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| 1193 - 1909 Die Anfänge der Luftfahrt | |||||||||||||||||||||||
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Keine
Haftung für unvollständige oder fehlerhafte Informationen. |
Quellenangaben
können gerne bei mir erfragt werden.
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Diese
Chronik ist Eigentum von Heribert Suntrop. Eine Kopie, auch auszugsweise, ist ausdrücklich nur mit schriftlicher Genehmigung erlaubt. |
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| 1193-00-00 |
Der
scholastische Gelehrte Albertus Magnus fliegt mit der Tochter des
Königs von Frankreich von Paris nach Köln.
Dieser wohl älteste Hinweis auf die Kölner Luftfahrt ist
in der Mythologie zu finden. So veröffentlichte der Kölner Beyerlinck 1631 in seinem Lexikon Magnum Theatrum Vitae Humnae (übersetzt: Großer Schauplatz des menschlichen Lebens, Köln 1631) die erste zusammenfassende Fluggeschichte. Es handelt sich hierbei um eine Aufzählung sämtlicher Flugversuche, von denen er gehört oder gelesen hatte. Der
Hinweis auf Köln lautet: |
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Albertus
Magnus lebte von 1193 bis 1280 und wirkte lange Zeit in Köln
als Kirchenlehrer und Dominikaner. Er war Gründer des Generalstudiums
Köln und Wegbereiter des deutschen Neuplatonismus und der
Mystik. (*) Anm.: Aus H.L. ist nicht zu entnehmen, daß L. Beyerlinck Kölner ist; auch ist A. Magnus nicht erwähnt. (J. Sighart lag zur Überprüfung nicht vor.) (M. Michael 09.06.1996) |
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Mit freundlicher Genehmigung
von Siegfried Glos -> www.das-alte-koeln.de |
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| 1230-00-00 |
Der
Butzweiler Hof, nach dem bald 700 Jahre später
der Kölner Flughafen benannt wird, ist als landwirtschaftliche Nutzfläche
bezeugt. Der Hof gehört zum Stift St. Andreas. Eine Kunigunda bewirtschaftet auf dem Butzweiler, hinter Ossendorp gelegen, 26 Hufe Land nach dem Erbrecht und zahlt dem Stiftskapitel 2 Malter Weizen. Anfang und Mitte des 19. Jahrhunderts befinden sich in Butzweiler zwei Höfe, die von drei (1816) und 20 (1843) Personen bewohnt werden. |
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| 1783-09-19 |
Zum
ersten Mal erhebt sich ein mit Lebewesen (Hammel, Hahn und Ente)
besetzter Heissluftballon von der Erde.
Der von den Gebrüdern Joseph und Etienne Montgolfier gebaute „Aerostat“ wird
in Gegenwart des Königs Louis XVI. in Versailles öffentlich
vorgeführt. |
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| 1783-11-21 |
1.Start eines Heissluftballons, der MONTGOLFIERE Der Franzose Pilatre de Rozier erhebt sich als erster Mensch in einem von den Gebrüdern Montgolfier gebauten Heissluftballon - Aerostat genannt - in Anwesenheit des Königs Louis XVI. und einer riesigen Menschenmenge von der Erde und treibt anschließend in Begleitung des Marquis d’ Arlandes mit dem Ballon 25 Minuten über Paris. *) Nach dieser Quelle: am 21.10. und in 2 Stunden in 1000 Metern Höhe |
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| 1783-12-01 |
1.Start eines Gasballons, der CHARLIERE Der französische Professor Charles steigt in Begleitung von Robert mit seinem Wasserstoffgasballon vom Startplatz auf dem Marsfeld in Paris zu seiner ersten Fahrt auf. 300 000 (?) Menschen spenden beim Start den kühnen Ballonfahrern Beifall. Nach zwei Stunden Fahrtdauer landet der Ballon 40 km von Paris entfernt. Nach dieser Quelle: drei Stunden und 45 Minuten sowie Fragezeichen bei 40 km ) -->
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| 1785-10-21 |
Der
Rat der Stadt Köln erläßt ein Startverbot
für einen Ballon des Franzosen Jean-Pierre Blanchard.
Er gestattet ihm nur, seinen Ballon öffentlich zur Schau zu stellen. Nach
dieser Quelle: Ein Antrag Bl. an den Kölner Rat von diesem
Tag wird abschlägig beschieden mit dem Argument, es sei vermessen
gegen Gottes Barmherzigkeit gesündigt, derartiges zu unternehmen. |
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| 1788-05-00 |
Dr.
Georg Haffner, der Landphysikus des Amtes Monheim, läßt
in Deutz vom Gasthof (?) „Zum wilden Manne“ einen
Ballon eigener Bauart (Konstruktion (?) Charlière ) drei Mal
steigen. Nach dieser Quelle: Aufstieg von drei erleuchteten, unbemannten Luftballonen mit Erlaubnis des Deutzer Amtmanns Sand. Eine große Anzahl von Schaulustigen kommen und geben viel Geld aus. |
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| 1788-06-13 |
Drei Luftschiffern, die mit einem Ballon aufsteigen wollen,
wird ihr Vorhaben untersagt. Sie setzen sich jedoch darüber hinweg und erobern als erste die Lüfte über Deutz - damals noch Nachbarstadt von Köln. |
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| 1788-06-00 |
Der
Landphysiker des Amtes Monheim, Dr. Georg Haffner, kündigt mehrmals per Anzeige seine Absicht an, in Deutz mit einem
selbst angefertigten Ballon aufzusteigen. Bei der Herstellung konnte
das interessierte Publikum gegen Zahlung eines „Konvenzionsthalers“ im
Gasthaus zum „Wilden Manne“ in Deutz zuschauen. |
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| 1795-06-29 |
Die
Franzosen lassen am Rande der Stadt Köln - vor
dem Hahnentor - einen Fesselballon mit einem militärischen Beobachtungsposten
aufsteigen. In einem Beschwerdebrief des Balthasar Kourt an die französische Verwaltung vom 15.07.1795 fordert er eine Entschädigung für die durch das Auflassen des Ballons auf seinem Feld entstandenen Schäden |
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| 1808-04-00 |
Ballonaufstiegsversuche
in Köln durch die Luftschiffer
Sinval und Guerin. Nach dieser Quelle: Sie geben ihre Absicht einen Ballon aufsteigen zu lassen, von dem dann Guerin mit einem Fallschirm abspringen wird, in zwei Zeitungsinseraten bekannt. |
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| 1817-00-00 |
Eine „Allerhöchste Kabenittorder“ des
Preußischen Königs Friedrich Wilhelm III. sanktioniert den
Ankauf von 400 Morgen der Wahner Heide von den Geschwistern Heeremann-Zuydwyk
auf Burg Wahn. Der Platz hat eine Größe von 1500 x 700 Metern und dient als „Revue“- und Schießplatz. Anlage eines Schießplatzes unter der preußischen Herrschaft. Erstmals Übungen preußischer Truppen auf der Wahner Heide. |
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| 1818-00-00 |
Erwerb
des ersten Übungsplatzes, der rund 60 rheinische
Morgen groß ist, durch den preußischen Staat. |
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| 1847-05-00 |
Zwei
Ballonstarts in Köln durch den berühmten
englischen Astronauten Charles Green. Das interessierte Publikum hat gegen Bezahlung von 5 Silbergroschen Gelegenheit, Greens Ballon samt verbessertem Fallschirm im großen Casino-Saal zu Köln zu besichtigen. Green ist einer der beliebtesten Ballonfahrer des 19.Jahrhunderts (*1785, + 1870), dem 506 Aufstiege gelungen sein sollen. |
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| 1861-00-00 |
Angeblich
hat sich Paul Hänlein (1835-1904) in Köln-Bayenthal
mit dem Bau eines Luftschiffmodells beschäftigt, mit dem ihm im
1871-10-00 einige Flugversuche gelingen. |
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| 1870-08-30 |
Der
englische Luftschiffer Henry Coxwell (1819-1900) - von der preußischen
Heeresverwaltung verpflichtet - bildet auf dem Gelände
der Eisenbahnwerkstatt Köln-Nippes ein Détachement von
40 Mann in der Handhabung des Materials und bei einigen Ballon-Fesselaufstiegen
aus. |
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| 1870-08-31 |
Krieg gegen Frankreich 1870/71
Bildung
zweier Luftschiffer-Détachement in Köln - je
1 Offizier und 20 Mann stark - unter Pr.-Leutnant Joesten und Leutnant
d. R. Mieck. |
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| 1870-08-30 |
Coxwell
bildet in der Eisenbahnwerkstatt Köln-Nippes
ein Détachement von 40 Mann in der Handhabung des Materials
und bei einigen Fesselaufstiegen aus. |
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| 1870-09-08 |
Das
vom 1870-08-30 - 09-05- von dem englischen Luftschiffer Henry Coxwell
auf dem Gelände der Eisenbahnwerkstatt in Köln-Nippes
ausgebildete Détachement rückt mit dem kleineren Ballon
zur Belagerung Straßburgs aus.
