köln-Berlin-Königsberg. In Berlin wird er zunächst festgehalten und muß nachmittags nach Bremen fliegen.
Beim Ausstieg dort bemerkt er, dass SA-Leute, die auf dem Treppchen stehen, von SS-Leuten zum Einsteigen gedrängt werden.
Erst einige Zeit später erfährt er, dass auch SA-Führer Ernst Röhm mit an Bord war.
Der für abends vorgesehene Rückflug nach Köln erfolgt nicht, Weigand muß nach München fliegen. Nach der gegen Mitternacht erfolgten Landung dort sieht er während des Auftankens der Maschine, wie neun Zivilisten durch SS-Leute in die Maschine gebracht werden.
Erst einige Zeit später sickert etwas über die sog. „Röhm-Affäre“ durch.
 
 
1934-00-00
Flugtage in Köln
Die NS-Gemeinschaft „Kraft durch Freude“ (KdF) führt Volksflugveranstaltungen auf dem Flughafen Köln Butzweilerhof durch (1934-09-02).
Bei einem dieser Flugtage erregt eine Heinkel He 72 „Kadett“ großes Aufsehen:
Unter der Maschine hängt ein Trapez, an dem ein Artist seine Kunstübung zeigt.

Der Fluglehrer Jakob Möltgen macht als „Fliegender Professor“ Kunstflug.

 
 
1934-07-01
Der Flughafen Köln Butzweilerhof erhält eine Wetterflugstelle, deren Aufgabe es ist, bei täglich zweimaligem Aufsteigen bis zu 5.500 Meter Höhe die Witterungsverhältnisse zu erkunden und die Ergebnisse der Luftfahrt nutzbar zu machen.
Ausgerüstet ist die Wetterflugstelle mit zwei Wetterflugzeugen (LH4_195).

Eine Junkers G 24 mit zwei Mann Besatzung steigt morgens um 8 Uhr und nachmittags um 17 Uhr zur Wetterbeobachtung auf.

 
 
1934-07-01
Die Bezirksleitung West der Deutschen Lufthansa wechselt von Essen nach Köln.
Die Geschäftsräume befinden sich im Hochhaus am Hansaring.

Mit der Verlegung der Geschäftsräume wird die Stellung Kölns im westlichen Luftverkehrsknotenpunkt gefestigt.

Anm.: Auf eine Loslösung der Flugleitung Köln von der Essener Bezirksleitung und eine direkte Unterstellung unter das Reichsluftamt in Berlin hinzuwirken, hatte Flughafendirektor Maximilian Hantelmann dem Kölner Oberbürgermeister in seiner Funktion als Aufsichtsratmitglied der Luft Hansa bereits im Dezember 1927 nahegelegt.

 
 
1934-00-00
Liesel Bach empfängt in ihrem Häuschen auf dem Flughafen Köln Butzweilerhof hohen Besuch.
Anwesend sind: Oberst Bruno Loerzer, Präsident des DLV, Major Arthur Laumann, Fliegerführer des DLV’s im Rheinland und der Gauleiter der NSDAP von Düsseldorf, Staatsrat Karl-Friedrich Florian.
Alle drei Besucher sind Flieger des Weltkriegs und wurden mit dem Orden Pour le mérite ausgezeichnet.
Anwesend ist auch der Kölner Fluglehrer Jakob Möltgen.

*)Anm.: Das Häuschen befindet sich im nördlichen Bereich der Halle I auf der zum Butzweilerweg liegenden Seite.

 
 
1934-07-22
Start des netzlosen Freiballons „KÖLN“ der Flieger-Ortsgruppe 1, Köln unter Führung des Ballonfahrers Karl Lenders (67. Fahrt) vom Startplatz Lindentor.
Landung in Asbach/Ww. Um 14.30 Uhr/53km.
 
 
1934-07-23
Auf dem Flughafen Köln Butzweilerhof landen drei norwegischen Sportflugzeuge mit sechs Fliegeroffizieren.
Die Gruppe befindet sich auf einem Länderflug Oslo-Kopenhagen-Berlin-Köln-Paris zum Andenken an den ersten Nordseeflug des norwegischen Majors Trygoe im Sommer 1914.
 
 
1934-07-00
Liesel Bach nimmt an einem Flugtag in Gladbach-Rheydt teil.
Sie fliegt dort ihre Klemm L 28 XIV, Kz: D-2495 „Liesel Bach“.
 
 
1934-08-16
Die Fallschirmspringerin Luzie Byczkowsky stürzt in Vechta mit einer Sportmaschine tödlich ab.
Liesel Bach, die Fallschirmspringerin Kläre Lange („mollige Claire“) und Jakob Möltgen sitzen auf dem Flughafen Köln Butzweilerhof im Gras, als die Meldung telefonisch durchgegeben wird. Die Beisetzung findet in Bottrop statt.
 
 
1934-08-21
Das Luftschiff Zeppelin LZ 127 „Graf Zeppelin“ fährt über Köln.
Liesel Bach, die das Luftschiff über der Südstadt sichtet, besteigt mit ihrer Flugschülerin „Ilse vom Sauerland“ (Name …......?) eine Maschine und startet vom Flughafen Köln Butzweilerhof.
Sie fliegen zum Zeppelin hoch und sind beeindruckt von seiner Größe.
 
 
1934-00-00
Flugtag auf dem Flughafen Köln Butzweilerhof
Liesel Bach startet mit ihrer Klemm L 28 XIV, Kz: D-2495 „Liesel Bach“, und wird nach der Landung beglückwünscht.
Ein kleiner Junge – es handelt sich um den Sohn von Willy Kanstein - überreicht ihr eine Pralinenschachtel (?) und einen Blumenstrauß.
 
 
1934-08-26
Anläßlich der Saarausstellung landet Reichskanzler Adolf Hitler auf dem Flughafen Köln Butzweilerhof. Joseph Goebbels eröffnet im Beisein A. Hitlers die Propagandaschau „Die Saar“ in den Messenhallen.
 
 
1934-09-02
Volksflugtag auf dem Flughafen Köln Butzweilerhof
Die NS-Gemeinschaft „Kraft durch Freude“ (KdF) Gau Köln-Aachen veranstaltet in Verbindung mit der Flieger-Ortsgruppe 1, Köln des Deutschen Luftsport-Verbandes (DLV) den ersten Gau-Volksflugtag mit:
Verbandsfliegen,Kunstfliegen im Verband, Flugzeugschlepp im Verband, Segelflugkunstfliegen, Massenfallschirmabsprüngen, Flugakrobatik.
Circa 200.000 Besucher befinden sich auf dem Platz. Die Veranstaltung ist in jeder Hinsicht ein voller Erfolg.
Geboten wird:
1. Luftturnier von Flugzeugen
2. Kunstfliegen von drei Flugzeugführern
3. Segelflugmaschinen im Flugzeugschlepp, dabei Segelkunstfliegen von drei Segelflug-
zeugen
4. Europameisterin Liesel Bach im Kunstflug
5. Massenfallschirmabsprünge aus fünf Klemm-Maschinen
6. Vorführungen des Luftakrobaten Oskar Dimpfel
7. Kunstflugdarbietungen von Dipl.-Ing. Emil Kropf und Weltmeister Gerhard Fieseler-

Am Vormittag erfolgten 1.000 Freiflüge über Köln.
Aus den im Vorverkauf gelösten Karten wurden die Gewinner gezogen; die Nummern wurden im Westdeutschen Beobachter veröffentlicht - Unkostenbeitrag 30 Pfennig.

Für auswärtige Teilnehmer wurden von der Deutschen Reichsbahn Sonderzüge eingelegt.

*) Anm.: Diese Veranstaltung sollte bereits am -08-05 stattfinden, wurde aber wegen des Todes von Reichspräsident Paul von Hindenburg verschoben.

 
 
1934-09-07
Der Flughafen Köln Butzweilerhof ist Ziel einer Etappe im Rahmen des
Internationalen Europarundflugs 1934. Eine seltene Schau modernster internationaler Sportflugzeuge.
Sieger des Rundflugs ist Hauptmann Zwirke (Polen?).
Dieses erstmalige Ereignis verläuft reibungslos unter regestem Interesse der Zuschauer. Zwei wertvolle Ehrenpreise der Stadt Köln werden den besten deutschen Fliegern zuerkannt.
Der nächste Europarundflug organisiert Polen.
Dafür sind insgesamt 48 Meldungen eingegangen, davon fast der Maschinen von Deutschland. 16 Piloten wurden namentlich gemeldet: Fritz Morzik, Oberleutnant Seidemann, Lusser, Hirth, Osterkamp, von Dungern, Polte, Funk, Dr. Pasewaldt, Untucht, Tamm, Francke, Eberhard, Hubrich, Krüger und Rodig.
 
 
1934-09-14
Das Luftschiff Zeppelin LZ 127 „Graf Zeppelin“ kreist überraschend über Köln. Es zieht eine Schleife um den Dom und setzt die Weiterfahrt nach Frankfurt fort.
 
 
1934-10-21
Wettfahrt um den Wanderpreis der Kölnischen Zeitung

Am Start sind acht Ballone.

Start des Freiballons „Stadt Essen II“ der Flieger-Untergruppe 2, Ruhr-Niederrhein unter Führung von Dr. Kaulen am Lindentor.
Landung 3 km östlich Lützenburg /Holstein am 22.10. um 7.o7 Uhr/460km.
Mitfahrer: Frau Kaulen, Thode.

Start des netzlosen Freiballons „KÖLN“ der Flieger-Ortsgruppe 1, Köln unter Führung von Christian Geusgen (35.Fahrt) vom Lindentor.
Landung in Niendorf/Ostsee am 22.10. um 6.38 Uhr/440km.
Mitfahrer: Jokisch (2.), Lüttgen (2.).

Start des Freiballons „Ernst Brandenburg“ der Flieger-Ortsgruppe Düsseldorf unter Führung von Götze vom Lindentor.
Landung auf der Insel Hoen/Schweden am 22.10. um 15.20 Uhr/700km.
Mitfahrer: Raudel, Matteß.

Start des Freiballons „Stadt Velbert“ durch die Flieger-Ortsgruppe 1, Köln unter Führung von Willy Key (12. Fahrt) vom Lindentor.
Landung auf der Insel Laaland/Dänemark am 22.10. um 7.05 Uhr/542 km.
Mitfahrer: Brüggemann.

Start des Freiballons „Wicküler-Küpper“ der Flieger-Ortsgruppe Bergisch-Land unter Führung von Frau Ilse Dahl vom Lindentor.
Landung in Thorstorf bei Grevesmühlen am 22.10. um 7.52 Uhr/462km.
Mitfahrer: Dr. Klös, Dr. Poth, Ballonmeister Schmitt.

Sieger wird der Ballon „Wilhelm von Opel“, Führer Erich Deku. _
Landung nach 20stündiger Fahrt bei Lübeck.

 
 
1934-10-24
Auf dem Flughafen Köln Butzweilerhof werden Nachtrundflüge mit einer Junkers Ju 52/3m für das Kölner Publikum durchgeführt. Der Flugpreis beträgt pro Person 6 RM.

Bei den 9 Flügen a 17 Fluggästen werden 153 Personen in die Luft gebracht.

