1900 -                1910 -                 1920 -                 1930 -                1940 -                 1950 -
        1960 -                1970 -                 1980 -                 1990 -                2000 -                 2010 -
   
     

     1980 - 1989    Die Flieger müssen den Butz verlassen.
                       
               
                                         
   
   
                                         

 
Die Chronik der Kölner Luftfahrt
von Heribert Suntrop

                                         
Keine Haftung für unvollständige oder fehlerhafte Informationen.
Quellenangaben können gerne bei mir erfragt werden.
     
                               
Diese Chronik ist Eigentum von Heribert Suntrop.
Eine Kopie, auch auszugsweise, ist ausdrücklich nur mit schriftlicher Genehmigung erlaubt.

 
 
1980-00-00
Jean Hiedemann, Sohn des Luftfahrtpioniers Hans Hiedemann, der als erster Ballonfahrer aus Köln, den Ballonführerschein erwarb, siedelte vor einigen Jahren mit seiner Maschinenbaufirma in die Köhlstraße, einem ehemaligen Teil des Flugplatzgeländes Köln Butzweilerhof.
Im Chefbüro hängt noch ein alter Holzpropeller des Vaters.
 
 
1980-01-22
Der Streit um den Flughafen Köln Butzweilerhof geht weiter.
Der Petitionsausschuß stärkt den Fliegern den Rücken. Die Sportflieger erhalten Schützenhilfe durch den Landtag. Die Segelflieger (über 100 Piloten) sollen ein Ersatzgelände bei Langel-Rheinkassel erhalten.
Die Motorflieger sollen nach Wahn. Durch Intervention der Stadt Köln wird dies jedoch vereitelt. Es heißt; „... in der Region Köln gibt es kein Platz mehr für die Fliegerei.“ Auch das Angebot der Belgischen Heeresflieger, den Sportfliegern eine Mitbenutzung ihrer Piste zu gestatten, wird vom Oberstadtdirektor abgelehnt. Jahrelang wurde im Rat der Stadt erklärt, daß die Belgier dies nicht zuließen ...
Sollte das OLG am 31.01.1980 gegen die Sportflieger entscheiden, so wollen die Flieger Revision beim Bundesverwaltungsgericht Kassel einlegen.
Dies geschieht dann auch so.
 
 
1980-01-30
Das OLG weist die Berufung des „IG Butzweilerhof“ nach dessen Vergleichsablehnung vom 1979-12-21 zurück. Gegen dieses Urteil legt die „IG Butzweilerhof e.V.“ Revision beim Bundesgerichtshof ein.
 
 
1980-03-25
Ein Bericht des Kölner Stadtanzeigers, unter Mitwirkung des Luftfahrtarchivs „AEROCRON“, über den Flugplatz Köln Butzweilerhof als „Luftkreuz des Westens“, erscheint in der Beilage „1000 Jahre Ossendorf“.
 
 
1980-03-26
Der Stadtrat hat den Bebauungsplan für das Gelände des Flugplatzes Köln Butzweilerhof im Stadthaus Gürzenich offengelegt.
 
 
1980-00-00
Der Ballonclub Colonia (?) bestellt bei der Ballonfabrik Augsburg einen Ballon, der Anfang des Jahres auf den Namen „Köln I“ getauft wird.
 
 
1980-04-00
Die Containerbaracke (bisher Büro „IG Butzweilerhof e.V.“) wird neben den Kontrollturm gesetzt und erhält für die Luftaufsicht eine Glaskanzel aufgesetzt. Nach dem Umbau beginnt die Luftaufsicht ihre Arbeit in diesem neuen Turm.
 
 
1980-05-18
Der Kölner Klub für Luftsport (KKfL) will gegen 17.00 Uhr alle Motorflugzeuge vom Flugplatz Köln Butzweilerhof verlegen.
Große Aufregung herrscht unter den Piloten.
Der Vorsitzende der „IG Butz“, Kabus, spricht sich für ein Verbleiben der Flugzeuge aus. Die Flugzeuge des KKfL werden verlegt u. a. nach den Flugplätzen Dahlemer Binz in der Eifel, Hangelar bei Bonn, Mönchengladbach, Leverkusen sowie Dierdorf im Siegerland (Slin, Kz: D-EAFU).
Einige Piloten wollen den 1980-05-19 abwarten.
 