Die Auflösung erfolgt bereits am 10.10.1870. |
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| 1871-10-00 |
Mit
dem von Paul Hänlein (1835-1904) in Köln-Bayenthal
im Jahr 1861-00-00 (angeblich) gebauten Luftschiffmodell gelingen
(ihm ?) einige Flugversuche. |
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| 1876-00-00 |
Der
im Jahr 1817 vom Preußischen Staat angekaufte
und 1860 erweiterte Truppenübungsplatz auf der Wahner Heide muß nochmals
erweitert werden auf 7.500 Meter Länge und 2.000 m Breite (= 1.500
Hektar). |
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| 1878-03-00 |
Der
Aviatiker aus Brüssel, Gustave Landreau, ersucht
beim Polizeipräsidenten um die Erlaubnis, am 15. und 19.05. gemeinsam
mit seinem Kollegen Palont in Köln mit dem Ballon aufsteigen zu
dürfen. |
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| 1880-00-00 |
Der
Aeronaut Maximilian Wolff führt als ständige
Attraktion im Riehler „Goldenen Dreieck“ Ballonfahrten durch. |
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| 1881-08-31 |
Gründung des „Berliner Verein für Luftschiffahrt“. Dieser stationiert später den Ballon „Süring“ in Köln. |
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| 1885-00-00 |
Luftschiffer
von dem am 1884-06-01 in Berlin eingerichteten „Ballon-Détachements
zur Aufstellung von Versuchen mit Captiv-Ballons“, welche ihre
Kaserne und Werkstatt auf dem Ostbahnhof in Berlin haben, nehmen u.a.
an einer artilleristischen Belagerungsübung bei Köln (Wahn)
*) teil. Zu den Offizieren der Einheit gehört Preuß. Leutnant v. Schudi. |
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| 1887-04-01 |
Das „Ballon-Détachements
zur Aufstellung von Versuchen mit Captiv-Ballons“ - gegründet
am 1884-06-01 wird nach zweimaliger (März u. Mai 1886) Etataufstockung
- umbenannt in „Luftschiffer-Abteilung“. *) Die Soldaten tragen Garde-Pionier-Uniform mit einem „L“ als Abzeichen. *) Sie ist Vorläuferin für die bald ins Leben gerufenen Festungs-Luftschiffer-Abteilungen und die späteren Luftschiffer-Bataillone. |
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| 1888-08-08 |
In
Brüggen/Erft wird Jakob Möltgen
geboren -(+ 15.12.1875)-. Möltgen wird ab Mitte der 1920er Jahren einer der bekanntesten Kölner Flieger: Er ist ab 1926 Chef der Kölner Fliegerschule des Kölner Clubs für Luftfahrt (KCfL), Fluglehrer, Sachverständiger und Mitbegründer des Sportflugplatzes Köln Butzweilerhof, des Kölner Clubs für Luftsport (KCfL),Vorsitzender der Motorsportabteilung des KKfL und Flugleiter und Chef der Fliegerschule Köln. |
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| 1888-00-00 |
Gründung des „Ballon-Sport-Club Cöln,
gegr.1888“. Am 07.06.1890 bezeichnet sich Maximilian Wolff in einem Schreiben an den Polizeipräsidenten von Köln als Ingenieur und schriftführender Vorsitzender. |
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| 1889-00-00 |
Es
soll in Köln eine “Vereinigung zur Förderung
der Luftschiffahrt“ gegeben haben. Unter Führung eines „Kapitäns“ Maximilian Wolff (1880-1889) werden an Wochenenden Ballonfahrten unternommen. Zu den ersten Kölner Luftsportlern gehören prominente Bürger der Stadt, wie z. B. Dr. Eckert, der spätere Rektor der Kölner Universität, Josef Stelzmann, die Gebrüder Stollwerk und die Gebrüder Clouth. Gestartet wird in Deutz. |
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| 1889-06-08 |
Beim
Füllen des Ballons „Colonia“ auf
dem Gelände der Internationalen Sportausstellung passiert Maximilian
Wolff ein Mißgeschick: Der Ballon platzt. Schnell wird das kleinere Luftschiff „Schwalbe“ startklar gemacht. Der Ballon steigt unter großer Zuschauerbeteiligung in gefesseltem Zustand auf, erhält aber kurz danach infolge einer starken Windbö eine Delle und muß am Weiher im Zoologischen Garten notlanden. Anm.: Internationale Sportausstellung im nördlichen Teil des (heutigen) Zoos, in dem sich bis nach dem 2.Wk. eine Radrennbahn befand und heute die Spielplätze aufgebaut sind. |
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| 1890-00-00 |
Der über
Kölns Grenzen hinaus bekannte Ballonfahrer
Maximilian Wolff gründet als Pendant zum Berliner Vorgänger
(1881-09-08) den „Verein zur Förderung der Luftschiffahrt,
Cöln“ und avanciert zum Chefredakteur des Sammelwerks „Das
Luftschiff“. Außerdem bezeichnet er sich als Träger der goldenen Club-Medaille des Kölner Ballon-Sport-Clubs. |
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| 1890-07-07 |
Maximilian
Wolff startet mit zwei Passagieren an Bord des Ballons „Stollwerck“ vom Gelände der Kriegskunst-Ausstellung
im „Kaisergarten“. Die Fahrt geht Richtung Bensberg. Mit den Passagieren, dem Kaufmann Peter Schmitz -gleich-zeitig Klimm-Bamm-Präsident und Blaue-Funken-Präsident- sowie dem Fabrikanten Depenheuer im Korb, steigt der Ballon schnell auf 2.400 Meter Höhe. Bei der Landung in Bensberg geschieht das Unglück. Dort laufen zur Hilfe acht Landarbeiter herbei. Beim Ausstieg der beiden schwergewichtigen Personen reißt sich der so um einige Zentner erleichterte und zusätzlich von einer Windbö gepackte Ballon plötzlich los und nimmt einer der Landarbeiter sowie Peter Schmitz mit sich in die Höhe. Während sich der Vereinspräsident weiter an der Gondel festhalten kann, stürzt der Landarbeiter aus Bensberg ab und verletzt sich schwer. In ca. 3.000 Metern Höhe gelingt es Wolff schließlich, seinen exponierten Passagier mit einem Seil am Korb festzubinden. Dann kann Wolff landen; Schmitz wird wohlbehalten abgesetzt. Der Ballon jedoch, um das Gewicht des Karnevalspräsidenten erleichtert, steigt sofort wieder in die Höhe. In Overath kann Wolff endlich den Ballon verlassen, indem er in einen Baum springt. Er zieht sich dabei leichte Verletzungen zu. Der Ballon geht später bei Olpe nieder. Anm.: Der Bericht Wolffs im Kölner Tageblatt vom 08.07. findet so großes Interesse, daß er in weiteren 27 Zeitungen in ganz Deutschland veröffentlicht wird. |
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| 1891-00-00 |
Otto
Lilienthal gelingt als erstem Mensch ein Gleitflug von 15 Meter
vom Windmühlenberg
bei Derwitz.