 
 
1934-10-31
Auf dem Flughafen Köln Butzweilerhof macht Herr Anton Fokker auf seiner Reise von Amsterdam nach Zürich eine Zwischenlandung. Er wird hier von der Flugleitung (Major a. D. Hantelmann Flieger im 1. Wk.) begrüßt.
Anm. Fokker starb 1939 im Alter von 49 Jahren in New York .
 
 
1934-11-08
Die schlechten wirtschaftlichen Verhältnisse in der Weimarer Republik –besonders in der Zeit nach dem sogenannten „schwarzen Freitag“ am 1929-10-25 verhinderten bisher den dringend notwendigen Neubau des Kölner Flughafens.
Unter den Nationalsozialisten ändert sich die Situation völlig:
Als Sitz der Gauleitung des Gaues Köln-Aachen und somit Veranstaltungsort groß angelegter Feiern, Aufmärsche, Ausstellungen und sonstiger Massenveranstaltungen, die das öffentliche Interesse auf Köln lenken, bedarf auch der Flughafen der Gauhauptstadt als „Tor zur Welt“ neuer Repräsentation.

Pressekonferenz zum Thema „Neugestaltung des Flughafens“, und Vorstellung des Neubauprojekts in ausführlicher Form in den heimischen und auch überregionalen Zeitungen und Zeitschriften.
„ Der Kölner Flughafen wird umgebaut“, so ein Artikel im „Westdeutscher Beobachter“ Nr. 507 vom 07.11.1934,
„ Köln baut einen neuen Flughafen“ in: Rheinisch Westfälische Zeitung, Nr. 579 vom 11.11.1934,
Flugsport, XXVI. Jg., Nr. 24, Frankfurt am Main 1934, S.543.

 
 
1934-11-08
Im Messegelände in Köln-Deutz in Nähe des Bahnhofs (wohl Deutz Tief) macht der belgische Militärpilot Sergeant Witmeur mit seiner einmotorigen Breguet 19 mit der Nr. 82 eine Notlandung.

Witmeur, der der 3. Bombergruppe des 2. belgischen Regiments (von 1926-1935 in Bierset stationiert) angehört, befand sich auf einem Prüfungsflug in Belgien.
Bei schlechtem Wetter verfliegt er sich und erkennt, als er den Kölner Dom sichtet, dass er über Deutschland ist.
Probleme mit der Motorkühlung zwingen ihn zur Landung auf dem baumlosen Park neben dem Bahnhof.
Sergeant Witmeur wird verhaftet, da er –in Zivilkleidung- als Spion angesehen wird.
Er wird dann auch als solcher angeklagt, aber freigesprochen.
Wegen der angespannten politischen Lage –Hitler beansprucht u. a. auch die entmilitarisierte rechtsrheinische Zone- zieht diese Landung einer belgischen Militärmaschine weite Kreise.
Der nach Belgien zurückgekehrte Witmeur bekommt dort Schwierigkeiten.
Der deutsche Oberst Franz Josef Walz (Chef des Kölner Luftamts) hilft Witmeur, seine Stellung in der belgischen Armee wieder zu festigen.

Witmeurs Breguet 19 wird später auf dem Landweg nach Belgien zurückgebracht.*)

 
 
1934-11-11
„Köln baut einen neuen Flughafen“ -Kostenaufwand 2,5 Millionen Mark, so steht es-in der „Rheinisch Westfälischen Zeitung“ Nr. 573.
 
 
1934-00-00
Auf dem Flughafen Köln Butzweilerhof gibt es eine Dienststelle des Deutschen Luftsportverbandes (DLV), die mit der Bauplanung eines zukünftigen Fliegerhorstes für militärische Verwendung in Köln-Ostheim erfasst ist. Dienststellenleiter ist Oberbaurat Müller vom Reichsluftfahrtministerium (RLM) Berlin.

Anm.: Diese Planungen sind geheim, denn nach dem Locarno-Vertrag von 1925 gehört sowohl das linksrheinische Gebiet als auch ein rechtsrheinischer Gebietsstreifen zur entmilitarisierten Zone Deutschlands 1936-03-07.

 
 
1934-11-28
Der Flughafenwachhund „Rolf“ gestorben.
 
 
1934-12-06

Verweis auf das Thema Adventsfeiern auf dem Butzweielrhof
Die Rheinische Luftverkehrs G.m.b.H. und die Deutsche Lufthansa haben eingeladen:

Auf dem Flughafen Köln Butzweilerhof landen - mit durch Funktelegramm angekündigter fünfminütiger Verspätung - St. Nikolaus und Knecht Rupprecht mit ihrem Gepäck.
Der Pilot steuert die Maschine bis vor die Kinderschar. Der Boy fährt die Treppe heran und St. Nikolaus mit Bischofsstab und Mütze, langem, wallenden Bart und prächtigem Gewand steigt aus, gefolgt von Hans Muff, dem finsteren Gesellen.
150 von der Nationalsozialistischen Volkswohlfahrt (NSV) ausgewählte arme Kinder und 70 Kinder von Angehörigen des Flughafens werden begrüßt und beschenkt.
In der Flughafen-Gaststätte ist auf langen Tischen gedeckt. Die Kinder werden mit Schokolade und Kuchen bewirtet. Jedes Kind erhält von St. Nikolaus noch ein schönes Märchenbuch geschenkt.
Anschließend unternimmt St. Nikolaus mit 10 Kindern einen Rundflug über Köln.

Herr Barz von der Wetterwarte mimt den St. Nikolaus.
Im Dienst ist Flugleiter Starke.

 
 
1934-00-00
Die ersten geheimen Besprechungen zwischen dem Reichsluftfahrtministerium (RLM), Abt.D (=Luftwaffenverwaltungsamt unter Oberst Kesselring, zuständig für die Bodenorganisation der künftigen Luftwaffe) und dem Liegenschaftsamt der Stadt Köln über einen künftigen Militärfliegerhorst am Rande der Stadt finden statt.
Da Berlin außer einer guten Straßenanbindung auch eine Straßenbahnverbindung wünscht, sind auch die Verkehrsbetriebe beteiligt.
 
 
1934-00-00
Auf dem Flughafenvorfeld vor dem Abfertigungsgebäude des Flughafens Köln Butzweilerhof bekommt die Armstrong-Whitworth „Argosy II“ der Imperial Airways mit dem Kennzeichen G-AACJ und dem Merknamen „City of Manchester“ einen Radbruch und fällt auf den Bugmotor.
 
 
1935-02-14
Eine zweite Flugverbindung Köln-Berlin wird eröffnet.
 
 
1935-03-01
Wiedereinführung der allgemeinen Wehrpflicht in Deutschland
Durch Erlaß Adolf Hitlers wird als dritter Wehrmachtsteil die Luftwaffe gegründet.
 
 
1935-03-00
Liesel Bach trifft mit ihrer neuen Rk 26a/ Fieseler Fi 5 F (?), Kz: D-EVUK „Tigerschwalbe“ auf dem Flughafen Köln Butzweilerhof ein.
Hier wird sie von ihren Fliegerkameraden und Freunden herzlich empfangen.
Sie trägt ihre internationale Uniform.
Vorbesitzer der Maschine war Gerhard Fieseler.
Liesel Bach nimmt am nächsten Tag das Training auf.
 
 
1935-03-00
Liesel Bach erhält die Einladung zur Deutschen Kunstflugmeisterschaft 1935 in Stuttgart.
Sie trainiert auf den -05-19, aber der Termin wird auf den -05-11 vorverlegt.
 
 
1935-00-00
Der Amtschef des Luftwaffenverwaltungsamtes, Berlin, Oberst Albert Kesselring, (in Zivilkleidung, weil Köln nach dem Locarno-Vertrag von 1925 in der entmilitarisierten Zone liegt, in der sich keine Soldaten in Uniform aufhalten dürfen), besichtigt mit einigen Herren seines Amtes und Vertretern der Stadt Köln die für den Flugplatzbau vorgesehenen Geländestücke (im Süden an der Grenze zu Köln-Rodenkirchen und im Osten in der Gemarkung Langenbrück)..Man entscheidet sich für das Gebiet bei Köln-Ostheim.
Das Land wird vermessen, 500 Morgen für den geplanten Fliegerhorst beschlagnahmt, die Eigentümer entschädigt.
 
 
1935-04-01
Die Imperial Airways eröffnet eine Verbindung London-Brüssel-Köln-Halle/Leipzig-Prag-Wien-Budapest.
Geflogen wird mit der de Havilland DH 86 der „Diana“-Klasse.
Der Erstflug wird von Flugkapitän JT Perey durchgeführt.
Schlechtes Wetter läßt ihn in Köln verspätet eintreffen.
 
 
1935-04-23
Es erfolgt der erste Spatenstich zum Neubau des Kölner Flughafens Butzweilerhof.

Im Rahmen einer großzügigen Arbeitsbeschaffungsmaßnahme, in der 1.100 Arbeitskräfte Beschäftigung finden sollen, werden die Arbeiten zum Flughafenneubau begonnen. Die Planung der gesamten Anlage übernimmt die Abteilung für Hochbauentwurf des Städtischen Hochbauamts unter der Leitung von Stadtbaurat Hans Mehrtens (später Stadtbaurat Bongartz). Hinzugezogen werden die freien Architekten Mewes und Albert sowie als Statiker Dipl. Ing. Bartsch.

 
 
1935-00-00
Die seit 1932-00-00 bestehende Omnibus-Verbindung zwischen Schlachthof (Liebigstraße) und dem Flughafen Köln Butzweilerhof beginnt nun am Kaiser-Wilhelm-Ring,
 
 
1935-05-12
Start des netzlosen Freiballons „KÖLN“ der Flieger-Ortsgruppe 1, Köln unter Führung von Willy Key (14. Fahrt) von Düsseldorf.
Landung Marzalben bei Pirmasens um 18.15 Uhr/240km.
Mitfahrer: Backhaus (6.), Lindemann (4.), Bellmann (1.), Faber (1.).
 
 
1935-05-15
Die Niederländische Fluggesellschaft „KLM“ landet mit einer Fokker F 7 B im Nachpostverkehr, aus Amsterdam kommend, zum ersten Mal auf dem Flughafen Köln Butzweilerhof.
 
 
1935-05-00
Die im Jahr 1907-00-00 vom Kölner Fabrikanten Franz Clouth auf seinem Werksgelände an der Niehler Straße erbaute Luftschiffhalle brennt ab.
Die Halle ist schon lange Zeit ungenutzt und diente als Abstellraum. Auch sind dort wohl noch alte Gummistoffe gelagert. Brennende Flocken davon wirbeln hoch und es besteht die Gefahr, dass Häuser in der Nachbarschaft in Brand geraten. Die Glocken der nahen Bonifatius-Kirche werden in Gang gesetzt. Die dadurch aufmerksam gewordenen Bevölkerung wird über Lautsprecher gewarnt und eranlasst, Gefäße mit Wasser auf die Speicher zu bringen. Der in der Bülowstr. 30 wohnende leitende Angestellte der Land- u. Seekabelwerke, Schwiete, begibt sich sofort auf das gemeinsame Firmengelände von Franz Clouth A. G. und Land- u. Seekabelwerke.
 
 
1935-06-23
Wettfahrt um den Emil-Kierdorf-Pokal

Start des netzlosen Freiballons „KÖLN“ der Flieger-Ortsgruppe 1, Köln unter Führung von Reinhardt (8. Fahrt) von Gelsenkirchen.
Landung Blankenberghe um 2.20 Uhr/275km.
Mitfahrer: Karl Eck (6.), Urfel (2.), Dumm (1.).

