 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
| |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Keine
Haftung für unvollständige oder fehlerhafte Informationen.
|
Quellenangaben
können gerne bei mir erfragt werden.
|
| |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Diese
Chronik ist Eigentum von Heribert Suntrop.
Eine Kopie, auch auszugsweise, ist ausdrücklich nur mit schriftlicher
Genehmigung erlaubt.
|
| |
|
|
| |
1930-03-28
|
Der
Kölner
Flughafen Butzweilerhof wird an den Nachtflugverkehr angeschlossen.
Der Kontrollturm erhält eine geschlossene, verglaste Etage unter
der Plattform.
Für den Nachtluftverkehr wird der Flughafen mit den modernsten Befeuerungsanlagen
ausgerüstet.
Außer dem schon vorhandenen Ansteuerungsfeuer (Drehlicht) wird
ein starker Scheinwerfer von 40 Mill.H.K. zum Heranholen der Flugzeuge
bei unsichtigem Wetter und zur Beleuchtung des Rollfeldes aufgestellt.
Das
Rollfeld erhält eine Rollfeldumgrenzungsbeleuchtung aus Neonröhren,
die Hallen und eine neben dem Rollfeld gelegene Ziegelei eine Hindernisbeleuchtung.
Ein beleuchtetes Windrichtungsflugzeug, eine Hallenvorfeldbeleuchtung,
Vorflutscheinwerfer
zur Beleuchtung der Abfertigungsplattform ergänzen die Anlage.
Ein
zweites Stromzuführungskabel dient der Sicherung der Stromzufuhr
beim Versagen des ersten Kabels.
In der Nordostecke des Rollfeldes wird ein Peilhaus für den
Peilverkehr mit den Flugzeugen errichtet.
Mit der Einrichtung der Nachtbefeuerung ist der erste Bauabschnitt des Flughafens
(des Provisoriums) vollendet.
Die
Luft Hansa befliegt nachts die Strecken Berlin-Köln-London
und Köln-Paris.
Beim
Aufbau der ersten Nachtflugverbindungen spielt Köln eine wichtige
Rolle.
Es wird bald zum Zentrum des westdeutschen Nachtflug- und Postverkehrs.
Sechs Nachtflugverbindungen gehen von Köln nach Brüssel, Paris, Amsterdam
und verschiedenen Orten in Süd- und Osteuropa.
|
|
| |
|
|
| |
|
|
1930-04-00
|
Im
letzten Flugjahr (April 1929 bis April 1930) wurden von den Clubflugzeugen
des KCfL nicht
weniger als 2.776 Starts und Landungen
durchgeführt.
Über 10.600 Kilometer wurden über Land geflogen, d. h. auf längeren
Strecken und nicht auf dem Flugplatzgelände.
15 Schüler wurden ausgebildet, davon 5 mit vollem A-Schein.
Die fachmännische Durchführung der Ausbildungsarbeit erhellt
aus der Tatsache, dass es bis heute noch keine Personenschäden
in der Kölner Flugschule zu verzeichnen sind.
Die Flugzeugführerzahl des Clubs ist bis Ende des Berichtsjahres
auf 38 angewachsen.
Daß der Kölner Club für Luftfahrt in der deutschen Sportfliegerei
eine so namhafte Rolle spielt, ist nicht zuletzt das Verdienst des nimmermüden
Vorsitzenden Amtsrichter a. D. Krüger, des allzeit bereiten Förderers
Generaldirektor Dr. Fritz Kruse und nicht zuletzt des Leiters der Kölner
Fliegerschule Jakob Möltgen, dem der Deutsche Luftfahrtverband
als äußeres Zeichen der Anerkennung das goldene Fliegerabzeichen
verlieh.
Der
Ballon KÖLN der Freiballonabteilung, der inzwischen die Altersgrenze
erreicht hat, kann vorerst nicht durch einen neuen Ballon ersetzt werden,
da die Mittel des Klubs für das Rheinische Flugturnier mit dem großen
Befreiungsflug bereitstehen müssen.
Ein neuer Ballon kann erst im Herbst 1932 getauft werden (1932-09-25).
|
| |
|
|
| |
|
|
|
1930-05-15 |
Die
Deutsche Luft Hansa AG nimmt eine Nachtpostflugverbindung zwischen
Berlin-Hannover-Köln-London in Betrieb. Der planmäßige Nachtluftverkehr Berlin-Köln-London und
Köln-Paris wird eröffnet. |
| |
|
|
| |
|
|
|
1930-05-17 |
Die
Akademisch-Flugwissenschaftliche Vereinigung tauft an der Universität Köln
ihr erstes Motorflugzeug. |
| |
|
|
| |
|
|
|
1930-00-00 |
Der
LH-Pilot Anton Weigand, seit Frühjahr 1927-00-00
in Frankfurt/Main stationiert, wird nach Köln versetzt. Seinen Wohnsitz
in Köln-Lindenthal, Brahmsstr. 6 nimmt er 1931-00-00.
Er fliegt jahrelang mit seiner einmotorigen Junkers W 33 im Nachtflug
die Strecke Berlin-Köln-London.
Wegen der allzu großen Belastung von Besatzung und Maschine auf der
1.100 km langen Strecke wird diese unterteilt, so dass drei Berliner und
drei Kölner Besatzungen zum Einsatz kommen.
Das Personal ist stolz, als eine bekannte große englische Zeitung
schreibt:
„Der Nachtflugverkehr der Lufthansa läuft ab wie ein Uhrwerk.“
Anm.:
Die Zeit ist nun vorbei, in der nur mit Erdsicht geflogen werden
konnte. Die Industrie hat Geräte
entwickelt, mit denen es möglich ist, in, zwischen oder über
Wolken und bei Nacht ohne Erdsicht
zu fliegen.
Es werden Funkgeräte eingebaut und zur Unterstützung des Flugzeugführers
fliegt ein Funker mit.
Ein neues Zeitalter der Luftfahrt beginnt: Das Blindfliegen.
|
| |
|
|
| |
|
|
|
1930-05-29 |
1. Deutsche Kunstflugmeisterschaft der Damen in Bonn-Hangelar.
Es
starten:
1. Luise Hoffmann auf Raab Katzenstein Rk „Schwalbe“,
2. Elly Beinhorn auf Messerschmitt M 23,
3. Marga v. Etzdorf auf Junkers A 50 junior und
4. Liesel Bach auf Klemm L 26 Iia, Kz: D-1798.
Siegerin
bei Pflicht- und Kürprogramm: Liesel Bach
(geb.14.06.1905) vor Elly Beinhorn mit 80 Punken Vorsprung.
Liesel
Bach setzt sich zum Staunen der Fachleute so überzeugend
durch, dass sie über Nacht berühmt wird.
Sie erhält einen Opel-Pkw und eine Freifahrt mit dem Zeppelin.
Zwischen den Kämpfen werden von den anderen Pilotinnen Geschicklichkeitsflüge,
Ziellandungen usw. gemacht.
Die Zeitungen bringen Berichte und Bilder über die fliegenden
Frauen.
|
| |
|
|
| |
|
|
|
1930-06-30 |
Die
Kölner Ballonfahrer des Kölner Clubs für
Luftfahrt (KCfL) nehmen an der Internationalen Weitfahrt ab Münster
teil.
Bei den Startvorbereitungen erscheint das Luftschiff-Zeppelin LZ 127 „Graf
Zeppelin“ über dem Platz. |
| |
|
|
| |
|
|
|
1930-07-05 |
Rheinlandbefreiungsfeier
mit Rheinlandbefreiungsflug auf dem Flughafen Köln Butzweilerhof
als Ausgangs- und Endpunkt, organisiert vom Deutschen-Luftfahrt-Verband (DLV) in Verbindung
mit dem „Kölner
Club für Luftfahrt“ (KCfL) unter Mitwirkung des „Niederrheinischen
Verein für Luftschifffahrt, Sektion Bonn“, des „Düsseldorfer
Aero-Club, des Luftfahrtverein Essen“, des „Aerodynamischen
Institut der TH Aachen“ sowie der Stadtverwaltungen und der örtlichen
Vereine des Deutschen Luftfahrt-Verbandes der angeflogenen Städte.
Es
ist die größte deutsche Nachkriegsflugveranstaltung und
zugleich das bedeutendste regionale luftsportliche Ereignis des Jahres,
das auch zur Demonstration des technischen Zustandes in der Luftfahrt
dient.
Eröffnet wird das Turnier vom Oberpräsidenten der Rheinprovinz,
Hans Fuchs, der auch das Protektorat über die Veranstaltung übernommen
hat.
Auch OB Konrad Adenauer ist an beiden Flugtagen unter den über
180.000 Zuschauern.
An dieser großen Veranstaltung nehmen über 70 Flugzeuge
teil.
(80 Flugzeuge nach S38/S.18 u. Abb./S.15 und LH9_442, 84 Flugzeuge nach
S195).
Zugelassen sind Sport- und Verkehrsflugzeuge mit ihren Führern und
Ortern (MüA)*).
Vom KCfL starten vier Maschinen und zwar:
1. Klemm L 20 B 1, Kz.D-1214 „Dr.Kruse“, (18 PS-Daimler-Motor);
2. Klemm L 25 Ia ,Kz.D-1615 „Ernst Krüger“,
(40PS-Salmson-Motor);
3. Klemm L 26 Iia, Kz.D-1798 (80 PS-Siemens-Motor);
4. Klemm L 26 Iia, Kz.D-1801*) (80 PS-Siemens-Motor).
*) (in S177 nicht näher bezeichnet)
Die
Etappe beträgt 750 Kilometer und führt an beiden Tagen über
die ehemals besetzten rheinischen Gebiete: über die Städte
Köln-Düsseldorf-Essen-München-Gladbach-Krefeld-Düren-Aachen-Trier-Saarbrücken-Kaiserslautern-Speyer-Ludwigshafen-Worms-Mainz-Wiesbaden-Koblenz-Bonn-Köln.
Der Rheinlandbefreiungsflug führt auf der 1. Etappe: _
Köln-Düren-Hangelar-Koblenz-Wiesbaden-Worms-Germersheim-Kusel-Birkenfeld-Trier;
auf der 2. Etappe:
Trier-Stadtkyll-Aachen-M.-Gladbach/Rheydt-Krefeld-Essen-Düsseldorf-Köln.
Auf
der ersten Etappe wird die Kölner Klemm L 20 B 1, Kz.D-1214 „Dr.Kruse“,
_
zwischen Worms und Germersheim zerstört.
Der Pilot,……………………?,
wird verletzt.
Diese (erste) Maschine des KCfL machte 1.200 Flüge.
Auf
der zweiten Etappe sondert sich die Klemm L 25 Ia, Kz.D-1615 „Ernst
Krüger“ von der Gruppe auf der Strecke Trier-Stadtkyll-Aachen
wegen Ölverlust auf der linken Seite ab, und somit wird nur der
2. Preis im Gruppenflug gewonnen.
Ergebnis
für den KCfL:
2. Preis im Gruppenflug mit 100%iger Beendigung des damit verbundenen
Zuverlässigkeitsflugs,
5. Platz beider Maschinen im Einzelwettbewerb.
Leider
ging der 1. Preis, ein neues Sportflugzeug, für
den KCfL verloren.
Der
Wettbewerb der Ballonfahrer wird von einem tragischen Unglück überschattet,
als am Vormittag der Korb des Ballons „KÖLN“ in einer
Gewitterfallbö durchsackt und gegen das Dach eines Bauernhauses
schlägt. Einer der Insassen, Josef Deussen aus Krefeld, wird so
schwer verletzt, dass er in einem Deutzer Krankenhaus stirbt.
Über 180.000 Zuschauer bevölkern den Kölner Flughafen
und verfolgen mit großem Interesse die Aktivitäten der Flieger.
Als Höhepunkt des Wettbewerbs finden auf dem Butzweilerhof die
Endausscheidungskämpfe um die Deutsche Meisterschaft im Kunstflug
statt.
Bewerber: Dr. Hans Gullmann, Graf von Schaumburg, Willy Stör,
Erwin Aichele, Gerd Achgelis und Gerhard Fieseler sowie Elly Beinhorn.
Diese Wettkämpfe entscheidet Gerhard Fieseler für sich. Er
kann sich gegen seine prominenten Mitstreitern u. a. Liesel Bach, Elly
Beinhorn, Thea Rasche, Willy Stoer und Gerd Achgelis durchsetzen.
Durch die Teilnahme der deutschen Meisterin, Liesel Bach, erhält
der KCfL den Betrag von 1.200 RM.
Die Deutsche Luft Hansa beteiligt sich auch an dieser Feier. Sie schickt
ein Presseflugzeug, eine dreimotorige Rohrbach-Roland, die am -07-05 von Köln
nach Neustadt in der Pfalz und am -07-06 im Zickzackkurs über mehrere
rheinische Städte wieder nach Köln zurückfliegt.
Ein
Höhepunkt des Festes ist die Ankunft des Luftschiffs LZ 127 „Graf
Zeppelin“, das gleich zweimal auf dem Platz landet und startet.
Ein weiterer Höhepunkt ist das größte Ganzmetall-Landflugzeug
der Welt, die Junkers G 38a, Kz: D-2000.
Die Besucher können mit dieser Maschine für 5.00 RM an Rundflügen
teilnehmen.
Liesel Bach parkt ihr Flugzeug, die Klemm L 26 Iia, Kz: D-1916 „Klemm-Falke“ unter
der riesigen Tragfläche der Junkers G 38.
*) Flugzeugtypen: Klemm L 20, L 25 Id, L 26 IIa, L 25 Ia u. IIa, Focke-Wulf
S Ia, S 24, A 33, BFW M 23b, Raka Kl. Ic u. IIb, RK 9 u. 9a, Heinkel
HD 32, Junkers A 50, GMG II, DP IIa, Dietrich DS I, Albatros L 68a, DP 9 u. a. (LH9_442) Klemm L 26 IIa, Kz: D-1798, Junkers Ju A50 ce, Kz: D-1868, Junkers F 13, Kz: D 358 „Schwarzspecht“ |
| |
|
|
| |
|
|
|
1930-00-00 |
In
der Kölner Machabäerstraße, bei einem
Garagenbesitzer von (oder van) Werth, gründen einige Kölner Flieger
den „Kölner Motor- und Segelsportklub“.
Die Gründer, unter ihnen der dem Kölner Club für Luftfahrt
(KCfL) angehörende Alexander Court, sind der NSDAP zugeneigt und
arbeiten bis zur Machtergreifung Hitlers am 30.01.1933 in dieser Fliegervereinigung
im Sinne der Nazis im „Untergrund“. |
| |
|
|
| |
|
|
|
1930-00-00 |
Zum
Flughafen Köln Butzweilerhof kommt die „Nordbayerische
Verkehrsflug G.m.b.H.“, Nürnberg/Fürth und die „Balair“ aus
der Schweiz.
Die „Nordbayerische Verkehrsflug G.m.b.H.“-gegründet von
dem ehemaligen Jagdflieger, Direktor Theo Croneiß am 25.03.1926 (falsch
1925: MüA)- dehnt sich von Nordbayern über Mitteldeutschland-Thüringen über
das ganze Reich aus, auch nach Westen.
Sie nennt sich jetzt „Deutsche Verkehrsflug A. G.“ und schließt
mit der DLH einen Interessengemeinschaftsvertrag ab: Sie ist Unternehmerin
des Kurzstreckenverkehrs, die DLH die Langstreckengesellschaft.
Sie
leistet hauptsächlich Kurzstrecken-Zubringerdienste und setzt
hierfür kleine billige Ganzmetallflugzeuge, meist des Typs Messerschmitt
(BFW) M 18 für 4 Personen ein.
Als
einzige längere Strecke unterhält die in diesem Jahr zur „Deutsche
Verkehrsflug A. G.“ umgenannte G. m. b. H. die sogenannte „Rheintal
Linie“ als Hauptstrecke von Baden Baden über Karlsruhe, Mannheim/-Heidelberg/Ludwigshafen,
Wiesbaden/Mainz, Köln, Düsseldorf nach Krefeld/Essen-Mülheim
1932-05-12.
Die
Gesellschaft betreibt 1930 17 Flugstrecken und berührt 36 Flughäfen.
In ihrem Park befinden sich 22 Verkehrsmaschinen.
Ihre Bezirksdirektion West befindet sich in Düsseldorf. |
| |
|
|
| |
|
|
|
1930-00-00 |
Betuchte
Kölner können
zum Urlaub an die Costa Brava fliegen:
Start auf dem Flughafen Köln Butzweilerhof um 14.10 Uhr nach Genf
(Übernachtung). Am nächsten Mittag weiter über Marseille
nach Barcelona, Ankunft um 18.30 Uhr.
(Heute 1987: Flugzeit 2 Stunden!) |
| |
|
|
| |
|
|
|
1930-09-10 |
Auf
dem Flughafen Köln Butzweilerhof finden die „Deutsche
Luftspiele“ statt. Die Kölner Sportpiloten zeigen ihr Können.
|
| |
|
|
| |
|
|
|
1930-09-20 |
Die
Imperial Airways ändert
die England-Indien-Verbindung wie folgt:
London-Köln-Nürnberg per Flugzeug, Nürnberg-Wien per
Bahn, Wien-Budapest-Belgrad-Nish per Flugzeug, Nish-Athen per Bahn,
Athen-Indien
per Flugzeug.
Diese Verbindung wird für Passagiere und Post genutzt. |
| |
|
|
| |
|
|
1930-09-21

|
Zweite
Landung des englischen Tragschraubers CIERVA C.19
Kz: G-EBYY,
auf dem Flughafen Köln Butzweilerhof.
Der Pilot, Kapitän Rawson, ist mit seiner Maschine auf dem
Weg von London nach Dortmund. |
|
| |
|
|
| |
|
|
|
1930-00-00 |
Wochen
vor seinem tödlichen Absturz auf Feuerland/Argentinien
am 28.01.1931, hält sich der weltweit bekannte Flieger, Abenteurer
und Schriftsteller, Gunther Plüschow, auf dem Flughafen Köln
Butzweilerhof auf.
Er läßt sich dort mit dem Chef der Kölner Fliegerschule des Kölner
Clubs für Luftfahrt (KCfL), Jakob Möltgen, und der deutschen
Kunstflugmeisterin Liesel Bach fotografieren.
Vor
Beginn des Weltkriegs, am 1914-04-23, trifft Leutnant Plüschow
mit seinem Piloten Prestien mit der Aviatik B 9 von Metz kommend zum
ersten Mal auf der „Fliegerstation Cöln“ ein und trägt
sich ins Gästebuch ein.
1915 wird der Marineflieger Plüschow als „Flieger vom Tsingtau“ bekannt;
ab 1926 als Erforscher von Feuerland.
Dort stürzt er am 1931-01-28 mit seinem Begleiter Ernst Dreblow
tödlich ab.
Grabstätte: Berlin-Lichterfelde. |
| |
|
|
| |
|
|
|
1930-00-00 |
Pater
Paul Schulte, der fliegende Pater der „Missions-Verkehrs-Arbeitsgemeinschaft
MIVA“, rührt, nachdem er von Afrika zurückgekehrt ist,
für seine Mission kräftig die Werbetrommel.
Ausgehend vom Kölner Flughafen Butzweilerhof startet Pater Schulte
in einem „Flamingo“ – dem Flugzeug, das Ernst Udet als
Kunstflieger berühmt gemacht hat – zu einem Rundflug über
Deutschland.
Die Bevölkerung ist begeistert und hilft mit Spenden. Bis 1933 können
vierzehn Flugzeuge und hunderte von Fahrzeugen in die Übersee-Missionen
geschickt werden. |
| |
|
|
| |
|
|
|
1930-00-00 |
Der
Kölner Flieger des Kölner Clubs für Luftfahrt
(KCfL) Rolf Freiherr von Wassenberg unterfliegt von Rodenkirchen kommend
mit seiner Klemm-Sportmaschine die Südbrücke, Hindenburgbrücke,
Hohenzollernbrücke und die im Vorjahr eingeweihte Mülheimer Brücke. |
| |
|
|
| |
|
|
|
1930-00-00 |
Täglich erfolgen auf dem Flughafen Köln Butzweilerhof
25 Starts und Landungen von Passagierflugzeugen, außerdem 7 Postflüge. |
| |
|
|
| |
|
|
|
1930-00-00 |
Die „Rheinische Luftverkehrsgesellschaft m.b.H.“ Köln
weist in ihrer Bilanz für dieses Geschäftsjahr einen Gewinn
von 35.96 RM aus. |
| |
|
|
| |
|
|
|
1931-01-02 |
Die
englische Langstreckenfliegerin Miss Amy Johnson macht auf ihrem
Flug nach China
eine Zwischenlandung auf dem Flughafen Köln
Butzweilerhof.
Der Flug geht über Russland und Sibirien.
Miss Johnson machte im Juli 1930 mit ihrem Sportflugzeug einen Flug von
London nach Australien. |
|
| |
|
|
| |
|
|
|
1931-00-00 |
Der
Flughafen Köln Butzweilerhof wird das „Luftkreuz
des Westens“ und hinter Berlin der zweitgrößte Flughafen
in Deutschland.
Von
hier aus bestehen grenzüberschreitende Fluglinien nach Paris, London,
Kopenhagen, Basel, Genf, Amsterdam und Brüssel.
Im europäischen Luftpostverkehr ist der Flughafen Köln damit
einer der wichtigsten Grenzausgangspunkte.
Nach Übersee wird hauptsächlich –neben dem Verkehr nach
Amerika- der Verkehr nach Nord- und Mittelafrika vermittelt; Köln
ist beispielsweise letzte deutsche Leitstelle für Luftpostsendungen
nach dem Kongo, Senegal, Mauretanien und Marokko. |
| |
|
|
| |
|
|
|
1931-03-08 |
Liesel
Bach und die Fallschirmspringerin Luzie Byczkowsky führen den
Kölnern zum ersten Mal den Fallschirmabsprung aus
der Rückenlage des Flugzeugs, Klemm L 26 Va, Kz: D-1916 „Klemm-Falke“,
vor.
Mittags sprach die Fallschirmpilotin Luzie Byczkowsky im Rundfunk und
kündigte
den Absprung am Nachmittag an.