 
1980-05-19
Der Regierungspräsident Düsseldorf erlaubt den Sportfliegern, zwecks reibungsloser Abwicklung des Flugzeug-Standortwechsels, bis zum -06-02 auf dem Flugplatz Köln Butzweilerhof zu bleiben.
Der Kölner Klub für Luftsport (KKfL) holt drei Flugzeuge zurück, damit wenigstens zu Pfingsten etwas Flugsport betrieben werden kann.
 
 
1980-00-00
Das Mitglied des Kölner Klubs für Luftsport (KKfL), der Nachwuchsfluglehrer Ferdinand Platz, nimmt an einem Fluglehrerlehrgang an der Segelflugschule in Oerlinghausen teil.
 
 
1980-05-28
Einer der letzten Flüge vom Flugplatz Köln Butzweilerhof macht der Besitzer des Luftfahrtarchivs „AEROCRON“, Bernhard Faßbender (44), mit einer Cessna F 172 des Kölner Klubs für Luftsport (KKfL) nach Koblenz und zurück.
Mit an Bord sind noch zwei weitere Passagiere: Heribert Suntrop (51) mit Tochter Doris (16).
Pilot ist Herr Vosen, ein Kölner Feuerwehrmann (Kollege von B. Faßbender).
 
 
1980-06-00
Der Bundesgerichtshof lehnt den Antrag der „IG Butzweilerhof e.V.“ (1980-01-30) auf Einstellung der Zwangsvollstreckung aus formalen Gründen ab.
Über die Revision selbst wird noch nicht entschieden.
 
 
1980-06-14
Abschieds-Grillpartie der „IG Butzweilerhof e.V.“ auf dem Flugplatz.
 
 
1980-07-18
Ortstermin auf dem Flugplatz Köln Butzweilerhof: Stadt Köln/“IG Butz“/Gericht.
 
 
1980-08-04
Um 20.30 Uhr gibt der deutsche Flugplatz Köln Butzweilerhof seinen Geist auf!
Der deutsche Flugbetrieb wird eingestellt.
Die Segelflieger verlassen den Geburtsort der Kölner Segelfliegerei am 1980-09-30.
 
 
1980-09-00
Rechtzeitig vor der Schließung des Flugplatzes Köln Butzweilerhof für den zivilen Verkehr kann die Luftsportabteilung des Polizei-Sportvereins (PSV) Köln noch zwei Tage der offenen Tür ausrichten, bei denen die Kölner Bevölkerung noch einmal Gelegenheit hat, sich über den Segelflug und den Flugbetrieb im allgemeinen zu informieren.
Es kommen Tausende. Bei Kaffee und Kuchen, Filmvorführungen, Kunstflugdarbietungen und ungezählten Gastflügen, haben die PSV-ler alle Hände voll zu tun, dem Andrang der Besucher standzuhalten.
Eine viersitzige Juji, Kz: D-EMXJ, (in Wahn gestartet) macht Motorkunstflug.
Vom belgischen Teil des Platzes werden Motorrundflüge (25,00 DM) und vom zivilen Teil Segelflugrundflüge durchgeführt.
 
 
1980-09-10
Eine bereits für den 1978-12-31 geplante Rundfunksendung des DLF „Englische Welle“ mit dem Titel „Das Ende einer Aera“ von Mister Hunter, wird um 20.10 Uhr gesendet. Alle Fakten und Daten kommen aus dem AEROCRON-Archiv.
 
 
1980-09-30
Durch einen Verwaltungsakt des Regierungspräsidenten Köln ist der Verkehrslandeplatz Köln Butzweilerhof (EDKU) geschlossen.