 
 
1935-06-24
Die niederländische Fluggesellschaft „KLM“ kommt zum Flughafen Köln Butzweilerhof. Sie befliegt die Strecke Amsterdam-Köln mit Douglas DC 2 (F) im Passagierflugdienst.
Erster Versuch mit einer Nachtpoststrecke von Amsterdam nach Köln über Rotterdam?  1935-05-15
 
 
1935-00-00
In Esch befindet sich eine Peilanlage der Reichsflugsicherung für den Flughafen Köln Butzweilerhof.
Im unterirdischen Funkerraum arbeitet in dieser Zeit auch Kurt Wallenfang. Er fängt –wie seine Kollegen- die Peilsignale der landenden oder auch den Butzweilerhof überqueren- den Flugzeuge mit seinem Empfangsgerät auf und kann so den Standort der Maschinen bestimmen. Per Funkmorsung werden sie dann zum Landeplatz dirigiert.

Anm.: 1940-04-00 seit wird die Anlage für militärische Zwecke genutzt.

 
 
1935-07-14
Volksflugtag des Gaues Köln-Aachen auf dem Flughafen Köln Butzweilerhof veranstaltet durch die NS-Gemeinschaft „Kraft durch Freude“ (KdF).
Rudi Rauher, der Reporter des Reichssenders Köln sorgt für die Platz-/Rundfunk?-Übertragung.

Jakob Möltgen, der ehemalige Fluglehrer auf dem Flughafen Köln Butzweilerhof, fliegt in seiner Rolle als „Professor Derkum aus Mödrath“ Kunstflug.

   
 
1935-08-00
Die Baumaßnahmen sind auf dem Flughafen Köln Butzweilerhof seit dem ersten Spatenstich am 1935-04-23 planmäßig vorangekommen.
Der Kölner Architekturfotograf Hugo Schmölz erhält von der Stadt den Auftrag, die Anlage im jetzigen Zustand fotografisch zu dokumentieren.
 
 
1935-10-00
Die British Airways Ltd. wird gegründet.
Der Flugdienst wird am 1936-01-01 von Heston aus aufgenommen.
 
 
1935-10-00
Die Kölner Freiballonfahrer erhalten ihren Wetterbericht (Wetterkarte) vom Reichswetterdienst Köln, Flughafenleitung Köln, Wetterdienststelle Köln Flughafen.
 
 
1935-10-06
Im Winterfahrplan betreibt die DLH ab Köln Butzweilerhof 12 Flugstrecken:

- Paris-Köln-Frankfurt/M.-Köln-Saarbrücken
- London-Büssel-Köln
- Köln-Düsseldorf-Essen
- Köln-Dortmund-Halle
- Köln-Stuttgart
- Köln-Frankfurt/M.-Nürnberg
- Köln-Antwerpen
- Köln-Dresden
- Köln-München
- Köln-Berlin
- Köln-Hamburg

 
 
1935-11-17
Start des netzlosen Freiballons „KÖLN“ der Flieger-Ortsgruppe 1, Köln unter Führung von Lüttgen (8. Fahrt) vom Lindentor.
Landung Kortehemmen bei Dragten um 13.35 Uhr/260km.
Mitfahrer: Bongartz (4.), Wiethoff (2.), Münschwanger (1.), Mielke (1.), Finck (1.).
 
 
1935-11-26
Die Kölner Freiballonfahrer erhalten seit dem vorigen Monat ihren Wetterbericht (Wetterkarte) vom Reichswetterdienst Köln, Flughafenleitung Köln, Wetterdienststelle Köln Flughafen.
 
 
1935-12-06
Verweis auf das Thema Adventsfeiern auf dem Butzweielrhof
Der Flughafen Köln Butzweilerhof veranstaltet gemeinsam mit der Deutschen Lufthansa eine Nikolausfeier zugunsten armer Kinder.
 
 
1935-00-00
Von den sechs niederrheinischen, regionalen Flughäfen Köln Butzweilerhof, Essen-Mülheim (gegr. 1925), Düsseldorf-Lohausen (gegr. 1927), Krefeld-Bockum (gegr. 1917/18 als Militärfliegerhorst, ab 1926 ziviler Flughafen), Gladbach-Rheydt (gegr. 1929) und Aachen-Merzbrück (gegr. 1914 als Feldflugplatz, ab 1930 ziviler Flughafen) ist der Kölner Flughafen der älteste und mit Abstand der größte und hat von Anfang an auch das größte Verkehrsaufkommen.
Selbst unter Einbeziehung der Daten des Frankfurter Flughafens steht Köln insgesamt im Westen an erster Stelle.
Der Flughafen Köln Butzweilerhof darf sich im Hinblick auf die Verkehrsbewegungen auf den übrigen Flughäfen Westdeutschlands berechtigterweise von 1926 bis mindestens 1935 mit dem Attribut „Luftkreuz des Westens“ schmücken. Wird der Fracht- und Postluftverkehr zum Maßstab genommen, läßt sich die Phase sogar bis 1938 ausdehnen. Danach allerdings wird der zivile Flugverkehr durch die Luftwaffe stark eingeschränkt.
 
 
1936 -01-01
Die am 1935-10-00 gegründete British Airways Ltd. nimmt ihren Flugdienst von Heston aus auf.
 
 
1936-02-29
Wegen des Beginns der Leipziger Messe am -03-01 herrscht auf dem Kölner Flughafen Butzweilerhof ein lebhafter Verkehr. Wegen der großen Nachfrage nach Flugscheinen aus dem In- und Ausland für die DLH-Strecke Nr. 156 Köln-Leipzig muß die Fluggesellschaft alle verfügbaren Flugzeuge einsetzen. Insgesamt fliegen vier Junkers Ju 52/3m*) mit je 17 Fluggästen und zwei Heinkel He 70 „Blitz“ mit je vier Passagieren nach Leipzig. Während der Zeit der Leipziger Messe muß wegen des starken Andrangs das Großflugzeug Junkers G 38 (34 Passagiere) eingesetzt werden.
Ju 52 D-ARYS "Hans Kirschstein" auf dem Flughafen Köln Butzweielrhof
Auf der Umleitungsstrecke über Frankfurt/Main werden noch weitere Ju 52 eingesetzt. Morgen, am Sonntag, startet um 8.00 Uhr noch eine weitere Junkers Ju 52/3m nach Leipzig.
Die ausländischen Linien bringen heute eine große Zahl Geschäftsleute nach Köln, die von hier aus die Weiterreise mit der Lufthansa antreten. Unter anderen die Ju 52/3m, Kz: D-ARYS „HANS KIRSCHSTEIN“.

Die Rückbeförderung der Messebesucher wird für Köln wiederum einen verstärkten Verkehr bringen. Die DLH verdichtet ihren Flugplan durch den Einsatz mehrerer Sonderflugzeuge. Die Geschäftsleute nehmen ihren Weg auch über Köln, um die Kölner Messe im Anschluß an den Leipziger Besuch kennenzulernen.
   
   
1936-03-07
Die Deutsche Wehrmacht rückt in die entmilitarisierte Zone des Rheinlandes ein.
Fliegertruppen belegen Klassenräume in der Longericher Schule.

36 Jagdmaschinen Heinkel He 51 -silberfarbig mit orangeroten Motorhauben (S45)- der III. Gruppe/Jagdgeschwader 134 landen mittags, von Lippstadt kommend, auf dem Flughafen Köln Butzweilerhof.

Um 12 Uhr hat die 9. Staffel (9 Maschinen im Staffelkeil) in 200 m Höhe Köln, Dom und Rhein überflogen.
Etwas später landet eine Junkers Ju 52/3m und bringt die Bordmunition. Von den neun He 51 der 9. Staffel ist lediglich eine Maschine schießbereit -also einsatzbereit. Alle anderen Maschinen sind zwar munitioniert, aber nicht justiert.
Eine He 51 ist überhaupt nicht bewaffnet.
Mit an Bord der Ju 52/3m ist General Halm, der Befehlshaber des für Köln zuständigen Luftkreiskommandos IV (Münster).
Die 7. Staffel verlegt am Nachmittag noch nach Düsseldorf.
Der Platz ist regennaß und morastig: es wird ein Holzlaufsteg zum Start gebaut.

Stationiert sind auf dem Butzweilerhof bis zur Verlegung nach Köln-Ostheim am 1937-06-08: der Stab der III./JG 134 und die 8. und 9. Staffel/JG 134 (Kommandeur Hauptmann Dinort).
Staffeloffizier in der 9. Staffel: Oberleutnant Hannes Trautloft, Adjutant: Oberleutnant
Günther Frh. von Maltzahn, Staffelkapitän der 9. Staffel: Oberleutnant Janke.
Technischer Offizier (TO) der Gruppe: Lt. Walter Horten ? 1936-00-00.

Die Masse der Soldaten sowie die Gruppen- und Staffelgeschäftszimmer werden in schnell aufgeschlagenen Baracken untergebracht (erst am 1936-04-20) / in der Longericher Schule (MüA V/S.15).
Die Flugzeugführer liegen in Privatquartieren in der Umgebung.
Oberleutnant Hannes Trautloft wird bei einem Bäcker in Köln-Longerich einquartiert.

 

 

   
 
 
1936-00-00
Offizieller Baubeginn der Flakkaserne in Köln-Ossendorf an der Flughafenstraße.

Hinweis: Richtfest: 1936-09-26

Anm: Die Anlage ist schon vorher geheim im Bau. Sie soll angeblich dem „Reichsnährstand“ dienen, so auch die Kasernen in anderen Kölner Vororten wie Longerich, Dellbrück, Westhoven und an der Dürener Strasse.

 
 
1936-03-17
18 Jahre nach dem Abzug deutscher Truppen und 10 Jahre nach dem Abrücken alliierter Kontingente, wird der 1817 geschaffene Schießplatz Wahner Heide wieder von deutschen Artillerie- und Infanterie-Einheiten besetzt.
Ein Teil des Platzes wird zu einem Feldflugplatz ausgebaut.
 
 
1936-03-00
Die Heinkel He 51 der 8. und 9. Staffel/JG 134 fliegen vom Flughafen Köln Butzweilerhof aus täglich in mehreren Wochen 1-2 Einsätze im geschlossenen Staffelverband über den Städten des Rheinlandes, um die „Stärke“ der Luftwaffe zu demonstrieren.
In Wirklichkeit ist diese um diese Zeit im Rheinland nicht vorhanden.
 
 
1936-04-20
Ein Teil der in der Köln-Longericher Schule einquartierten Fliegertruppen zieht um in die für sie am Flughafen Köln Butzweilerhof errichteten Baracken.
Drei stadteigene Baracken, mit der Nr. 7, 8 und 22*) bezeichnet, sind in das von der Luftwaffe errichtete nördliche Barackenlager einbezogen worden.
*) ex Polizei-, ex Verwaltungs-,ex Funkbaracke und ex Kantine?
Hinweis: 1936-05-20

Der Rest bleibt noch bis zum 1936-08-31 in der Schule und bezieht dann die neue Flak-Kaserne an der Flughafenstraße. *)
*) Anm. Dies kann nicht sein, da Baubeginn der Flak-Kaserne erst nach 1936-03-07, Richtfest 1936-09-26 und Fertigstellung 1937-06-08

 
 
1936-04-20
Die von der KLM seit dem Vorjahr betriebene Strecke Amsterdam-Rotterdam-Köln wird über Köln hinaus nach Frankfurt, Mailand, Rom und zurück ausgedehnt.
 