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| 1892-10-00 |
Das „Ballon-Détachement
zur Aufstellung von Versuchen mit Captiv-Ballons“, aufgestellt
am 1884-06-01 in Berlin, absolviert ein Lehrkommando in der Festung
Köln. |
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| 1894-05-19 |
Offensichtlich
hat die Verbreitung der Ballon-Unfallgeschichte in den Zeitungen
(1890-07-07) die Aufmerksamkeit der Bevölkerung
im Hinblick auf die Vermeidung ähnlicher Vorgänge geschärft..
Heute erreicht den Kölner Polizeipräsidenten ein Brief,in
dem davor gewarnt wird, dem Luftschiffer Robert Feller, genannt Ferrel,
die Erlaubnis für einen Ballonaufstieg zu erteilen.
In einem beiliegendem Zeitungsartikel wird berichtet, wie Ferrel das
Leben seiner Passagiere durch Trunksucht gefährdet.
Anm.: Welche Maßnahmen eingeleitet wurden ist nicht bekannt. Aber ein Jahr später (1895-06-30) findet man den Astronauten wieder bei Berufsausübung im „Goldenen Eck“ in Riehl. |
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| 1894-05-00 |
Ein
Herr Paulussen stellt den Antrag, den Luftschiffer Robert Feller
auf dem Grundstück
des Freiherrn von Oppenheim, Riehler Str.163-165, aufsteigen zu lassen. |
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| 1895-06-30 |
Der
Luftschiffer Robert Feller will zusammen mit der bekannten Luftschifferin
Luise
Giese (25) -Künstlername „Miss Polly“-
im „Kaisergarten“ im Riehler „Goldenen Eck“ aufsteigen.
Der für heute von ihr annoncierte Aufstieg ohne Gondel mit dem Sicherheitsballon „Colombus“, ist mit Verfügung des Kölner Polizeipräsidenten vom 30.06.1895 untersagt worden. Zu „Miss Pollys“ zwei Attraktionen gehört der Aufstieg an einer Strickleiter, die unter dem Ballonkorb hängt. Nach Erreichen einer bestimmten Höhe springt die Artistin mit dem Fallschirm vom Ballon ab. Kapitän Ferrel muß den Ballon dann wieder zur Erde zurückbringen. Anm:. Nach einer Mitfahrt im Ballon 1888 ließ sie sich zur Ballonführerin ausbilden. Ihren ersten Ballon nähte sie selbst. 1892 wagt sie ihren ersten Fallschirmabsprung, Natürlich mit selbstgenähtem Schirm. Seitdem erhält die Aeronautin Engagements in vielen großen Städten des In- und Auslandes. 1913 gibt sie diesen Beruf auf. Anm.: Unter dem Künstlernamen „Miß Polly“ tritt auch die bekannte Frankfurter Fallschirmartistin und Ballonfahrerin Kätchen Paulus auf. Beide tragen bei ihren Auftritten Matrosenkostüme und werden häufig verwechselt. |
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| 1896-08-10 |
Otto Lilienthal
stirbt an den Verletzungen die er sich nach einem Absturz zugezogen
hat. |
"Lilienthals Traum" - eine einfühlsame Hommage an Otto Lilienthal von Reinhard Mey. | ||||||||||||||||||||
| 1897-00-00 |
Die „Cölner Ballon- und Gummiwarenfabrik Franz
Clouth“ wird in Köln-Nippes auf der Niehler Straße gegründet.
Gründer ist Kommerzienrat Franz Clouth. |
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| 1898-00-00 |
Graf
Ferdinand von Zeppelin besucht die „Cölner
Ballon- und Gummiwarenfabrik Franz Clouth“ und bestellt 18
große
trommelförmige Ballons, die in Manzell am Bodensee in das Luftschiffgerippe
des ersten „Zeppelin“ LZ 1 eingehängt und dort mit
Wasserstoff gefüllt werden. Auch die Ballonfabrik August Riedinger in Augsburg verpflichtete sich ausschließlich den gummierten Ballonstoff von Clouth zu verwenden. In den nächsten 20 Jahren stellt die Firma Franz Clouth dann auch selbst Freiballone und (ein) lenkbare(s) Luftschiff(e) in ihrem Werk in Nippes, Niehler Straße her. |
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| 1900-07-01 |
Graf
Zeppelin führt mit seinem Luftschiff LZ 1 die
erste Fahrt über dem Bodensee aus. Hinweis: Die Stoffhülle für LZ 1 wurde von der Kölner Firma Franz Clouth hergestellt und geliefert. |
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| 1901-00-00 |
Der
Ballon des „Cölner Aeroclubs“ erhält
den Namen „KÖLN“. |
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| 1902-00-00 |
Die
ersten Kölner Flugversuche mit Flächenflugzeugen
(ohne Motor), also Fluggeräten schwerer als Luft, finden auf einer
Wiese bei Leichlingen statt. Diese Fluggeräte aus Stoff und Draht wurden von Solinger Bürgern hergestellt und geflogen. *) Hinweis: nach anderer Quelle: 1906 |
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| 1902-00-00 |
Dem
Kölner Ingenieur Arthur Delfosse (19) gelingen
auf der Mülheimer Heide die ersten Luftsprünge. Delfosse - 1883 in Köln geboren von belgischen Eltern - ist einer der ersten Kölner Pioniere auf dem Gebiet des Flugzeugbaus. Seit 1902 baut er Eigenkonstruktionen mit denen anfangs nur einige Hüpfer gelingen. |
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| 1903-08-18 |
Karl
Jatho fliegt als erster Mensch mit einem selbst gebauten Motorflugzeug
in der Vahrenwalder Heide bei Hannover. Dieser Motorflug ist durch mehrere Augenzeugen bestätigt und findet ca. vier Monate vor den Gebrüdern Wright statt. Weiter Informationen zu diesem Luftfahrtpionier auf der Webseite "Das Karl Jatho Projekt" |
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| 1903-12-17 |
Der
Amerikaner Orville Wrigth hebt als zweiter Mensch mit einem Motorflugzeug
vom Boden ab.