Tausende Menschen kommen, trotz Kälte, hinaus zum Flughafen Köln
Butzweilerhof und sehen sich den Sprung aus 500m Höhe begeistert an.
|
| |
|
|
| |
|
|
| 1931-03-27 |
Auf
dem Flughafen Köln Butzweilerhof finden für
die Presse Nachtrundflüge statt. |
| |
|
|
| |
|
|
|
1931-04-29 |
Dritte
Landung des englischen Tragschraubers CIERVA C.19, Kz: G-EBYY, auf
dem Flughafen
Köln Butzweilerhof. Die Maschine befindet sich auf einer Europareise. |
| |
|
|
| |
|
|
1931-05-21
 |
Unter
der Überschrift "Vatter Boeth hat Heimweh" wird
die Ankunft des 84 jährigen Johann Adam Boeth, des
Ururgroßvaters von Werner Müller (Autor dieser Seite),
aus Rosswein / Sachsen auf dem Butzweilerhof beschrieben. Uropa
Boeth
hat sich
täglich den
Kölner
Stadtanzeiger und die Kölnische Illustrierte Zeitung in seinen
Alterswohnsitz nach Rosswein schicken lassen. |
| |
|
|
|
1931-06-01 |
Sicherlich
auch mit Blick auf die Belange der rheinischen Wirtschaft, eröffnet die Deutsche Luft Hansa A.G. (DLH), zunächst
für eine Erprobungszeit von drei Monaten, den „Aerobus-Schnelldienst“ zwischen
Köln und dem Wirtschaftszentrum Frankfurt am Main.
Die Strecke wird fünfmal täglich beflogen*). Von Köln
aus bestehen Anschlussflüge nach Brüssel, London und Paris.
Von Frankfurt aus können Passagiere nach Stuttgart und Zürich
bzw. nach Barcelona über
Genf und Marseille weiterfliegen.
Auf dieser Strecke werden drei verschiedene Flugzeugtypen eingesetzt:
Junkers F 13, Dornier Merkur und Fokker-Grulich F II.
Die
Flugzeit beträgt eine Stunde. Der Preis ist mit 23 Mark, verglichen
mit dem Preis für eine Eisenbahnfahrkarte 2. Klasse, moderat.
Für den Hin- und Rückflugschein bezahlt der Kunde nur 40
Mark.
Da sich Köln und Frankfurt gegenseitig durch diese Verdichtung im
Luftverkehr zu Ausflugzielen entwickeln, hat die DLH mit der „Köln-Düsseldorfer
Dampfschiffahrtsgesellschaft“ eine Vereinbarung getroffen, die eine reizvolle
Abwechslung in der Benutzung der neuen Linie bietet. Danach hat der Reisende die Wahl, beide
Strecken im Flugzeug oder aber auf der Hin- bzw. Rückfahrt wahlweise
den Rheingold-Express der Bahn oder den Schnell-Dampfer zu benutzen.
Außerdem ist im Preis eine Eisenbahnfahrkarte von Frankfurt nach
Mainz, Kastell oder Wiesbaden enthalten. |
| |
|
|
| |
|
|
|
1931-06-01 |
Für den Chef der IG-Farben, Hermann Schmitz, IG-Farben
Aufsichtratschef Carl Bosch und dem Chef der Tietz-Warenhäuser, Alfons
Grünfeld, steht eine von Ford gescharterte Junkers Ju 52 bereit, welche
vom Rhein aus startet und wassert, um den Gästen das Werk von oben
zu zeigen.
Anlaß war die Einweihung der neuen Betriebsgebäude der Ford
Werke in Köln. |
| |
|
|
| |
|
|
|
1931-06-07 |
Große Luftfahrt-Werbewoche des Deutschen Luftfahrt-Verbandes
(DLV) auf dem Flughafen Köln Butzweilerhof unter der Schirmherrschaft
von OB Konrad Adenauer.
Teilnehmer u. a.: Liesel Bach und Elly Beinhorn 1931-05-00.
In dieser Woche finden mehrere Vorführungen im Motorflug statt.
Die Schaufenster der Geschäfte in der Kölner Innenstadt sind
mit Ausrüstungsgegenständen ausgestattet, die Bezug zur Luftfahrt
haben.
Den
Abschluß der Luftfahrtwerbewoche bildet der Aufstieg des Freiballons „KÖLN“ vom
Ballonstartplatz am Lindentor. |
| |
|
|
| |
|
|
|
1931-07-01 |
Das
größte Landflugzeug der Welt, die Junkers
G 38a „Deutschland“, Kz: D-2000 wird von der Deutschen Luft
Hansa AG im planmäßigen Dienst zwischen Berlin und London eingesetzt. |
| |
|
|
| |
|
|
|
1931-07-07 |
Das
Luftschiff Zeppelin LZ 127 „Graf Zeppelin“ landet
auf dem Flughafen Köln Butzweilerhof. Auf dem Platz sind 150.000
Zuschauer.
Anm.:
Der als Chemielaborant an der Vereinigten Technischen Staatslehranstalt
für Maschinen- und
Bergmaschinenwesen in Köln, Ubiering tätige Kölner
Gerhard Suntrop (Vater des Chronisten Heribert Suntrop) ist mit Studenten
auf dem Platz.
Die Gruppe wird als Landemannschaft eingesetzt.
|
| |
|
|
| |
|
|
|
1931-07-19 |
Milchflugtag
auf dem Flughafen Köln Butzweilerhof
veranstaltet von einigen Molkereien, die bei dieser Werbeveranstaltung
in mehreren Verkaufszelten die Milch an die ca. 15.000 durstigen Zuschauer
ausschenken.
Die Piloten Bongarts, Lippisch und Frh. von Fritsch führen mit ihren
Sportmaschinen die Begrüßungsflüge durch.
Der Pilot Fritz Itzstein zeigt einen wagemutigen Kunstflug, Andere Kollegen
aus dem Kölner Club für Luftsport (KCfL), Seiler (Syler?) und
Hermann Stöcker, zeigen ihr Können beim Ballonrammen. Es folgen
Gruppenflüge und ein verwegenes Luftrennen zwischen Frhr. v. Fritsch
und Fluglehrer Jakob Möltgen, wobei die Kurven beängstigend
steil genommen werden.
Liesel Bach zeigt einen fabelhaften Kunstflug mit Rollings und Loopings,
und dies mit gedrosseltem Motor und stehendem Propeller. Die bekannte
Fallschirmspringerin Luzie Byczkowsky macht ihre spektakulären Absprünge,
wobei sie in nur geringer Höhe erst die Reißleine zieht.
Fräulein Dröbeljahr-Garbe, ein Kölner Mädchen, zeigt
in einem reichhaltigen Programm ihr Können beim „Ballonhüpfen über
den Platz.
*)
Anwesend sind: Willy Kanstein, Chef der Luftpolizei, H. Krämer,
Vorstand des KCfL und Walter Heymer, Ballonführer des KCfL. |
| |
|
|
| |
|
|
|
1931-08-09 |
Flugtag in Berlin-Tempelhof
Liesel Bach und die Fallschirmspringerin Luzie Byczkowsky zeigen
zum letzten Mal den Fallschirmabsprung aus der Rückenlage
der Klemm L 26 Va, Kz: D-1916 „Klemm-Falke“.
Luzie Byczkowsky wäre beinahe verunglückt.
|
| |
|
|
| |
|
|
|
1931-08-00 |
Aufenthalt
des Kleinluftschiffes D-PN 28 Parseval „Trumpf“ zu
Reklamezwecken auf dem Flughafen Köln Butzweilerhof. |
| |
|
|
| |
|
|
|
1931-00-00 |
Als
Dank und Anerkennung für erfolgreiche Neuausbildung überließ der
Deutsche Luftfahrt-Verband (DLV) der Motorgruppe des Kölner Clubs
für Luftfahrt (KCfL) kostenlos eine neue Klemm L 25 d VII *), wodurch
sich die Zahl der einsatzfähigen Flugzeuge auf fünf erhöht. |
| |
|
|
| |
|
|
|
1931-00-00 |
Der
Kölner Flieger des Kölner Clubs für Luftfahrt
(KCfL), Rolf Freiherr von Wassenberg, hat den Auftrag, Reklame über
den Messehallen in Deutz zu fliegen.
Nach Ablauf der Zeit fliegt er auf seinem Heimflug auf die Domtürme
zu. Dabei denkt er an sein immer wieder verschobenes Vorhaben, einmal zwischen den Domtürmen
hindurchzufliegen.
Er fliegt nun auf die Steinmasse zu und mit gedrosselter Fahrt zwischen
den Türmen hindurch. |
| |
|
| |
|
|
1931-08-31 |
Der
Erste Flugzeugführer der Deutschen Luft Hansa A.-G.
(DLH), Anton Weigand, legt seinen 300.000sten Flugkilometer im Dienste
der deutschen Handelsluftfahrt zurück.
Weigand befliegt überwiegend Nachtstrecken.
Die Direktion der DLH, die Direktoren Milch und Frhr. Von Gablenz, gratulieren
in einem Schreiben an Weigand über die Bezirksleitung West in Essen.
|
| |
|
| |
|
|
1931-09-06
|
Deutsche Kunstflugmeisterschaft 1931 in Berlin
Teilnehmer: Gerhard Fieseler, Gerd Achgelis, Dr. Gullmann, Graf Schaumburg,
Graf Castell, Vera v. Bissing, Liesel Bach.
Wegen der schlechten Wetterlage fliegt die einzige Konkurrentin, Vera
v. Bissing, nach Abstimmung nicht und somit bleibt Liesel Bach nach
ihrer Vorführung Deutsche Meisterin.
Liesel Bach fliegt die Klemm L 26 Va, Kz: D-1916 „Klemm-Falke“.
|
| |
|
| |
|
|
1931-09-13 |
Auf
dem Flughafen Köln Butzweilerhof befindet sich
das französische Oceanflugzeug Bréguet 19 „Point d´Interrogat“ („Fragezeichen“)
mit der berühmten französischen Besatzung Dieudonné Costes/Maurice
Bellonte (?).
Anm.:
Costes machte mit seinem Begleiter Joseph Le Brix am 14.10.1927 den
ersten Ohnehaltflug über den südlichen Atlantik;
am 14.04.1928 den Flug durch Nord- und Südamerika und Asien
sowie mit seinem Begleiter Maurice Bellonte
am 13.07.1929 den Versuch über den Nordatlantik nach Amerika zu fliegen
und
am 01.09.1930 den Ohnehaltflug von Paris nach New York.
Hinweis:
Da das Flugzeug auf den Fotos (M24/12, 13), auf einem sich um den
Flugzeugrumpf schlingendem weißen Band, die Namen der bei
den Flügen erreichten Stationen (Städte) zeigt, kann angenommen
werden, dass die Franzosen mit ihrer berühmten Maschine zu einem
Besuch in Köln weilen.
Nach dieser Quelle fand im Jahr 1931 kein Weltflug mehr statt. |
| |
|
| |
|
|
1931-09-18 |
DLV.-Zuverlässigkeitsflug
1931
Die Teilnehmer können die zu befliegende Strecke, die auf drei Tage
zu verteilen ist, selbst wählen.
Liesel Bach macht einen Rundflug um Norddeutschland: Köln-Aachen-Bremen-Kiel-Hamburg-Stettin-Berlin-Hannover-Magdeburg-Bremen-Bonn-Köln.
1931. Etappe: Köln-Hamburg; 2. Etappe: Hamburg-Hannover und dritte
Etappe: Hannover-Köln. |
| |
|
| |
|
|
1932-01-27 |
Auf
dem Flughafen Köln Butzweilerhof gelingt den Fliegern
der Kölner Segelflugsportabteilung des Kölner Clubs für
Luftsport (KCfL) im Rahmen der Erprobung von Flachlandsegelflügen
der erste Automobil-Schleppstart eines Segelflugzeuges durch Fluglehrer
Franz Wehland.
An
einen Lkw wird ein Segelflugzeug vom Typ „Zögling“ angehängt.
Es erreicht eine Höhe von 10 Metern und legt ca.50-100m zurück.
Man versucht dann auch den Auto-Windenstart und schließlich wird
der erste Flugzeugschlepp mit einer „Mayer Ia“ von Franz
Wehland über Köln ausgeführt. |
| |
|
| |
|
|
1932-03-00 |
Der
Kölner Flieger des Kölner Motor- und Segelsportclubs,
Alexander Court, veranlasst Liesel Bach, für Hitler Wahlpropaganda
zu fliegen für die am 1932-04-24 stattfindende 4. Preußische
Landtagswahl.
Als sie jedoch mit der Flächen-Beschriftung „Wählt…“ beginnt
und als auf der anderen Seite die beiden ersten Buchstaben „Hi…“ stehen,
drohen ihr die Kameraden mit irgend
welchen Sabotagen an der „Kemm-Falke“. Wenn sie für
Hitler Wahlreklame fliege, sei der ganze Flughafen gegen sie, und man
werde sie
mit ihrer Maschine auf dem Flughafen nicht mehr dulden.
Liesel Bach schickt einen Piloten mit ihrer Maschine nach Düsseldorf,
schafft die ganzen Flugblätter nach dort, und dann erscheint am anderen
Morgen ihre Maschine im Geschwader mit noch zwei anderen Düsseldorfern
Flugzeugen über Köln.
„
Wählt Hitler!“ leuchtet es von allen dreien weithin.
Anm.: Liesel Bach bekommt von vielen Leuten das
Mißtrauen ausgesprochen.
In der Rheinischen Zeitung vom 15.03.1932 wird sie sehr hart angegangen.
Man kreidet ihr auch an, daß ihre Maschine - wohl auf Veranlassung
der Kölner Flughafenleitung -
während der Hitler-Propaganda ihren Standort in Düsseldorf hatte
und sie die Führung ihrer
Maschine einem anderen Piloten überließ. |
| |
|
| |
|
|
1932-05-01 |
Auch
zur diesjährigen Flugsaison betreibt die „Deutsche
Verkehrsflug A.-G.“ (vormals „Nordbayerische Verkehrsflug A.-G.“ 1930-00-00 Sommer) die Rheintal Linie von Mannheim/Heidelberg/Ludwigshafen-Frankfurt/Main-Wiesbaden/Mainz-Köln-Düsseldorf-Essen/Mülheim-Krefeld.
Diese Linie hat Anschlüsse von Genf über Basel-Mannheim und
von Essen nach Amsterdam.
Weitere Linien sind: Krefeld-Köln, Düsseldorf-Köln, Krefeld-Düsseldorf-Köln.
Bezirksleitung
in Düsseldorf. Enge Zusammenarbeit mit der DLH,
die auch die Flugleitungsgeschäfte der Gesellschaft führt.
Die
Grundpfeiler des Kölner Luftverkehrs bilden
1. die Rheintallinie von Genf über Basel-Mannheim-Frankfurt-Köln-Essen
nach
Amsterdam,
2. die Linie Paris-Köln-Berlin mit Fortsetzung nach dem Osten und
3. die Linie London-Brüssel-Köln-Prag-Wien-(Konstantinopel).
An
diese drei internationalen Linien schließen sich die großen
innerdeutschen Linien:
Köln-Hannover-Hamburg,
Köln-Halle-Leipzig-Breslau,
Köln-Frankfurt-München sowie
Köln-Saarbrücken an.
Ferner die Linien Mannheim-Wiesbaden-Mainz-Köln-Düsseldorf-Essen-Krefeld
und die wichtigen Zubringerlinien von Aachen, Düsseldorf und Krefeld.
Zwischen den benachbarten großen Wirtschaftszentren Köln und
Frankfurt/Main besteht seit 1931-06-01 der „Aerobusdienst“,
der die beiden Städte in einem regelmäßigen „Takt“ häufig
befliegt.
Auf Grund seiner Bedeutung im Postverkehr ist Köln auch Mittelpunkt
des Nachtlinien-netzes der Post im Westen Deutschlands geworden.
Die großen Nachtpostlinien von Berlin nach London und Paris führen über
Köln.
In absehbarer Zeit wird auch der Süden Deutschlands über Frankfurt
durch eine Nacht
postlinie mit Köln verbunden sein, die in Köln die Anschlüsse
nach London, Paris und Berlin erreicht.
Von größter Bedeutung für Köln sind auch die Postzubringerflüge
nach Cherbourg.
In umgekehrter Richtung kommt die Amerikapost von Southampton über
London mit der Nachtmaschine direkt nach Köln.
Der Flughafen Köln wird angeflogen von den beiden großen
deutschen Luftverkehrsgesellschaften:
Deutsche Luft Hansa A.-G. und der Deutschen Verkehrsflug A.-G. sowie
von den ausländischen Gesellschaften: Imperial Airways Ltd., Lignes
Farman, Sabena und Swissair. |
| |
|
| |
|
| 1932-00-00 |
Auf
der Strecke Köln-Brüssel-Paris werden Nachtflüge
aufgenommen. |
| |
|
| |
|
| 1932-05-08 |
Eröffnung der Ausstellung „Der Schutz von Eigentum & Leben“ mit
der Abteilung Luftverkehr. |
| |
|
| |
|
|
1932-05-16 |
Flughafen
Köln
Butzweilerhof:
Großflugtag des Kölner Clubs für Luftsport (KCfL) in
Verbindung mit der Gildehof-Klasse-Flugstaffel. Veranstalter: Sachsenberg.
Teilnehmer
u.a.: Der deutsche Kunstflugmeister Gerhard Fieseler, die deutsche
Kunstflugmeisterin Liesel Bach und der österereichische
Weltrekordsegelflieger Robert Kronfeld mit seinen Segelflugzeugen „Wien“ und „Austria“.
Auf dem Platz befindet sich ein Werbeaufbau der Fa. Haus Bergmann,
Dresden/ Zigarettenfabrik
Der
deutsche Kunstflieger Gerhard Fieseler nimmt mit seinem Doppeldecker
F 2 Tiger, Kz: D-2200 an der Veranstaltung teil.
Die deutsche Kunstflugmeisterin Liesel Bach fliegt mit ihrer Klemm
L 26 Va, Kz: D-1916 „Klemm-Falke“. Auf den Unterseiten der Tragflächen
befindet sich die Aufschrift „Haus Bergmann“.
Über dem Platz werden Fallschirmspringer abgesetzt. Einer landet in einem
Baum und muß geborgen und versorgt werden.
Eine Segelmachine kreist über den Zuschauern.
*)
Anm: Die Maschine wird am ? 00-07 in Clermont-Ferrand zerstört. |
| |
|
| |
|
|
1932-00-00 |
Die
belgische Fluggesellschaft „SABENA“ ändert
ihre Streckenführung und fliegt von Brüssel aus nicht mehr über
Köln nach Kopenhagen sondern über Essen. |
| |
|
| |
|
|
1932-07-01 |
Der
Nachtflugverkehr mit dem Schwerpunkt Köln wird
ausgebaut.
Die Deutsche Luft Hansa A.G. (DLH) eröffnet die Nachtstrecke Köln-Frankfurt
am Main mit der Option der Weiterführung nach Basel.
Um
das rheinisch-mainische Wirtschaftsgebiet an die Nachtflugstrecke
der Deutschen Luft Hansa A.G. Berlin-Hannover-Köln-London, in deren
Rahmen Post und Fracht befördert wird, anzuschließen, ist
beabsichtigt, den Abschnitt Köln-Frankfurt a. M. mit Nachtbefeuerungsanlagen
zu versehen. In Köln würde dann der Anschluß sowohl
nach London wie nach Berlin erreicht werden.
Voraussichtlich werden die Anlagen, deren Herstellung durch die Zentralstelle
für Flugsicherung erfolgt, am -07-01 fertiggestellt sein.
Es handelt sich in der Hauptsache um vier Leuchtfeuer, von denen eines
auf dem Feldberg im Taunus stationiert wird. Gleichzeitig wird die Frankfurter
Flughafen-Gesellschaft ihren Flughafen mit Befeuerungsanlagen (Flugplatzumrandung,
Hindernisfeuer usw.) versehen.
Der Flug von Frankfurt nach Köln dauert nur 1 ¼ Stunden,
so dass durch die neue Nachtstrecke ausgezeichnete Verkehrsmöglichkeiten
geschaffen werden.
Anm.:
Dieser Artikel erschien 1932 in der Zeitschrift „Die Luftwacht“ unter
der Überschrift:
Nachtbefeuerung der Strecke Köln-Frankfurt a. M.
|
| |
|
| |
|
|
1932-08-00 |
Der
Direktor des Kölner Flughafens, Maximilian Hantelmann,
schätzt die Situation bzgl. des baulischen Zustandes des Butzweilerhofs
folgendermaßen ein:
„Wesentliche Verbesserungen werden sich heute nur noch unter Aufwendung
erheblicher Mittel erzielen lassen, die bei der Art der Gebäude
nicht lohnen. Daß ein Neubau für die nächste Zeit nicht
infrage kommt, ist unter den heutigen Verhältnissen sicher. Es gilt
auf bessere Zeiten zu warten und inzwischen die für den Neubau notwendigen
Erfahrungen zu machen.“ |
| |
|
| |
|
1932-09-21
 |
Die
zwölfmotorige Dornier Do X, Kz: D-1929, landet
gegen 12 Uhr, auf ihrem Deutschlandflug von Düsseldorf kommend, auf
dem Rhein zwischen Mülheimer- und Hohenzollernbrücke (in Höhe
des Niehler Hafens nach MüA und L35.).
Die
Do X ankert im sogenannten Floßhafen, linksrheinisch oberhalb
der Mülheimer-Brücke, und wird dort von vielen tausend Besuchern
besichtigt.
Nach
dem Anlegen des Flugschiffs gibt der Kommandant, Kapitän Friedrich
Christiansen (pour-le-mérite), im komfortabel ausgestattetem Salon
für Oberbürgermeister Konrad Adenauer und den Vertretern
der Stadt einen Empfang.
Claudius Dornier ist an Bord und begrüßt die Gäste.
_
Das Wetter ist warm und über 100 Faltbootfahrer auf dem Rhein haben
Gelegenheit, das Flugschiff auch vom Wasser aus in der Nähe zu
sehen.
Der Kölner Club für Luftfahrt (KCfL) gibt im Kasino "Casino
Gesellschaft" Augustinerplatz 7 einen Festabend für die
Besatzung, zu welchem ein Kurt Jansen (1972: Köln-Rath,
Rather Mauspfad 94) einen Begrüßungsprolog verfasst. (Seine
Mutter sitzt neben Friedrich Christiansen.)
Die Stadt Köln gibt zu Ehren der Do X-Besatzung einen Empfang im
Gürzenich.
Kapitän
Friedrich Christiansen wohnt im Dom-Hotel 412. _
Der „Stadt-Anzeiger“-
Fotograf Helmut Koch besteigt eigens ein Flugzeug, um die Wasserung
der Do X
aufzunehmen.