Die Frage ist nun: Wie soll es weitergehen? _
Die z. Zt. laufenden Bemühungen, auf einem anderen Fluggelände unterzukommen, führten bisher nicht zu einem befriedigenden Ergebnis. Die Kölner Flieger hoffen noch immer auf die seitens der Stadt Köln erklärte Absicht, Möglichkeiten -zumindest für den Segelflug- im Kölner Raum zu schaffen.

Die Belgischen Streitkräfte (16.Esc.Lt.Avn.) und auch der Belgische Fliegerklub (BSD Aeroclub FBA) fliegen weiter auf dem Flugplatz Köln Butzweilerhof. Eine Mitbenutzung des belgischen Teils des Butzweilerhofs durch den Kölner Klub für Luftsport (KKfL) hat die Stadt Köln mit den Belgiern vertraglich ausgeschlossen.

 
 
1980-10-00
Die Kölner Segelflieger sind gezwungen, ein Ausweichquartier zu suchen.
Die Motorfluggruppe des Kölner Klubs für Luftsport (KKfL) weicht mit ihrem Klubbetrieb nach Bonn-Hangelar aus. Ebenso der Hanseatische Fliegerclub (MüA VII/S.20).
Der Schulbetrieb findet auf der Dahlemer Binz in der Eifel statt.
In Hangelar wird ein Büro bezogen, das die Luftfahrerschule NRW in ihrem Gebäude an den KKfL vermietet hat.
Die Flugzeuge sind im Freien abgestellt.

Die Segelfluggruppe hat zunächst Gastrecht beim Porzer Club für Luftsport e.V. auf dem Flugplatz Eudenbach am Siebengebirge. *)
Anfang April nächsten Jahres soll hierüber in der I. G. der luftsporttreibenden Vereine Eudenbach konkrete Festlegungen getroffen werden.

Die Luftsportgruppe der Deutsche Jugendkraft (DJK) geht nach Langenfeld, die Luftsportgruppe Köln-Niehl nach Mönchsheide bei Bad Breisig und die Rheinbraun-Luftsportler fliegen zunächst in Frechen, später auf der Dahlemer Binz.

*) Dieser Verein, der nach der Eingemeindung der Stadt Porz auch ein Kölner Klub ist, ist auch schon viel umgezogen. Er war zunächst in Bonn-Hangelar, dann in Köln/Wahn (beschränkte Starterlaubnis) und von dort aus nach Schornbusch bei Euskirchen. Als dieser Platz, ebenfalls auf höheren Druck hin, geschlossen wurde, verschlug es diesen Porzer Klub 1978 nach Eudenbach bei Asbach hinter dem Siebengebirge. Beide Vereine schließen eine Ausbildungsgemeinschaft. Die Kölner Gruppe muß zu jedem Flugbetriebstag -samstags und sonntags- je Flugzeug einen Transportweg mit Segelflug-Transportanhänger (ca. 8m lang) von 150 km zurücklegen; es besteht in Eudenbach keine Unterstellmöglichkeit.

 
 
1980-11-13
Anläßlich des hundertjährigen Jubiläums der Domvollendung und des 700. Todestages von Albertus Magnus (1193-1280) kommt Papst Johannes Paul II. von Rom nach Köln.
Nach seiner Landung auf dem Flughafen Köln-Wahn fliegt das katholische Oberhaupt mit einem BGS-Hubschrauber SA 330 PUMA zum Butzweilerhof, um in der Longericher Kirche St. Dionysius an einer hl. Messe teilzunehmen.
Auf dem ehemaligen Fluggelände warten trotz schlechten Wetters 380.000 Zuschauer auf seine Ankunft. Bereits gegen vier Uhr morgens kamen die ersten Gläubigen zum Butz.
Der Papst feiert mit den Gläubigen auf dem ehemaligen Flugfeld eine Heilige Messe.
Der Altar steht auf dem nördlichen Teil der Nord-Süd-Betonstart-/landebahn.
Der Longericher Bahnhof erlebt an diesem Tag einen nie gekannten Massenandrang.
Nach dem Gottesdienst fährt der Papst in Begleitung von Erzbischof Joseph Kardinal Höffner im sog. „Papamobil“, einem umgebauten Geländewagen mit einem durchsichtigen Panzerglas-Aufbau, durch die jubelnde Menge.
Es ist wohl das letzte Mal, daß der Name „Flughafen Köln Butzweilerhof“ so oft genannt und von Funk und Fernsehen in alle Welt getragen wird.
 