Zwölf Sekunden dauert der Flug, bei dem 53 Meter zurückgelegt
werden.
Die
Gebrüder Wrigth bauen den ersten Flugmotor von 16 PS nach
den Plänen des Kölner Erfinders Nikolaus Otto. |
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| 1903-12-00 |
Eine
Kölner Zeitung bringt einen Kurzbericht über
den ersten Motorflug der Gebrüder Wrigth mit dem Vermerk, daß es
wahrscheinlich bei diesem Versuch bleiben wird ...... |
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| 1904-00-00 |
Bei
den diesjährigen Artillerieschießen auf
der Wahner Heide nehmen Soldaten der Berliner „Luftschiffer-Abteilung“ mit
ihren Drachenballonen (600 cbm) teil. Sie werden für die Dauer der Fußartillerie-Übungen nach dort verlegt und beobachten und lenken aus ihren hinter den Batterien hochgelassenen Ballonen das Artillerieschießen. Bei diesen Soldaten befindet sich bereits Erich Gensicke, der am 01-04-1909 vom Luftschiffer-Bataillon in Berlin nach Köln versetzt wird und später dem am 01-10-1911 in Köln gegründeten Luftschiffer-Bataillon 3 angehört. Anm: Erich Gensicke wird in den 30iger Jahren stellvertretender Direktor des Kölner Flughafens Butzweilerhof. |
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| 1904-00-00 |
Sensation
für die Kölner: Vier Luftschiffe kreisen gleichzeitig in geringer Höhe über der Stadt. |
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| 1905-10-14 |
Gründung der “Federation Aeronautique Internationale“ (F.A.I.)
.
Mitglied u.a.: der am 28.12.1902 in Augsburg gegründete “Deutsche Luftschiffer-Verband“. Hinweis: Dem „Deutschen Luftschiffer-Verband“ gehört an seit 1907: als 10. Klub der „Cölner Club für Luftschiffahrt“ (CCfL), der am 06-11-1906 gegründet wird. |
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| 1905-00-00 |
Bei
einem Testflug auf der Mülheimer Heide stürzt
Arthur Defosse ab und wird von in der Nähe exerzierenden Soldaten
aus den Trümmern seiner brennenden Maschine geborgen. Aber der Kölner Konstrukteur experimentiert weiter. |
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| 1906-09-09 |
Der „Cölner
Club für Luftschiffahrt e.V.“ (CCfL)
*) wird gegründet im Haus Kattenbug 1-3, zunächst unter dem
Namen „Kölner Aero-Club 15.01.1907. Gründungsinitiatoren sind Dr.Cornelius Menzen, Hans Hiedemann**) und Dr.Otto Nourney sowie Mitglieder aus den Reihen des „Kölner Automobilclubs“. Präsident
wird Rechtsanwalt Dr. Cornelius Menzen. nach
diesen Quellen: Dr.Eckert, später Rektor der Kölner
Universität, Die praktische Ausübung des Luftsports erstreckt sich anfangs auf Freiballone und Luftschiffe. |
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| 1906-00-00 |
Die
Kölner Ballonfahrer erringen als Teilnehmer bei
Wettbewerben große Erfolge, die als Weltrekorde vermerkt werden. So werden in diesem Jahr zum ersten Mal die Alpen überquert; von Paul A. Meckel von Davos aus. |
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| 1906-09-30 |
Die 1. Gordon-Bennett-Wettfahrt findet ab Paris statt.
Der
verstorbene Besitzer des „New-York-Herold“, Mr. James
Gordon Bennett, stiftete die Summe von 20.000 Mark zur Förderung
der Luftfahrt. |
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| 1906-11-06 |
Der
am 09-09- gegründete „Cölner Club
für Luftschiffahrt e.V.“ (CCfL) wird als „Kölner
Aero-Club“ Sitz Cöln a.Rh. in das Vereinsregister eingetragen. |
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| 1906-11-09 |
Der „Cölner
Club für Luftschiffahrt“ (CCfL)
wird als 10. Club in den „Deutschen Luftfahrer Verband“ (DLV)
aufgenommen |
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| 1907-01-15 |
Auf
der ersten Generalversammlung des am 09-11-1906 gegründeten „Kölner
Aero-Club“ erfolgt die Umbenennung in „Cölner Club für
Luftschiffahrt“. |
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| 1907-02-09 |
Der
erste Ballonstart des Cölner Clubs für Luftschiffahrt
(CCfL) findet in Deutz statt. Alle späteren Starts ab 28-04-1907 erfolgen auf dem Jugendspielplatz Lindentor am Aachener Weiher. Das 7.750 qm große Areal wird mit 36 Füllstellen ausgestattet. Die ersten drei Fahrten werden mit geliehenen Ballonen unternommen. |
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| 1907-00-00 |
Das
diesjährige Motto des Karnevalszugs heißt „Bilder
aus dem Kölner Leben“.
Die Narren nehmen vor allem die Errungenschaften der Technik ins Visier.
So verulken sie u.a. die Luftschiffahrt und den Automobilsport. |
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| 1907-04-01 |
Die
Kölner Ballonfahrer beschaffen sich den ersten
klubeigenen Freiballon, der auf den Namen „Köln“ getauft
wird.
Er hat ein Fassungsvermögen von 1.400 cbm. Gas. Die ersten drei Fahrten werden mit geliehenen Ballonen unternommen (00-00-1907). |
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| 1907-04-06 |
Der
am 01-04- auf den Namen „Köln“ getaufte
Freiballon des Cölner Clubs für Luftschiffahrt (CCfL) steigt
zum ersten Mal auf. |
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| 1907-04-28 |
Als
erster Kölner Ballonführer erhält der
Fabrikant Hans Hiedemann (45) die Ballonführer-Lizenz. Hiedemann
startet mit dem Ballon „Köln“ zum ersten
Mal vom Startplatz Lindentor. |
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| 1907-00-00 |
Der „Cölner
Club für Luftschiffahrt“ (CCfL)
wird als 10. Club in den „Deutschen Luftfahrer Verband“ (DLV)
aufgenommen. |
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| 1907-00-00 |
Der
Kölner Club für Luftschiffahrt (KCfL) richtet
die Tagung des Deutschen Luftschiffer-Verbandes (DLV), der Dachorganisation
aller Luftfahrt-Vereine, in Köln aus. |
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| 1907-00-00 |
Gründung des „Deutschen Aero Clubs“ (DAeC). |
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| 1907-00-00 |
Der
Franzose Louis Blériot führt auf der Rennbahn
in Köln-Merheim (lrh.) Flugkunststücke vor. |
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| 1907-06-27 |
Erster
großer Massenstart von 35 Freiballonen in
Köln. |
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| 1907-07-14 |
Die
Stadt beginnt mit dem Bau einer großen Luftschiffhalle.