Die DO X verabschiedet sich mit einer Schleife um den Dom und nimmt Kurs
auf Bonn.
An Bord befinden sich etwa 100 Personen, darunter auch Kurt Jansen, der
von dem Zehnminutenflug beeindruckt ist.
Als Dank lädt er einige Herren der Besatzung am darauffolgenden
Sonntag zu einer Rheinfahrt ein.
Auf Einladung des Gastronomen Mundorf wird im Schaumburger Hof in Godesberg
zu Mittag gegessen.
Dort trifft man die französischen Kunstflieger Dravet und Beaucannot.
Anm.:
Die Do X muß während ihres Aufenthaltes in Köln
gestartet und gelandet sein. |
| |
|
| |
|
|
1932-09-24 |
Taufe
eines Segelflugzeuges vom Typ „Zögling“ auf
dem Flughafen Köln Butzweilerhof.
Beamte der Polizei Flugwache auf dem Butzweilerhof -Mitglieder der Segelflugabteilung
im Polizei-Sport-Verein Köln- haben in vier Monate langer Arbeit
diese Maschine gebaut.
An dem Festakt nehmen der Polizei-Sport-Verein Köln und zahlreiche
Offiziere der Kölner Polizei, an der Spitze der große Förderer
des Polizeisports Oberst Leber, teil.
Zur gleichen Stunde wird der Flughafen von der Musikkapelle der Freiwilligen
Feuerwehr Wiesdorf besichtigt, die die Flugzeugtaufe mit ihrer Platzmusik
umrahmt. |
| |
|
| |
|
|
1932-09-25 |
Die
Gattin des Kölner Oberbürgermeisters Konrad
Adenauer, Gussi Adenauer, tauft im Beisein zahlreicher Ehrengäste
am Aachener Weiher den ersten netzlosen Freiballon mit Kölnisch Wasser
auf den Namen „KÖLN“.
Ehrengäste sind Oberbürgermeister Dr. Konrad Adenauer, Ministerialdirektor
z. D. Dr. Brandt, Geheimrat Louis Hagen und Beigeordneter Dr. Billstein.
Anschließend macht der Ballon seine „Jungfernfahrt“,
auf der er von Kraftwagen verfolgt wird.
Der
Ballon hat ein Fassungsvermögen von 1.905 Kubikmeter
Leuchtgas (LG).
Er wurde 1932 von der Wasser- und Luftfahrzeug-GmbH in Berlin erbaut;
der Ballonstoff wurde bei der Gummiwarenfabrik Franz Clouth in Köln-Nippes
hergestellt.
Der
Ballon „KÖLN“ ist unter Nr. 26 der Stammrolle für
Freiballone eingetragen und neben dem Rennballon „DEUTSCHLAND“ der
zweite netzlose Ballon.
An dem Erwerb des zweiten Ballons „KÖLN“ war das Kölner
Mitglied des Kölner Clubs für Luftfahrt (KCfL), Josef Kramp,
durch sein Organisations- und Werbetalent maßgeblich beteiligt.
Ebenfalls wird ein Segelflugzeug auf den Namen „Dr. Konrad Adenauer“ getauft
(nach MüA IV/S.9: „Oberbürgermeister Dr. Adenauer“).
(Richtig: „Oberbürgermeister Dr. Konrad Adenauer“ 1932-09-18)
Es
handelt sich um ein Hochleistungsflugzeug vom Typ Professor R III,
welches bereits 1929-00-00 von der Segelflugsportabteilung
des Kölner
Clubs für Luftfahrt (KCfL) erbaut wurde und auch in der Rhön
startete.
Der Konstrukteur hat diese Maschine wesentlich verbessert: Sie erhielt
in den Deutzer Werkstätten (ehemalige Kürassierkaserne) eine
neue Tragfläche von 16 Meter Spannweite.
Dieser Hochleistungssegler wird vornehmlich mittels Motorflugzeug in
die Luft geschleppt.
Nach
der Taufe wird diese Maschine als besonderes Ausstellungsstück
vom 01. bis 23.10. in der Deutschen Luftsport-Ausstellung (DELA) in
Berlin stehen.
Für den Erbauer des Seglers im KCfL ist es eine besondere Ehre,
dass die Leitung der DELA die Maschine als besonderes Ausstellungsstück
anfordert.
|
| |
|
| |
|
|
1932-00-00 |
Zur
Zeit werden folgende Strecken der DLH auch während
der Dunkelheit beflogen:
Berlin-Danzig-Königsberg-(-Moskau bzw. Leningrad),
Berlin-Halle-Leipzig (Personen, Post und Fracht),
Berlin-Hannover-Köln-London mit Anschluß in Köln nach
Frankfurt/M.,
Stockholm-Kopenhagen-Hannover-Amsterdam (beide nur Post und Fracht).
|
| |
|
| |
|
|
1932-00-00 |
Zum
Flughafen Köln Butzweilerhof wird eine feste Omnibus-Linie
eingerichtet. *)
Diese Linie geht vom Schlachthof an der Liebigstraße aus. **)
*)
Die Straßenbahn fährt von Dom/Hauptbahnhof nach Köln-Ossendorf.
**) Nach dieser Quelle von Dom/Hauptbahnhof aus.
|
| |
|
| |
|
|
1932-10-05 |
Auf
dem Flughafen Köln Butzweilerhof trifft zur Besichtigung
das größte Landflugzeug der (Welt), die Junkers G 38 ce, Kz:
D-2500 der Deutschen Lufthansa AG., ein, welche im 1932-06-00 in Dienst
gestellt und von der Luft Hansa AG auf der Strecke Berlin-Amsterdam-London
eingesetzt wird.
Die Maschine trägt am Bug den Schriftzug „Luft-Hansa“.
Die Maschine weist gegenüber ihrem Schwesterflugzeug der D-2000
aus dem Jahr 1929 wesentliche Verbesserungen auf.
Anm.:
Am 1933-04-25 wird sie auf den Namen „Generalfeldmarschall
von Hindenburg“ getauft. |
|
| |
|
| |
|
|
1932-00-00 |
Der Fluglehrer Richard Perlia der Fliegerschule des Luftfahrt-Vereins
Aachen startet
- herausgefordert von einem seiner Flugschüler bei einer feucht-fröhlichen
Feier - zu einem von Oberleutnant Kanstein vom zuständigen Flughafen
Köln Butzweilerhof nicht genehmigten Nachtflug nach Köln.
Kanstein, der nur in seiner Privatwohnung zu erreichen ist, weil die
Dienststelle nicht mehr besetzt ist, ist sehr verärgert und droht
mit dem Entzug des Flugzeugführerscheins.
Man startet trotzdem angeheitert vom stockfinsteren Flugplatz.
An den Tragflächen hat man einige Taschenlampen provisorisch montiert,
die beim holperigen Start schon verloren gehen.
Der Flughafen Köln Butzweilerhof liegt dunkel im Nordwesten Kölns,
aber der große Schornstein der Ziegelei -mit Hindernisbefeuerung
versehen-, ist gut auszumachen und die Landung gelingt glatt.
Kaum ist das Flugzeug ausgerollt, hört die Besatzung schon die verärgerte
Stimme Kansteins über den Platz schallen.
Als Kanstein sich beruhigt hat, wird man schnell handelseinig.
Mit dem Besuch in einigen Kölner Gaststätten ist das Problem
dann schnell „vom Tisch“. |
| |
|
| |
|
|
1932-10-29 |
Das
DHL-Postflugzeug Junkers Ju W 33f, Kz: D-2017 „Marmara“,
ist auf der Nachtpoststrecke P. F. 1 London – Köln verunglückt
und im englischen Kanal untergegangen.
Der Pilot Cuno und der Funkmaschinist Drebes kamen zu Tode. |
| |
|
| |
|
|
1932-00-00 |
Die
Fliegerschule Köln des Kölner Clubs für
Luftfahrt (KCfL) auf dem Flughafen Köln Butzweilerhof absolvierte
2.320 Flugstunden.
Der Club verfügt über sieben Vereinsflugzeuge, und nahezu 200
Flugschüler haben ihre Bedingungen für den Flugzeugführerschein
erfüllt.
Besonders befähigte junge Flieger werden zur Teilnahme an Wettbewerben
und Turnie-
ren eingesetzt.
Alte Kämpen wie Hermann Stöcker, Fritz Itzstein, Heinz Raddatz,
Christian Geusgen, Frhr. von Wassenberg, Paul Billstein, Jakob Möltgen
II(?), Franz Wehland, Karl Ziegler haben, wo und wie sie auch eingesetzt
wurden, die Farben des KCfL mit Erfolg vertreten.
Durch
die Akademische Flugwissenschaftliche Vereinigung Köln e.
V. „Akaflieg“ wurden zusätzlich 16 neue Flugzeugführer
ausgebildet.
Zahl
der Starts auf dem Butzweilerhof von 1926 – 1932:
31.000 _
Zahl der Flugstunden von 1926 – 1932: 15.480
Zahl der von Jakob Möltgen von 1914 – 1932 ausgebildeten Flugschüler,
die
alle unfallfrei geflogen sind: 320.
Jakob Möltgen machte in der Zeit von 1914 1932 laut Bordbuch 12.332
Starts. |
| |
|
| |
|
| 1932-00-00 |
Die Deutsche Luft Hansa AG setzt in ihrem Liniendienst die
dreimotorige Junkers Ju 52/3m ein. |
| |
|
| |
|
|
1932-00-00 |
Auf
dem Kölner Flughafen hat sich der Flugverkehr bei
den Passagieren gegenüber
1926 vervierfacht.
Köln belegt mit 16.348 Fluggästen den zweiten Rang unter den
deutschen Flughäfen.
Auch in den Bereichen Luftfracht- und Luftpostverkehr konnte Köln
Butzweilerhof seinen zweiten Platz nach Berlin-Tempelhof behaupten. |
| |
|
| |
|
|
1933-01-04 |
Der
Führer
der NSDAP, Adolf Hitler, landet in Hangelar mit seiner Junkers Ju 52/3mfe,
Wnr.4021/1933, Kz: D-2600.
Hitler, in Zivil, ist auf dem Weg nach Köln; er trifft sich mit
Franz von Papen zu einem Gespräch mit dem Kölner Bankier Kurt
Freiherr v. Schröder in dessen Villa Im Stadtwaldgürtel 35.
Dieses Treffen kann als „Geburtsstunde des 3. Reiches“ bezeichnet
werden.
Anm.:
Die Villa Schröder hat den 2. Wk. überstanden und existiert
heute noch. Eine Bronzetafel weist auf das damalige Treffen hin. |
| |
|
| |
|
|
1933-00-00 |
Auf
dem Flughafen Köln Butzweilerhof gibt es eine Flugwetterwarte,
die mit einem Fachmeteorologen besetzt ist sowie eine Wettermeldestelle.
Für das gesamte Rheinland zuständig, ist hier die „Flugbodenfunk-
und Peilstelle Köln“.
Egon-Maria Zimmer (Unter dem Pseudonym "C.C.
Bergius" schrieb er das Buch "Oleander Oleander" in dem er seine
Fliegerkarriere beschrieb. Ein kleiner Teil behandelt auch seine Zeit
auf dem Flughafen Butzweilerhof) ist auf dem Butzweilerhof als Wetterflieger eingesetzt.
Zimmer startet abends um 18 Uhr und morgens um 6 Uhr mit einer Junkers
W 33 auf 6.000 Meter Höhe. |
| |
|
| |
|
| 1933-00-00 |
Die
belgische Fluggesellschaft „SABENA“, eröffnet
den Nachtflugstreckendienst Brüssel-Köln. |
| |
|
| |
|
|
1933-01-30 |
Hitlers Machtergreifung
Es beginnt der Verfall des Kölner Clubs für Luftfahrt
(KCfL).
In der Vergangenheit hatten sich auf dem Flughafen Köln Butzweilerhof
politische Gruppen, Vereinigungen der SA und SS und der Kölner Motor-
und Segelsportclub gebildet. Es kam zu manch unliebsamen Zusammenstößen.
Der Gauleiter der NSDAP, Josef Grohé, verlangt von dem Kölner
Flieger des Kölner Motor - und Segelsportklubs, Alexander Court,
die Namen derjenigen Leute auf dem Butzweilerhof, die ihn in den vergangenen
Jahren wegen seiner NS-Gesinnung und – Betätigung diskriminiert
und auch körperlich bedroht hätten (1931-00-00). Court bestreitet dies und gibt keine Namen preis.
Gauleiter Grohé glaubt ihm nicht; er läßt jedoch dann
von der Sache ab. |
| |
|
| |
|
|
1933-02-17 |
Reichskanzler
Adolf Hitler trifft abends kurz vor 23 Uhr, von Dortmund kommend, auf
dem Flughafen Köln Butzweilerhof ein, wo
ihn eine Abteilung der Kölner SS erwartet.
Zu seinem Empfang sind Gauleiter Josef Grohé und Standartenführer
Zenner erschienen.
Im Namen der Stadt Köln und des Oberbürgermeisters Dr. Konrad
Adenauer (er brüskiert Hitler durch seine Abwesenheit) begrüßt
Beigeordneter Dr. Heinrich Billstein den Reichskanzler, der ihn jedoch
ignoriert, um voll Zorn nach Godesberg in das Hotel Dreesen zu fahren.
|
| |
|
| |
|
| 1933-02-18 |
Reichskanzler
Adolf Hitler fliegt um 7 Uhr vom Flughafen Köln Butzweilerhof nach München. |
| |
|
| |
|
| 1933-02-19 |
Von
München kommend trifft der neue Reichskanzler Adolf
Hitler wieder in Köln ein (Butzweilerhof?). |
| |
|
| |
|
|
1933-04-13 |
Gründung der Kölner
Ortsgruppe des Deutschen Luftsportverbandes e.V. (DLV) 1933-03-25
!
Erste
Versammlung der Ortsgruppe Köln des DLV, in der alle
bisher arbeitenden Vereinigungen aufgingen.
Ortsgruppenführer: Christian Geusgen ? ca. 1933-09-20 _
Der DLV hat im Westen die Landesgruppe VI Rheinland mit Sitz in Essen.
Als Vorsitzende werden der bekannte Pour le Mérite-Flieger Arthur Laumann
und der langjährige Leiter der Gruppe West des ehemaligen Deutschen Luftfahrtverbandes
(auch DLV), Schröder ernannt.
Untergruppe Köln: Kettenführer Wilhelm Hospelt *) ? ca. 1933-09-20
_
*) Anm.: Hospelt ist 1940 Kommandeur der Bordfunkerschule Halle/Saale und
Flughafenkommandant in
Halle Saale (Aussage Dr. Schlott und Frau……? /Nichte von Hospelt).
Pate von Sohn Walter Hospelt wird später Adolf Galland (Aussage Frau…..?/
Nichte von H.).
(Die Nichte von Hospelt war Besucherin des Luftfahrtmuseums (bei Suntrop) und
wollte danach
Verbindung mit uns aufnehmen; sie meldete sich jedoch nicht mehr.)
Kommissar
der Kölner Ortsgruppe des DLV ? ca. 1933-09-20 wird der Flugzeugführer,
Ballonfahrer und Leiter der Kölner Luftpolizei, Oberleutnant Willy
Kanstein.
Bei der ersten Versammlung sind anwesend die Vorstände
des Kölner Clubs für Luftfahrt (KCfL),
des Rings der Flieger,
der Akademischen Flugwissenschaftlichen Vereinigung („Akaflieg“)
der Universität Köln,
der Jungfliegergruppe 161,
des Kölner Motor- und Segelsportklubs (Mitglieder: NS-Sympathisanten),
die Führer des SS-Fliegersturms,
des SA-Fliegersturms,
der Fliegerstaffel des Stahlhelms und
der Segelflugabteilung des Polizei-Sportvereins Köln sowie
des Sportflugs e.V.,Köln.
Der
Kommissar der Kölner Ortsgruppe Köln, Oblt. Willy Kanstein,
macht den Vorschlag, den langjährigen Präsidenten des Kölner
Clubs für Luftfahrt (KCfL), Hauptmann a. D. Amtsrichter Ernst Krüger,
den über Deutschlands Grenzen hinaus als Ballonfahrer berühmten Hans
Hiedemann*) und den Förderer des KCfL, Generaldirektor Dr. Friedrich
Kruse, als Ehrenmitglieder zu ernennen.
*) 1948-04-28
Stellvertretender Vorsitzender: Diplom-Ingenieur Paul Stock
Geschäftsführer: der frühere Kriegsflieger Spoerer,
der bereits in den
letzten Jahren die Organisation des Kölner Motor- und
Segelsportklubs leitete.
Dem
kommissarischen Leiter, Oblt. Willy Kanstein, wird z. b. V. der
Flugzeugführer
Alexander Court beigegeben. (Court war bisher Mitglied im Kölner Motor-
und Segelsportklub /Aussage Court).
Die Oberleitung der Motorsportabteilung hat Oblt. Willy Kanstein, sein Vertreter
ist
Karl Ziegler.
Die Freiballonabteilung führt der Ballonfahrer Walter Heymer.
Betreuer der Segelflieger wird Lehrer Vincke, der bewährte Leiter
der ehemaligen Jungfliegergruppe 161.
Zu Stellvertretern und Beisitzern werden die geeigneten Kräfte aus den
früheren Vereinen und Gruppen bestellt. |
| |
|
| |
|
|
1933-05-00 |
Auf
Grund eines Unfalls auf dem Flughafen Köln Butzweilerhof
(Absturz der Klemm L 25 Ia, Kz: D-1615 am 1932-09-19) angeregt, beschäftigt
sich der I. Monteur der DLH, Jakob Bungarz, mit der Entwicklung einer
sogenannten Doppelsteuer-Ausklinkvorrichtung.
Durch diese Vorrichtung kann der hinter dem Flugschüler sitzende Fluglehrer
die starre Verbindung der beiden Steuerknüppel lösen.
Die
von dem I. Monteur der DLH auf dem Flughafen Köln Butzweilerhof
entwickelte sog. Doppelsteuer-Ausklinkvorrichtung wird einer Musterprüfung
unterzogen. |
| |
|
| |
|
|
1933-00-00 |
Elly
Beinhorn, die bekannte Fliegerin und spätere Ehefrau
des Rennfahrers Bernd Rosemeyer, besucht mit ihrer Heinkel He 71B, Kz:
D-2390, den Flughafen Köln Butzweilerhof. |
| |
|
| |
|
|
1933-06-26 |
„Deutsche Luftfahrt-Werbewoche“ in Köln,
veranstaltet von der Kölner Orsgruppe des Deutschen Luftsport-Verbandes
(DLV).
Der
italienische Fliegergeneral und Luftfahrtminister Italo Balbo kommt
bei seinem Transozeanflug mit 24 Savoia-Marchetti-S-55-Doppelrumpf-Flugbooten,
welche in mehreren Etappen von Orbetello – nw.Roms – nach
New York führt, auf der ersten Etappe Orbetello-Amsterdam auch über
Köln und rüttelt auch hier die Gemüter der Bevölkerung
auf.
Dieser Flug ist der erste Formationsflug über den Nordatlantik.
Der
Deutsche Luftsport Verband (DLV) führt anlässlich
der Luftfahrt-Werbewoche
einen internen Flugtag durch:
Start von vier Gasballonen „KÖLN“, „DÜSSELDORF“, „ERNST
BRANDENBURG“
und „BEMBERG-WUPPERTAL“ vom Ballonstartplatz des Ballonsturms
I, Köln (der Flieger-Ortsgruppe Köln in der Flieger-Landesgruppe
VI des DLV e.V.) am Lindentor im Beisein zahlreicher Zuschauer.
Die Aufrüstung erfolgt mit Hilfe von Angehörigen des Fliegersturms
und der Hitlerjugend.
Das Startkommando hat Major a. D. Karl Lenders.
Aus
dem Ballon „KÖLN“, der unter Führung von
Walter Heymer steht, wird vom Westdeutschen Rundfunk Köln
die erste Funkreportage durchgeführt (1933-10-14).
In der Gondel steht am Mikrophon Rudi Rauher *), der bekannte Sprecher
des WDR´s.
Die zahlreichen kofferähnlichen Geräte im Ballon bedient
Dipl.-Ing. Kraege, der technische Leiter des WDR´s.
Die Reportage führt vom Startplatz aus der WDR-Sprecher Dr. Maus,
der mit dem am Schallplattentisch im Funkhaus tätigen Dr. Raskin
das Gespräch mit dem Ballon durch lustige Gegenreden und Musik würzt.
Kurz nach 16 Uhr trifft die Nachricht von der glatten Landung des Ballons „KÖLN“ in
Kratzenburg/Hunsrück – sieben Kilometer von Boppard entfernt – ein.
*)Anm.: Vor einiger Zeit brachte Rudi Rauher bereits aus den Borkenbergen
aus einem Segelflugzeug
eine Reportage über den Sender Langenberg.
Auf
dem Flugplatz Köln Butzweilerhof wird bei weit über
zehntausend Zuschauern ein interessantes Flugsportprogramm abgewickelt,
welches bei
freiem Eintritt besonders die Jugend in den Bann zieht.
Ballonrammen durchgeführt von Fluglehrer Schiller und den Fliegern
Fritz Itzstein
und Johann Bungarz;
Zielabwurf durchgeführt von den Fliegern Schorn, Krah und Bendig;
Kunstflug durchgeführt von den Fliegern Heinz Raddatz, Paul Schlafke
und
Peters.
Geschwaderfliegen durchgeführt von den Fliegern Heinz Raddatz, Johann
Bungarz,
Krah, Krügel, Alexander Court und Fluglehrer Schiller;
Segelflug durchgeführt von den Fliegern Butzinski und Maus.
Hierbei wird der neuartige Schleppwagen (Seilwinde) mit Erfolg benutzt. |
| |
|
| |
|
|
1933-00-00 |
Die
Deutsche Luft Hansa A.G. (oder ihre Tochter „Hansa
Flugdienst G.m.b.H. ) setzt eine Focke Wulf FW A 38 als sog. „Kindermöve“ ein.
Vom Flughafen Köln Butzweilerhof können Kinder zu einem Rundflug über
Köln starten. |
| |
|
| |
|
|
1933-00-00 |
Auf
dem Flughafen Köln Butzweilerhof finden drei große
Flugtage statt, ebenso Geschwaderflüge zu internationalen Fliegertreffen
nach Belgien und England. |
| |
|
| |
|
|
1933-07-06 |
Der
Kölner Stadtanzeiger berichtet unter dem Titel „Zeit
ist Geld“ nach der Rückkehr der Geistlichen von Rom 1933-06-21
von deren Begeisterung über den Flug.