 
1981-01-00
Auf Grund der großen Munitionsfunde auf dem Flugplatz Köln Butzweilerhof vor dem Papstbesuch am 1980-11-15, werden beiderseits des Mühlenwegs, wegen der Erweiterung des Westfriedhofs, Bombenräumkommandos eingesetzt.
 
 
1981-02-00
Die noch stehenden Flugzeughangars, die ehemalige Luftaufsicht und sonstige Gebäude auf dem Flugplatz Köln Butzweilerhof sollen verkauft worden sein.
Käufer soll Herr Kabus (Vorsitzender des „IG Butzweilerhof e.V.“) sein.
 
 
1981-03-00
Die in alle Winde verstreuten Mitgliedervereine der „Interessengemeinschaft Butzweilerhof“ (IG Butz) beschließen, ihren Namen den veränderten Verhältnissen anzupassen und nennen sich nun „Interesssengemeinschaft Kölner Sportflieger“.
Zwar sind die ausgebildeten Flieger froh, Ausweichplätze gefunden zu haben, machen sich aber Sorgen um ihren Nachwuchs. Denn keinem Jugendlichen ist zuzumuten, 90 Kilometer für eine Flugstunde zurückzulegen.
Die Suche der IG Kölner Sportflieger nach einem Segelflugplatz innerhalb des Stadtgebiets bleibt allerdings erfolglos. Alle Versuche scheitern am Widerstand der Anwohner.
 
 
1981-05-19
Der Container (ohne den Glaskanzelaufbau) der ehemaligen Luftaufsicht wurde in der vergangenen Woche wegtransportiert.
Die grüne Halle links neben dem Kölner Klub für Luftsport (KKfL) wurde teilweise abgebaut und kommt zur Grube „Fortuna“.
In der Kfz-Box des Rettungsfahrzeuges wurden Schafställe angebaut.
 
 
1981-06-00
Auf der Landebahn der Belgischen Heeresflieger wird eine Nacht-Landebahnbefeuerungsanlage installiert und in Betrieb genommen.
 
 
1981-06-00
Nachdem der Flugplatz Köln Butzweilerhof ein Jahr geschlossen ist und bisher keinerlei bauliche Maßnahmen getätigt wurden, hat man jetzt an der ausgehobenen Rasendecke mit Kanalarbeiten bei der Deutsche Jugenkraft (DJK)-Halle (3m abseits) begonnen.
 
 
1981-07-21
Die Deutsche-Jugendkraft (DJK)-Halle soll abgerissen werden.
Das ausgelagerte Inventar wird in einer anderen Halle bei einem Einbruch zertrümmert.
 
 
1981-08-01
Der Belgische Aeroclub Köln -BSD Aeroclub FBA- lädt zur 1. Ahr-Rotwein-Rallye ein. Mit dieser Veranstaltung soll die Tradition der früheren belgischen Rallye auf dem Flugplatz Köln Butzweilerhof fortgesetzt werden, die bisher regelmäßig vom Club ausgerichtet wurde.
 
 
1981-08-00
Zwischen dem Luftfahrt-Archiv „AEROCRON“ und den belgischen Sportfliegern werden Verhandlungen aufgenommen. Es geht dabei um die Frage, ob nicht ab 1982 jeweils einmal im Jahr ein Fly-In oder Flugtag/ Wettbewerb aller ehemals auf dem Flugplatz Köln Butzweilerhof ansässigen Piloten stattfinden könne.
 
 
1981-09-15
Die Deutsche-Jugendkraft-(DJK)-Halle wird abgerissen.
 