Anm.: Es ist hier wohl die Halle der Fa.Clouth in Köln-Nippes gemeint 00-00-1907 |
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| 1907-00-00 |
Der
Kölner Fabrikant Franz Clouth läßt
in Köln-Nippes eine Luftschiffhalle errichten. Maße: Länge: 45m, Breite: 29m, Höhe: 17m. In der Halle baut Clouth sein erstes Luftschiff „CLOUTH “. Die Halle brennt Jahre später ab |
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| 1907-10-21 |
Der
deutsche Ballonfahrer und spätere Luftschiffbauer
Oskar Erbslöh (KCfL) gewinnt mit dem Ballon „Pommern“ die
2. Gordon-Bennett-Wettfahrt in St. Louis (USA) und erhält zum
ersten Mal den Pokal für Deutschland. Den 3. Platz belegt der Kölner Fabrikant und Ballonführer Hans Hiedemann (KCfL) mit seinem Klubkameraden Paul A.Meckel *) sowie dem Ballonfahrer Hauptmann Hugo von Abercron (Kompanieführer der 7. Kompanie/Füsilier-Regiment Nr.39 in Düsseldorf.) im Ballon Düsseldorf“. Das ist ein großer Erfolg für den Kölner Club für Luftschiffahrt (KCfL) im ersten Jahr seines Bestehens. Nach den heute noch gültigen Satzungen muß der gewonnene Pokal im nächsten Jahr in Deutschland, dem Heimatland des Siegers, verteidigt werden. |
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| 1908-05-01 |
Der
Cölner Club für Luftschiffahrt (CCfL) nimmt
seinen 2. Ballon, den „Clouth I“ mit 1.200 cbm in Betrieb. |
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| 1908-05-10 |
Der
Kölner Club für Luftschiffahrt (KCfL) veranstaltet
ein Ballon-Ausscheidungsrennen mit sehr vielen Teilnehmern für
das am 11-10- in Berlin stattfindende 3. Gordon-Bennett-Wettrennen.
Die
Sportkommission des Deutschen Luftschiffer Verbandes hat nur sieben
Führer für diesen Qualifikationskampf (Dauerflug) um den
Preis der Führerschaft im Gordon-Bennett-Wettrennen der Lüfte
zugelassen. |
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| 1908-00-00 |
Das
von dem Kölner Fabrikanten Franz Clouth im vorigen
Jahr gebaute Luftschiff „Clouth “ macht, von seinem Sohn
Richard geführt, seine erste und letzte Fahrt. Es stellt sich heraus, daß der Motor für die beiden Propeller zu schwach ist. |
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| 1908-08-02 |
Es
wird die Forderung an die Stadt Köln gestellt,
als erste deutsche Stadt dem Grafen Zeppelin eine Luftschiffhalle -
mit technischen Anlagen - bereitzustellen. Die Kölner Bürgerschaft soll mit Spenden den Baufonds bilden. |
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| 1908-08-05 |
Das
Zeppelin-Luftschiff LZ 4 wird in Echterdingen bei Stuttgart während
eines Gewittersturms aus der Verankerung gerissen und abgestrieben,
wobei es verbrennt. Aus der spontanen Geldspende der Schaulustigen am Unfallort entsteht die „Natinalspende des deutschen Volkes“, die innerhalb weniger Monate im Reichgebiet 6,1 Millionen Mark einbringt und damit den Weiterbau der Zeppelin-Luftschiffe sichert. Das nächste Luftschiff LZ 5 wird in genau einem Jahr, am 05-08-1909, nach Köln gebracht. |
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| 1908-08-17 |
Wilhelm
R. Greven (Greven-Verlag), Mitbegründer des
KCfL, erwirbt auf dem Ballon „Köln“ seinen Ballonfahrerschein. |
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| 1908-09-01 |
Der
Kölner Club für Luftschiffahrt (KCfL) nimmt
seinen 3. und 4. Ballon in Betrieb: „den Busley“ mit 2.200
cbm und den „Overstolz“ mit 1.400 cbm. Zwei Jahre nach Gründung besitzt der KCfL schon vier klubeigene Ballone: „Köln“, „Clouth I“, „Busley“ und „Overstolz“ und acht Ballone in Privatbesitz von: Hans Hiedemann, G. Stollwerck, Ludwig Dahmen und Leopold Leven sowie vier der Firma Franz Clouth - Clouth I bis IV - , die alle auch dem Club zur Verfügung stehen. Der Widerhall der neuen Sportart ist so groß und erreicht eine solche Volkstümlichkeit, daß die Veranstaltungen auf dem Ballonaufstiegsplatz vor dem Lindentor immer zu Ereignissen für die Kölner Bevölkerung werden. |
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| 1908-00-00 |
Die
3. Gordon-Bennett-Wettfahrten für Freiballone,
an denen sich die beiden Kölner Ballonfahrer Hans Hiedemann und
Paul A. Meckel beteiligen, finden in Berlin statt. |
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| 1908-10-11 |
Bei
der Gordon-Bennett-Wettfahrt in Berlin-Schmargendorf gerät
der Ballon „Busley“ des Kölner Clubs für
Luftschiffahrt unter Führung von Hans Hiedemann mit Dr. Victor
Niemeyer*) an Bord, die das Meer bis England von Cuxhaven ab überfahren
wollen, bei Helgoland in die Nordsee. **) Dem Ertrinken nahe, werden sie dank ihrer Geistesgegenwart von einem Dampfer aufgenom-men. Nach dieser Quelle: *) vom Niederrheinischen Verein für Luftschiffahrt (MüA I/S.16 **) nach dieser Quelle: |
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| 1908-00-00 |
Man
beabsichtigt in Köln ein Fluggelände zu
errichten. Aber erst 1912 kann der Grundstein zum Flughafen Butzweilerhof gelegt werden. Die Schwierigkeiten liegen darin, daß sich die Militärbehörde wegen des Festungscharakters der Domstadt bis dahin nicht für eine Zusage entscheiden kann. Mit der Errichtung einer Militärfliegerstation (1912) entfiel diese Ablehnung. Bis
dahin wird in Köln aber konstruiert und geflogen. |
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| 1909-00-00 |
In
den letzten neun Jahren sind auf dem Gelände
des Gehöfs Butzweiler Hof vereinzelt Ballone und Flugzeuge gelandet. |
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| 1909-00-00 |
Das
Luftschiffer-Bataillon 3 *) wird um eine Stelle „Major
beim Stab“ vermehrt.