Die Zeitung nimmt das zum Anlaß, auf die ausgezeichneten Flugverbindungen
nach dem Süden hinzuweisen und veröffentlicht eine Übersicht
von Köln nach Städten in Süddeutschland, der Schweiz, Italien,
Frankreich, Spanien und Österreich. |
| |
|
| |
|
|
1933-08-26 |
Die
Kölner
Flugzeuge
H1 „Hermann Göring“, Kz: D-2534, Klemm L 25c VII mit
der Besatzung
Court / Jokisch und
H4 „Aufwärts“, Kz: D-2036, Klemm L 25b VII mit der Besatzung
v. Müffling / Schmitz
müssen nach dem Start in Bremen nach Münster nach kurzer Zeit wegen
Nebel wieder umkehren.
Einige Zeit später wird das Startverbot dort wieder aufgehoben und es
wird erneut gestartet.
Es geht über Münster nach Düsseldorf, wo die H1 „Hermann
Göring“, Kz: D-2534 mit Court/ Jokisch zwischen 12 und 13 Uhr eintrifft.
Court wird in Düsseldorf von Rudi Rauher, Reporter des Westdeutschen Rundfunks
Köln, in einer Original-Übertragung über seinen Flug befragt.
Die
Kölner Flieger werden von Jakob Möltgen, Liesel Bach sowie ihren
Angehörigen begrüßt. |
| |
|
| |
|
|
1933-09-23 |
Die
Kölner
Ortsgruppe des Deutschen Luftsportverbandes (DLV)
-Geschäftszimmer: Butzweilerhof- (S2) ruft die deutsche und befreundete
ausländische Fliegerwelt zum „I. Internationalen Fliegertreffen“ am
Rhein auf.
Vom
23. – 25.09. findet auf dem Butzweilerhof diese Veranstaltung, bei
der über 100 in- und ausländische Teilnehmer kommen, statt.
Etwa 70 Maschinen aus aller Herren Länder nehmen teil.
Die
Flugzeuge treffen bei ihrem Sternflug in Köln ein (u.a.auch
Liesel Bach.
Mit diesem Sternflug ist auch ein Pünktlichkeitswettbewerb verbunden.
Anwesend
ist der Präsident des DLV, Hauptmann a. D. Bruno Loerzer (Pour
le Mérite-Träger) – er hat das Protektorat dieser Veranstaltung übernommen
- sowie der Vizepräsident des DLV, Generalleutnant a. D. Gerd von
Hoeppner, der Leiter der Deutschen Verkehrsfliegerschule Braunschweig,
Major Alfred Keller,
die Führer der Rheinisch-Westfälischen Untergruppen und Fliegergruppenführer
Arthur Laumann (Pour le Mérite-Träger), in dessen Händen
die Oberleitung der Veranstaltung liegt.
Ferner ist anwesend Gauleiter Friedrich Karl Florian aus Düsseldorf (MüA
IV/S.11).
Die eingetroffenen Flieger werden in zwangsloser Form von Fliegergruppenführer
Arthur Laumann, Untergruppenführer Oblt. Willy Kanstein und Ortsgruppenführer
Bürgermeister Dr. Haas begrüßt.
Gemeinsamer
Begrüßungsflug über Köln, anschließend
Dampferfahrt nach Königswinter.
Sondervorstellung für die Gäste im „Kaiserhof“ in der
Salomonsgasse (Seitenstraße der Hohestraße).
Besuch
der Herbstausstellungen im Rheinpark, anschließend
Essen auf der Rheinterrasse:
Ozeanbezwinger Hauptmann a. D. Hermann Köhl hält die Festrede.
Große Flugschau auf dem Flughafen Köln Butzweilerhof mit der Bezeichnung „Luftspiele“:
zahlreiche Fallschirmabsprünge zur gleichen Zeit, große Schaunummer „Musik
in der Luft“, Einzelvorführungen und Kunstflug.
Fräulein
Luzie Byczkowsky zeigt ihren gewagten (116.) Fallschirmabsprung: Sie
springt aus 1000 m Höhe ab, ass sich ca. 200-300 m fallen und
zieht dann erst den Fallschirm.
Die
Deutsche Meisterin im Kunstflug, Liesel Bach, erntet für ihren Kunstflug
auf ihrer Klemm den größten Applaus.
Die englische Kunstflug-Besatzung
Cater/Waller zeigt mit ihrer Maschine das in England sehr beliebte Crazing-Fliegen
(Bodenakrobatik).
Bei einer scharfen Wendung bekommt die Maschine bei plötzlicher Fahrtverminderung
Rückenwind und sackt durch. Sie schlägt im abgesperrten Geviert vor
der Sportflug
zeughalle (ex Halle I) auf eine Klemm.
Beide Maschinen gehen zu Bruch. Die Engländer bleiben unverletzt.
Der Präsident des DLV’s, Bruno Loerzer, schenkt den Engländern
spontan eine neue Maschine.
Der
Kölner Fluglehrer Jakob Möltgen
liefert wieder einmal eine humorvolle Schaunummer als „Bauer aus Mödrath“,
der zum ersten Mal ein Flugzeug lenkt.
Kunstflug zeigen auch die Kölner Flieger Bungarz und Schiller.
Diese
große Veranstaltung wird ausschnittsweise vom Westdeutschen Rundfunk
Köln übertragen.
Reporter ist Rudi Rauher, der später durch die beliebte Sendung „Der
frohe Samstagnachmittag“ - die erste große Unterhaltungssendung
dieser Sparte im Radio- sehr bekannt wird.
Auf dem Butzweilerhof haben sich an diesen Tagen 80.000 Zuschauer eingefunden.
Die Bodenorganisation ist gewaltig -es ist der größte Flugtag, den
Köln je erlebt hat!
Treffen
in den Sälen des Zoo’s.
_
Luftausflug
der Gäste nach dem Jagdhaus des Kölner
Direktors der Agrippina-Versicherung, Konsul Ernst Farnsteiner, in Gondelsheim/Eifel.
Landung auf dessen Privatflugplatz. |
| |
|
| |
|
|
1933-10-14 |
Aus
den Ballonen „KÖLN“ und „E. BRANDENBURG“ findet
eine Rundfunksendung in Konferenzschaltung statt, eine erste dieser Art.
Der Ballon „KÖLN“ startet am Aachener Tor, der „E.
BRANDENBURG“ in Düsseldorf auf der Staufenwiese.
Rudi Rauher im Ballon „KÖLN“ unterhält sich über
seinen Kurzwellensender mit seinem Kollegen im Düsseldorfer Ballon.
Der Sender in Köln bringt dazwischen Schallplattenmusik.
|
| |
|
| |
|
|
1933-00-00 |
Bis
zu dieser Zeit hat die „Missions-Verkehrs-Arbeitsgemeinschaft
MIVA“ des fliegenden Paters Paul Schulte bereits 14 Flugzeuge und
hunderte von Fahrzeugen in die Mission geschickt.
Nach seinem erfolgreichen Werbefeldzug (von 1930-00-00 an) folgt Pater
Schulte einem ausdrücklichen Wunsch des Papstes und richtet 1937-00-00
in den Eisregionen Kanadas nördlich des Polarkreises MIVA-Stützpunkte
ein. |
| |
|
| |
|
|
1933-00-00 |
Die
Deutsche Luft Hansa AG richtet mit der Heinkel He 70 „Blitz“ einen
sog. Blitzluftverkehr zwischen Köln, Frankfurt/M., Hamburg und Berlin
ein. *)
Auf der wichtigen Strecke Köln-Berlin schrumpfen die Flugzeiten
auf sensationelle 120 Minuten zusammen.
Für den Flughafen Köln Butzweilerhof wird das Schlagwort „Luftkreuz
des Westens“ geprägt.
|
| |
|
| |
|
1933-12-21
 |
Weihnachtsveranstaltung
auf dem Flughafen. Bescherung von 150 armer Kinder aus Kölner Waisenhäusern. Bei schlechtem Wetter und mit fünf Minuten Verspätung landet
St. Nikolaus und Hans Muff mit der Luft Hansa-Maschine BFW M 20 b2, Kz:
D-2026 „Schwarzwald“, auf dem Platz.
In den Nikolaustüten befinden sich Lose für 9 Freiflugscheine. Anschließend
gab es für die Kinder eine Nikolausfeier im Restaurant. |
| |
|
| |
|
|
1933-00-00 |
Auf
dem Flughafen Köln Butzweilerhof landeten 5.422
Maschinen mit 9.476 Fluggästen.
Der
Kölner Flughafen steht unter den deutschen Verkehrsflugplätzen
an zweiter Stelle.
Durch
die politische Veränderung in diesem Jahr hat sich der Aufschwung
in der deutschen Luftfahrt noch weiter gefestigt und damit auch dem Kölner
Flughafen erhöhten Auftrieb gebracht.
Die Geflogenheit Hitlers und seiner Mitarbeiter, sich auf ihren Reisen
des Flugzeuges zu bedienen, hat dazu beigetragen, die Volkstümlichkeit
der Luftreise zu fördern. |
| |
|
| |
|
| 1934-01-01 |
Die „Deutsche Luft Hansa AG“ schreibt sich nun „Deutsche
Lufthansa AG“ |
| |
|
| |
|
|
1934-01-00 |
Der DLH-Pilot Ludwig macht mit Liesel Bach einen Probeflug
mit einer Junkers Ju 52.
Liesel Bach übernimmt das Steuer und macht mit der Maschine einen
Turn. |
| |
|
| |
|
|
1934-02-24 |
In
der Sporthalle des Flughafens Köln Butzweilerhof
weiht der Kölner Erzbischof, Kardinal Dr. Schulte, vor geladenen Gästen
zwei Klemmflugzeuge der Missions-Verkehrs-Arbeitsgemeinschaft (MIVA) auf
die Namen „Petrus“ und „Paulus“.
Der Weiheakt wird vom Reichssender Köln übertragen |
| |
|
| |
|
| 1934-03-01 |
Die
Lufthansa eröffnet eine Fluglinie Köln-Halle über
Dresden und Leipzig mit der Junkers Ju 52/3m. |
| |
|
| |
|
|
1934-03-20 |
Umstellung
der Erkennungszeichen (Kennzeichen=Kz:) an Flugzeugen von bis zu
vierstelliger Zahlengruppe in Verbindung mit dem Hoheitszeichen „D“ davor
(z.B. D-1223) auf Buchstaben-Erkennungszeichen (z.B. D-ABIS).
Mit dieser Umstellung passte man sich der schon seit langem im Ausland üblichen
Flugzeugkennzeichnung an. |
| |
|
| |
|
|
1934-00-00 |
Der
Kölner LH-Pilot Anton Weigand, seit 1930-00-00
auf dem Flughafen Köln Butzweilerhof stationiert, fliegt mit der
dreimotorigen Junkers G 24 von Croydon bei London nach Köln. Der
Flug, gegen 22 Uhr begonnen, endet nach ca. einer Stunde wegen technischer
Mängel
(Höhenmesser) mit einer durch Bäume verkürzten Landungsstrecke.
Die Besatzung bleibt unverletzt. |
| |
|
| |
|
1934-03-00
|
Liesel
Bach startet vom Flughafen Köln Butzweilerhof
mit ihrer Klemm
L 26 aV,
Kz: D-2160, zu einem Flug.
An Bord hat sie die z. Zt. In Köln gastierende Schauspielerin Dolly
Haas. |
|
| |
|
| |
|
|
1934-05-19 |
Lettländische
Journalisten landen mit der Junkers G 38, Kz: D-2500 „Hindenburg“,
auf dem Flughafen Köln
Butzweilerhof. Sie werden vom Beigeordneten der Stadt Köln,
Ebel, empfangen. |
| |
|
| |
|
|
1934-05-31 |
Liesel
Bach, die Europameisterin im Kunstflug, nimmt mit ihrer Klemm L 28
XIV, Kz: D-2495 „Liesel Bach“, an einem Flugtag
in Münster/W. teil.
Ernst Udet fliegt mit seiner 700PS-Curtis.
Liesel Bach hat Schwierigkeiten mit ihrem Motor (Kolbenfresser).
Am nächsten Tag wird dieser demontiert und neue Zylinder
eingebaut. |
| |
|
| |
|
| 1934-06-01 |
Luftfahrt-Werbewoche
des Deutschen Luftsportverbandes (DLV) auf dem Flughafen Köln Butzweilerhof. |
| |
|
| |
|
|
1934-06-09 |
„50
Jahre Luftschiffer-Truppe 1884-1934 Gründungs- und Wiedersehensfeier“
Einweihung
eines Ehrenmals für die bis 1918 in Köln stationierten
Truppenteile im Hindenburgpark am Agrippina-Ufer (1928-06-28). |
|
| |
An
einer Mauer der Anlage, auf dem ehemaligen preußisches Fort
I (Innerer Festungsring), befinden sich u. a. auch zwei Bronzetafeln
für das Luftschiffer-Bataillon Nr. 3 und das Flieger-Bataillon
Nr. 3, die damals im Luftschiffhafen Bickendorf am Ossendorfer
Weg und auf der Fliegerstation Köln am Butzweilerweg eingesetzt
waren.
|
| |
 |
|
|
| |
Bei
der Einweihungsfeier des „Verein ehemaliger Luftschiffer
Köln“ ist auch Generalmajor a. D. der Luftschiffer,
Gaissert, ehemals „Koluft der 2. Armee“anwesend, der
auch die Ansprache hält.
Anm:
*)
Schuster, Karl (Luftschiff-Obermaschinist) ist im Verein Kassenführer
I_
1909-04-01 und 1914-08-05
Bürvenich, Peter (Luftschiff-Obermaschinist) ist im Verein Ordentl. Mitglied
1909-04-01 und 1914-08-05
Kuck, Hermann (Luftschiff-Maschinist) ist im Verein Ordentl. Mitglied 1914-08-05
Anm:
Die Ballongruppe der Fliegerlandesgruppe XIV des DLV hat am -06-03
amtlich der vor 50 Jahren erfolgten Gründung der Truppe feierlich
gedacht. In ihr ist der „Deutsche Verein zur Förderung
der Luftschiffahrt“ aufgegangen.
Sachbearbeiter für Ballon- und Luftschiffwesen bei der Fliegerlandesgruppe
XIV des DLV ist Major a. D. des Luftschiffer-Bataillons, Dr. Hildebrandt.
|
| |
|
|
1934-06-11 |
Die
ehemaligen Luftschiffer, die vorgestern u. gestern? ihre Feier
im Hindenburgpark
hatten, können heute den Flughafen Köln
Butzweilerhof besichtigen.
Ihr Kamerad Erich Gensicke ist dort als Flughafenverwalter auch stellvertretender
Flughafendirektor.
Im „Verein ehemaliger Luftschiffer Köln“, begleidet Gensicke
im Vereinsrat die Stelle des Vereinsführers und die des Werkstättenvorstehers. |
| |
|
| |
|
|
1934-06-15 |
Die Deutsche
Lufthansa eröffnet im Sommerflugplan ein sog. „Blitzstreckennetz“,
das die am 1931-06-01 eingerichtete Aerobus-Linie ablöst.
Der -zunächst
versuchsweise Dienst (1933-00-00)- verbindet die Städte Berlin-Hamburg-Köln-Frankfurt/M.
und Berlin im Rundstreckendienst miteinander mit erheblich kürzeren
Flugzeiten. So reduziert sich die Flugdauer auf der Strecke Köln-Frankfurt/M.
auf 35 Minuten, vergleichbar einer Straßenbahnfahrt von der
Kölner Innenstadt in die Vororte.
Geflogen
wird mit der schnellen Heinkel He 70B „Blitz“ - dem ersten
Verkehrsflugzeug mit einziehbarem Fahrwerk- und zwar die o. g. Strecke
entgegengesetzt, so dass stündlich eine Flugverbindung besteht.
Die mit vier Passagiersitzen ausgestattete Maschine erreicht eine Spitzengeschwindigkeit
von 377 km/h.
|
| |
|
| |
|
|
1934-06-27 |
Der
Preußische Ministerpräsident und Reichsminister
der Luftfahrt, General Hermann Göring, landet mit seiner roten Junkers
Ju 52/3m fe, Kz: D-AGUK „Manfred von Richthofen II“ *), Wnr.
4022 auf dem Flughafen Köln Butzweilerhof und wird groß empfangen.
Göring wird Ehrenbürger von Köln.
Liesel Bach, die Deutsche und Europäische Kunstflugmeisterin, die
auf dem Rückflug von Wiesbaden wegen Motorstörung verspätet
eintrifft, verpaßt den Gast.
*)
Anm.: Die Maschine erhält ab September 1935 den Namen „Kurt
Wolff“ und fliegt dann mit LH-
Anstrich als Verkehrsmaschine. |
| |
|
| |
|
|
1934-06-00 |
Der
Kölner LH-Pilot Anton Weigand übernimmt für
einen erkrankten Kollegen die Tagesstrecke Köln-Berlin-Königsberg.
In Berlin wird er zunächst festgehalten und muß nachmittags
nach Bremen fliegen.
Beim Ausstieg dort bemerkt er, dass SA-Leute, die auf dem Treppchen stehen,
von SS-Leuten zum Einsteigen gedrängt werden.
Erst einige Zeit später erfährt er, dass auch SA-Führer
Ernst Röhm mit an Bord war.
Der für abends vorgesehene Rückflug nach Köln erfolgt nicht,
Weigand muß nach München fliegen. Nach der gegen Mitternacht
erfolgten Landung dort sieht er während des Auftankens der Maschine,
wie neun Zivilisten durch SS-Leute in die Maschine gebracht werden.
Erst einige Zeit später sickert etwas über die sog. „Röhm-Affäre“ durch.
|
| |
|
| |
|
|
1934-00-00 |
Flugtage
in Köln
Die NS-Gemeinschaft „Kraft durch Freude“ (KdF) führt Volksflugveranstaltungen
auf dem Flughafen Köln Butzweilerhof durch (1934-09-02).
Bei einem dieser Flugtage erregt eine Heinkel He 72 „Kadett“ großes
Aufsehen:
Unter der Maschine hängt ein Trapez, an dem ein Artist seine Kunstübung
zeigt.
Der
Fluglehrer Jakob Möltgen macht als „Fliegender Professor“ Kunstflug. |
| |
|
| |
|
|
1934-07-01 |
Der
Flughafen Köln Butzweilerhof erhält eine Wetterflugstelle,
deren Aufgabe es ist, bei täglich zweimaligem Aufsteigen bis zu 5.500
Meter Höhe die Witterungsverhältnisse zu erkunden und die Ergebnisse
der Luftfahrt nutzbar zu machen.
Ausgerüstet ist die Wetterflugstelle mit zwei Wetterflugzeugen (LH4_195).
Eine Junkers G 24 mit zwei Mann Besatzung steigt morgens um 8 Uhr und
nachmittags um 17 Uhr zur Wetterbeobachtung auf. |
| |
|
| |
|
|
1934-07-01 |
Die
Bezirksleitung West der Deutschen Lufthansa wechselt von Essen
nach Köln.
Die Geschäftsräume befinden sich im Hochhaus
am Hansaring.
Mit
der Verlegung der Geschäftsräume wird die Stellung Kölns
im westlichen Luftverkehrsknotenpunkt gefestigt.
Anm.:
Auf eine Loslösung der Flugleitung Köln
von der Essener Bezirksleitung und eine direkte Unterstellung unter
das Reichsluftamt in Berlin hinzuwirken, hatte Flughafendirektor
Maximilian
Hantelmann dem Kölner Oberbürgermeister in seiner Funktion als
Aufsichtsratmitglied der Luft
Hansa bereits im Dezember 1927 nahegelegt. |
|
| |
|
| |
|
1934-00-00 |
Liesel
Bach empfängt in ihrem Häuschen auf dem
Flughafen Köln Butzweilerhof hohen Besuch.
Anwesend sind: Oberst Bruno Loerzer, Präsident des DLV, Major Arthur
Laumann, Fliegerführer des DLV’s im Rheinland und der Gauleiter
der NSDAP von Düsseldorf, Staatsrat Karl-Friedrich Florian.
Alle drei Besucher sind Flieger des Weltkriegs und wurden mit dem Orden
Pour le mérite ausgezeichnet.
Anwesend ist auch der Kölner Fluglehrer Jakob Möltgen.
*)Anm.:
Das Häuschen befindet sich im nördlichen Bereich der
Halle I auf der zum Butzweilerweg
liegenden Seite. |
| |
|
| |
|
|
1934-07-22 |
Start
des netzlosen Freiballons „KÖLN“ der
Flieger-Ortsgruppe 1, Köln unter Führung des Ballonfahrers
Karl Lenders (67. Fahrt) vom Startplatz Lindentor.
Landung in Asbach/Ww. Um 14.30 Uhr/53km.
|
| |
|
| |
|
|
1934-07-23 |
Auf
dem Flughafen Köln Butzweilerhof landen drei norwegischen
Sportflugzeuge mit sechs Fliegeroffizieren.
Die Gruppe befindet sich auf einem Länderflug Oslo-Kopenhagen-Berlin-Köln-Paris
zum Andenken an den ersten Nordseeflug des norwegischen Majors Trygoe
im Sommer 1914. |
| |
|
| |
|
|
1934-07-00 |
Liesel Bach nimmt an einem Flugtag in Gladbach-Rheydt teil.
Sie fliegt dort ihre Klemm L 28 XIV, Kz: D-2495 „Liesel Bach“. |
| |
|
| |
|
|
1934-08-16 |
Die
Fallschirmspringerin Luzie Byczkowsky stürzt
in Vechta mit einer Sportmaschine tödlich ab.
Liesel Bach, die Fallschirmspringerin Kläre Lange („mollige
Claire“) und Jakob Möltgen sitzen auf dem Flughafen Köln
Butzweilerhof im Gras, als die Meldung telefonisch durchgegeben wird.
Die Beisetzung findet in Bottrop statt. |
|
| |
|
| |
|
|
1934-08-21 |
Das
Luftschiff Zeppelin LZ 127 „Graf Zeppelin“ fährt über
Köln.
Liesel Bach, die das Luftschiff über der Südstadt sichtet, besteigt
mit ihrer Flugschülerin „Ilse vom Sauerland“ (Name …......?)
eine Maschine und startet vom Flughafen Köln Butzweilerhof.
Sie fliegen zum Zeppelin hoch und sind beeindruckt von seiner Größe.
|
| |
|
| |
|
|
1934-00-00 |
Flugtag
auf dem Flughafen Köln Butzweilerhof
Liesel Bach startet mit ihrer Klemm L 28 XIV, Kz: D-2495 „Liesel
Bach“, und wird nach der Landung beglückwünscht.