 
1981-09-26
Der Polizei-Sportverein (PSV), Abteilung Luftsport, veranstaltet auf dem Gelände des Flugplatzes Köln Butzweilerhof ein Sommerfest. Geboten werden u. a. preiswerte Rundflüge (vom belgischen Platz), Tombola mit wertvollen Preisen, Filmvorführungen, Grillstand und Bierausschank sowie Kaffee und Kuchen. Ferner wird informiert, wie es den Kölner Fliegern ergangen ist.
 
 
1981-00-00
Auf dem Flugplatz Köln Butzweilerhof landet ein Hughes-Hubschrauber mit dem Kennzeichen D-HBWM.
Er ist in den Farben der Stadt Köln (rot/weiß) gestrichen und setzt vor der Halle des Kölner Klubs für Luftsport (KKfL) auf. Dies ist allerdings nur möglich, weil der Pilot eine Außenlandegenehmigung hat.
 
 
1981-10-17
Der Tower des ehemaligen Flugplatzes Köln Butzweilerhof wird abgebaut und angeblich nach Norddeutschland verkauft.
 
 
1981-10-19
Die Reste der Kabus-Flugzeughalle werden abgefahren. Der Schrott wird zerschnitten; ehemalige Dokumente wie Abrechnungen, Belege, Flugpläne u. a. werden verbrannt.
 
 
1981-10-00
In der letzten Woche wurde mit Erdaushubarbeiten für den Fundamentbau einer Fabrikhalle begonnen.
Diese Halle wird dann in der Einflugschneise des ehemaligen Flugplatzes stehen.
 
 
1981-11-07
Zum 75jährigen Jubiläum des Kölner Klubs für Luftsport (KKfL) erhebt sich vom traditionellen Startplatz am Lindentor (Aachener Weiher) der Heißluftballon „GEROLSTEINER STERN III“
 
 
1983-01-18
In Köln wird der „Ultra-Leicht Flieger-Club Köln e.V.“ gegründet.
Geschäftsstelle ist: Kleistring 1, 5000 Köln 71 E.Erven.

1. Vorsitzender: F.J.Kabus 2. Vorsitzender: Dieter Sill Geschäftsführer: E. Erven
Mitglieder: ca.100
Beheimatet ist der Club auf dem belgischen Teil des ehemaligen Flugplatzes Köln Butzweilerhof (vorläufig). Der Verein bemüht sich um einen geeigneten Übungsplatz (Kölner Stadtwald, Poller Rheinwiesen oder ehemaliger Hubschrauberlandeplatz (der SABENA) Venloer Str./ Innere Kanalstraße).

Anm.: „Ultra-Leicht-Flieger (Flugzeuge) entstammen einer Verbindung aus Flugdrachen und Propellermotor, der es mit 25 PS auf eine Fluggeschwindigkeit von max. 80km/h bringt.
Das Gerät ist unter 100kg leicht und kostet ca. 16.000 DM.
Es kann von einer nur 60 Meter langen Wiese starten.

 
 
1984-00-00
Beginn der Baumaßnahmen.
Das auf dem Butzweilerhof stationierte schwere Transportbataillon 801 der Bundeswehr erhält neue Kasernen, eine neue Küche mit Kantine.
Die bisherigen Gebäude wurden Anfang der 50er Jahre von den britischen Besatzungstruppen als Behelfsunterkünfte erbaut und befinden sich in entsprechendem Zustand.
Zunächst muß das Gelände durch den Kampfmittelräumdienst gesäubert werden. Denn immer noch befinden sich Bombenblindgänger und Munition im Boden: Überreste des 2. Weltkriegs und der militärischen Ausbildung vieler Jahre.
 
 
1985-09-22
Das Luftfahrt-Archiv „AEROCRON“, Bernhard Faßbender, besteht 35 Jahre.
Aus diesem Anlaß findet die „I. Hans Hiedemann Ballon-Wettfahrt“ statt.
Start ca. 9.00 Uhr, Startplatz Grünanlage Frohnhofstraße an der Schützenhalle in Köln-Ossendorf.
 