 
1936-00-00
Die Heinkel He 111C-0, Kennzeichen D-AXAF, der Lufthansa wird auf den Namen „KÖLN“ getauft.
 
 

1936-04-27

In der Gemarkung Langenbrück werden rund 500 Morgen für den Bau des Fliegerhorstes Köln-Ostheim beschlagnahmt. Mit dem Bau wird sofort begonnen.

Mit Beginn der Bauarbeiten zieht die „Bauleitung Ostheim“ in eine Baracke an der Ostmerheimer Straße. Chef der Bauleitung ist Dipl. Ing. Meckel. Weitere Ingenieure sind die Herren Wild, Oberbaurat Pfaff und Kehr.
Beteiligte Firmen u. a.: Hoch- und Tiefbau GmbH., Ossendorf & Lambertz, Daniel Heiden, Schwerm & Lange und Christian Berghaus. Für die Erdbewegungen auf dem künftigen Flugfeld wird fast ausschließlich der Reichsarbeitsdienst (RAD) eingesetzt.

Der Fliegerhorst soll zum.1936-10-01 fertig sein. Aus Gründen der Flugsicherheit muß der Turmhelm der katholischen Kirche St. Gereon in Merheim verkürzt werden. Er steht in Flugrichtung.

Hinweis: 1935-00-00 Frühjahr und 1937-06-08

 
 
1936-05-00
Der Kölner Flugkapitän der Deutschen Lufthansa (DLH), Anton Weigand, eröffnet die Alpenstrecke Amsterdam-Köln-Frankfurt-Mailand-Rom.
 
 
1936-05-20
Die Stadt Köln vermietet dem Reich zur Benutzung durch die Fliegerhorstkommandantur Köln Butzweilerhof: die ehemalige Flugzeughalle I und III und zwei Baracken hinter der Halle I für einen monatlichen Mietpreis von 18.277,50 RM.
Weiter werden zur Verfügung gestellt ein offener Betonschuppen östlich der Halle III und hinter den Baracken der Truppe im nördlichen Bereich ein kleines massives Gebäude für Lagerzwecke sowie eine 3.000 Liter fassende Tankanlage vor der Halle I

Der Vertrag (mit 10§en) wird rückwirkend mit Gültigkeit vom 1936-04-01 geschlossen.

 
 
1936-06-00
Der bekannte Kölner Architekturfotograf Hugo Schmölz (geb.1879) lichtet im Auftrag des städtischen Hochbauamts die neuen Flughafengebäude und -anlagen vor ihrer endgültigen Fertigstellung ab.
Eine zweite Serie von Fotos entsteht im 1936-09-00.

Anm.: Der Bestand des Schmölz-Archivs hat den 2. Weltkrieg überstanden (Wim Cox, Köln).

 
 
1936-07-00
Das Luftschiff Zeppelin LZ 129 „Hindenburg“ ist über Köln.
 
 
1936-07-10
Verweis auf das Kapitel
Der Oberbürgermeister der Hansestadt Köln lädt zur Einweihung der Neubauten des Kölner Flughafens am Sonntag, dem 26. Juli 1936, 11 Uhr vormittags ein.
Eingeladen: Oberstadtsekretär Krath von der Flughafenverwaltung.
 
 
1936-07-15
In Abänderung der Einladung vom 1936-07-10:

„Um den geladenen Gästen, insbesondere den auswärtigen, die Möglichkeit zu geben, am Sonntag, dem 26. d. Mts. an der auf dem Nürburgring stattfindenen Veranstaltung „Großer Preis von Deutschland“ teilzunehmen, ist die Einweihung der Neubauten des Flughafens Köln auf Samstag, dem 25. Juli, 18 Uhr vorverlegt worden. Es wird gebeten, diese Terminänderung bei der Zusage zu berücksichtigen.
Der Oberbürgermeister der Hansestadt Köln.“

 
 
1936-07-24
Der neuerbaute Flughafen Köln Butzweilerhof wird seiner Bestimmung übergeben.
Die Stadtverwaltung hat die Presse zu einer Besichtigung eingeladen.
Flughafen-Kommandant ist Major (E) Schaedel*) (für den militärischen Bereich -ab 1936-03-07).
 
 
1936-07-24
Das Flughafenrestaurant und -café wird von dem Ehepaar Luise und Gustav Weißenfeld, Augustinerplatz 7 in Köln, betrieben.
Die Wicküler-Küpper-Brauerei bestellte und bezahlte in Absprache mit Weißenfelds und der Stadt Köln das Inventar für die Gastätten im Wert von 60.000 Mark und erhält dafür vier Prozent Jahreszins. Die Stadt Köln verlangt vom Pächter-Ehepaar einen jährlichen Zins von sieben Prozent des Umsatzes.

Besonders an Sommerwochenenden wird die Gastronomie stark frequentiert.
Die Küche des Restaurants erfreut sich eines guten Rufs.

 
 
1936-07-24
Über die neue, moderne Flughafenstraße ist der Flughafen Köln Butzweilerhof nun mit dem Kraftwagen vom Dom aus in 10 bis 15 Minuten zu erreichen. Das ist gegenüber früher eine Zeitersparnis von 10 Minuten.
Eine ähnliche Zeitersparnis bringt die Anreise mit dem öffentlichen Omnibus.
Die Linie 38 von der Innenstadt in Richtung Weiler erhält eine Haltestelle direkt an der Flughafenstraße.
 
 
1936-07-25
Die neuen Gebäude des Flughafens Köln Butzweilerhof werden mit einer Feier der Öffentlichkeit und dem Betrieb übergeben.

Die Feierlichkeiten zur Eröffnung finden unter Teilnahme zahlreicher Partei-Prominenz statt. Der Kölner Gauleiter Josef Grohé hält die Eröffnungsansprache im Beisein seines Kollegen Gauleiter Josef Terboven aus Essen und dem Ministerialdirigenten im Reichsluftfahrtministerium (RLM), Berlin, Mühlig-Hofmann.

Auf dem Rollfeld befinden sich Junkers Ju 52 und Heinkel He 111.

 
 
1936-08-00
Die Imperial Airways setzt auf der Strecke London-Köln noch immer den Doppeldecker, die Short L. 17 „SCYLLA“,
Kz: G-ACJJ, ein.
 
 
1936-08-02
XI. Olympische Spiele in Berlin mit 4844 Wettkämpfern aus 52 Nationen.

Strecken der Imperial Airways Ldt.:
London-Köln-Halle-Leipzig-Prag-Wien-Budapest,
Köln-London (täglich 4 mal)
Strecken der „Sabena“:
Köln-Brüssel (täglich 3 mal)
Strecken der Air France:
Köln-Paris (täglich 2 mal)
Strecken der Swissair:

 
 
1936-00-00
Der Technische Offizier (TO) der III. Gruppe/Jagdgeschwader 134 auf dem Flughafen Köln Butzweilerhof, Leutnant Walter Horten, erhält die Genehmigung, in einer Flugzeughalle auf dem Fliegerhorst Köln-Ostheim, sein erstes, völlig aus Kunststoffen gebautes Nurflügel- (segel) -flugzeug mit Motorantrieb zu bauen (zwei Hirth-HM-60-R-Motoren).
Finanziert wird das Projekt von der Fa. Dynamit Nobel in Troisdorf.
Die Maschine hat die Bezeichnung H Va, W.-Nr. 5.
Die Maschine ist im 1937-00-00 Frühjahr fertig und startet in Bonn-Hangelar zu ihrem einzigen Flug.
 
 
1936-09-00
Hugo Schmölz (1879-1938), der bekannte Kölner Architekturfotograf, lichtet in einer zweiten Serie -im Auftrag des städtischen Hochbauamts- die neuen Flughafengebäude und -anlagen ab.
Die erste Serie entstand vor Fertigstellung der Anlage im 1936-06-00.

Anm.: Der Bestand dieses Schmölz-Archivs hat den 2. Weltkrieg überstanden (Wim Cox, Köln).

 
 
1936-09-26
Richtfest Flak-Abteilung Köln: Flakkaserne Flughafenstraße
Die geladenen Festteilnehmer treffen sich an der Einfahrt zum Baugelände an der Flughafenstraße.
Die Einladung 1936-09-21 ist unterschrieben vom Bauleiter „Paval“.
 
 
1936-10-04
Auf dem alten Flughafengelände am Butzweiler Weg wird durch einen Brand die Nordhälfte der Halle II zerstört. Es handelt sich um den Hallenteil, in dem im 1926-04-00 Abfertigungs- und Passagierräume eingebaut wurden. Die südliche Hallenhälfte wurde dabei zum überdachten Zuschauerplatz umgestaltet.

Die Südhälfte der Halle II (ex Zuschauerplatz) wird später ausgebaut für Sportzwecke. Ab 1938-04-00 befindet sich dort die “Reichsschule für Motorflugsport“ des NSFK.

 
 
1936-11-00
Auf dem Flughafen Köln Butzweilerhof befindet sich das russische Langstreckenflugzeug Tupolew ANT-25 mit dem Kz: URSS NO25.
Die Maschine ist/war in der Zeit vom …… bis …….? auf dem sowjetischen Stand des Pariser Salons und hat auf ihrem Flug in Köln Zwischenlandung gemacht.
Die ANT-25 hat eine Spannweite von 34 Metern.
Auf der Unterseite der rechten Tragfläche steht URSS, auf der linken N 025.

Auf dem Flughafenvorfeld ist die Junkers Ju 52/3m „Beaulieu-Marconay“ (Kz: D-AUXZ) zu sehen.

 
 
1936-00-00
Auf dem Flughafen Köln Butzweilerhof landet von Berlin kommend der Reichssportführer von Tschammer und Osten. Nach kurzer Unterbrechung fliegt er nach Paris weiter.
 
 
1936-12-00
Die Flughafenleitung des Flughafens Köln Butzweilerhof legt die veraltete aus 1927-00-00 stammende Sendestation in Köln-Niehl still und nimmt die neue Senderanlage in Köln-Dellbrück in Betrieb.
 
 
1936-12-05
Die Flughafenverwaltung der Hansestadt Köln hat auch in diesem Jahr - erstmalig im neuen Gebäude, in der hierfür hergerichteten Empfangshalle -, unterstützt von der Deutschen Lufthansa und dem Gaststätten-Pächter Weißenfeld, am Vorabend zum Nikolaustag 120 Kölner Waisenkinder zu einer Nikolausfeier eingeladen.
 
 
1937-01-00
Aufgrund verschärfter Kontrollbestimmungen muß das Personal des Flughafens Erklärungen unterschreiben:
„ Flughafen der Stadt Köln
Als Putzfrau des Flughafens habe ich von den verschärften Kontrollbestimmungen Kenntnis erhalten, wonach ich verpflichtet bin, Beobachtungen auf verdächtigte Personen hin oder ähnliche Vorgänge, die mit „Spionage oder Sabotage“ in Verbindung gebracht werden können, unverzüglich der Flughafenverwaltung bezw. nach Dienstschluß der Luftaufsicht zu melden.
Insbesondere ist mir bekannt, daß ich mir bei meiner Tätigkeit in den Räumen der Flughafenleitung keinerlei Schriftstücke aneignen oder zu meiner Kenntnis gelangende Vorgänge dienstlicher Art weiter verbreiten darf.