Ein kleiner Junge – es handelt sich um den Sohn von Willy Kanstein
- überreicht
ihr eine Pralinenschachtel (?) und einen Blumenstrauß. |
| |
|
| |
|
|
1934-08-26 |
Anläßlich
der Saarausstellung landet Reichskanzler Adolf Hitler auf dem Flughafen
Köln Butzweilerhof. Joseph Goebbels
eröffnet im Beisein A. Hitlers die Propagandaschau „Die
Saar“ in den Messenhallen. |
| |
|
| |
|
|
1934-09-02 |
Volksflugtag
auf dem Flughafen Köln Butzweilerhof
Die NS-Gemeinschaft „Kraft durch Freude“ (KdF) Gau Köln-Aachen
veranstaltet in Verbindung mit der Flieger-Ortsgruppe 1, Köln des
Deutschen Luftsport-Verbandes (DLV) den ersten Gau-Volksflugtag mit:
Verbandsfliegen,Kunstfliegen im Verband, Flugzeugschlepp im Verband,
Segelflugkunstfliegen,
Massenfallschirmabsprüngen, Flugakrobatik.
Circa 200.000 Besucher befinden sich auf dem Platz. Die Veranstaltung ist
in jeder Hinsicht ein voller Erfolg.
Geboten wird:
1. Luftturnier von Flugzeugen
2. Kunstfliegen von drei Flugzeugführern
3. Segelflugmaschinen im Flugzeugschlepp, dabei Segelkunstfliegen von drei
Segelflug-
zeugen
4. Europameisterin Liesel Bach im Kunstflug
5. Massenfallschirmabsprünge aus fünf Klemm-Maschinen
6. Vorführungen des Luftakrobaten Oskar Dimpfel
7. Kunstflugdarbietungen von Dipl.-Ing. Emil Kropf und Weltmeister Gerhard Fieseler-
Am
Vormittag erfolgten 1.000 Freiflüge über Köln.
Aus den im Vorverkauf gelösten Karten wurden die Gewinner gezogen; die
Nummern wurden im Westdeutschen Beobachter veröffentlicht - Unkostenbeitrag
30 Pfennig.
Für auswärtige Teilnehmer wurden von der Deutschen Reichsbahn Sonderzüge
eingelegt.
*)
Anm.: Diese Veranstaltung sollte bereits am -08-05 stattfinden, wurde
aber wegen des Todes von
Reichspräsident Paul von Hindenburg verschoben. |
| |
|
| |
|
|
1934-09-07 |
Der
Flughafen Köln Butzweilerhof ist Ziel einer Etappe
im Rahmen des
Internationalen Europarundflugs 1934. Eine seltene Schau modernster internationaler
Sportflugzeuge.
Sieger des Rundflugs ist Hauptmann Zwirke (Polen?).
Dieses erstmalige Ereignis verläuft reibungslos unter regestem Interesse
der Zuschauer. Zwei wertvolle Ehrenpreise der Stadt Köln werden
den besten deutschen Fliegern zuerkannt.
Der nächste Europarundflug organisiert Polen.
Dafür sind insgesamt 48 Meldungen eingegangen, davon fast der Maschinen
von Deutschland. 16 Piloten wurden namentlich gemeldet: Fritz Morzik,
Oberleutnant Seidemann, Lusser, Hirth, Osterkamp, von Dungern, Polte,
Funk, Dr. Pasewaldt,
Untucht, Tamm, Francke, Eberhard, Hubrich, Krüger und Rodig. |
| |
|
| |
|
|
1934-09-14 |
Das
Luftschiff Zeppelin LZ 127 „Graf Zeppelin“ kreist überraschend über
Köln.
Es zieht eine Schleife um den Dom und setzt die Weiterfahrt nach Frankfurt
fort. |
| |
|
| |
|
|
1934-10-21 |
Wettfahrt
um den Wanderpreis der Kölnischen
Zeitung Am Start sind acht Ballone.
Start des
Freiballons „Stadt Essen II“ der Flieger-Untergruppe
2, Ruhr-Niederrhein unter Führung von Dr. Kaulen am Lindentor.
Landung 3 km östlich Lützenburg /Holstein am 22.10. um
7.o7 Uhr/460km.
Mitfahrer: Frau Kaulen, Thode.
Start des
netzlosen Freiballons „KÖLN“ der Flieger-Ortsgruppe
1, Köln unter Führung von Christian Geusgen (35.Fahrt)
vom Lindentor.
Landung in Niendorf/Ostsee am 22.10. um 6.38 Uhr/440km.
Mitfahrer: Jokisch (2.), Lüttgen (2.).
Start des
Freiballons „Ernst Brandenburg“ der Flieger-Ortsgruppe
Düsseldorf unter Führung von Götze vom Lindentor.
Landung auf der Insel Hoen/Schweden am 22.10. um 15.20 Uhr/700km.
Mitfahrer: Raudel, Matteß.
Start des
Freiballons „Stadt Velbert“ durch die Flieger-Ortsgruppe
1, Köln unter Führung von Willy Key (12. Fahrt) vom Lindentor.
Landung auf der Insel Laaland/Dänemark am 22.10. um 7.05 Uhr/542
km.
Mitfahrer: Brüggemann.
Start des
Freiballons „Wicküler-Küpper“ der
Flieger-Ortsgruppe Bergisch-Land unter Führung von Frau Ilse
Dahl vom Lindentor.
Landung in Thorstorf bei Grevesmühlen am 22.10. um 7.52 Uhr/462km.
Mitfahrer: Dr. Klös, Dr. Poth, Ballonmeister Schmitt.
Sieger wird
der Ballon „Wilhelm von Opel“, Führer
Erich Deku. _
Landung nach 20stündiger Fahrt bei Lübeck.
|
| |
|
| |
|
|
1934-10-24 |
Auf
dem Flughafen Köln Butzweilerhof
werden Nachtrundflüge mit einer Junkers Ju 52/3m für das Kölner
Publikum durchgeführt. Der Flugpreis beträgt pro Person 6 RM.
Bei
den 9 Flügen a 17 Fluggästen werden 153 Personen in
die Luft gebracht.
|
| |
|
| |
|
|
1934-10-31 |
Auf
dem Flughafen Köln Butzweilerhof
macht Herr Anton Fokker auf seiner Reise von Amsterdam nach Zürich
eine Zwischenlandung. Er wird hier von der Flugleitung (Major a. D. Hantelmann
Flieger im 1. Wk.) begrüßt.
Anm. Fokker starb 1939 im Alter von 49 Jahren in New York .
|
|
| |
|
| |
|
|
1934-11-08 |
Die
schlechten wirtschaftlichen Verhältnisse
in der Weimarer Republik –besonders in der Zeit nach dem sogenannten „schwarzen
Freitag“ am 1929-10-25 verhinderten bisher den dringend notwendigen
Neubau des Kölner Flughafens.
Unter den Nationalsozialisten ändert sich die Situation völlig:
Als Sitz der Gauleitung des Gaues Köln-Aachen und somit Veranstaltungsort
groß angelegter Feiern, Aufmärsche, Ausstellungen und sonstiger
Massenveranstaltungen, die das öffentliche Interesse auf Köln
lenken, bedarf auch der Flughafen der Gauhauptstadt als „Tor zur
Welt“ neuer Repräsentation.
Pressekonferenz
zum Thema „Neugestaltung des Flughafens“,
und Vorstellung des Neubauprojekts in ausführlicher Form in den
heimischen und auch überregionalen Zeitungen und Zeitschriften.
„
Der Kölner Flughafen wird umgebaut“, so ein Artikel im „Westdeutscher
Beobachter“ Nr. 507 vom 07.11.1934,
„
Köln baut einen neuen Flughafen“ in: Rheinisch Westfälische
Zeitung, Nr. 579 vom 11.11.1934,
Flugsport, XXVI. Jg., Nr. 24, Frankfurt am Main 1934, S.543.
|
| |
|
| |
|
|
1934-11-08 |
Im
Messegelände in Köln-Deutz
in Nähe des Bahnhofs (wohl Deutz Tief) macht der belgische Militärpilot
Sergeant Witmeur mit seiner einmotorigen Breguet 19 mit der Nr. 82 eine
Notlandung.
Witmeur,
der der 3. Bombergruppe des 2. belgischen Regiments (von 1926-1935
in Bierset stationiert) angehört, befand sich auf einem
Prüfungsflug in Belgien.
Bei schlechtem Wetter verfliegt er sich und erkennt, als er den
Kölner
Dom sichtet, dass er über Deutschland ist.
Probleme mit der Motorkühlung zwingen ihn zur Landung auf
dem baumlosen Park neben dem Bahnhof.
Sergeant Witmeur wird verhaftet, da er –in Zivilkleidung-
als Spion angesehen wird.
Er wird dann auch als solcher angeklagt, aber freigesprochen.
Wegen der angespannten politischen Lage –Hitler beansprucht
u. a. auch die entmilitarisierte rechtsrheinische Zone- zieht diese
Landung einer belgischen Militärmaschine weite Kreise.
Der nach Belgien zurückgekehrte Witmeur bekommt dort Schwierigkeiten.
Der deutsche Oberst Franz Josef Walz (Chef des Kölner Luftamts)
hilft Witmeur, seine Stellung in der belgischen Armee wieder zu festigen.
Witmeurs Breguet
19 wird später auf dem Landweg nach Belgien
zurückgebracht.*)
|
| |
|
| |
|
|
1934-11-11 |
„Köln baut einen neuen Flughafen“ -Kostenaufwand
2,5 Millionen Mark, so steht es-in der „Rheinisch Westfälischen
Zeitung“ Nr. 573. |
| |
|
| |
|
|
1934-00-00 |
Auf
dem Flughafen Köln Butzweilerhof gibt es eine Dienststelle des
Deutschen Luftsportverbandes (DLV), die mit der Bauplanung eines zukünftigen
Fliegerhorstes für militärische Verwendung in Köln-Ostheim
erfasst ist. Dienststellenleiter ist Oberbaurat Müller vom Reichsluftfahrtministerium
(RLM) Berlin.
Anm.: Diese Planungen sind geheim, denn nach dem Locarno-Vertrag von
1925 gehört sowohl das
linksrheinische Gebiet als auch ein rechtsrheinischer Gebietsstreifen zur entmilitarisierten
Zone
Deutschlands 1936-03-07.
|
| |
|
| |
|
| 1934-11-28 |
Der
Flughafenwachhund „Rolf“ gestorben. |
| |
|
| |
|
1934-12-06
 |
Die Rheinische Luftverkehrs G.m.b.H.
und die Deutsche Lufthansa haben eingeladen:
Auf
dem Flughafen Köln Butzweilerhof landen - mit durch Funktelegramm
angekündigter fünfminütiger Verspätung - St.
Nikolaus und Knecht Rupprecht mit ihrem Gepäck.
Der Pilot steuert die Maschine bis vor die Kinderschar. Der Boy
fährt
die Treppe heran und St. Nikolaus mit Bischofsstab und Mütze,
langem, wallenden Bart und prächtigem Gewand steigt aus, gefolgt
von Hans Muff, dem finsteren Gesellen.
150 von der Nationalsozialistischen Volkswohlfahrt (NSV) ausgewählte
arme Kinder und 70 Kinder von Angehörigen des Flughafens werden
begrüßt und beschenkt.
In der Flughafen-Gaststätte ist auf langen Tischen gedeckt. Die
Kinder werden mit Schokolade und Kuchen bewirtet. Jedes Kind erhält
von St. Nikolaus noch ein schönes Märchenbuch geschenkt.
Anschließend unternimmt St. Nikolaus mit 10 Kindern einen Rundflug über
Köln.
Herr Barz von der Wetterwarte mimt den St. Nikolaus.
Im Dienst ist Flugleiter Starke.
|
| |
|
| |
|
|
1934-00-00 |
Die
ersten geheimen Besprechungen zwischen dem Reichsluftfahrtministerium
(RLM), Abt.D (=Luftwaffenverwaltungsamt
unter Oberst Kesselring, zuständig für die Bodenorganisation
der künftigen Luftwaffe) und dem Liegenschaftsamt der
Stadt Köln über einen künftigen Militärfliegerhorst
am Rande der Stadt finden statt.
Da Berlin außer einer guten Straßenanbindung auch eine Straßenbahnverbindung
wünscht, sind auch die Verkehrsbetriebe beteiligt. |
| |
|
| |
|
|
1934-00-00 |
Auf
dem Flughafenvorfeld vor dem Abfertigungsgebäude
des Flughafens Köln Butzweilerhof bekommt die Armstrong-Whitworth „Argosy
II“ der Imperial Airways mit dem Kennzeichen G-AACJ und dem Merknamen „City
of Manchester“ einen Radbruch und fällt auf den Bugmotor. |
| |
|
| |
|
|
1935-02-14 |
Eine
zweite Flugverbindung Köln-Berlin
wird eröffnet. |
| |
|
| |
|
|
1935-03-01 |
Wiedereinführung
der allgemeinen Wehrpflicht in Deutschland
Durch Erlaß Adolf Hitlers wird als dritter Wehrmachtsteil die Luftwaffe
gegründet. |
| |
|
| |
|
|
1935-03-00 |
Liesel
Bach trifft mit ihrer neuen Rk 26a/ Fieseler Fi 5 F (?), Kz: D-EVUK „Tigerschwalbe“ auf
dem Flughafen Köln Butzweilerhof ein.
Hier wird sie von ihren Fliegerkameraden und Freunden herzlich empfangen.
Sie trägt ihre internationale Uniform.
Vorbesitzer der Maschine war Gerhard Fieseler.
Liesel Bach nimmt am nächsten Tag das Training auf.
|
| |
|
| |
|
|
1935-03-00 |
Liesel
Bach erhält die Einladung
zur Deutschen Kunstflugmeisterschaft 1935 in Stuttgart.
Sie trainiert auf den -05-19, aber der Termin wird auf den -05-11 vorverlegt.
|
| |
|
| |
|
|
1935-00-00 |
Der
Amtschef des Luftwaffenverwaltungsamtes, Berlin, Oberst Albert Kesselring,
(in Zivilkleidung, weil Köln nach
dem Locarno-Vertrag von 1925 in der entmilitarisierten Zone liegt, in
der sich keine Soldaten in Uniform aufhalten dürfen), besichtigt
mit einigen Herren seines Amtes und Vertretern der Stadt Köln die
für den Flugplatzbau vorgesehenen Geländestücke (im Süden
an der Grenze zu Köln-Rodenkirchen und im Osten in der Gemarkung
Langenbrück)..Man entscheidet sich für das Gebiet bei Köln-Ostheim.
Das Land wird vermessen, 500 Morgen für den geplanten Fliegerhorst
beschlagnahmt, die Eigentümer entschädigt. |
| |
|
| |
|
|
1935-04-01 |
Die
Imperial Airways eröffnet
eine Verbindung London-Brüssel-Köln-Halle/Leipzig-Prag-Wien-Budapest.
Geflogen wird mit der de Havilland DH 86 der „Diana“-Klasse.
Der Erstflug wird von Flugkapitän JT Perey durchgeführt.
Schlechtes Wetter läßt ihn in Köln verspätet eintreffen.
|
| |
|
| |
|
|
1935-04-23 |
Es
erfolgt der erste Spatenstich zum Neubau des Kölner Flughafens
Butzweilerhof. Im
Rahmen einer großzügigen Arbeitsbeschaffungsmaßnahme,
in der 1.100 Arbeitskräfte Beschäftigung finden sollen, werden
die Arbeiten zum Flughafenneubau begonnen.
Die Planung der gesamten Anlage übernimmt die Abteilung für
Hochbauentwurf des Städtischen Hochbauamts unter der Leitung von
Stadtbaurat Hans Mehrtens (später Stadtbaurat Bongartz).
Hinzugezogen werden die freien Architekten Mewes und Albert sowie als
Statiker
Dipl. Ing. Bartsch.
|
| |
|
| |
|
|
1935-00-00 |
Die
seit 1932-00-00 bestehende Omnibus-Verbindung zwischen Schlachthof
(Liebigstraße) und dem Flughafen Köln Butzweilerhof
beginnt nun am Kaiser-Wilhelm-Ring,
|
| |
|
| |
|
|
1935-05-12 |
Start
des netzlosen Freiballons „KÖLN“ der
Flieger-Ortsgruppe 1, Köln unter Führung von Willy Key (14.
Fahrt) von Düsseldorf.
Landung Marzalben bei Pirmasens um 18.15 Uhr/240km.
Mitfahrer: Backhaus (6.), Lindemann (4.), Bellmann (1.), Faber (1.).
|
| |
|
| |
|
|
1935-05-15 |
Die
Niederländische Fluggesellschaft „KLM“ landet
mit einer Fokker F 7 B im Nachpostverkehr, aus Amsterdam kommend, zum
ersten Mal auf dem Flughafen Köln Butzweilerhof. |
| |
|
| |
|
|
1935-05-00 |
Die
im Jahr 1907-00-00 vom Kölner
Fabrikanten Franz Clouth auf seinem Werksgelände an der Niehler
Straße erbaute Luftschiffhalle brennt
ab.
Die Halle ist schon lange Zeit ungenutzt und diente als Abstellraum.
Auch sind dort wohl noch alte Gummistoffe gelagert. Brennende Flocken
davon
wirbeln hoch und es besteht die Gefahr, dass Häuser in der Nachbarschaft
in Brand geraten.
Die Glocken der nahen Bonifatius-Kirche werden in Gang gesetzt. Die dadurch
aufmerksam gewordenen Bevölkerung wird über Lautsprecher gewarnt
und eranlasst, Gefäße mit Wasser auf die Speicher zu bringen.
Der in der Bülowstr. 30 wohnende leitende Angestellte der Land- u.
Seekabelwerke, Schwiete, begibt sich sofort auf das gemeinsame Firmengelände
von Franz Clouth A. G. und Land- u. Seekabelwerke. |
| |
|
| |
|
|
1935-06-23 |
Wettfahrt um den Emil-Kierdorf-Pokal
Start
des netzlosen Freiballons „KÖLN“ der Flieger-Ortsgruppe
1, Köln unter Führung von Reinhardt (8. Fahrt) von Gelsenkirchen.
Landung Blankenberghe um 2.20 Uhr/275km.
Mitfahrer: Karl Eck (6.), Urfel (2.), Dumm (1.).
|
| |
|
| |
|
|
1935-06-24 |
Die
niederländische Fluggesellschaft „KLM“ kommt
zum Flughafen Köln Butzweilerhof.
Sie befliegt die Strecke Amsterdam-Köln mit Douglas DC 2 (F) im Passagierflugdienst.
Erster Versuch mit einer Nachtpoststrecke von Amsterdam nach Köln über
Rotterdam? 1935-05-15 |
| |
|
| |
|
|
1935-00-00 |
In
Esch befindet sich eine Peilanlage der Reichsflugsicherung für den Flughafen Köln
Butzweilerhof.
Im unterirdischen Funkerraum arbeitet in dieser Zeit auch Kurt Wallenfang.
Er fängt –wie seine Kollegen- die Peilsignale der landenden
oder auch den Butzweilerhof überqueren- den Flugzeuge mit seinem
Empfangsgerät
auf und kann so den Standort der Maschinen bestimmen.
Per Funkmorsung werden sie dann zum Landeplatz dirigiert.
Anm.:
1940-04-00 seit wird die Anlage für militärische Zwecke
genutzt.
|
| |
|
| |
|
|
1935-07-14 |
Volksflugtag
des Gaues Köln-Aachen auf dem Flughafen Köln Butzweilerhof
veranstaltet durch die NS-Gemeinschaft „Kraft durch Freude“ (KdF).
Rudi Rauher, der Reporter des Reichssenders Köln sorgt für die Platz-/Rundfunk?-Übertragung.
Jakob Möltgen, der ehemalige Fluglehrer auf dem Flughafen
Köln Butzweilerhof, fliegt in seiner Rolle als „Professor
Derkum aus Mödrath“ Kunstflug.
|
|
| |
|
| |
|
|
1935-08-00 |
Die
Baumaßnahmen sind auf dem
Flughafen Köln Butzweilerhof seit dem ersten Spatenstich am 1935-04-23
planmäßig vorangekommen.
Der Kölner Architekturfotograf
Hugo Schmölz erhält von der
Stadt den Auftrag, die Anlage im jetzigen Zustand fotografisch zu dokumentieren. |
| |
|
| |
|
|
1935-10-00 |
Die
British Airways Ltd. wird gegründet.
Der Flugdienst wird am 1936-01-01 von Heston aus aufgenommen.
|
| |
|
| |
|
|
1935-10-00 |
Die
Kölner Freiballonfahrer erhalten
ihren Wetterbericht (Wetterkarte) vom Reichswetterdienst Köln, Flughafenleitung
Köln, Wetterdienststelle Köln Flughafen.
|
| |
|
| |
|
|
1935-10-06 |
Im
Winterfahrplan betreibt die DLH ab Köln Butzweilerhof 12 Flugstrecken:
- Paris-Köln-Frankfurt/M.-Köln-Saarbrücken
-
London-Büssel-Köln
- Köln-Düsseldorf-Essen
- Köln-Dortmund-Halle
- Köln-Stuttgart
-
Köln-Frankfurt/M.-Nürnberg
- Köln-Antwerpen
-
Köln-Dresden
- Köln-München
- Köln-Berlin
- Köln-Hamburg
|
| |
|
| |
|
|
1935-11-17 |
Start
des netzlosen Freiballons „KÖLN“ der
Flieger-Ortsgruppe 1, Köln unter Führung von Lüttgen (8.
Fahrt) vom Lindentor.
Landung Kortehemmen bei Dragten um 13.35 Uhr/260km.
Mitfahrer: Bongartz (4.), Wiethoff (2.), Münschwanger (1.), Mielke
(1.), Finck (1.). |
| |
|
| |
|
|
1935-11-26 |
Die
Kölner Freiballonfahrer erhalten
seit dem vorigen Monat ihren Wetterbericht (Wetterkarte) vom Reichswetterdienst
Köln, Flughafenleitung Köln, Wetterdienststelle Köln Flughafen. |
| |
|
| |
|
1935-12-06
|
Der
Flughafen Köln Butzweilerhof
veranstaltet gemeinsam mit der Deutschen Lufthansa eine Nikolausfeier
zugunsten armer Kinder. |
| |
|
| |
|
|
1935-00-00 |
Von
den sechs niederrheinischen, regionalen Flughäfen Köln Butzweilerhof, Essen-Mülheim (gegr. 1925),
Düsseldorf-Lohausen (gegr. 1927), Krefeld-Bockum (gegr. 1917/18
als Militärfliegerhorst, ab 1926 ziviler Flughafen), Gladbach-Rheydt
(gegr. 1929) und Aachen-Merzbrück (gegr. 1914 als Feldflugplatz,
ab 1930 ziviler Flughafen) ist der Kölner Flughafen der älteste
und mit Abstand der größte und hat von Anfang an auch das
größte Verkehrsaufkommen.