 
1985-10-03
Ausstellung „75 Jahre Fliegerei-Geschichte auf dem Butzweilerhof in Ossendorf“.
Anläßlich der Wiedereröffnung der vollständig renovierten Geschäftsstelle Köln-Ossendorf der Stadtsparkasse Köln, Frohnhofstrasse (Zweigstellenleiter Runte), veranstaltet die „Bürgervereinigung Köln-Ossendorf 1925 e.V.“ diese Ausstellung in ihrem Jubiläumsjahr ab 03.Oktober.
 
 
1986-00-00
Auf dem Gelände des ehemaligen Flughafens Köln Butzweilerhof, auf dem nach dem Weggang der Engländer (Royal Air Force (RAF) im 1967-01-00 die Bundeswehr stationiert ist, werden seit 1984-00-00 Sommer umfangreiche Neubauarbeiten durchgeführt. Die alten Unterkünfte werden abgerissen und durch moderne Klinkerbauten in anderer Gruppierung ersetzt und in den mittlerweile gewachsenen Baumbestand integriert. Es werden neue Straßen mit Bürgersteigen sowie Rasenflächen mit Bäumen, Sträuchern und Blumenbeeten angelegt. Die alten Gebäude und Flugzeughallen bekommen, sofern sie noch genutzt werden, eine moderne Wärme-Isolierung. Auch das von den Briten installierte, koksbefeuerte Heizkraftwerk muß samt Koksschuppen, Kesselhaus und Schornstein niedergelegt werden. Neben häufigen altersbedingten Ausfällen sind vor allem der Emmissionsschutz Gründe für den Abriß. Die neue Fernheizung der Kaserne entspricht den Anforderungen des zeitgemäßen Umweltschutzes.
Am Ende der Ikarusstraße (früher Flughafenstraße) kann man jetzt wieder das alte Empfangsgebäude mit dem aus Lavabasalt gearbeiteten Reichsadler sehen.
Die Baumaßnahmen sind 1988 abgeschlossen.
 
 
1986-02-14
Pläne für den Aufbau eines Luftfahrtmuseums auf dem historischen Boden des ehemaligen Kölner Flughafens Köln Butzweilerhof werden konkret:
Bei der Feier zum 50. Geburtstag des Besitzers des Luftfahrt-Archivs „AEROCRON“, Bernhard Faßbender, in der Jüssenstr.32, bei der die Herren OTL Klaus Dieter Goß, Heribert Suntrop, Hans Joachim Hiedemann, Fritz Schramma, Gerhard Meybauer, E Meier und Hermann Miller anwesend sind, wird über die Möglichkeit bzw. die Vorbedingungen (Gründung eines Vereins u. a. ) gesprochen, auf dem Butzweilerhof ein Luftfahrtmuseum zu eröffnen.
OTL Klaus Dieter Goß, der Platzkommandant, bietet Räumlichkeiten in einem alten Gebäude (Feldhaus Nr.57 von den Engländern -RAF- nach dem Krieg gebaut) an.
Er spricht von der Möglichkeit im Rahmen der Planungen der Bundeswehr, in einigen Jahren evtl. in die ehemalige Empfangshalle des Gebäudes 1 umzuziehen.
 
 
1986-04-28
Gründungsversammlung eines Vereins Kölner Luftfahrtmuseum Butzweilerhof mit der Bezeichnung:
LUFTFAHRTMUSEUM KÖLN Butzweilerhof e. V.
1. Vorsitzender: Bernhard Faßbender Jüssenstr. 32, 5000 Köln 30
-Besitzer des Luftfahrt-Archivs „AEROCRON“
2. Vorsitzender: Heinz Beus Leipziger Str.7, 5000 Köln 40
Kassierer: Hermann Miller Breslauer Str.1, 5000 Köln 90
 
 
1986-05-28
1. Hauptversammlung des Luftfahrtmuseum Köln Butzweilerhof e. V. bei Bernhard Faßbender in der Jüssenstr.32.
 