Ferner wird ein „Verkehrsoffizier vom Platz“ für Köln bestellt. *) Das Luftschiffer-Bataillon 3 wird erst am 01-10-1911 gebildet. Gemeint ist hier die (Voraus-) Abteilung der Berliner Luftschiffer in Köln. 01-04-1909! |
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| 1909-00-00 |
Die
Forderung an die Stadt Köln vom 02-08-1908 zwecks
Errichtung einer Luftschiffhalle hat Erfolg: Die Stadt verhandelt mit der Militär-Bauverwaltung und der Brückenbauanstalt Gustavsburg bei Mainz wegen des Baues einer Luftschiffhalle zu Köln. *) *) Hinweis: Nur Ingenieure der Eisenbahn können z. Zt. solche Hallen bauen. |
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| 1909-00-00 |
Die
Kölner Ballonfahrer des Kölner Clubs für
Luftschiffahrt (KCfL) erringen mit ihrer erstmaligen „Non-Stop-Fahrt“ von
17 Stunden einen Weltrekord. |
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| 1909-00-00 |
Der
Kölner Fabrikant Franz Clouth, Mitglied des Kölner
Clubs für Luftschiffahrt KCfL), konstruiert und baut mit Unterstützung
einiger Mitglieder des Clubs einen zweiten Lenkballon, den „Clouth
II“. *) Das lenkbare Pralluftschiff hat ein Fassungsvermögen von 1.700 cbm (nach S224 nur 400 cbm) bei einer Länge von 42 m und einem Durchmesser von 8,40 m. Ein 40PS-Motor treibt zwei Luftschrauben an. Die Gondel hängt mittels Drahtseilen an einem Kiel aus Holzsprengwerk. Die ersten Fahrten, die unter Führung des Sohnes des Fabrikanten, (auch) Franz Clouth, durchgeführt werden, erfolgen mit drei bis fünf Personen über Köln und Umgebung. *)
Nach dieser Quelle sind diese Angaben falsch, ein Luftschiff „CLOUTH
II“ wurde nie gebaut ! |
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1909-04-01![]() |
Das
Kriegsministerium in Berlin beginnt mit dem Bau (Fundamentierung)
der Luftschiffhalle
in Köln-Bickendorf zwischen Venloer Straße
und Ossendorfer Weg. Die Bauzeit beträgt vier Monate. Ausführende Firma: Maschinenfabrik Augsburg-Nürnberg. Maße der Halle: Länge 152 m, Breite 50 m, lichte Höhe 27,5 m. Am Bau der Halle ist auch der Ehrenfelder Bauunternehmer Stephan Pöttgen, Lessingstr.6, beteiligt. Gleichzeitig wird eine Wasserstoffgasanstalt der städtischen Gaswerke in Köln-Ehrenfeld gebaut. Eine Vorausabteilung des Luftschiffer-Bataillons Berlin wird nach Köln verlegt und dem Verkehrsoffizier vom Platz unterstellt. Der junge Sergeant Erich Gensicke (29), der bereits 00-00-1904 zu Übungen nach Wahn kam, wird bei der 2. Kompanie Schirrmeister. Ihm obliegt die Pflege und Wartung des Luftschiffes (zunächst Z II) und der Anlagen. Der Kölner Club für Luftschiffahrt (KCfL) verpflichtet den Luftschiffer Erich Gensicke als Ballonmeister. Die sportlichen Ambitionen der Offiziere der Luftschiffer bringen für den KCfL einen großen Aufschwung. Das abgelassene Wasserstoffgas der Lufschiffe wird den Kölner Ballonfahrern über lassen. Die Luftschiffmaschinisten (von der Reichsmarine kommend) und Kölner Bürger Karl Schuster und Peter Bürvenich warten die Maschinenanlagen des Zeppelins (zunächst Z II). |
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| 1909-04-13 |
Am Ostersamstag
wird durch den Weidener Verschönerungsverein an der Schiller/Eichendorfstr.
in Weiden bei Cöln eine Linde - die Zeppelinlinde - zu Ehren von Graf von Zeppelin gepflanzt.
Über dieses Ereignis wird Graf von Zeppelin in einem Telegramm informiert. |
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| 1909-05-00 |
Von
Bitterfeld kommend trifft das „Parseval-Luftschiff
III“ unter Leitung von Major Stelling ein. Bald darauf treffen zwei kleinere „Sportluftschiffe“ ein: das von Ruthenberg aus Düsseldorf und das von Erbslöh aus Leichlingen. Das letztere wurde von Paul A. Meckel entworfen. |
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| 1909-06-00 |
Das „M
2“ (richtig: „M II“) genannte
Luftschiff des Berliner Majors Gross trifft - unter Führung von
Hans Hiedemann - in Köln ein.
Anm.: Major Groß führte bei den militärischen Ballonen der deutschen Armee die Reißvorrichtung ein. |
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| 1909-06-00 |
Vorsitzender
des Kölner Club für Luftschiffahrt
(KCfL) ist Studiendirektor Prof. Dr. Eckert, Köln. |
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| 1909-06-27 |
Internationale
Ballonwettfahrt in Köln - Ballon-Massenstart zu einer „Verfolgungsfahrt“- (mit Automobilverfolgung ) Diese erste große Veranstaltung wurde organisiert vom Cölner Club für Luftschiffahrt (und des Gummifabrikanten Franz Clouth *) Auf
dem Gelände des Jugendspielplatzes am Lindentor starten 35
große Gasballone zu einer Verfolgungsfahrt. Die
Kölner Zeitungen hatten die Bürger schon Tage vorher
auf diese großen Veranstaltungen eingestimmt und Tausende von
Schaulustigen wurden an diesem gewittrig/regnerischem Tag Zeugen
einer beeindruckenden Sportveranstaltung.
Hohe Eintrittspreise halten das Publikum jedoch auf Distanz. |
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Bei
den Startvorbereitungen werden die Luftschiffer von den Soldaten
der am 01-04-1909 von Berlin nach Köln verlegten Luftschiffer-Abteilung
unterstützt, während die Kapelle des Bergischen Feldartillerie
Regiments 59 unermüdlich spielt. Bitte bewegen Sie den Cursor über das Foto. |
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Aufziehende
Gewitter machen die Luftschiffer bedenklich, doch nach Befolgung
aller angeordneter Vorsichtsmaßnahmen, kann Prinz Oskar von
Preußen das Startsignal geben. Aufregung gibt es, als sich
zwei kleinere Ballone in der Luft ineinander verhaken. Die Besatzungen
schaffen es jedoch, die Ballone wieder zu trennen. Der Zug der
35 Ballone, der in nordöstlicher Richtung über Köln
zieht, ist imponierend. An diesem größten internationalen Wettbewerb vor dem Krieg nehmen ein belgischer und ein schweizer Ballon teil. |
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| 1909-06-28 |
Im
Rahmen der Veranstaltungen findet eine Rheinfahrt mit dem Sonderdampfer „Rheingold“ nach Königswinter
statt. Nach einem Besuch des Petersberges geht die Fahrt abends nach
Remagen
weiter. Ankunft in Köln um 23 Uhr. |
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| 1909-06-29 |
Internationale
Ballonweitfahrt in Köln
2.