Köln, den Januar 1937"

 
 
1937-03-02
British Airways nimmt einen Nachtpostflugdienst zwischen London-Köln und Hannover auf.
Geflogen wird mit Junkers Ju 52/3m, Kz: G-AERU „JUNO“.
 
 
1937-03-15
Die De Havilland DH 86 der Imperial Airways mit der Kennung G-ACVZ und dem Merknamen „JUPITER„ stürzt nach ihrem Start vom Flughafen Köln Butzweilerhof auf dem Flug nach Croydon (London) in der Nähe von Elsdorf/Rhld. ab.
Die Maschine, von einem Piloten geflogen, hat die Konstruktions-Nummer 2303 und wurde am 07.12.1934 zugelassen. Sie gehört der R.A.S. (Railway Air Services), die sie an Imperial Airways ausgeliehen hat. Die R.A.S. bedient eigentlich nur innerbritische Routen.
Sie ist eine Kapitalgesellschaft mit gleichen Anteilen:
GWR Great Western Railway, LMS London Midland and Scottish Railway,
SR Southern Railway, I.A. Imperial Airways.
 
 
1937-00-00
Die seit vorigem Jahr 1936-00-00 in Zusammenarbeit und mit Unterstützung der Dynamit AG in Troisdorf als Versuchsflugzeug in Kunststoff-Bauweise (Trolitax) gefertigte Horten H Va, W.-Nr. 5, startet zu ihrem ersten Flug in Bonn-Hangelar.
In der Maschine befinden sich die Konstrukteure, die Gebrüder Walter und Reimar Horten.
 
 
1937-00-00
Teile des Stabes und der Stabskompanie der I./JG 234 verlegen bereits vom Flughafen Köln Butzweilerhof zum Fliegerhorst Köln-Ostheim.
 
 
1937-04-05
Die Imperial Airways ändert die Flugverbindung London-Köln-Budapest in London-Frankfurt/M.-Budapest, um eine Verbindung für den Zeppelin-Transatlantis-Dienst New York, Rio de Janeiro herzustellen.
 
 
1937-04-17
Als luftsportliche Kampforganisation des Neuen Deutschlands wird das Nationalsozialistische Fliegerkorps (NSFK) gegründet. Gegliedert ist die Organisation in 16 Landesgruppen.
Aus der Landesgruppe VI Rheinland des Deutschen Luftsportverbandes (DLV) (1933-04-13) wird die NSFK-Gruppe 12 Niederrhein mit den drei Standorten Köln, Düsseldorf und Duisburg.
 
 
1937-00-00
Der „fliegende Pater“ Paul Schulte der Missions-Verkehrs-Arbeitsgemeinschaft MIVA in Köln folgt einem ausdrücklichen Wunsch des Papstes und richtet in den Eisregionen Kanadas nördlich des Polarkreises MIVA-Stützpunkte ein.

Anm.: Die 1.Überfahrt in die USA macht er im Luftschiff Zeppelin LZ 129 „Hindenburg“, wo er die erste Heilige Messe in der Luft liest.

 
 
1937-05-03

Verweis auf das Thema
Am späten Abend werden aus dem Luftschiff LZ 129 „Hindenburg“ aus einer Höhe von ca. 1200 ft. Kurs Nord über dem Flughafen Köln Butzweilerhof Luftpostsäcke an Fallschirmen abgeworfen, die auf dem Flugfeld von Postbeamten eingesammelt werden.
Die Fallschirme werden dabei mit Scheinwerfern angestrahlt.
Das Luftschiff befindet sich auf dem Weg vom Flughafen Rhein-Main (Frankfurt) nach Lakehurst in USA (35. Ozeanüberquerung), wo es am -05-06 beim Landemanöver in Flammen aufgeht.


Anm von Heribert Suntrop: "Vater, Bruder und ich warteten in der „Alhambra“ zwischen Escher- und Merheimer Strasse vergeblich auf die Überfahrt des Luftschiffs. Wir Kinder mußten in’s Bett, es ging nach Hause.
LZ 129 kam mit Verspätung. Im Bett liegend, hörten wir vorm Einschlafen wenigstens noch das tiefe Motorengeräusch des Zeppelins, der über die Wickrather Strasse Richtung Butz fuhr.
Tage später hörten wir dann von der Katastrophe."

 
 
1937-05-00
Die Fundamente der früheren Luftschiffhalle in Spich werden gesprengt.
Das Gelände wird baureif gemacht.
 
 
1937-00-00
Der Flughafen Köln Butzweilerhof verfügt über eine Wetterfunksendestelle, eine Bodenfunk- und Peildienststelle, einen Navigationsfunkfeuerdienst (für Nebel- und Nachtflüge) ferner: Ansteuerungs-, Platz-, Hindernis-, Umrandungs- und Landebahnfeuer; Landebahnleuchten, leuchtende Windanzeiger, Wolkenscheinwerfer und Befeuerung der Schlechtwetterlandebahnen.
 
 
1937-06-08
Der neu erbaute Fliegerhorst Köln-Ostheim wird an die Truppe übergeben.
Die I. Guppe/Jagdgeschwader 234 verlegt mit ihren Messerschmitt Bf 109C und Heinkel He 51B+) 1937-11-16) auf ihren neuen (fertiggestellten) Einsatzhafen Köln-Ostheim*).
+) Die Heinkel He 51B mit Traditionsfarbe = Orange noch bis 1938

Adjutant der Gruppe ist Oberleutnant Günter Freiherr von Maltzahn.**)
Der nun wieder rein zivilverkehrsmäßig genutzte Flughafen Butzweilerhof untersteht als „Feldmäßiger Einsatzhafen“ E 11/VI (=E-Hafen Nr. 11 im Flughafenbereichskommando „Koflug“ VI) dem Fliegerhorst Köln-Ostheim als Leithorst.
Die Soldaten des Bodenpersonals marschieren vom Flughafen Köln Butzweilerhof zum Fliegerhorst Köln-Ostheim, wo der Gruppenkommandeur, Hauptmann Walter Grabmann, Generalleutnant Kühne als Standortältester und Gauleiter Gohé den Vorbeimarsch abnehmen.

 
 
1937-06-13
Der Reichsminister Dr. Joseph Goebbels ist auf dem Flughafen Köln Butzweilerhof und begrüßt die Deutsche und Europäische Kunstflugmeisterin Liesel Bach.
Anwesend sind dabei der Kölner Oberbürgermeister Dr. jur. Karl Georg Schmidt, der Gauleiter des Gaues Köln-Aachen, Josef Grohé, sowie Führer hiesiger NS-Organisationen.
 
 
1937-06-00
Auf Grund einer Verordnung der Regierung -Reichsluftfahrtministerium/Reichsjugendführung?- ………..? vom ….…? 1937 sind bei allen staatlichen Behörden mit technischen Betrieben - wie Post und Bahn- Schulungswerkstätten für den Segelflugzeugbau einzurichten.
Mit Verfügung des Reichspostministers Ohnesorge vom 20.03. und 22.04. -in der Abschrift vom 03.06.1937 an alle Reichspostdirektionen-zwecks Einrichtung von Schulungswerkstätten für den Segelflugzeugbau wird im Fernmeldeamt 1 in Köln-Deutz eine Lehrwerkstatt eingerichtet.
Werkstattleiter wird der Kölner Ballonfahrer und ehemalige Segelflieger des KCfL Peter Klein.*)
Peter Klein erhält mit Datum vom 1938-05-17 als NSFK-Mann der NSFK/Gruppe 12 -Sturm/ Standarte 2/65- den WL =Ausweis Nr. 193/38 mit der Berechtigung als WL (Werkstattleiter) zum Bau von Gleitflugzeugen.
Diese Segelflugzeugwerkstatt steht den Angehörigen der NSFK (2/65) und der Flieger-HJ des rechtsrhein. Bannes 16/Köln-Ost zur Verfügung (1940-01-00).
Es werden sogenannte Baustufen 1-5 mit Prüfung abgelegt. Dies ist Bedingung zum Erlangen des Segelflugscheines. Bis 1945 werden in dieser Werkstatt drei Segelflugzeuge Grunau 9/SG-38 mit dem Namen „Postillion 1 – 3“ hergestellt.
Die Maschine „Postillon 3“ überdauerte angeblich den Krieg. Verbleib unbekannt.
 
   
1937-00-00
Oberleutnant Willy Kanstein, der frühere Chef der Luftpolizeiwache (1927-1934), kommt als „Offizier bei der Flughafenleitung Köln“ wieder zum Flughafen Köln Butzweilerhof. Er wird noch in diesem Jahr zum Luftamt Münster versetzt.

Anm.: Kanstein, der kurz vor Ausbruch des 2. Weltkriegs reaktiviert wird, streift bei einer Nachtlandung mit einer Ju 52 einen Waldrand am Flughafen Frankfurt-Rebstock und stürzt ab. Er stirbt zwei Monate später an seinen Verletzungen.

   
 
1937-07-00
Auf dem Flughafen Köln Butzweilerhof landet die Focke Wulf FW 200 V1 Condor mit dem Kz: D-AERE.
Die Maschine mit dem am hinteren Rumpfteil aufgemalten Namen "BRANDENBURG" macht ihren Erststart im Juli 1937.
Diese Maschine wird 1938 zur Durchführung von Langstreckenrekordflügen umgebaut und erhält danach die Zulassung D-ACON und die Bezeichnung FW 200 S-1.
Sie macht am 1938-08-10 den ersten Fernflug Berlin - New York -nonstop- mit 6.371 km.
 
 
1937-08-01
Die Ortsgruppe Köln der Gruppe 10 des NSFK veranstaltet die Freiballonwettfahrt um den Wanderpreis der Kölnischen Zeitung 1937 (Zeitfahrt).
Am Start sind fünf Freiballone. Der Ballon KÖLN kann an diesem Wettbewerb nicht teilnehmen, da z.Z. die obere Hälfte der Ballonhülle erneuert wird.
Es starten in Köln:
Ballon „Roland“ vom NSFK Bremen unter Führung von Koch ( 24.Fahrt).
Ballon „Abrador“ vom NSFK Wuppertal unter Führung von Kaulen Sen.
Ballon „Düsseldorf II“ vom NSFK Düsseldorf unter Führung von Lohmann*) (? Fahrt)
*) oder Kaufmann ?_
Ballon „Düsseldorf III“ vom NSFK Düsseldorf unter Führung von Kaufmann*) (? Fahrt)
*) oder Lohmann ?_
Ballon ….................? vom NSFK………......? unter Führung von …................?