 
1986-06-21
"Tag der Offenen Tür“
Solange die belgischen Heeresflieger noch auf dem Butzweilerhof stationiert sind, finden auch weiterhin luftsportliche Veranstaltungen statt.
So bietet diese Veranstaltung dem vom Flugplatz verbannten Kölner Klub für Luftsport (KKfL) Gelegenheit, seine alte Wirkungsstätte noch einmal zu nutzen.
Die Belgier haben in Reminiszenz an die Fliegerkameradschaft vergangener Tage den KKfL als inoffiziellen Mitveranstalter eingeladen, da der Club in diesem Jahr seinen achtzigsten Geburtstag feiert.
Helikopterdemonstrationen, Kunstflugvorführungen und Fallschirmabsprünge aus dem Hubschrauber stehen auf dem abwechslungsreichen Programm der „Ko-Veranstaltung“.
Als Attraktion des Tages starten am frühen Morgen 22 Heißluftballone, deren Fahrer aus allen Teilen der Bundesrepublik zum Butzweilerhof gekommen sind.
 
 
1986-11-00
Der Kommandeur der Bundeswehr-Kaserne Köln Butzweilerhof , OTL Klaus Dieter Goß, gibt dem Verein Luftfahrtmuseum Köln Butzweilerhof e. V. die Möglichkeit, in dem alten Gebäude Nr. 57 (mit Sporthalle und Nebenräumen) zunächst in einem 100 qm großen Raum ein Luftfahrtmuseum aufzubauen.
Er wünscht, daß dieses Museum am Tag der nächsten Rekrutenvereidigung, also am 14. November, eröffnet werden kann.
Für die wenigen Mitglieder des Vereins beginnt eine harte Woche.
 
 
1986-11-12
Der Kölner Wochenspiegel weist auf die Eröffnung eines Luftfahrtmuseums in Köln am -14. November hin.
 
 
1986-11-14
Eröffnung eines Luftfahrtmuseums auf dem historischen Grund des alten Kölner Flughafens -“Luftkreuz des Westens“- durch den Verein „Luftfahrtmuseum Köln Butzweilerhof e. V.“ unter der Schirmherrschaft des Kommandeurs der Bundeswehr-Kaserne Köln Butzweilerhof, OTL Klaus Dieter Goß.
Die Eröffnung erfolgt nach dem feierlichen Gelöbnis der neuen Rekruten auf dem ehemaligen Flughafenvorfeld (Beton) in der neben dem Museumsraum liegenden ehem. Sporthalle der Engländer.

Hinweis: Nachdem die Miete innerhalb eines Monats von 700,- auf 6000,- DM erhöht wurde, mußte das Luftfahrtmuseum muß am 1996-10-00 geschlossen werden.

 
 
1987-02-17
Auf dem Flughafen Köln-Bonn findet durch die Stadtsparkasse Köln mit Unterstützung der Flughafen Köln-Bonn GmbH eine Ausstellung des Vereins „Luftfahrtmuseum Köln Butzweilerhof e.V.“ unter dem Titel „Die Entwicklung der Luftfahrt im Kölner Raum“ statt.
 
 
1987-09-01


Das Ehrenmitglied des „Luftfahrtmuseums Köln Butzweilerhof e.V.“, der bekannte Flieger, Flugkapitän und Konstrukteur Gerhard Fieseler verstirbt.
Fieseler wurde am 15 .04. 1896 in Glech/Brauweiler geboren. Im Juni 1915 absolvierte er zusammen mit den späteren Fliegerassen Manfred von Richthofen und Werner Voß seine ersten Flugstunden. Er war vor 1939 häufig auf dem Flughafen Köln Butzweilerhof (s. Bild).
Gerhard Fiseler auf den Butzweilerhof Köln
 
 
1987-09-07
Der Lufthansa-Flugkapitän a. D. Anton Weigand, der in den 30er Jahren häufig den Flughafen Köln Butzweilerhof anflog und dort auch den Nachtflugverkehr mit entwickelte, ist verstorben (geboren am 20. 01. 1903).
 