Selbst unter Einbeziehung der Daten des Frankfurter Flughafens steht
Köln
insgesamt im Westen an erster Stelle.
Der Flughafen Köln Butzweilerhof darf sich im Hinblick auf die Verkehrsbewegungen
auf den übrigen Flughäfen Westdeutschlands berechtigterweise
von 1926 bis mindestens 1935 mit dem Attribut „Luftkreuz des Westens“ schmücken.
Wird der Fracht- und Postluftverkehr zum Maßstab genommen, läßt
sich die Phase sogar bis 1938 ausdehnen. Danach allerdings wird der zivile
Flugverkehr durch die Luftwaffe stark eingeschränkt. |
| |
|
| |
|
| 1936 -01-01 |
Die
am 1935-10-00 gegründete
British Airways Ltd. nimmt ihren Flugdienst von Heston aus auf. |
| |
|
| |
|
|
1936-02-29 |
Wegen
des Beginns der Leipziger Messe am -03-01 herrscht auf dem Kölner
Flughafen Butzweilerhof ein lebhafter Verkehr. Wegen der großen
Nachfrage nach Flugscheinen aus dem In- und Ausland für die DLH-Strecke
Nr. 156 Köln-Leipzig muß die Fluggesellschaft
alle verfügbaren Flugzeuge einsetzen. Insgesamt fliegen vier
Junkers Ju 52/3m*) mit je 17 Fluggästen und
zwei Heinkel He 70 „Blitz“ mit je vier Passagieren nach Leipzig.
Während
der Zeit der Leipziger Messe muß wegen des starken Andrangs
das Großflugzeug Junkers G 38 (34 Passagiere) eingesetzt werden.

Auf der Umleitungsstrecke über
Frankfurt/Main werden noch weitere Ju 52 eingesetzt. Morgen, am
Sonntag, startet um 8.00 Uhr noch eine weitere Junkers Ju 52/3m
nach Leipzig.
Die ausländischen Linien bringen heute eine große Zahl Geschäftsleute
nach Köln, die von hier aus die Weiterreise mit der Lufthansa antreten.
Unter anderen die Ju 52/3m, Kz: D-ARYS „HANS KIRSCHSTEIN“.
Die
Rückbeförderung der Messebesucher wird für Köln
wiederum einen verstärkten Verkehr bringen. Die DLH verdichtet
ihren Flugplan durch den Einsatz mehrerer Sonderflugzeuge. Die
Geschäftsleute nehmen ihren Weg auch über Köln,
um die Kölner Messe im Anschluß an den Leipziger Besuch
kennenzulernen. |
| |
|
| |
|
|
1936-03-07 |
Die
Deutsche Wehrmacht rückt in die entmilitarisierte Zone des Rheinlandes
ein.

Fliegertruppen belegen Klassenräume in der Longericher Schule.
36
Jagdmaschinen Heinkel He 51 -silberfarbig mit orangeroten Motorhauben
(S45)-
der III. Gruppe/Jagdgeschwader 134 landen mittags, von Lippstadt
kommend, auf dem Flughafen Köln Butzweilerhof.
Um 12 Uhr hat die 9. Staffel (9 Maschinen im Staffelkeil) in 200
m Höhe
Köln, Dom und Rhein überflogen.
Etwas später landet eine Junkers Ju 52/3m und bringt die Bordmunition.
Von den neun He 51 der 9. Staffel ist lediglich eine Maschine schießbereit
-also einsatzbereit. Alle anderen Maschinen sind zwar munitioniert,
aber nicht justiert.
Eine He 51 ist überhaupt nicht bewaffnet.
Mit an Bord der Ju 52/3m ist General Halm, der Befehlshaber des
für
Köln zuständigen Luftkreiskommandos IV (Münster).
Die 7. Staffel verlegt am Nachmittag noch nach Düsseldorf.
Der Platz ist regennaß und morastig: es wird ein Holzlaufsteg
zum Start gebaut.
Stationiert sind auf dem Butzweilerhof
bis zur Verlegung nach Köln-Ostheim am 1937-06-08: der Stab der
III./JG 134 und die 8. und 9. Staffel/JG 134 (Kommandeur Hauptmann
Dinort).
Staffeloffizier in der 9. Staffel: Oberleutnant Hannes Trautloft, Adjutant:
Oberleutnant
Günther Frh. von Maltzahn, Staffelkapitän der 9. Staffel: Oberleutnant
Janke.
Technischer Offizier (TO) der Gruppe: Lt. Walter Horten ? 1936-00-00.
Die Masse der Soldaten sowie
die Gruppen- und Staffelgeschäftszimmer werden in schnell aufgeschlagenen
Baracken untergebracht (erst am 1936-04-20) / in der Longericher Schule
(MüA V/S.15).
Die Flugzeugführer liegen in Privatquartieren in der Umgebung.
Oberleutnant Hannes Trautloft wird bei einem Bäcker in Köln-Longerich
einquartiert.
|
| |
|
|
| |
|
| |
|
| |
|
|
1936-00-00 |
Offizieller
Baubeginn der Flakkaserne in Köln-Ossendorf an der Flughafenstraße.
Hinweis:
Richtfest: 1936-09-26
Anm: Die Anlage
ist schon vorher geheim im Bau. Sie soll angeblich dem „Reichsnährstand“ dienen,
so auch die Kasernen in anderen Kölner Vororten wie Longerich, Dellbrück,
Westhoven und an
der Dürener Strasse.
|
| |
|
| |
|
|
1936-03-17 |
18
Jahre nach dem Abzug deutscher Truppen und 10 Jahre nach dem Abrücken alliierter Kontingente, wird der
1817 geschaffene Schießplatz Wahner Heide wieder von deutschen
Artillerie- und Infanterie-Einheiten besetzt.
Ein Teil des Platzes wird zu einem Feldflugplatz ausgebaut.
|
| |
|
| |
|
|
1936-03-00 |
Die
Heinkel He 51 der 8. und 9. Staffel/JG 134 fliegen vom Flughafen Köln
Butzweilerhof aus täglich in mehreren Wochen 1-2 Einsätze
im geschlossenen Staffelverband über den Städten des Rheinlandes,
um die „Stärke“ der
Luftwaffe zu demonstrieren.
In Wirklichkeit ist diese um diese Zeit im Rheinland nicht vorhanden. |
| |
|
| |
|
|
1936-04-20 |
Ein
Teil der in der Köln-Longericher
Schule einquartierten Fliegertruppen zieht um in die für sie am
Flughafen Köln Butzweilerhof errichteten Baracken.
Drei stadteigene Baracken, mit der Nr. 7, 8 und 22*) bezeichnet, sind
in das von der Luftwaffe errichtete nördliche Barackenlager einbezogen
worden.
*) ex Polizei-, ex Verwaltungs-,ex Funkbaracke und ex Kantine?
Hinweis: 1936-05-20
Der
Rest bleibt noch bis zum 1936-08-31 in der Schule und bezieht dann
die neue Flak-Kaserne an der Flughafenstraße. *)
*) Anm. Dies kann nicht sein, da Baubeginn der Flak-Kaserne erst nach
1936-03-07, Richtfest 1936-09-26 und Fertigstellung 1937-06-08
|
| |
|
| |
|
|
1936-04-20 |
Die
von der KLM seit dem Vorjahr betriebene Strecke Amsterdam-Rotterdam-Köln wird über Köln hinaus
nach Frankfurt, Mailand, Rom und zurück ausgedehnt. |
| |
|
| |
|
| 1936-00-00 |
Die
Heinkel He 111C-0, Kennzeichen D-AXAF, der Lufthansa wird auf den Namen „KÖLN“ getauft. |
| |
|
| |
|
|
1936-04-27 |
In
der Gemarkung Langenbrück werden
rund 500 Morgen für den Bau des Fliegerhorstes Köln-Ostheim
beschlagnahmt. Mit dem Bau wird sofort begonnen.
Mit
Beginn der Bauarbeiten zieht die „Bauleitung Ostheim“ in
eine Baracke an der Ostmerheimer Straße. Chef der Bauleitung
ist Dipl. Ing. Meckel. Weitere Ingenieure sind die Herren Wild,
Oberbaurat Pfaff und Kehr.
Beteiligte Firmen u. a.: Hoch- und Tiefbau GmbH., Ossendorf & Lambertz,
Daniel Heiden, Schwerm & Lange und Christian Berghaus.
Für die Erdbewegungen auf dem künftigen Flugfeld wird fast
ausschließlich der Reichsarbeitsdienst (RAD) eingesetzt.
Der Fliegerhorst
soll zum.1936-10-01 fertig sein. Aus Gründen der Flugsicherheit muß der Turmhelm der katholischen
Kirche St. Gereon in Merheim verkürzt werden. Er steht in Flugrichtung.
Hinweis: 1935-00-00
Frühjahr und 1937-06-08
|
| |
|
| |
|
|
1936-05-00 |
Der
Kölner Flugkapitän der
Deutschen Lufthansa (DLH), Anton Weigand, eröffnet die Alpenstrecke
Amsterdam-Köln-Frankfurt-Mailand-Rom. |
| |
|
| |
|
|
1936-05-20 |
Die
Stadt Köln vermietet dem Reich
zur Benutzung durch die Fliegerhorstkommandantur Köln Butzweilerhof:
die ehemalige Flugzeughalle I und III und zwei Baracken hinter der Halle
I
für einen monatlichen Mietpreis von 18.277,50 RM.
Weiter werden zur Verfügung gestellt ein offener Betonschuppen östlich
der Halle III und hinter den Baracken der Truppe im nördlichen Bereich
ein kleines massives Gebäude für Lagerzwecke sowie eine 3.000
Liter fassende Tankanlage vor der Halle I Der
Vertrag (mit 10§en) wird rückwirkend mit Gültigkeit
vom 1936-04-01 geschlossen.
|
| |
|
| |
|
|
1936-06-00 |
Der
bekannte Kölner Architekturfotograf
Hugo Schmölz (geb.1879) lichtet im Auftrag des städtischen
Hochbauamts die neuen Flughafengebäude und -anlagen vor ihrer endgültigen
Fertigstellung ab.
Eine zweite Serie von Fotos entsteht im 1936-09-00.
Anm.:
Der Bestand des Schmölz-Archivs hat den 2. Weltkrieg überstanden
(Wim Cox, Köln).
|
| |
|
| |
|
| 1936-07-00 |
Das
Luftschiff Zeppelin LZ 129 „Hindenburg“ ist über
Köln. |
| |
|
| |
|
1936-07-10
 |
Der
Oberbürgermeister der Hansestadt
Köln lädt zur Einweihung der Neubauten des Kölner Flughafens
am Sonntag, dem 26. Juli 1936, 11 Uhr vormittags ein.
Eingeladen: Oberstadtsekretär Krath von der Flughafenverwaltung. |
| |
|
| |
|
|
1936-07-15 |
In
Abänderung der Einladung vom
1936-07-10:
„Um den geladenen Gästen, insbesondere den auswärtigen,
die Möglichkeit zu geben, am Sonntag, dem 26. d. Mts. an der auf
dem Nürburgring stattfindenen Veranstaltung „Großer
Preis von Deutschland“ teilzunehmen, ist die Einweihung der Neubauten
des Flughafens Köln auf Samstag, dem 25. Juli, 18 Uhr vorverlegt
worden. Es wird gebeten, diese Terminänderung bei der Zusage zu
berücksichtigen.
Der Oberbürgermeister der Hansestadt Köln.“
|
| |
|
| |
|
|
1936-07-24 |
Der
neuerbaute Flughafen Köln
Butzweilerhof wird seiner Bestimmung übergeben.
Die Stadtverwaltung hat die Presse zu einer Besichtigung eingeladen.
Flughafen-Kommandant ist Major (E) Schaedel*) (für den militärischen
Bereich -ab 1936-03-07). |
| |
|
| |
|
|
1936-07-24 |
Das
Flughafenrestaurant und -café wird
von dem Ehepaar Luise und Gustav Weißenfeld, Augustinerplatz 7
in Köln, betrieben.
Die Wicküler-Küpper-Brauerei bestellte und bezahlte in Absprache
mit Weißenfelds und der Stadt Köln das Inventar für die
Gastätten im Wert von 60.000 Mark und erhält dafür vier
Prozent Jahreszins. Die Stadt Köln verlangt vom Pächter-Ehepaar
einen jährlichen Zins von sieben Prozent des Umsatzes.
Besonders an Sommerwochenenden wird die Gastronomie stark frequentiert.
Die Küche des Restaurants erfreut sich eines guten Rufs.
|
| |
|
| |
|
|
1936-07-24 |
Über
die neue, moderne Flughafenstraße ist der Flughafen Köln
Butzweilerhof nun mit dem Kraftwagen vom Dom aus in 10 bis 15 Minuten
zu erreichen. Das ist gegenüber früher eine Zeitersparnis
von 10 Minuten.
Eine ähnliche Zeitersparnis bringt die Anreise mit dem öffentlichen
Omnibus.
Die Linie 38 von der Innenstadt in Richtung Weiler erhält eine Haltestelle
direkt an der Flughafenstraße. |
|
| |
|
| |
|
|
1936-07-25 |
Die
neuen Gebäude des Flughafens
Köln Butzweilerhof werden mit einer Feier der Öffentlichkeit
und dem Betrieb übergeben.
Die
Feierlichkeiten zur Eröffnung finden unter Teilnahme zahlreicher
Partei-Prominenz statt. Der Kölner Gauleiter Josef Grohé hält
die Eröffnungsansprache im Beisein seines Kollegen Gauleiter
Josef Terboven aus Essen und dem Ministerialdirigenten im Reichsluftfahrtministerium
(RLM), Berlin, Mühlig-Hofmann.
Auf dem Rollfeld befinden sich Junkers Ju 52 und Heinkel He 111.
|
| |
|
| |
|
|
1936-08-00 |
Die
Imperial Airways setzt auf der Strecke London-Köln noch immer
den Doppeldecker, die Short L. 17 „SCYLLA“,
Kz: G-ACJJ,
ein. |
| |
|
| |
|
|
1936-08-02 |
XI.
Olympische Spiele in Berlin mit 4844 Wettkämpfern aus 52 Nationen.
Strecken der Imperial Airways Ldt.:
London-Köln-Halle-Leipzig-Prag-Wien-Budapest,
Köln-London (täglich 4 mal)
Strecken der „Sabena“:
Köln-Brüssel (täglich 3 mal)
Strecken der Air France:
Köln-Paris (täglich 2 mal)
Strecken der Swissair:
|
| |
|
| |
|
|
1936-00-00 |
Der
Technische Offizier (TO) der III. Gruppe/Jagdgeschwader 134 auf dem
Flughafen Köln Butzweilerhof,
Leutnant Walter Horten, erhält die Genehmigung, in einer Flugzeughalle
auf dem Fliegerhorst Köln-Ostheim, sein erstes, völlig aus
Kunststoffen gebautes Nurflügel- (segel) -flugzeug mit Motorantrieb
zu bauen (zwei Hirth-HM-60-R-Motoren).
Finanziert wird das Projekt von der Fa. Dynamit Nobel in Troisdorf.
Die Maschine hat die Bezeichnung H Va, W.-Nr. 5.
Die Maschine ist im 1937-00-00 Frühjahr fertig und startet in Bonn-Hangelar
zu ihrem einzigen Flug. |
| |
|
| |
|
|
1936-09-00 |
Hugo
Schmölz (1879-1938), der
bekannte Kölner Architekturfotograf, lichtet in einer zweiten Serie
-im Auftrag des städtischen Hochbauamts- die neuen Flughafengebäude
und -anlagen ab.
Die erste Serie entstand vor Fertigstellung der Anlage im 1936-06-00.
Anm.:
Der Bestand dieses Schmölz-Archivs hat den 2. Weltkrieg überstanden
(Wim Cox, Köln).
|
| |
|
| |
|
1936-09-26
|
Richtfest
Flak-Abteilung Köln:
Flakkaserne Flughafenstraße
Die geladenen Festteilnehmer treffen sich an der Einfahrt zum Baugelände
an der Flughafenstraße.
Die Einladung 1936-09-21 ist unterschrieben vom Bauleiter „Paval“.
|
|
| |
|
| |
|
|
1936-10-04 |
Auf
dem alten Flughafengelände
am Butzweiler Weg wird durch einen Brand die Nordhälfte der Halle
II zerstört.
Es handelt sich um den Hallenteil, in dem im 1926-04-00 Abfertigungs-
und Passagierräume eingebaut wurden. Die südliche Hallenhälfte
wurde dabei zum überdachten Zuschauerplatz umgestaltet.
Die
Südhälfte der Halle II (ex Zuschauerplatz) wird später
ausgebaut für Sportzwecke. Ab 1938-04-00 befindet sich dort die “Reichsschule
für Motorflugsport“ des NSFK.
|
| |
|
| |
|
|
1936-11-00 |
Auf
dem Flughafen Köln Butzweilerhof
befindet sich das russische Langstreckenflugzeug Tupolew ANT-25 mit dem
Kz: URSS NO25.
Die Maschine ist/war in der Zeit vom …… bis …….?
auf dem sowjetischen Stand des Pariser Salons und hat auf ihrem Flug in
Köln Zwischenlandung gemacht.
Die ANT-25 hat eine Spannweite von 34 Metern.
Auf der Unterseite der rechten Tragfläche steht URSS, auf der linken
N 025. Auf
dem Flughafenvorfeld ist die Junkers Ju 52/3m „Beaulieu-Marconay“ (Kz:
D-AUXZ) zu sehen.
|
|
| |
|
| |
|
|
1936-00-00 |
Auf
dem Flughafen Köln Butzweilerhof
landet von Berlin kommend der Reichssportführer von Tschammer und
Osten.
Nach kurzer Unterbrechung fliegt er nach Paris weiter.
|
| |
|
| |
|
|
1936-12-00 |
Die
Flughafenleitung des Flughafens Köln Butzweilerhof legt die veraltete
aus 1927-00-00 stammende Sendestation in Köln-Niehl still und nimmt die neue Senderanlage
in Köln-Dellbrück in Betrieb. |
| |
|
| |
|
|
1936-12-05 |
Die
Flughafenverwaltung der Hansestadt Köln hat auch in diesem Jahr
- erstmalig im neuen Gebäude, in
der hierfür hergerichteten Empfangshalle -, unterstützt von
der Deutschen Lufthansa und dem Gaststätten-Pächter Weißenfeld,
am Vorabend zum Nikolaustag 120 Kölner Waisenkinder zu einer Nikolausfeier
eingeladen. |
| |
|
| |
|
|
1937-01-00 |
Aufgrund
verschärfter Kontrollbestimmungen
muß das Personal des Flughafens Erklärungen unterschreiben:
„
Flughafen der Stadt Köln
Als Putzfrau des Flughafens habe ich von den verschärften Kontrollbestimmungen
Kenntnis erhalten, wonach ich verpflichtet bin, Beobachtungen auf verdächtigte
Personen hin oder ähnliche Vorgänge, die mit „Spionage
oder Sabotage“ in Verbindung gebracht werden können, unverzüglich
der Flughafenverwaltung bezw. nach Dienstschluß der Luftaufsicht
zu melden.
Insbesondere ist mir bekannt, daß ich mir bei meiner Tätigkeit
in den Räumen der Flughafenleitung keinerlei Schriftstücke
aneignen oder zu meiner Kenntnis gelangende Vorgänge dienstlicher
Art weiter verbreiten darf.
Köln,
den Januar 1937"
|
| |
|
| |
|
|
1937-03-02 |
British
Airways nimmt einen Nachtpostflugdienst zwischen London-Köln und
Hannover auf.
Geflogen wird mit Junkers Ju 52/3m, Kz: G-AERU „JUNO“.
|
| |
|
| |
|
|
1937-03-15 |
Die
De Havilland DH 86 der Imperial Airways mit der Kennung G-ACVZ und
dem Merknamen „JUPITER„ stürzt
nach ihrem Start vom Flughafen Köln Butzweilerhof auf dem Flug nach
Croydon (London) in der Nähe von Elsdorf/Rhld. ab.
Die Maschine, von einem Piloten geflogen, hat die Konstruktions-Nummer
2303 und wurde am 07.12.1934 zugelassen. Sie gehört der R.A.S. (Railway
Air Services), die sie an Imperial Airways ausgeliehen hat. Die R.A.S.
bedient eigentlich nur innerbritische Routen.
Sie ist eine Kapitalgesellschaft mit gleichen Anteilen:
GWR Great Western Railway, LMS London Midland and Scottish Railway,
SR Southern Railway, I.A. Imperial Airways.
|
| |
|
| |
|
|
1937-00-00 |
Die
seit vorigem Jahr 1936-00-00 in Zusammenarbeit und mit Unterstützung
der Dynamit AG in Troisdorf als Versuchsflugzeug in Kunststoff-Bauweise
(Trolitax) gefertigte Horten
H Va, W.-Nr. 5, startet zu ihrem ersten Flug in Bonn-Hangelar.
In der Maschine befinden sich die Konstrukteure, die Gebrüder Walter
und Reimar Horten. |
| |
|
| |
|
|
1937-00-00 |
Teile
des Stabes und der Stabskompanie der I./JG 234 verlegen bereits vom
Flughafen Köln Butzweilerhof
zum Fliegerhorst Köln-Ostheim. |
| |
|
| |
|
|
1937-04-05 |
Die
Imperial Airways ändert die
Flugverbindung London-Köln-Budapest in London-Frankfurt/M.-Budapest,
um eine Verbindung für den Zeppelin-Transatlantis-Dienst New York,
Rio de Janeiro herzustellen.
|
| |
|
| |
|
|
1937-04-17 |
Als
luftsportliche Kampforganisation des Neuen Deutschlands wird das Nationalsozialistische
Fliegerkorps (NSFK)
gegründet.
Gegliedert ist die Organisation in 16 Landesgruppen.