Die Organisation liegt in den Händen des Sturmführers Major a. D. Karl Lenders.
Die erforderlichen Arbeiten werden durch die Männer des Ballonsturms Köln I und 200 Helfern der Technischen Nothilfe erledigt.
Tausende Zuschauer verfolgen die Vorbereitung und den Start. Rudi Rauher, der beliebte Reporter vom Reichssender Köln, verewigt die Fahrtvorfreude, die Abschiedsworte und die ganze Anteilnahme ringsum für seinen Sender auf der Wachsplatte.
Die IG Farbenwerke in Leverkusen haben wiederum einen Lautsprecherwagen zur Verfügung gestellt. Die Reichswetterwarte Köln ist durch Dr. Müller vertreten.
Der Ballon „Abrador“ aus Wuppertal wird geführt von dem Inhaber des Weltrekords in diesem Wettbewerb (87 Stunden von Bitterfeld bis zum Ural), Altmeister H. Kaulen sen., der jetzt seine 172. Fahrt absolviert.

 
 
1937-08-14
Beim Rheinland-Westfalen-Flug ist der Flughafen Köln Butzweilerhof ein Ziel dieses Wettbewerbs bei der ersten Etappe von Bielefeld nach Aachen.
Am Start in Bielefeld sind 60 Sportmaschinen.
Die zweite Etappe führt am Sonntag von Aachen nach Münster über Essen-Mülheim mit Zwischenlandung in Düsseldorf.
Als erster Teilnehmer landet in Köln Deutschlands ältester Fluglehrer Ehrler (Karlsruhe) mit seiner Klemm.
Anschließend treffen die weiteren Maschinen vom Typ Focke Wulf Fw „Stieglitz“, Bücker Bü 131 „Jungmann“, Fieseler Fi5, Messerschmitt Bf 108 „Taifun“ u. a. ein.
Bis zu 30 Maschinen stehen manchmal zu gleicher Zeit auf dem Rollfeld, während ein halbes Dutzend, landend oder schon wieder startend, in der Luft ist.


Mit einer der ersten Messerschmitt landet der Führer des Nationalsozialistischen Flieger Korps (NSFK), Generalleutnant Friedrich Christiansen, der alte Marineflieger und Führer der DO X 1932-09-21.

Zur Begrüßung ist der Stadtkämmerer Dr. Türk auf dem Flugplatz erschienen. Die Besatzungen erhalten zur Erfrischung Kirsch mit Rum und als Gaben der Stadt Kölnisch Wasser und Stollwerk-Schokolade.

Anm: Vorm Eintreffen der Maschinen erscheint aus nördlicher Richtung hinter der R-Halle mit donnerndem Motorengetöse die planmäßige englische Verkehrsmaschine der Imperial Airways aus London.

Es ist der viermotorige Doppeldecker vom Typ de Havilland dH 86, der wegen seines „Uralters" den Spitznamen „Adele“ (Adele Sandrock) hat.
 
 
1937-00-00
Im Reichsbahn-Güterbahnhof Köln-Nippes*) findet eine Artillerie-Verladeübung statt, die von drei oder vier Heinkel He 51B des auf dem Fliegerhorst Köln-Ostheim stationierten JG 234 übungshalber „angegriffen“ wird.
Die tieffliegenden Flugzeuge und ihr MG-Geknatter erregen großes Aufsehen.
Die Flugzeuge tragen die der Einheit verliehene Traditionsfarbe Orange.

*) Anm: Die Militär-Verladerampe befand sich unmittelbar nördlich der Einfahrten in die Unterführung Schmiedegasse an der Longericher Strasse und war durch Rampenauffahrten beidseitig zu erreichen.

 
 
1937-08-28
Der Kölner Flugkapitän der DLH, Anton Weigand, landet mit seiner Junkers Ju 52/3m um 18.35 Uhr von Leipzig kommend auf dem Flughafen Köln Butzweilerhof.
Weigand erreichte auf diesem Flug seinen 1 000 000sten Flugkilometer.

Die Direktion der DLH AG –unterzeichnet von Frhr. v. Gablenz und (unleserlich)- richtet ein Schreiben mit Glückwunsch, Wertschätzung, Dank und Anerkennung an den Flugkapitän.

Während des Landeanflugs schicken ihm die Kameraden von der Reichssportfliegerschule (ehemal. Abfertigungsgebäude auf dem alten Platz, (ex Halle II*) Leuchtraketen entgegen.
*) Anm: Vor den Oberlichtern über den Hallentoren steht in großen Buchstaben: REICHSSPORTFLIEGERSCHULE.

Auf dem Platz haben sich, mit Blumen und Telegrammen beladen, die Vertreter der auf dem Flughafen stationierten amtlichen Stellen sowie seine Gattin versammelt.
Auch die auf den Terrassen anwesenden zahlreichen Zuschauer nehmen regen Anteil. Weigand wird zunächst von seiner Frau begrüßt und gratuliert. Viele schließen sich an, so Flugleiter Preuß als Vertreter der DLH, Oberinspektor Erich Gensicke (S.200), als Vertreter des Oberbürgermeisters der Hansestadt Köln, Oberingenieur Pfeifer von der Bezirksleitung West der DLH, der ihm die Goldene Nadel für eine Million zurückgelegte Flugkilometer und ein Diplom überreicht, ferner noch Wiggers, der Luftgaufachgruppenverwalter der Deutschen-Arbeits-Front (DAF), Gruppe Luftfahrt, seine Arbeitskameraden, sein Bordmaschinist Borell, der ihn seit Jahren begleitet und der Boy.

Der Flugkapitän Fuhrmann, ebenfalls Luftmillionär, spricht seinem „jungen“ Kollegen die herzlichsten Glückwünsche zu seinem Jubiläum aus.
Flugkapitän Anton Weigand hat 600 000 Kilometer im Nachtflug auf den Strecken Köln-London, Köln-Paris und Köln-München zurückgelegt, die restlichen 400 000 Kilometer im Tagflug auf fast allen europäischen Flugstrecken der Lufthansa.

In diesem Jahr eröffnete Weigand -wie im Vorjahr schon- die Alpenstrecke Amsterdam-Köln-Frankfurt-Mailand-Rom.
In der letzten Zeit führt er die Maschinen der Strecken Köln-Berlin und Köln-Leipzig. Weigand hat diese Million Kilometer ohne jeden Unfall zurückgelegt.
Flugkapitän Anton Weigand ist der erste in Köln beheimatete/wohnhafte Flugkapitän, der die erste Million hinter sich gebracht hat.
Er wohnt in Lindenthal in der Brahmstraße. 6.

 
 
1937-11-16

Verweis zum Thema
Auf dem Flughafen Köln Butzweilerhof wird das erste deutsche „Industrie-Großflugzeug“ vorgestellt.
Bei einer kleinen Feier vor der Wartehalle des Flughafens, an der führende Männer der Partei, der Wirtschaft, der Wehrmacht, die Konsuln der ausländischen Staaten und die Vertreter der Kölner Stadtverwaltung teilnehmen, wird nach Ansprachen des Leiters der Verkaufsgemeinschaft Pharmazeutika „Bayer“ der I. G. Farbenindustrie, Werk Leverkusen, Generalkonsul W. R. Mann, des Betriebsobmannes der DAF des Werkes Leverkusen, Ocker, sowie des Luftfahrt-Dezernenten und Stadtkämmerers der Hansestadt Köln, Dr. Türk, die Junkers Ju 52/3m, Kz: D-AOHU, von Frl. Charlotte Moersen vom „Bayer“- Direktions-Sekretariat mit den Worten: „Allzeit glücklichen Flug zum Nutzen der deutschen Wirtschaft und zur Ehre des ganzen deutschen Volkes!“ auf den Namen „Bayer“ getauft.
 
 
1937-00-00
Verweis auf das Kapitel Horten
Das Versuchs-Nurflügelflugzeug der Gebrüder Horten, die Horten H Vb, startet auf dem Fliegerhorst Köln-Ostheim zum Erstflug. Pilot ist Walter Horten, der Technische Offizier (TO) der I./JG 234 (ex III./JG134).

Anm.: Die Maschine wird ab Kriegsbeginn 1939-09-01 (bis 1941) auf dem Fliegerhorst Potsdam-Werder
unter freiem Himmel abgestellt. Ab 1941 wird sie dann wieder flugfähig gemacht.

 
 
1937-00-00
Fertigstellung der Flakkaserne an der Flughafenstraße in Köln-Ossendorf.*)
Die Kaserne wird bezogen von der I. Abteilung /Flak Regiment 74 Köln unter dem Kommandeur Major Römer (Gliederungsübersicht für den 01.10.1937).
Ab 01.10.1936 hatte die Abteilung die Bezeichnung I./Flak-Rgt. 19, Kommandeur Major Römer.
Sie wurde zum 1937-10-01 umbenannt.

*) Baubeginn nach dem Truppeneinmarsch in Köln am 1936-03-07,
Richtfest 1936-09-26.

Hinweis: 1938-11-15
In nächster Zeit finden hier alle Nachmittage „Anmeß-Übungen“ der Kommando-Geräte auf ein Zieldarstellungsflugzeug statt.

 
 
1937-00-00
Das seit 1936-07-24 bestehende umfangreiche Sicherheitssystem der Nachtbefeuerungsanlage auf dem Flughafen Köln Butzweilerhof wird ergänzt. Es werden drei Landebahnleuchten von je 3.300 Watt installiert. Eine Leuchte wird an der Ostseite der alten Flugzeughalle III am nördlichen Rollfeldrand und eine weitere auf einem kleinen Gebäude südwestlich des Empfangsgebäudes fest eingebaut.*)
Die dritte Landebahnleuchte ist durch einen eingebauten elektrisch betriebenen Ölkompressor hydraulisch versenkbar. Sie befindet sich am Westrand des Rollfelds.
Das Schalten der Leuchten erfolgt über Steuerleitungen von der Luftaufsicht aus.

Als weitere Sicherungsmaßnahme wird die in unmittelbarer Nähe zur Peilschneise stehende ehemalige Riesenflugzeughalle (R-Halle) aus dem Weltkrieg entfernt, da sie bei schlechtem Wetter ein Hindernis bildet.
Auch die bisher 60 Meter breite östliche Einflugschneise wird durch Niederlegung des südlichen Teils(Hälfte) der alten Halle I auf 130 Meter verbreitert. Durch diese Maßnahme erhalten die bei Westwind einfliegenden Maschinen eine hindernisfreie Einschwebemöglichkeit.

 
 
1937-12-06

Verweis auf das Kapitel Horten
Nikolausfeier für Waisenkinder auf dem Butzweilerhof
 
 
1938-02-00
Die Kölnerin Gisela Schmitz (21) macht nach einer zweijährigen Ausbildung im Deutschen Luftsportverband (DLV)/NSFK die Ballonfahrerprüfung.
Sie startet gegen 10.00 Uhr vom Startplatz am Lindentor mit dem Ballon „ …….......?“
und landet 16.22 Uhr an einem Waldrand bei Düren.
 
 
1938-03-20
Am Tag der Wehrmacht, finden auf den beiden Kölner Flughäfen Butzweilerhof und Ostheim Flugveranstaltungen statt. Der Fliegerhorst Köln-Ostheim wird zur Besichtigung geöffnet.
 
 
1938-06-20
Auf dem Flughafen Köln Butzweilerhof landet, von Berlin kommend, zum ersten Mal eine Focke Wulf FW 200 „Condor“.
Es handelt sich um die FW 200 V2 „Westfalen“ mit dem Kz: D-AETA, WNr. 2484, die ab 1938-05-06 in der Streckenerprobung der DLH zur Verdichtung der Flugpläne auf verschiedenen Strecken fliegt.
Nach der baldigen Fertigstellung einer zweiten Maschine kommt sie in den planmäßigen Einsatz.