Ballon-Massenstart zu einem Wettfliegen- Auf
dem Gelände des Jugendspielplatzes am Lindentor
starten um 15 Uhr (Planzeit) 34 Ballone. Auch an diesem Tag spielt die Kapelle des Bergischen-Feld-Artillerie-Regiments
59. Anm.
Zur Finanzierung der Veranstaltungen brachte der Kölner
Club für Luftschiffahrt (KCfL) 16.000 Mark auf, die jedoch durch
die verkauften Eintrittskarten nicht gedeckt wurden, weil die Preise
zu hoch lagen (27-06-). |
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| 1909-07-17 |
Geburtsstunde des Flugplatzes Hangelar bei Bonn. Der in Altenkirchen geborene Fritz Pullig erhebt sich mit seinem von ihm gebauten Gleit-Doppeldecker für 40 Sekunden auf sechs Meter Höhe vom Boden; gezogen von einem Automobil „Adler“ an einem 100 Meter langen Schleppseil. |
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| 1909-07-2 |
Louis
Blériot (37) überquert in 32 Minuten
als erster in seinem Eindecker Blériot XI den Ärmelkanal
von Calais nach Dover. |
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1909-07-2 |
Angeregt
durch Blériots Kanalüberquerung macht
sich der Kölner Jean Hugot (1881-1956) sogleich an die Verwirklichung
eigener Pläne: Er baut eine selbstkonstruierte Flugmaschine aus Holz und Stahlblech, denn es gibt weder Kon-struktionsanleitungen noch fertige Flugzeuge. Die Maschine wird 10 Meter lang und hat eine Spannweite von 12.80 Meter. Der Motor, von dem Kölner Arthur Delfosse angefertigt, hat drei Zylinder, 35 PS und gibt eine Geschwindigkeit von 60 km/h. Untergebracht ist der Flugapparat in einer Scheune auf dem Gelände des Butzweiler Hofs. Zunächst steht diese „Flugzeughalle“ allein in dem mit kniehohem Gras bewachsenen Gelände bis nach und nach auch andere Kölner Flieger die guten Start- und Landeeigenschaften des Areals nutzen und ebenfalls Unterkünfte für ihre Flugmaschinen bauen. Hugot besitzt in der Gumprechtstraße in Köln-Ehrenfeld eine Baumaschinenfabrik und Eisengießerei. |
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| 1909-07-00 |
Der
Kölner Handwerker Wagenbauer Signo überquert
in einem Flugzeug in 100 m Höhe erstmals den Rhein.
Obwohl nicht wohlhabend, hat Signo den Flugapparat selbst gebaut. |
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| 1909-07-00 |
Es
wird ein direkter Wetterdienst für den Kölner
Club für Luftschiffahrt (KCfL)und den Niederrheinischen Verein
ins Leben gerufen, der an Feiertagen und Samstagen gehandhabt wird. (Ob vom Meteorologischen Observatorium oder vom Club selbst, ist nicht eindeutig gesagt.) |
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| 1909-07-00 |
Fertigstellung
der Luftschiffhalle in Köln-Bickendorf.
Auf dem Feld zwischen Köln-Ossendorf und Köln Bocklemünd entsteht ein Luftschiffhafen, der dann als „Hafen Bickendorf“ bezeichnet, die erste Platzanlage in Köln ist, die zehn Jahre lang den besonderen Zwecken der Luftschiffahrt dient. Am Bau dieser Halle ist unter der Regie des Militär-Bauamtes die Maschinenfabrik Augsburg-Nürnberg sowie der Ehrenfelder Bauunternehmer Stephan Pöttgen, Lessingstr. 6 beteiligt (Maurer- und Betonierarbeiten mit Moniereisen). Pöttgen ist sehr besorgt um die Ausführung der Stahl-Betonierungen - eine Technik, die zu dieser Zeit (für ihn) noch neu ist. |
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| 1909-07-31 |
In
Frankfurt a. Main erscheint zur „Internationalen
Luftschiffahrt-Ausstellung“ , ILA, das lenkbare Prall-Luftschiff „Clouth
II. *) Der Kölner Club für Luftschiffahrt (KCfL) schickte den Lenkballon unter Führung der Herren Richard Clouth und Hptm. a .D. v. Kleist sowie den Maschinisten nach Frank furt/M. Die insgesamt 17 Aufstiege, die während der Ausstellungszeit erfolgen und an denen u. a. die Mitglieder des KCfL Josef Tillmann, Eugen Clouth und Dr. Müller teilnehmen, verlaufen erfolgreich und bestätigen die Richtigkeit der Konstruktion. Bei den Fahrten waren jeweils vier oder fünf Personen an Bord. Bei einigen Fahrten wurde das Luftschiff durch Motor- oder Steuerschaden zur Landung gezwungen. Eine Notlandung erfolgt auf den Bäumen quer über eine Straße in Frankfurt/M. Eine große Menschenansammlung entsteht, aber es wurde keiner verletzt. |
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| 1909-07-00 |
Das
in der Firma Franz Clouth, Rheinische Gummiwarenfabrik in Köln-Nippes
gefertigte kleine Luftschiff „CLOUTH“ wird
nach Frankfurt/Main zur ILA geschickt . Erst dort wird es
montiert und gefüllt, da dafür in Köln
wegen verspäteter Fertigstellung keine Zeit mehr war. |
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| 1909-08-00 |
Frau
Tony Werntgen besucht mit ihrem Sohn Bruno in dessen Semesterferien
die ILA in Frankfurt a.Main. Ihr Sohn ist so begeistert, daß er sich eine Dauereintrittskarte wünscht. Bei seinen täglichen Besuchen sieht er den Franzosen Blériot, der erst kürzlich am 25.7. in 32 Minuten den Ärmelkanal überquerte, den belgischen Baron de Caters , der über fünfviertel Stunde in der Luft blieb und dafür 40.000 Mark bekam, und er sieht den deutschen Flieger August Euler, der den Pilotenschein Nr.1 besitzt. Bruno Werntgen beschließt Pilot zu werden und setzt sich gegen die Widerstände seiner Mutter durch. Er bricht sein Studium ab, um Pilot und Flugtechniker zu werden. Die Ausbildung zum Flugzeugmechaniker macht er bei der Firma Dornier in Friedrichshafen. Die Mutter wird von der Begeisterung ihres Sohnes angesteckt, und beide gründen das „Deutsche Flugtechnische Institut“ in Köppern im Taunus, in dem es auch eine „Lehranstalt, Werkstatt und Versuchsstelle“ gibt. Nach den Entwürfen des Sohnes werden die ersten Flugzeuge des Typs „Bruno Werntgen“ gebaut. Da Frau Tony Werntgen dies alles finanziert, kann sie als erste Frau der Welt bezeichnet werden, die als Flugzeugherstellerin tätig ist. Mit den beiden Eindeckern mit je 30 PS-Motoren beginnt der Schulbetrieb. Es werden Flüge von 50 Meter Höhe und von 17 Minuten Dauer erzielt. Aus allen Teilen Deutschlands melden sich Flugbegeisterte. Inzwischen interessieren sich verschiedene Geldgeber für die Arbeit Bruno Werntgens und man will ein größeres Unternehmen für Flugzeugbau mit angeschlossener Flugschule, unter Mitarbeit des in Flugkreisen sehr bekannten Prof. Schütte in Mannheim gründen. Bruno Werntgen wird - 17jährig - als Konstrukteur und Fluglehrer verpflichtet. Auf Grund seiner außergewöhnlichen technischen Begabung kann er mit Genehmigung der Behörde schon den Führerschein für Kraftwagen erwerben. Das Mannheimer Unternehmen wird jedoch von Frau Werntgen aufgekündgt. |
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1909-08-02![]() |
Das
Zeppelin-Luftschiff LZ 5 startet in Frankfurt/Main zur letzten
Etappe nach Köln. Graf Zeppelin ist an Bord und soll - mit Genehmigung des Kaisers- das Luftschiff persönlich an das Militär der Festung Köln abliefern. Dort soll es als ZII in Dienst gestellt werden. Bei
der Überfahrt über den Rhein in Erpel muß das
Luftschiff wegen aufkommenden Sturms wenden und nach Frankfurt/M. zurückkehren.