Aus der Landesgruppe VI Rheinland des Deutschen Luftsportverbandes (DLV)
(1933-04-13) wird die NSFK-Gruppe 12 Niederrhein mit den drei Standorten
Köln, Düsseldorf und Duisburg. |
| |
|
| |
|
|
1937-00-00 |
Der „fliegende
Pater“ Paul Schulte der Missions-Verkehrs-Arbeitsgemeinschaft
MIVA in Köln folgt einem ausdrücklichen Wunsch des Papstes
und richtet in den Eisregionen Kanadas nördlich des Polarkreises
MIVA-Stützpunkte ein.
Anm.: Die 1.Überfahrt
in die USA macht er im Luftschiff Zeppelin LZ 129 „Hindenburg“,
wo er die erste Heilige Messe in der Luft liest.
|
| |
|
| |
|
1937-05-03
 |
Am
späten Abend werden aus dem Luftschiff LZ 129 „Hindenburg“ aus
einer Höhe von ca. 1200 ft. Kurs Nord über
dem Flughafen Köln Butzweilerhof Luftpostsäcke an Fallschirmen
abgeworfen, die auf dem Flugfeld von Postbeamten eingesammelt werden.
Die Fallschirme werden dabei mit Scheinwerfern angestrahlt.
Das Luftschiff befindet sich auf dem Weg vom Flughafen Rhein-Main (Frankfurt)
nach Lakehurst in USA (35. Ozeanüberquerung), wo es am -05-06 beim
Landemanöver in Flammen aufgeht.
Anm von Heribert Suntrop: "Vater, Bruder und ich warteten in der „Alhambra“ zwischen
Escher- und Merheimer Strasse vergeblich auf die Überfahrt des
Luftschiffs. Wir Kinder mußten in’s Bett, es ging nach
Hause.
LZ 129 kam mit Verspätung. Im Bett liegend, hörten wir vorm
Einschlafen wenigstens noch das tiefe Motorengeräusch des Zeppelins,
der über die Wickrather Strasse Richtung Butz fuhr.
Tage später hörten wir dann von der Katastrophe."
|
| |
|
| |
|
|
1937-05-00 |
Die
Fundamente der früheren Luftschiffhalle in Spich werden gesprengt.
Das Gelände wird baureif gemacht. |
| |
|
| |
|
|
1937-00-00 |
Der
Flughafen Köln Butzweilerhof verfügt über eine Wetterfunksendestelle,
eine Bodenfunk- und Peildienststelle, einen Navigationsfunkfeuerdienst
(für Nebel- und Nachtflüge) ferner: Ansteuerungs-, Platz-,
Hindernis-, Umrandungs- und Landebahnfeuer; Landebahnleuchten, leuchtende
Windanzeiger, Wolkenscheinwerfer und Befeuerung der Schlechtwetterlandebahnen. |
| |
|
| |
|
|
1937-06-08 |
Der
neu erbaute Fliegerhorst Köln-Ostheim wird an die Truppe übergeben.
Die I. Guppe/Jagdgeschwader 234 verlegt mit ihren Messerschmitt Bf
109C und Heinkel He 51B+) 1937-11-16) auf ihren neuen (fertiggestellten)
Einsatzhafen
Köln-Ostheim*).
+) Die Heinkel He 51B mit Traditionsfarbe = Orange noch bis 1938
Adjutant
der Gruppe ist Oberleutnant Günter Freiherr von Maltzahn.**)
Der nun wieder rein zivilverkehrsmäßig genutzte Flughafen
Butzweilerhof untersteht als „Feldmäßiger Einsatzhafen“ E
11/VI (=E-Hafen Nr. 11 im Flughafenbereichskommando „Koflug“ VI)
dem Fliegerhorst Köln-Ostheim als Leithorst.
Die Soldaten des Bodenpersonals marschieren vom Flughafen Köln
Butzweilerhof zum Fliegerhorst Köln-Ostheim, wo der Gruppenkommandeur,
Hauptmann Walter Grabmann, Generalleutnant Kühne als Standortältester
und Gauleiter Gohé den Vorbeimarsch abnehmen.
|
| |
|
| |
|
|
1937-06-13 |
Der
Reichsminister Dr. Joseph Goebbels ist auf dem Flughafen Köln
Butzweilerhof und begrüßt die Deutsche und Europäische
Kunstflugmeisterin Liesel Bach.
Anwesend sind dabei der Kölner Oberbürgermeister Dr. jur. Karl
Georg Schmidt, der Gauleiter des Gaues Köln-Aachen, Josef Grohé,
sowie Führer hiesiger NS-Organisationen. |
| |
|
| |
|
|
1937-06-00 |
Auf
Grund einer Verordnung der Regierung -Reichsluftfahrtministerium/Reichsjugendführung?- ………..?
vom ….…? 1937 sind bei allen staatlichen Behörden
mit technischen Betrieben - wie Post und Bahn- Schulungswerkstätten
für den Segelflugzeugbau einzurichten.
Mit Verfügung des Reichspostministers Ohnesorge vom 20.03. und 22.04.
-in der Abschrift vom 03.06.1937 an alle Reichspostdirektionen-zwecks Einrichtung
von Schulungswerkstätten für den Segelflugzeugbau wird im Fernmeldeamt
1 in Köln-Deutz eine Lehrwerkstatt eingerichtet.
Werkstattleiter wird der Kölner Ballonfahrer und ehemalige Segelflieger
des KCfL Peter Klein.*)
Peter Klein erhält mit Datum vom 1938-05-17 als NSFK-Mann der NSFK/Gruppe
12
-Sturm/ Standarte 2/65- den WL =Ausweis Nr. 193/38 mit der Berechtigung
als WL (Werkstattleiter) zum Bau von Gleitflugzeugen.
Diese Segelflugzeugwerkstatt steht den Angehörigen der NSFK (2/65)
und der Flieger-HJ des rechtsrhein. Bannes 16/Köln-Ost zur Verfügung
(1940-01-00).
Es werden sogenannte Baustufen 1-5 mit Prüfung abgelegt. Dies ist
Bedingung zum Erlangen des Segelflugscheines.
Bis 1945 werden in dieser Werkstatt drei Segelflugzeuge Grunau 9/SG-38
mit dem Namen „Postillion 1 – 3“ hergestellt.
Die Maschine „Postillon 3“ überdauerte angeblich den Krieg.
Verbleib unbekannt. |
| |
|
| |
|
|
1937-00-00 |
Oberleutnant
Willy Kanstein, der frühere Chef der Luftpolizeiwache
(1927-1934), kommt als „Offizier bei der Flughafenleitung Köln“ wieder
zum Flughafen Köln Butzweilerhof.
Er wird noch in diesem Jahr zum Luftamt Münster versetzt.
Anm.: Kanstein, der kurz vor Ausbruch des
2. Weltkriegs reaktiviert wird, streift bei einer Nachtlandung
mit einer Ju 52 einen Waldrand am Flughafen Frankfurt-Rebstock und
stürzt
ab. Er stirbt zwei
Monate später an seinen Verletzungen.
|
| |
|
| |
|
|
1937-07-00 |
Auf
dem Flughafen Köln Butzweilerhof landet die Focke Wulf FW
200 V1 Condor mit dem Kz: D-AERE.
Die Maschine mit dem am hinteren Rumpfteil aufgemalten Namen "BRANDENBURG" macht
ihren Erststart im Juli 1937.
Diese Maschine wird 1938 zur Durchführung von Langstreckenrekordflügen
umgebaut und erhält danach die Zulassung D-ACON und die Bezeichnung
FW 200 S-1.
Sie macht am 1938-08-10 den ersten Fernflug Berlin - New York -nonstop-
mit 6.371 km.
|
| |
|
| |
|
1937-08-01
|
Die
Ortsgruppe Köln der Gruppe 10 des NSFK veranstaltet die Freiballonwettfahrt
um den Wanderpreis der Kölnischen Zeitung 1937 (Zeitfahrt).
Am Start sind fünf Freiballone. Der Ballon KÖLN kann an diesem
Wettbewerb nicht teilnehmen, da z.Z. die obere Hälfte der Ballonhülle
erneuert wird.
Es starten in Köln:
Ballon „Roland“ vom NSFK Bremen unter Führung von Koch
( 24.Fahrt).
Ballon „Abrador“ vom NSFK Wuppertal unter Führung von
Kaulen Sen.
Ballon „Düsseldorf II“ vom NSFK Düsseldorf unter
Führung von Lohmann*) (? Fahrt)
*) oder Kaufmann ?_
Ballon „Düsseldorf III“ vom NSFK Düsseldorf unter
Führung von Kaufmann*) (? Fahrt)
*) oder Lohmann ?_
Ballon ….................? vom NSFK………......? unter
Führung von …................?
Die Organisation liegt
in den Händen des Sturmführers Major a. D. Karl Lenders.
Die erforderlichen Arbeiten werden durch die Männer des Ballonsturms
Köln I und 200 Helfern der Technischen Nothilfe erledigt.
Tausende Zuschauer verfolgen die Vorbereitung und den Start. Rudi Rauher,
der beliebte Reporter vom Reichssender Köln, verewigt die Fahrtvorfreude,
die Abschiedsworte und die ganze Anteilnahme ringsum für seinen
Sender auf der Wachsplatte.
Die IG Farbenwerke in Leverkusen haben wiederum einen Lautsprecherwagen
zur Verfügung gestellt. Die Reichswetterwarte Köln ist durch
Dr. Müller vertreten.
Der Ballon „Abrador“ aus Wuppertal wird geführt von
dem Inhaber des Weltrekords in diesem Wettbewerb (87 Stunden von Bitterfeld
bis zum Ural), Altmeister H. Kaulen sen., der jetzt seine 172. Fahrt
absolviert.
|
| |
|
| |
|
|
1937-08-14 |
Beim
Rheinland-Westfalen-Flug ist der Flughafen Köln Butzweilerhof
ein Ziel dieses Wettbewerbs bei der ersten Etappe von Bielefeld nach
Aachen.
Am Start in Bielefeld sind 60 Sportmaschinen.

Die zweite Etappe führt am Sonntag von Aachen nach Münster über
Essen-Mülheim mit Zwischenlandung in Düsseldorf.
Als erster Teilnehmer landet in Köln Deutschlands ältester Fluglehrer
Ehrler (Karlsruhe) mit seiner Klemm.
Anschließend treffen die weiteren Maschinen vom Typ Focke Wulf Fw „Stieglitz“,
Bücker Bü 131 „Jungmann“, Fieseler Fi5, Messerschmitt
Bf 108 „Taifun“ u. a. ein. Bis
zu 30 Maschinen stehen manchmal zu gleicher Zeit auf dem Rollfeld,
während ein halbes Dutzend, landend oder schon wieder startend,
in der Luft ist.
Mit einer der ersten Messerschmitt landet der Führer des Nationalsozialistischen
Flieger Korps (NSFK), Generalleutnant Friedrich Christiansen, der alte
Marineflieger und Führer der DO X 1932-09-21.
Zur Begrüßung ist der Stadtkämmerer Dr. Türk auf dem
Flugplatz erschienen. Die Besatzungen erhalten zur Erfrischung Kirsch mit
Rum und als Gaben der Stadt Kölnisch Wasser und Stollwerk-Schokolade.
Anm: Vorm Eintreffen
der Maschinen erscheint aus nördlicher Richtung hinter der R-Halle
mit donnerndem Motorengetöse die planmäßige englische
Verkehrsmaschine der Imperial Airways aus London.
Es ist der viermotorige Doppeldecker vom Typ de Havilland dH 86, der wegen
seines „Uralters" den Spitznamen „Adele“ (Adele
Sandrock) hat.
|
| |
|
| |
|
|
1937-00-00 |
Im
Reichsbahn-Güterbahnhof Köln-Nippes*) findet eine Artillerie-Verladeübung
statt, die von drei oder vier Heinkel He 51B des auf dem Fliegerhorst
Köln-Ostheim stationierten JG 234 übungshalber „angegriffen“ wird.
Die tieffliegenden Flugzeuge und ihr MG-Geknatter erregen großes
Aufsehen.
Die Flugzeuge tragen die der Einheit verliehene Traditionsfarbe Orange.
*) Anm: Die Militär-Verladerampe befand sich unmittelbar nördlich
der Einfahrten in die Unterführung Schmiedegasse an der Longericher
Strasse und war durch Rampenauffahrten beidseitig zu erreichen.
|
| |
|
| |
|
|
1937-08-28 |
Der
Kölner Flugkapitän der DLH, Anton Weigand, landet mit seiner
Junkers Ju 52/3m um 18.35 Uhr von Leipzig kommend auf dem Flughafen
Köln Butzweilerhof.
Weigand erreichte auf diesem Flug seinen 1 000 000sten Flugkilometer.
Die Direktion der DLH
AG –unterzeichnet von Frhr. v. Gablenz und (unleserlich)-
richtet ein Schreiben mit Glückwunsch, Wertschätzung,
Dank und Anerkennung an den Flugkapitän.
Während des Landeanflugs
schicken ihm die Kameraden von der Reichssportfliegerschule (ehemal.
Abfertigungsgebäude auf dem alten Platz, (ex Halle
II*) Leuchtraketen entgegen.
*) Anm: Vor den Oberlichtern über den Hallentoren steht in großen
Buchstaben: REICHSSPORTFLIEGERSCHULE.
Auf dem Platz haben
sich, mit Blumen und Telegrammen beladen, die Vertreter der auf
dem Flughafen stationierten amtlichen Stellen sowie seine Gattin
versammelt.
Auch die auf den Terrassen anwesenden zahlreichen Zuschauer nehmen regen
Anteil. Weigand wird zunächst von seiner Frau begrüßt
und gratuliert. Viele schließen sich an, so Flugleiter Preuß als
Vertreter der DLH, Oberinspektor Erich Gensicke (S.200), als Vertreter
des Oberbürgermeisters der Hansestadt Köln, Oberingenieur Pfeifer
von der Bezirksleitung West der DLH, der ihm die Goldene Nadel für
eine Million zurückgelegte Flugkilometer und ein Diplom überreicht,
ferner noch Wiggers, der Luftgaufachgruppenverwalter der Deutschen-Arbeits-Front
(DAF), Gruppe Luftfahrt, seine Arbeitskameraden, sein Bordmaschinist
Borell, der ihn seit Jahren begleitet und der Boy.
Der Flugkapitän
Fuhrmann, ebenfalls Luftmillionär, spricht seinem „jungen“ Kollegen
die herzlichsten Glückwünsche zu seinem Jubiläum
aus.
Flugkapitän Anton Weigand hat 600 000 Kilometer im Nachtflug auf
den Strecken Köln-London, Köln-Paris und Köln-München
zurückgelegt, die restlichen 400 000 Kilometer im Tagflug auf fast
allen europäischen Flugstrecken der Lufthansa.
In diesem Jahr eröffnete
Weigand -wie im Vorjahr schon- die Alpenstrecke Amsterdam-Köln-Frankfurt-Mailand-Rom.
In der letzten Zeit führt er die Maschinen der Strecken Köln-Berlin
und Köln-Leipzig. Weigand hat diese Million Kilometer ohne jeden
Unfall zurückgelegt.
Flugkapitän Anton Weigand ist der erste in Köln beheimatete/wohnhafte
Flugkapitän, der die erste Million hinter sich gebracht hat.
Er wohnt in Lindenthal in der Brahmstraße. 6.
|
| |
|
| |
|
1937-11-16
 |
Auf
dem Flughafen Köln Butzweilerhof wird das erste deutsche „Industrie-Großflugzeug“ vorgestellt.
Bei einer kleinen Feier vor der Wartehalle des Flughafens, an der führende
Männer der Partei, der Wirtschaft, der Wehrmacht, die Konsuln der
ausländischen Staaten und die Vertreter der Kölner Stadtverwaltung
teilnehmen, wird nach Ansprachen des Leiters der Verkaufsgemeinschaft Pharmazeutika „Bayer“ der
I. G. Farbenindustrie, Werk Leverkusen, Generalkonsul W. R. Mann, des Betriebsobmannes
der DAF des Werkes Leverkusen, Ocker, sowie des Luftfahrt-Dezernenten und
Stadtkämmerers der Hansestadt Köln, Dr. Türk, die Junkers
Ju 52/3m, Kz: D-AOHU, von Frl. Charlotte Moersen vom „Bayer“-
Direktions-Sekretariat mit den Worten: „Allzeit glücklichen
Flug zum Nutzen der deutschen Wirtschaft und zur Ehre des ganzen deutschen
Volkes!“ auf den Namen „Bayer“ getauft.
|
| |
|
| |
|
1937-00-00
 |
Das
Versuchs-Nurflügelflugzeug der Gebrüder Horten, die Horten
H Vb, startet auf dem Fliegerhorst Köln-Ostheim zum Erstflug.
Pilot ist Walter Horten, der Technische Offizier (TO) der I./JG 234
(ex III./JG134).
Anm.: Die Maschine wird
ab Kriegsbeginn 1939-09-01 (bis 1941) auf dem Fliegerhorst Potsdam-Werder
unter freiem Himmel abgestellt. Ab 1941 wird sie dann wieder flugfähig
gemacht.
|
| |
|
| |
|
|
1937-00-00 |
Fertigstellung
der Flakkaserne an der Flughafenstraße in Köln-Ossendorf.*)
Die Kaserne wird bezogen von der I. Abteilung /Flak Regiment 74 Köln
unter dem Kommandeur Major Römer (Gliederungsübersicht für
den 01.10.1937).
Ab 01.10.1936 hatte die Abteilung die Bezeichnung I./Flak-Rgt. 19, Kommandeur
Major Römer.
Sie wurde zum 1937-10-01 umbenannt.
*) Baubeginn nach
dem Truppeneinmarsch in Köln am 1936-03-07,
Richtfest 1936-09-26.
Hinweis: 1938-11-15
In nächster Zeit finden hier alle Nachmittage „Anmeß-Übungen“ der
Kommando-Geräte auf ein Zieldarstellungsflugzeug statt.
|
| |
|
| |
|
|
1937-00-00 |
Das
seit 1936-07-24 bestehende umfangreiche Sicherheitssystem der Nachtbefeuerungsanlage
auf dem Flughafen Köln Butzweilerhof wird ergänzt.
Es werden drei Landebahnleuchten von je 3.300 Watt installiert.
Eine Leuchte wird an der Ostseite der alten Flugzeughalle III am nördlichen
Rollfeldrand und eine weitere auf einem kleinen Gebäude südwestlich
des Empfangsgebäudes fest eingebaut.*)
Die dritte Landebahnleuchte ist durch einen eingebauten elektrisch betriebenen Ölkompressor
hydraulisch versenkbar. Sie befindet sich am Westrand des Rollfelds.
Das Schalten der Leuchten erfolgt über Steuerleitungen von der Luftaufsicht
aus.
Als weitere Sicherungsmaßnahme wird die in unmittelbarer Nähe
zur Peilschneise stehende ehemalige Riesenflugzeughalle (R-Halle) aus
dem Weltkrieg entfernt, da sie bei schlechtem Wetter ein Hindernis
bildet.
Auch die bisher 60 Meter breite östliche Einflugschneise wird
durch Niederlegung des südlichen Teils(Hälfte) der alten
Halle I auf 130 Meter verbreitert. Durch diese Maßnahme erhalten
die bei Westwind einfliegenden Maschinen eine hindernisfreie Einschwebemöglichkeit.
|
| |
|
| |
|
1937-12-06
 |
Nikolausfeier
für Waisenkinder auf dem Butzweilerhof
|
| |
|
| |
|
|
1938-02-00 |
Die
Kölnerin Gisela Schmitz (21) macht nach einer zweijährigen
Ausbildung im Deutschen Luftsportverband (DLV)/NSFK die Ballonfahrerprüfung.
Sie startet gegen 10.00 Uhr vom Startplatz am Lindentor mit dem Ballon „ …….......?“
und landet 16.22 Uhr an einem Waldrand bei Düren.
|
| |
|
| |
|
|
1938-03-20 |
Am
Tag der Wehrmacht, finden auf den beiden Kölner Flughäfen
Butzweilerhof und Ostheim Flugveranstaltungen statt.
Der Fliegerhorst Köln-Ostheim wird zur Besichtigung geöffnet.
|
| |
|
| |
|
|
1938-06-20 |
Auf
dem Flughafen Köln Butzweilerhof landet, von Berlin kommend, zum
ersten Mal eine Focke Wulf FW 200 „Condor“.
Es handelt sich um die FW 200 V2 „Westfalen“ mit dem Kz: D-AETA,
WNr. 2484, die ab 1938-05-06 in der Streckenerprobung der DLH zur Verdichtung
der Flugpläne auf verschiedenen Strecken fliegt.
Nach der baldigen Fertigstellung einer zweiten Maschine kommt sie in den
planmäßigen Einsatz.
Der
städtische Beigeordnete Dr. Türk begrüßt
die Besatzung mit den Piloten Flugkapitäne v. Gössel
und Graf Schack.
Die Maschine startet zum Rückflug nach Berlin mit
Zwischenlandungen in Essen und Dortmund. Dort werden weitere Passagiere
aufgenommen.
Auf dem Flughafen Köln Butzweilerhof landet die Focke Wulf FW
200 „Condor“ „Nordmark“, Kz: D-AMHC, der Lufthansa.
Es handelt sich um die Wnr. 2895, Baumuster V 5 (S-3), eine Maschine
der Serie A-o.
Bei dieser Serie von 10 Maschinen der Ausführung S-1 bis S-10
handelt es sich um eine zivile Ausführung mit 25 Sitzplätzen
(plus 4 für die Besatzung).
Der Anflug des Kölner Flughafens erfolgte wahrscheinlich im Rahmen
der Streckenerprobung.
|
| |
|
| |
|
|
1938-07-00 |
Die
British Airways nimmt für die Morgenverbindung Croydon-Brüssel-Köln
und für die Nachmittagsverbindung Köln-Frankfurt/M. Flugzeuge
vom Typ de Havilland DH 86 -viermotorig- in Betrieb.
|
| |
|
| |
|
|
1938-08-08 |
Brief
an den „Flughafen Köln-Riehl:
Köln 6.8. Die Nachbarschaft möchte nachts ihre Ruhe haben.
Am Tage macht uns das Fliegen nichts aus.
Die Nachbarschaft vom Griechenmarkt.
|
| |
|
| |
|
|
1938-09-00 |
Auf
dem nördlichen Teil des alten Flughafengeländes Butzweilerhof
(ehemalige Funkstelle) am Butzweiler Weg: Hier findet anlässlich der Sudetenkrise eine Wehrübung
einer Luftnachrichten-Kompanie statt.