Der städtische Beigeordnete Dr. Türk begrüßt die Besatzung mit den Piloten Flugkapitäne v. Gössel und Graf Schack.

Die Maschine startet zum Rückflug nach Berlin mit Zwischenlandungen in Essen und Dortmund. Dort werden weitere Passagiere aufgenommen.

Auf dem Flughafen Köln Butzweilerhof landet die Focke Wulf FW 200 „Condor“ „Nordmark“, Kz: D-AMHC, der Lufthansa. Es handelt sich um die Wnr. 2895, Baumuster V 5 (S-3), eine Maschine der Serie A-o.
Bei dieser Serie von 10 Maschinen der Ausführung S-1 bis S-10 handelt es sich um eine zivile Ausführung mit 25 Sitzplätzen (plus 4 für die Besatzung).
Der Anflug des Kölner Flughafens erfolgte wahrscheinlich im Rahmen der Streckenerprobung.

 
 
1938-07-00
Die British Airways nimmt für die Morgenverbindung Croydon-Brüssel-Köln und für die Nachmittagsverbindung Köln-Frankfurt/M. Flugzeuge vom Typ de Havilland DH 86 -viermotorig- in Betrieb.
 
 
1938-08-08
Brief an den „Flughafen Köln-Riehl:
Köln 6.8. Die Nachbarschaft möchte nachts ihre Ruhe haben. Am Tage macht uns das Fliegen nichts aus. Die Nachbarschaft vom Griechenmarkt.
 
 
1938-09-00
Auf dem nördlichen Teil des alten Flughafengeländes Butzweilerhof (ehemalige Funkstelle) am Butzweiler Weg: Hier findet anlässlich der Sudetenkrise eine Wehrübung einer Luftnachrichten-Kompanie statt.
An dieser Übung nimmt der Kölner Luftwaffen-Unteroffizier Alfred Court *) teil.
Chef der LN-Kompanie: Oberleutnant …..?

Anm.: Nicht verwechseln mit Alexander Court!

 
 
1938-09-22
Englands Ministerpräsident, Neville Chamberlain, landet auf dem Flughafen Köln Butzweilerhof mit einer viermotorigen Lockheed 14, Kz: G-AFGN, der British Airways.
Er wird von Außenminister von Ribbentrop begrüßt und schreitet mit diesem und Sir Neville Henderson, britischer Botschafter in Berlin, Dr. jur. Karl Georg Schmidt, Kölner OB, und Ernst Frhr. Von Weizsäcker, Staatssekretär des Auswärtigen Amtes, sowie anderen die Front der Ehrenkompanie ab.
Schulkinder aus Köln-Esch sind mit ihrem Lehrer zum Flughafen gekommen, um den englischen Premier zu sehen.

Dieser trifft sich mit Adolf Hitler in Bad Godesberg im Hotel Dreesen zu Besprechungen über die Sudetenfrage.
Chamberlain fliegt am -09-24 wieder nach England zurück.
Chamberlain kommt mehrmals vom Flughafen her durch Köln-Longerich und wird dort von der Schuljugend freudig begrüßt.
Gelandet sind auch zwei zweimotorige britische Maschinen vom Typ Bristol Blenheim mit den Kennzeichen G-AFCF und G-AFCE, die wahrscheinlich Begleitpersonen Chamberlains befördert haben.
 
 
1938-09-28
„Das neue Zeppelin-Luftschiff „Graf Zeppelin“ über Köln“.

Anm: Es muß sich hier um das neue Luftschiff LZ 130 „Graf Zeppelin II“ handeln, welches am
1938-09-14 seine erste Fahrt machte, der dann noch 30 Werkstatt- und Probefahrten folgen, ehe
es stillgelegt wird (Ausfuhrverbot von Heliumgas in Amerika).
 
 
1938-11-01
Die auf dem Fliegerhorst Köln-Ostheim stationierte Jagdgruppe I./JG 234 wird umbenannt in I./JG 132 „Schlageter“.
 
 
1938-11-15
Gliederung der Kölner Flak:
In der Flakkaserne Köln-Ossendorf*), Flughafenstraße sind stationiert:
Stab/Flak-Regiment 14*) unter dem Kommandeur Oberstleutnant. Neuffer, später Oberst Schreder,
II./Flak-Regiment 14 unter dem Kommandeur Major Hinke.

*) in Schloss Wahn ? L81/S.77

Für die Kölner Flak werden vom Luftdienstkommando (LDK) Ostheim fast täglich mit Junkers W 34, Heinkel He 51B und Arado Ar 76 Zieldarstellungsflüge durchgeführt.

 
 
1938-00-00
Der Flughafen Köln Butzweilerhof hat täglich 25 planmäßig abgehende und ankommen-
de Flugverbindungen, die ausschließlich zur Postbeförderung genutzt werden sowie
7 Fluglinien, die ausschließlich der Fracht- und Postbeförderung im deutschen und europäischen Raum dienen.

In diesem Jahr wurden von Köln aus insgesamt 2.261.462 kg Post befördert.
Dieser Verkehr erfuhr eine Steigerung um 53 Prozent.
Damit war das Verkehrsaufkommen in Köln größer als auf den drei Flughäfen Düssel-
dorf, Essen-Mülheim und Dortmund zusammen.

Seit 1937 ist Köln zum wichtigsten Postumschlagplatz des Westens avanciert.
Diese positive Entwicklung wird durch den im nächsten Jahr ausbrechenden 2. Weltkrieg unterbrochen.

 
 
1938-00-00
In diesem Jahr führte die Konfrontationspolitik des Deutschen Reiches zu deutlichen Einbußen im Luftverkehr. Die Okkupation des Sudetenlandes im Oktober hat schließlich eine auch im Kölner Flugverkehr zu spürende Distanzierung des Auslandes zur Folge. Durch das Fernbleiben ausländischer Fluggäste verringerte sich die Frequenz der ankommenden und abgehenden Flugzeuge um 11 Prozent und die der Fluggäste um
17 Prozent.
Auf dem Butzweilerhof: 11.055 Starts u. Landungen (ohne Militär),
40.743 Fluggäste wurden abgefertigt.
In diesem Jahr, dem letzten vollen Betriebsjahr vor dem Kriege, starteten 3.846-mal Lufthansa-Flugzeuge vom Flughafen Köln Butzweilerhof.

Der Flughafen Frankfurt/Main verdrängt - mit der Anzahl der Flugbewegungen - den Flughafen Köln Butzweilerhof auf den 3. Platz im Reichsgebiet.

Folgende Fluggesellschaften fliegen den Platz an:
Deutsche Lufthansa, Imperial Airways, British Airways, Finnair, Swissair, Balair (Schweiz), Air France, Ala Littoria (jetzt Alitalia) und einige kleinere Gesellschaften wie Sabena, KLM, Farmann.

 
 
1938-00-00
Trotz der rückläufigen Statistik wird ein Bebauungsplan ausgearbeitet, der den Ausbau und die weitere Modernisierung des Flughafens Köln Butzweilerhof vorsieht.
Vor allem die Beseitigung der alten Flughafenanlagen ist geplant. An ihre Stelle soll eine neue, mit allen modernen flugtechnischen Einrichtungen versehene Flugzeughalle entstehen und der NSFK-Flugzeugführerschule zur Ausbildung des Fliegernachwuchses zur Verfügung gestellt werden.
Außerdem ist eine Kasernierung einer großen Zahl von Flugzeugführern auf dem Flughafen vorgesehen.

Zu dieser Zeit wird reger Schulungsflugbetrieb (Platzrunden) mit Arado Ar 66 und Focke-Wulf Fw 44 betrieben.

 
 
1939-00-00
Der ehemalige Flughafendirektor des Flughafens Köln Butzweilerhof, Maximilian Hantelmann, jetzt beim Luftamt Köln, Sedanstr.11 tätig (1936-01-01), wohnt noch in Köln-Longerich, Lindweiler Weg 90, Tel. 59769 (Dienstwohnung des Flughafendirektors).
 
 
1939-00-00
Die auf dem Fliegerhorst Köln-Ostheim liegende I. Gruppe/JG 132 wird auf Messerschmitt Bf 109E umgerüstet.
 
 
1939-03-18
Der Kölner Flughafen Butzweilerhof mit 28 Gefolgschaftsmitgliedern ist der Berufsgenossenschaft der Feinmechanik und Elektrotechnik angeschlossen.
Diese führt, nach Gewerbezweigen getrennt, unentgeltliche Lehrgänge für Unfallvertrauensmänner in Königswinter durch.
Die Fahrtkosten einschließlich Zehrgeld von 4,20 RM und 8.00 RM=12,20 RM trägt die Berufsgenossenschaft und sollen vom Betrieb einstweilen verauslagt werden. Der Betrieb hat nur den Lohnausfall zu tragen.
Die Flughafenverwaltung ebenso die Deutsche Lufthansa beabsichtigt je einen Unfallvertrauensmann zu ernennen, obwohl die Unfallziffern auf Flughäfen nicht hoch sind.
 
 
1939-03-20
Tag der Wehrmacht.
Der Fliegerhorst Köln-Ostheim öffnet seine Tore für die Bürgerschaft.
Besonders dieser Flugtag ist eigens als Veranstaltung für die Kölner Jugend proklamiert worden.
Wegen des sehr schlechten Wetters müssen fast alle Vorführungen der I. Gruppe/JG 132 ausfallen. Die Gruppe fliegt Messerschmitt Bf 109E1 und Bf 109E3.
Es gibt es keine Heinkel He 51B mehr im Staffeldienst.

Die auf dem Platz liegende I. /JG 132 wurde Anfang des Jahres auf Messerschmitt Bf 109E umgerüstet.

 
 
1939-04-15
Die Imperial Airways gibt die Flugverbindung Croydon-Brüssel-Köln-Frankfurt/M. auf.
 
 
1939-05-01
Die auf dem Fliegerhorst Köln Ostheim stationierte I./JG 132 wird endgültig umbenannt in I./JG 26 „Schlageter“.
Sie wurde Anfang des Jahres auf Messerschmitt Bf 109E umgerüstet.
 
 
1939-00-00
Ein Pilot (Leutnant) der auf dem Fliegerhorst Köln-Ostheim stationierten I./JG 132 unterfliegt mit seiner Messerschmitt Bf 109E die Hindenburg- und Hohenzollernbrücke.
Das Ereignis wird von den Kölnern anerkennend oder empört beurteilt.
Der Pilot wird wegen „Verstoßes gegen fliegerische Zucht und Ordnung“ disziplinarisch bestraft.
 
 
1939-06-06
An die Direktion des „Flughafens“ K – Bocklemünd Longerich :
Auf einer Postkarte beschwert sich ein Schwerkriegsbeschädigter:

„Notiz von Lebenden für unsere Toten!“
„Die Störungen der Fliegerei über unseren Friedhöfen, wo unsere Toten still ruhen sollten, nimmt dermaßen zu, dass vorerst an Sie diese 1. Notiz erfolgt! Namentlich der Nordfriedhof ist in starke Mitleidenschaft gezogen.
Heil Hitler
Ein Schwerkriegbeschädigter

Anm: Drei Monate später beginnt der (Luft-)Krieg...
 