*) Bei seiner nächsten Fahrt am 05-08- erreicht es dann ohne Zwischenfall Köln.
GEDENKSTEIN STURMFAHRT Gewidmet von der Gemeinde Erpel |
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| 1909-08-04 |
Bei
dem zweiten Versuch (erster am 02-08-) des Grafen Zeppelin sein
Luftschiff LZ
5 zur Festungsstadt Köln zu bringen,
zwingt beim Start in Frankfurt/M. ein Schraubenbruch zum Abbruch, und
man muß warten, bis der Schaden behoben ist. |
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1909-08-05![]() |
Das
Zeppelin-Luftschiff LZ 5 erscheint, von Ferdinand Graf von Zeppelin
selbst gesteuert, über Köln und landet vor
der neuerrichteten Luftschiffhalle am Ossendorfer Weg in Köln-Bickendorf.
Hier befinden sich zahlreiche Ehrengäste. Seit den frühen Morgenstunden warten die Menschen auf das Erscheinen des Zeppelins. Als er sich endlich von Westen kommend am Horizont zeigt, geht ihr Jubel unter im Geläute der Kaiserglocke des Kölner Doms. Vor der Landung umkreist LZ 5 zweimal die Domtürme und präsentiert sich so den Kölnern.
Oberbürgermeister Max Wallraf und der Gouverneur der „Festung
Cöln“, General der Infanterie von Sperling, begrüßen
den Grafen Zeppelin. Um Platz für dieses große Schiff zu schaffen, hat man die anderen Lenkballone etwas seitwärts abgestellt. Die Maße des LZ 5/Z II sind: Länge: 136m, Durchmesser: 13m, Inhalt: 15.000 cbm. Nach
der Begrüßung bildet sich ein improvisierter
Festzug zur Stadt. Der
Graf nimmt im Hause Herwarthstr. 31, bei dem Rechts-Beigeordneten
der Stadt Köln, Walter Laué, Quartier. |
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| 1909-08-05 |
Interessierte
Bürger können für 5 Pfennige
einen Rundgang durch die Bickendorfer Luftschiffhalle machen. Vor den
Toren der Halle machen Wurst- und Eisverkäufer, Zauberkünstler
und Anbieter von Ansichtskarten gute Geschäfte. Das Geschehen
entwickelt sich bald zur Dauerkirmes und Volksbelustigung für
die Bevölkerung. Landwirte, die rund um die Halle ihre Felder bewirtschaften, befürchten erhebliche Feld- und Flurschäden. Schon vor der Eröffnungsfeier macht der Bickendorfer-Ossendorfer Bürgerverein im Namen seiner Mitglieder darauf aufmerksam. Für derartig verursachte Schäden kann niemand regreßpflichtig gemacht werden, denn nach dem Naturaliengesetz vom 24.05.1898 sind nur durch Militär verursachte Schäden versichert. |
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| 1909-09-04 |
Das
Luftschiff „CLOUTH“ macht in dieser Zeit
unter Führung von Richard Clouth *) seine 4. bis 9. Fahrt vom Gelände
der ILA in Frankfurt a.M. *) Bei der 8. und 9. Fahrt lag die Führung teilweise in der Hand von Hauptmann von Kleist. |
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| 1909-09-19 |
Das Luftschiff Z III passiert Köln |
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| 1909-09-23 |
In
dieser Zeit startet vom ILA-Ausstellungsgelände
in Frankfurt a.M. das Luftschiff „CLOUTH“ unter Führung
von v.Kleist zu seiner 10. bis 12. Fahrt. |
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| 1909 09 30 |
Erste
Internationale Flugwoche in Köln.
Diese
erste fliegerische Großveranstaltung wird ausschließlich
von den Franzosen Louis Blériot (37), Louis Paulhan (26)
und Léon Delagrange (36, Bildhauer (S61 S.220) sowie
Bregi bestritten. |
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Im Anschluß
an die Flugwoche stellte Blériot
seine Maschine (12 m lang, 10 m breit, 60 PS-Antoinette-Motor)
im Kaufhaus Karl Peters (heute Karstadt) gegen eine bei Einkauf
von mindestens 3 Mark vergütbare Besichtigungsgebühr
von 50 Pf. für Erwachsene und 20 Pf. für Militär und
Kinder aus. |
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| 1909-10-16 |
Gründung
des ersten Luftverkehrsunternehmens der Welt: „ Deutsche Luftschiffahrts AG /Frankfurt/M. (DELAG)“. Die „Delag“ richtet
den Luftverkehr mit Zeppelin-Luftschiffen ein. |
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| 1909-10-25 |
Großes Luftschiffmanöver in Köln (jährlich
bis 1912 von Frühjahr bis Herbst). Bei dem vom Kriegsministerium in Berlin angeordneten Manöver in Köln-Bickendorf sollen militärischerseits zum ersten Mal unstarre, halbstarre und ganz starre Luftschiffe gegeneinander ausprobiert werden. |
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| 1909-00-00 |
Der
Kölner Club für Luftschiffahrt e.V. (KCfL)
verfügt über folgende Ballone: „ Busley“ 2200 cbm Fabrikat: Clouth gummierter Doppelstoff „ Clouth I“ 1200 cbm Clouth gefirnisste Baumwolle „ Clouth II“ 400 cbm Clouth gummierter Perkal „ Clouth III“ 900 cbm Clouth gummierter Perkal „ Clouth IV“ 1600 cbm Clouth gummierter Doppelstoff „ Clouth V“ 2200 cbm Clouth gefirnisste Baumwolle „ Hardefust“ 1600 cbm Clouth gummierter Doppelstoff „ Köln“ 1400 cbm Riedinger gummierter Doppelstoff „ Overstolz“ 1400 cbm Riedinger gummierter Doppelstoff |
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Keine
Haftung für unvollständige oder fehlerhafte Informationen.
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Quellenangaben
können gerne bei mir erfragt werden.
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Diese
Chronik ist Eigentum von Heribert Suntrop.
Eine Kopie, auch auszugsweise, ist ausdrücklich nur mit schriftlicher Genehmigung erlaubt. |
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