An dieser Übung nimmt der Kölner Luftwaffen-Unteroffizier
Alfred Court *) teil.
Chef der LN-Kompanie: Oberleutnant …..?
Anm.: Nicht verwechseln mit Alexander Court!
|
| |
|
| |
|
|
1938-09-22 |
Englands
Ministerpräsident, Neville Chamberlain, landet auf dem Flughafen
Köln Butzweilerhof mit einer viermotorigen Lockheed 14, Kz:
G-AFGN, der British Airways.
Er wird von Außenminister von Ribbentrop begrüßt und schreitet
mit diesem und Sir Neville Henderson, britischer Botschafter in Berlin, Dr. jur.
Karl Georg Schmidt, Kölner OB, und Ernst Frhr. Von Weizsäcker, Staatssekretär
des Auswärtigen Amtes, sowie anderen die Front der Ehrenkompanie ab.
Schulkinder aus Köln-Esch sind mit ihrem Lehrer zum Flughafen gekommen,
um den englischen Premier zu sehen.
Dieser
trifft sich mit Adolf Hitler in Bad Godesberg im Hotel Dreesen
zu Besprechungen über
die Sudetenfrage.
Chamberlain fliegt am -09-24 wieder nach England zurück.
Chamberlain kommt mehrmals vom Flughafen her durch Köln-Longerich und wird
dort von der Schuljugend freudig begrüßt.
Gelandet sind auch zwei zweimotorige britische Maschinen vom Typ Bristol Blenheim
mit den Kennzeichen G-AFCF und G-AFCE, die wahrscheinlich Begleitpersonen Chamberlains
befördert haben.
|
| |
|
| |
|
|
1938-09-28 |
„Das
neue Zeppelin-Luftschiff „Graf Zeppelin“ über Köln“.
Anm: Es muß sich hier um das neue Luftschiff LZ 130 „Graf
Zeppelin II“ handeln, welches am
1938-09-14 seine erste Fahrt machte, der dann noch 30 Werkstatt- und Probefahrten
folgen, ehe
es stillgelegt wird (Ausfuhrverbot von Heliumgas in Amerika).
|
| |
|
| |
|
|
1938-11-01 |
Die
auf dem Fliegerhorst Köln-Ostheim stationierte Jagdgruppe I./JG
234 wird umbenannt in I./JG 132 „Schlageter“.
|
| |
|
| |
|
|
1938-11-15 |
Gliederung
der Kölner Flak:
In der Flakkaserne Köln-Ossendorf*), Flughafenstraße sind
stationiert:
Stab/Flak-Regiment 14*) unter dem Kommandeur Oberstleutnant. Neuffer,
später
Oberst Schreder,
II./Flak-Regiment 14 unter dem Kommandeur Major Hinke.
*) in Schloss Wahn ? L81/S.77
Für die Kölner Flak werden vom Luftdienstkommando (LDK)
Ostheim fast täglich mit Junkers W 34, Heinkel He 51B und Arado
Ar 76 Zieldarstellungsflüge durchgeführt.
|
| |
|
| |
|
|
1938-00-00 |
Der
Flughafen Köln Butzweilerhof hat täglich 25 planmäßig
abgehende und ankommen-
de Flugverbindungen, die ausschließlich zur Postbeförderung
genutzt werden sowie
7 Fluglinien, die ausschließlich der Fracht- und Postbeförderung
im deutschen und europäischen Raum dienen.
In diesem Jahr
wurden von Köln aus insgesamt 2.261.462 kg Post
befördert.
Dieser Verkehr erfuhr eine Steigerung um 53 Prozent.
Damit war das Verkehrsaufkommen in Köln größer als
auf den drei Flughäfen Düssel-
dorf, Essen-Mülheim und Dortmund zusammen.
Seit 1937 ist
Köln
zum wichtigsten Postumschlagplatz des Westens avanciert.
Diese positive Entwicklung wird durch den im nächsten Jahr ausbrechenden
2. Weltkrieg unterbrochen.
|
| |
|
| |
|
|
1938-00-00 |
In
diesem Jahr führte die Konfrontationspolitik des Deutschen Reiches
zu deutlichen Einbußen im Luftverkehr. Die Okkupation des Sudetenlandes
im Oktober hat schließlich eine auch im Kölner Flugverkehr
zu spürende Distanzierung des Auslandes zur Folge. Durch das Fernbleiben
ausländischer Fluggäste verringerte sich die Frequenz der
ankommenden und abgehenden Flugzeuge um 11 Prozent und die der Fluggäste
um
17 Prozent.
Auf dem Butzweilerhof: 11.055 Starts u. Landungen (ohne Militär),
40.743 Fluggäste wurden abgefertigt.
In diesem Jahr, dem letzten vollen Betriebsjahr vor dem Kriege, starteten
3.846-mal
Lufthansa-Flugzeuge vom Flughafen Köln Butzweilerhof.
Der Flughafen
Frankfurt/Main verdrängt - mit der Anzahl der Flugbewegungen
- den Flughafen Köln Butzweilerhof auf den 3. Platz im Reichsgebiet.
Folgende Fluggesellschaften fliegen den Platz an:
Deutsche Lufthansa, Imperial Airways, British Airways, Finnair, Swissair,
Balair (Schweiz), Air France, Ala Littoria (jetzt Alitalia)
und einige kleinere Gesellschaften wie Sabena, KLM, Farmann.
|
| |
|
| |
|
|
1938-00-00 |
Trotz
der rückläufigen Statistik wird ein Bebauungsplan ausgearbeitet,
der den Ausbau und die weitere Modernisierung des Flughafens Köln
Butzweilerhof vorsieht.
Vor allem die Beseitigung der alten Flughafenanlagen ist geplant. An
ihre Stelle soll eine neue, mit allen modernen flugtechnischen Einrichtungen
versehene Flugzeughalle entstehen und der NSFK-Flugzeugführerschule
zur Ausbildung des Fliegernachwuchses zur Verfügung gestellt werden.
Außerdem ist eine Kasernierung einer großen Zahl von Flugzeugführern
auf dem Flughafen vorgesehen.
Zu dieser Zeit wird reger Schulungsflugbetrieb (Platzrunden) mit Arado
Ar 66 und Focke-Wulf Fw 44 betrieben.
|
| |
|
| |
|
|
1939-00-00 |
Der
ehemalige Flughafendirektor des Flughafens Köln Butzweilerhof,
Maximilian Hantelmann, jetzt beim Luftamt Köln, Sedanstr.11 tätig
(1936-01-01), wohnt noch in Köln-Longerich, Lindweiler Weg
90, Tel. 59769 (Dienstwohnung des Flughafendirektors).
|
| |
|
| |
|
|
1939-00-00 |
Die
auf dem Fliegerhorst Köln-Ostheim liegende I. Gruppe/JG 132 wird
auf Messerschmitt Bf 109E umgerüstet.
|
| |
|
| |
|
|
1939-03-18 |
Der
Kölner Flughafen Butzweilerhof mit 28 Gefolgschaftsmitgliedern
ist der Berufsgenossenschaft der Feinmechanik und Elektrotechnik
angeschlossen.
Diese führt, nach Gewerbezweigen getrennt, unentgeltliche Lehrgänge
für Unfallvertrauensmänner in Königswinter durch.
Die Fahrtkosten einschließlich Zehrgeld von 4,20 RM und 8.00 RM=12,20
RM trägt die Berufsgenossenschaft und sollen vom Betrieb einstweilen
verauslagt werden. Der Betrieb hat nur den Lohnausfall zu tragen.
Die Flughafenverwaltung ebenso die Deutsche Lufthansa beabsichtigt je einen
Unfallvertrauensmann zu ernennen, obwohl die Unfallziffern auf Flughäfen
nicht hoch sind.
|
| |
|
| |
|
|
1939-03-20 |
Tag
der Wehrmacht.
Der Fliegerhorst Köln-Ostheim öffnet seine Tore für die
Bürgerschaft.
Besonders dieser Flugtag ist eigens als Veranstaltung für die Kölner
Jugend proklamiert worden.
Wegen des sehr schlechten Wetters müssen fast alle Vorführungen
der I. Gruppe/JG 132 ausfallen. Die Gruppe fliegt Messerschmitt Bf 109E1
und Bf 109E3.
Es gibt es keine Heinkel He 51B mehr im Staffeldienst.
Die
auf dem Platz liegende I. /JG 132 wurde Anfang des Jahres auf Messerschmitt
Bf 109E umgerüstet.
|
| |
|
| |
|
| 1939-04-15 |
Die
Imperial Airways gibt die Flugverbindung Croydon-Brüssel-Köln-Frankfurt/M.
auf.
|
| |
|
| |
|
|
1939-05-01 |
Die
auf dem Fliegerhorst Köln Ostheim stationierte I./JG 132 wird
endgültig umbenannt in I./JG 26 „Schlageter“.
Sie wurde Anfang des Jahres auf Messerschmitt Bf 109E umgerüstet.
|
| |
|
| |
|
|
1939-00-00 |
Ein
Pilot (Leutnant) der auf dem Fliegerhorst Köln-Ostheim stationierten
I./JG 132 unterfliegt mit seiner Messerschmitt Bf 109E die Hindenburg-
und Hohenzollernbrücke.
Das Ereignis wird von den Kölnern anerkennend oder empört
beurteilt.
Der Pilot wird wegen „Verstoßes gegen fliegerische Zucht und
Ordnung“ disziplinarisch bestraft.
|
| |
|
| |
|
|
1939-06-06 |
An
die Direktion des „Flughafens“ K – Bocklemünd
Longerich :
Auf einer Postkarte beschwert sich ein Schwerkriegsbeschädigter:
„Notiz von Lebenden für unsere Toten!“
„Die Störungen der Fliegerei über unseren Friedhöfen, wo
unsere Toten still ruhen sollten, nimmt dermaßen zu, dass vorerst
an Sie diese 1. Notiz erfolgt! Namentlich der Nordfriedhof ist in starke
Mitleidenschaft gezogen.
Heil Hitler
Ein Schwerkriegbeschädigter
Anm: Drei Monate später beginnt der (Luft-)Krieg...
|
|
| |
|
| |
|
|
1939-07-01 |
Spätestens
zu diesem Zeitpunkt wird auf dem Fliegerhorst Köln-Ostheim das
Flughafenbereichskommando 4/VI eingerichtet.
Personalmäßig ist es in der Spitze wohl weitgehend mit der Fliegerhorstkommandantur
identisch.
|
| |
|
| |
|
| 1939-07-07 |
Die
AIR FRANCE setzt auf der Streck Berlin-Köln-Paris (u.a.) die
Potez 68 „............„? Kz: F-ANOK ein.
|
| |
|
| |
|
|
1939-08-05 |
Flieger-Wiedersehen
in Köln.
Eingeladen sind alle Flieger von 1914-1939 (weitere Angaben nicht vorhanden).
Für die aus diesem Anlaß herausgegebene „Festschrift und
Festfolge“ ist Major der Sch. Roenneke, Köln Ubierring 47 verantwortlich
(Inhalt).
Druck von Karl Glitscher, Köln-Mülheim.
|
| |
|
| |
|
|
1939-08-26 |
Erster
Mobilmachungstag:
Der Zweite Weltkrieg beendet vorerst die Privatfliegerei.
Zeugnis davon gibt die letzte Eintragung im Bordbuch von Hermann Havertz:
„ Das Flugzeug D-EELE darf bis auf weiteres nicht geflogen werden.
Der Flugzeugführer Havertz ist belehrt worden.“
Auf Grund dessen montiert Havertz seine Maschine auseinander und bringt
sie in seine Werkstatt. Er will sie dort bis nach dem Kriege verstecken.
Der Mobilmachungsplan der Luftwaffe sieht für den
Fall eines Kriegsausbruches die Nutzung der Wahner Heide zu Luftkriegszwecken
vor.
Vorgesehen ist die Unterbringung gewisser Einheiten (etwa 800 Mann).
Das wird von der Kommandantur des Truppenübungsplatzes nicht gern
gesehen, da die Wahner Heide seit 1933 nur für Übungen des
Heeres genutzt wird; vor allem für das Scharfschießen der
Artillerie.
Mit Wirkung dieses Tages wird Major d. R. Adolf Schellenberg (aus Leverkusen)
als Kommandant des Fliegerhorstes Wahn eingesetzt.
Der noch auszubauende Fliegerhorst Wahn wird „Feldmäßiger
Einsatzhafen“ E13/VI
(= E-Hafen Nr.13 im Flughafenbereichskommando „Koflug“ VI)
im Luftgau VI (Münster).
Er ist dem Fliegerhorst Köln-Ostheim als Leithorst und dem General
der Flieger Schmidt unterstellt.
Als Flugleiter wirkt auf dem Fliegerhorst Wahn bis Januar 1940 (Versetzung
als Kommandant zum Fliegerhorst Vogelsang/Eifel) Oberleutnant
Heinz Drecker ? 1939-09-01. Chef der Fliegerhorstkompanie 13/VI wird
(bis 1940-05-12)
Oberleutnant d. R. Hermann Brennemann.
Beim ersten Morgenappell nach der Mobilmachung meldet der Hauptfeldwebel
Mattay dem Kompaniechef 190 Mann.
Die Sollstärke der Kommandantur sind etwa 250 Mann.
|
| |
|
| |
|
|
1939-08-26 |
Heute
endet die Ära des Verkehrsflughafens Köln Butzweilerhof.
Der Flughafen der „Hansestadt“ Köln wird mit allen Gebäuden
und Einrichtungen sowohl des alten als auch des neuen Teils von der Deutschen
Luftwaffe übernommen.
Nach dem Erlaß R. d. L u. Obb. d. L. Chef der Luftabwehr ….vom
30. September 1939
… ist der Zustand der baulichen Anlagen und Rollfelder schriftlich festzulegen
usw.
Die
militärische Bezeichnung lautet:
Einsatzmäßiger Feldflughafen E 11/VI Köln
Butzweilerhof.
Die Stadtverwaltung ist für die fachmännische
Mitarbeit des Flughafenkommandanten Major (E) Schaedel besonders
dankbar.
|
| |
|
| |
|
|
1939-09-01 |
Beginn
des 2. Weltkrieges
mit dem Angriff gegen Polen)
Das auf dem Flughafen
Köln Butzweilerhof stationierte Industrieflugzeug
Junkers Ju 52/3m „Bayer“, Kz: D-AOHU 1937-11-16, wird von
der Luftwaffe beschlagnahmt und zum Verwundetentransport eingesetzt.
Anm.: Die Maschine
wird 1942 auf einem (Rück-) Flug von Afrika -unter
Flugkapitän Eberhardt Schäfer-,
dicht über dem Mittelmeer fliegend, von amerikanischen Jägern
abgeschossen.
Der in der Flakkaserne
Köln-Ossendorf (Flughafenstraße) stationierte
Stab/Flakregiment 14 wird als „Flakgruppe Köln“ eingesetzt.
Aus der II.Abteilung
des Flakregiments 14 (5 Batterien) in Ossendorf werden die Flakabteilungen
145 bis 148 aufgestellt, deren Batterien die im Frieden erkundeten
Stellungen um Köln beziehen.
Die gemischte Flakabteilung 146 wird in der Pionierkaserne Westhoven
aufgestellt; der Stab bezieht seinen Gefechtsstand im Gebäude des „Westdeutschen
Beobachters“ (NS-Zeitung) in Köln-Deutz an der Ecke Deutz-Kalker
Str./Östl.Zubringer.
Die schweren Batterien liegen in Eil, Gremberghoven, am Gremberger Wäldchen
und bei Niederkassel,
die leichten Batterien sind in verschiedenen Stellungen längs des
Rheinufers zwischen Deutz und Poll aufgestellt, unter anderem auch auf
Türmen der Südbrücke und der Fahrbahn der Autobahnbrücke.
Soldaten einer Flakbatterie quartieren sich in die Schule Köln-Longerich
ein, später werden diese durch eine Luftwaffenbau- und Flughafenkompanie
abgelöst.
|
| |
|
| |
|
1939-09-01
|
Tarnmaßnahmen
1939-09-01, 1940-06-00 Sommer
Der Betonkreis mit Namen KÖLN 1936-07-24 in der Mitte des
Rollfeldes wird von der Fliegerhorstkommandantur entfernt.
*) Anm. ein neuer Glasaufbau wird erst wieder 2007 auf dem Turm der Luftaufsicht
aufgebaut.
|
| |
|
| |
|
|
1939-09-01 |
Der
sich seit 1937-00-00 in Kanada befindliche „fliegende Pater“ Paul
Schulte, der in der Eisregion nördlich des Polarkreises MIVA-Stützpunkte
einrichtete, wird nach Ausbruch des 2. Weltkrieges dort der Spionage
für das Dritte Reich verdächtigt.
Die kanadische Regierung hält die von ihm aufgebauten 15 Funkstationen
für Peilstationen, die deutsche Langstreckenbomber unterstützen
sollen. Die ebenfalls vom Pater angelegten Benzindepots seien in Wahrheit
zur Versorgung deutscher
U-Boote gedacht, lautet die Beschuldigung.
Daraufhin verläßt Schulte Kanada und geht in die USA.
|
| |
|
| |
|
|
1939-09-03 |
Da
England und Frankreich dem Deutschen Reich den Krieg erklärt haben,
wird der gesamte zivile Flugverkehr nach Deutschland eingestellt.
|
| |
|
| |
|
|
1939-09-04 |
Erster
Fliegeralarm in Köln!
Die Flak schießt in den blauen Sommerhimmel. Es handelte sich jedoch
um kein feindliches Flugzeug, sondern um eine Messerschmitt Bf 109E*) vom
JG 26 „Schlageter“ in Köln-Ostheim mit dem Gruppenkommandeur
Hauptmann Gotthardt Handrick**) am Steuer.
*) Der Augenzeuge sieht das auf dem Nachhauseweg vom Reichsbahn-Ausbesserungswerk
Köln-Nippes (Lehre) nach Mauenheim, Gunther Str. 107
**) Anm: Olympia-Sieger im Modernen Fünfkampf 1936
Anm.: Es handelte sich wohl kaum um eine Panne.
Eher ist anzunehmen, dass die Führung die etwas phlegmatischen
Kölner zur Durchführung der vorgeschriebenen Luftschutzmaßnahmen
bringen wollte; denn die Wirkung nach diesem Fliegeralarm setzte prompt
ein: Sandsäcke, Wassereimer, Feuerpatschen wurden in großer
Aufregung im Haus an die vorgeschriebenen Plätze gebracht, Kellerfenster
verbarrikadiert und die letzten Dachbodenecken leergeräumt.
|
| |
|
| |
|
|
1939-10-03 |
Hauptmann
d. R. Hans von Schiller wird Horstkommandant auf dem Fliegerhorst Köln-Ostheim.
Diese Neubesetzung
erfolgt im Zusammenhang mit dem geplanten, strenggeheimen Unternehmen
der „Sturmgruppe Koch“ gegen das belgische Fort
Eben-Emael und die Maasbrücken am 1940-05-10.
Auch die Stelle des Horstkommandanten auf dem Flugplatz Köln Butzweilerhof
wird neubesetzt.
Die neuen Kommandanten sollen besonders vertrauenswürdig sein und
in die Aufgaben der „Sturmabteilung Koch“ („SA Koch“)
eingewiesen werden.
|
| |
|
| |
|
|
1939-10-04 |
Auf
dem alten Flughafenteil
am Butzweiler Weg wird die Nordhälfte
der Halle II durch einen Brand zerstört.
Es handelt sich hier um das zum 1926-04-00 umgebaute Hallenteil, in dem
sich die Abfertigungs- und Passagierräume befanden.
Die Südhälfte der Halle diente als geschützter Zuschauerplatz.
|
| |
|
| |
|
|
1939-10-24 |
Ein
im Westfriedhof befindliches Lager, in dem sich seit 1939-09-01- kurz
nach Kriegsbeginn - der durch die Bauleitung Köln-Ostheim auf
dem Flugplatz Köln Butzweilerhof abgebaute und eingelagerte gläserne
Dachaufbau mit den technischen Einrichtungen des Luftaufsichtsturms
befindet, brennt ab.
|
|
| |
|
| |
|
|
1939-10-27

|
Hitler
befiehlt Generalmajor Kurt Student, den Kommandeur der 7. Fliegerdivision,
zu sich in die Reichskanzlei in Berlin, Voss-Straße und fordert
ihn auf, Stellung zu folgendem Auftrag zu nehmen:
1. Die 7. Fliegerdivision
und die 22. Luftlandedivision unter Führung
von Student nehmen das belgische „Reduit National“ aus
der Luft und halten diese wichtige Befestigungslinie bis zum Eintreffen
des Heeres.
2. Eine weitere Fallschirmabteilung auf Lastenseglern erobern im Handstreich
das Sperr-Fort Eben-Emael und nördlich davon die Brücken über
den Albert-Kanal und die Maas-Brücken in Maastricht und ermöglichen
den schnellen Übergang der 6. Armee über die Maas und den
Albert-Kanal.
Student meldete
nach einigen Tagen, der Auftrag sei durchführbar.
|
| |
|
| |
|
|
1939-11-01 |
Der
Kölner Flieger Heinrich Heinz, Angehöriger der Fliegerhorst
Kompanie Köln Butzweilerhof, erhält seine Beförderung
zum Gefreiten.
|
| |
|
| |
|
|
1939-00-00 |
In
den Waldpfad am Brücker Mauspfad werden Schneisen geschlagen,
in denen Flugzeuge abgestellt werden können.
Im Laufe des Krieges baut man dort auch Bunker zum Schutz von Personal
und Fernmeldeeinrichtung.
|
| |
|
| |
|
|
1939-00-00 |
An
der östlichen Grenze des Flughafens Köln Butzweilerhof wird
quer zum Butzweiler Weg eine zweite Flugzeughalle (Halle 2) errichtet.
Anm.:Zwei Fotos
vom Sommer 1939 - aufgenommen vom Butzweiler Weg aus - zeigen das
dafür
vorgesehene Gelände im ursprünglichen und im abgeräumten
Zustand.
|
|
| |
Bitte
bewegen Sie den Cursor über das
Bild.
|
| |
|
|
|
| |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Keine
Haftung für unvollständige oder fehlerhafte Informationen.
|
Quellenangaben
können gerne bei mir erfragt werden.
|
| |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Diese
Chronik ist Eigentum von Heribert Suntrop.
Eine Kopie, auch auszugsweise, ist ausdrücklich nur mit schriftlicher
Genehmigung erlaubt.
|
|
|