 
1939-07-01
Spätestens zu diesem Zeitpunkt wird auf dem Fliegerhorst Köln-Ostheim das Flughafenbereichskommando 4/VI eingerichtet. Personalmäßig ist es in der Spitze wohl weitgehend mit der Fliegerhorstkommandantur identisch.
 
 
1939-07-07
Die AIR FRANCE setzt auf der Streck Berlin-Köln-Paris (u.a.) die Potez 68 „............„? Kz: F-ANOK ein.
 
 
1939-08-05
Flieger-Wiedersehen in Köln.
Eingeladen sind alle Flieger von 1914-1939 (weitere Angaben nicht vorhanden).
Für die aus diesem Anlaß herausgegebene „Festschrift und Festfolge“ ist Major der Sch. Roenneke, Köln Ubierring 47 verantwortlich (Inhalt).
Druck von Karl Glitscher, Köln-Mülheim.
 
 
1939-08-26
Erster Mobilmachungstag:

Der Zweite Weltkrieg beendet vorerst die Privatfliegerei.
Zeugnis davon gibt die letzte Eintragung im Bordbuch von Hermann Havertz:
„ Das Flugzeug D-EELE darf bis auf weiteres nicht geflogen werden.
Der Flugzeugführer Havertz ist belehrt worden.“
Auf Grund dessen montiert Havertz seine Maschine auseinander und bringt sie in seine Werkstatt. Er will sie dort bis nach dem Kriege verstecken.

Der Mobilmachungsplan der Luftwaffe sieht für den Fall eines Kriegsausbruches die Nutzung der Wahner Heide zu Luftkriegszwecken vor.
Vorgesehen ist die Unterbringung gewisser Einheiten (etwa 800 Mann).
Das wird von der Kommandantur des Truppenübungsplatzes nicht gern gesehen, da die Wahner Heide seit 1933 nur für Übungen des Heeres genutzt wird; vor allem für das Scharfschießen der Artillerie.
Mit Wirkung dieses Tages wird Major d. R. Adolf Schellenberg (aus Leverkusen) als Kommandant des Fliegerhorstes Wahn eingesetzt.
Der noch auszubauende Fliegerhorst Wahn wird „Feldmäßiger Einsatzhafen“ E13/VI
(= E-Hafen Nr.13 im Flughafenbereichskommando „Koflug“ VI) im Luftgau VI (Münster).
Er ist dem Fliegerhorst Köln-Ostheim als Leithorst und dem General der Flieger Schmidt unterstellt.
Als Flugleiter wirkt auf dem Fliegerhorst Wahn bis Januar 1940 (Versetzung als Kommandant zum Fliegerhorst Vogelsang/Eifel) Oberleutnant Heinz Drecker ? 1939-09-01. Chef der Fliegerhorstkompanie 13/VI wird (bis 1940-05-12) Oberleutnant d. R. Hermann Brennemann.
Beim ersten Morgenappell nach der Mobilmachung meldet der Hauptfeldwebel Mattay dem Kompaniechef 190 Mann.
Die Sollstärke der Kommandantur sind etwa 250 Mann.

 
 
1939-08-26
Heute endet die Ära des Verkehrsflughafens Köln Butzweilerhof.
Der Flughafen der „Hansestadt“ Köln wird mit allen Gebäuden und Einrichtungen sowohl des alten als auch des neuen Teils von der Deutschen Luftwaffe übernommen.
Nach dem Erlaß R. d. L u. Obb. d. L. Chef der Luftabwehr ….vom 30. September 1939
… ist der Zustand der baulichen Anlagen und Rollfelder schriftlich festzulegen usw.

Die militärische Bezeichnung lautet:

Einsatzmäßiger Feldflughafen E 11/VI Köln Butzweilerhof.

Die Stadtverwaltung ist für die fachmännische Mitarbeit des Flughafenkommandanten Major (E) Schaedel besonders dankbar.

 
 
1939-09-01
Beginn des 2. Weltkrieges mit dem Angriff gegen Polen)

Das auf dem Flughafen Köln Butzweilerhof stationierte Industrieflugzeug Junkers Ju 52/3m „Bayer“, Kz: D-AOHU 1937-11-16, wird von der Luftwaffe beschlagnahmt und zum Verwundetentransport eingesetzt.

Anm.: Die Maschine wird 1942 auf einem (Rück-) Flug von Afrika -unter Flugkapitän Eberhardt Schäfer-, dicht über dem Mittelmeer fliegend, von amerikanischen Jägern abgeschossen.

Der in der Flakkaserne Köln-Ossendorf (Flughafenstraße) stationierte Stab/Flakregiment 14 wird als „Flakgruppe Köln“ eingesetzt.

Aus der II.Abteilung des Flakregiments 14 (5 Batterien) in Ossendorf werden die Flakabteilungen 145 bis 148 aufgestellt, deren Batterien die im Frieden erkundeten Stellungen um Köln beziehen.
Die gemischte Flakabteilung 146 wird in der Pionierkaserne Westhoven aufgestellt; der Stab bezieht seinen Gefechtsstand im Gebäude des „Westdeutschen Beobachters“ (NS-Zeitung) in Köln-Deutz an der Ecke Deutz-Kalker Str./Östl.Zubringer.
Die schweren Batterien liegen in Eil, Gremberghoven, am Gremberger Wäldchen und bei Niederkassel, die leichten Batterien sind in verschiedenen Stellungen längs des Rheinufers zwischen Deutz und Poll aufgestellt, unter anderem auch auf Türmen der Südbrücke und der Fahrbahn der Autobahnbrücke. Soldaten einer Flakbatterie quartieren sich in die Schule Köln-Longerich ein, später werden diese durch eine Luftwaffenbau- und Flughafenkompanie abgelöst.

 
 
1939-09-01
Tarnmaßnahmen 1939-09-01, 1940-06-00 Sommer
Der Betonkreis mit Namen KÖLN 1936-07-24 in der Mitte des Rollfeldes wird von der Fliegerhorstkommandantur entfernt.

*) Anm. ein neuer Glasaufbau wird erst wieder 2007 auf dem Turm der Luftaufsicht aufgebaut.
 
 
1939-09-01
Der sich seit 1937-00-00 in Kanada befindliche „fliegende Pater“ Paul Schulte, der in der Eisregion nördlich des Polarkreises MIVA-Stützpunkte einrichtete, wird nach Ausbruch des 2. Weltkrieges dort der Spionage für das Dritte Reich verdächtigt.
Die kanadische Regierung hält die von ihm aufgebauten 15 Funkstationen für Peilstationen, die deutsche Langstreckenbomber unterstützen sollen. Die ebenfalls vom Pater angelegten Benzindepots seien in Wahrheit zur Versorgung deutscher U-Boote gedacht, lautet die Beschuldigung.
Daraufhin verläßt Schulte Kanada und geht in die USA.
 
 
1939-09-03
Da England und Frankreich dem Deutschen Reich den Krieg erklärt haben, wird der gesamte zivile Flugverkehr nach Deutschland eingestellt.
 
 
1939-09-04
Erster Fliegeralarm in Köln!
Die Flak schießt in den blauen Sommerhimmel. Es handelte sich jedoch um kein feindliches Flugzeug, sondern um eine Messerschmitt Bf 109E*) vom JG 26 „Schlageter“ in Köln-Ostheim mit dem Gruppenkommandeur Hauptmann Gotthardt Handrick**) am Steuer.
*) Der Augenzeuge sieht das auf dem Nachhauseweg vom Reichsbahn-Ausbesserungswerk Köln-Nippes (Lehre) nach Mauenheim, Gunther Str. 107
**) Anm: Olympia-Sieger im Modernen Fünfkampf 1936

Anm.: Es handelte sich wohl kaum um eine Panne.
Eher ist anzunehmen, dass die Führung die etwas phlegmatischen Kölner zur Durchführung der vorgeschriebenen Luftschutzmaßnahmen bringen wollte; denn die Wirkung nach diesem Fliegeralarm setzte prompt ein: Sandsäcke, Wassereimer, Feuerpatschen wurden in großer Aufregung im Haus an die vorgeschriebenen Plätze gebracht, Kellerfenster verbarrikadiert und die letzten Dachbodenecken leergeräumt.

 
 
1939-10-03
Hauptmann d. R. Hans von Schiller wird Horstkommandant auf dem Fliegerhorst Köln-Ostheim.

Diese Neubesetzung erfolgt im Zusammenhang mit dem geplanten, strenggeheimen Unternehmen der „Sturmgruppe Koch“ gegen das belgische Fort Eben-Emael und die Maasbrücken am 1940-05-10.
Auch die Stelle des Horstkommandanten auf dem Flugplatz Köln Butzweilerhof wird neubesetzt.
Die neuen Kommandanten sollen besonders vertrauenswürdig sein und in die Aufgaben der „Sturmabteilung Koch“ („SA Koch“) eingewiesen werden.

 
 
1939-10-04
Auf dem alten Flughafenteil am Butzweiler Weg wird die Nordhälfte der Halle II durch einen Brand zerstört. Es handelt sich hier um das zum 1926-04-00 umgebaute Hallenteil, in dem sich die Abfertigungs- und Passagierräume befanden. Die Südhälfte der Halle diente als geschützter Zuschauerplatz.
 
 
1939-10-24
Ein im Westfriedhof befindliches Lager, in dem sich seit 1939-09-01- kurz nach Kriegsbeginn - der durch die Bauleitung Köln-Ostheim auf dem Flugplatz Köln Butzweilerhof abgebaute und eingelagerte gläserne Dachaufbau mit den technischen Einrichtungen des Luftaufsichtsturms befindet, brennt ab.
 
 

1939-10-27

Verweis auf das Kapitel

Hitler befiehlt Generalmajor Kurt Student, den Kommandeur der 7. Fliegerdivision, zu sich in die Reichskanzlei in Berlin, Voss-Straße und fordert ihn auf, Stellung zu folgendem Auftrag zu nehmen:

1. Die 7. Fliegerdivision und die 22. Luftlandedivision unter Führung von Student nehmen das belgische „Reduit National“ aus der Luft und halten diese wichtige Befestigungslinie bis zum Eintreffen des Heeres.
2. Eine weitere Fallschirmabteilung auf Lastenseglern erobern im Handstreich das Sperr-Fort Eben-Emael und nördlich davon die Brücken über den Albert-Kanal und die Maas-Brücken in Maastricht und ermöglichen den schnellen Übergang der 6. Armee über die Maas und den Albert-Kanal.

Student meldete nach einigen Tagen, der Auftrag sei durchführbar.

 
 
1939-11-01
Der Kölner Flieger Heinrich Heinz, Angehöriger der Fliegerhorst Kompanie Köln Butzweilerhof, erhält seine Beförderung zum Gefreiten.
 
 
1939-00-00
In den Waldpfad am Brücker Mauspfad werden Schneisen geschlagen, in denen Flugzeuge abgestellt werden können. Im Laufe des Krieges baut man dort auch Bunker zum Schutz von Personal und Fernmeldeeinrichtung.
 
 
1939-00-00
An der östlichen Grenze des Flughafens Köln Butzweilerhof wird quer zum Butzweiler Weg eine zweite Flugzeughalle (Halle 2) errichtet.

Anm.:Zwei Fotos vom Sommer 1939 - aufgenommen vom Butzweiler Weg aus - zeigen das dafür vorgesehene Gelände im ursprünglichen und im abgeräumten Zustand.

 
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