 
1988-01-25
Jahreshauptversammlung mit anschließender Pressekonferenz der Flughafen Köln/-Bonn GmbH im Presseraum Staatsempfang:
Bei der um 12.00 Uhr stattfindenden Pressekonferenz wird u. a. mitgeteilt, daß der Verein „Luftfahrtmuseum Köln Butzweilerhof e. V.“ von der Flughafen Köln/Bonn GmbH aus ihrer Luftfahrtausstellung Leihgaben (Motoren) erhält.
Am Schluß der Pressekonferenz übergibt der Aufsichtsratvorsitzende der Flughafen Köln/Bonn GmbH, Oberbürgermeister Norbert Burger, die Leihgaben -an einem Düsenmotor BMW 003 vor dem Gebäude (Rollfeldseite)- an den 1. Vorsitzenden des Luftfahrtmuseums, Bernhard Faßbender.
Vom Verein sind auch anwesend die Mitglieder Wendel Meurer und Heribert Suntrop.
 
 
1988-01-29
Nach Absprachen mit Herrn Ley vom Flughafen Köln/Bonn und Herrn OTL Fischbacher, Kommandeur der Bundeswehr-Kaserne auf dem Butzweilerhof, werden mit drei Lkw-Fahrten die uns am 1988-01-25 übergebenen Leihgaben von Wahn geliefert (Lkw-Besatzung: Herr Schuhmacher und zwei Mann).
Vom Verein sind anwesend: Heribert Suntrop und Wendel Meurer.
Das Abladen der Exponate wird durch den Instandsetzungs-Zug der Bundeswehr
-Stabs-Uffz. Puta mit vier Soldaten- mit schwerem Gabelstapler durchgeführt.

Zunächst werden die Exponate in die alte Sporthalle verbracht.

 
 
1988-02-07
Der ehemalige Pilot und Mitglied des KCfL 1929-00-00ff und KKfL 1958-09-05ff, Alexander Court, besucht mit seinem in Peru lebenden Enkel (Sohn seiner Tochter), das Luftfahrtmuseum Köln Butzweilerhof.
Das Aufsicht habende Vereinsmitglied Heribert Suntrop macht eine Aufnahme.
 
 
1988-10-00
Die belgischen Heeresflieger, die 16. Esc. Lt. Avn., erhalten neben ihrer Asphaltstart- und landebahn eine neue Graslandebahn, die mit rot/weißen Markierungen versehen ist.
 
 
1988-10-27
Luftfahrtmuseum Köln Butzweilerhof e. V.
Verleihung des „Diplom Otto Lilienthal“ des Deutschen Aero-Clubs durch den Vorsitzenden des DAC-Landesverbandes Nordrhein-Westfalen e. V., Dr. Kurt Plank, bei einem Empfang in der Offiziers-Heimgesellschaft (OHG) des Transportbataillons 801 der Bundeswehr in der Kaserne Butzweilerhof.
 
 
1988-11-24
Einer der Kölner Luftfahrtpioniere und langjähriges Mitglied des Kölner Klubs für Luftfahrt/-sport (KKfL) ,der Sportflieger Karl-Rudolf Freiherr von Wassenberg - geboren am 05.02.1908 - ist verstorben.
Die Urne wird auf dem Friedhof Köln Melaten beigesetzt.
 
 
1989-04-15
Bei der Mitgliederversammlung des Kölner Klubs für Luftsport (KKfL) werden die Mitglieder Hans Möltgen, der 40 Jahre als Fluglehrer Motorflugsport tätig war, und Peter Ballan, der seit 10 Jahren als Ausbildungsleiter der Segelfluggruppe vorsteht, mit dem Diplom „Otto Lilienthal“ ausgezeichnet.
Zum Ehrenmitglied wird Albert Höller ernannt.
   
   
                                         
Keine Haftung für unvollständige oder fehlerhafte Informationen.
Quellenangaben können gerne bei mir erfragt werden.
     
                               
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