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Nach
dem 1. Weltkrieg verlor Deutschland die Lufthoheit. Flugzeugbau war ganz
untersagt, Flugzeugmotoren durften nicht mehr benutzt bzw. gebaut werden.
Deutschland verlor den Anschluss an die Luftfahrt. Nachdem die letzten
britischen Soldaten im Januar 1930 Deutschland verlassen hatten und
Deutschland nach über 10 Jahren wieder eine eigene Lufthoheit besaß, wurde
dies mit einem Rundflug privater Flieger gefeiert. Dazu kamen Flieger aus ganz
Deutschland nach Köln. Dieser Rundflug, der im Anschluss an den
DLV-Zuverlässigleitsflug statt fand, verlief über eine Strecke von 775 km
wobei Köln sowohl der Start als auch der Endpunkt war. An diesem
Wochenende wurde in Köln auch die Deutsche Kunstflugweltmeisterschaft von
1930 ausgetragen sowie vier Luftrennen veranstaltet. Zu den Flugzeugtypen
gehörten: Klemm L 20, L 25 Id, L 26 IIa, L 25 Ia und IIa, Focke-Wulf S Ia,
S 24, A 33, BFW M 23b, Raka Kl. Ic und IIb, RK 9 und 9a, Heinkel HD 32,
Junkers A 50, GMG II, DP IIa, Dietrich DS I, Albatros L 68 a, DP 9 und
andere Flugzeugtypen.
Zu den Bewerbern der Kunstflugmeisterschaft gehörten: Dr. Hans Gullmann,
Graf von Schaumburg, Willy Stör, Erwin Eichele, Gerd Achgeli und Gerhard
Fieseler. Außerdem trat auch Elly Beinhorn an. Gerhard Fieseler
kannten den Butzweilerhof noch als preussische Fliegerstation und war oft
Gast auf Flugtagen.
Der
Rheinlandbefreiungsflug begann in Köln und führte über die Städte Düren,
Bonn-Hangelar, Koblenz, Wiesbaden, Mainz, Worms, Neustadt, Germersheim,
Kaiserslautern, Kusel, Birkenfeld, Trier, Stadtkyll, Aachen, Eschweiler,
Gladbach-Reyhdt, Krefeld-Ürdingen, Duisburg-Hamborn, Essen und Düsseldorf.
Während des Fluges wurde über vielen Orten Beutel abgeworfen die
Begrüßungs-adressen enthielt.
Die
sechzig Flugzeuge, die in Köln starteten, wurden vom damals größten
Verkehrsflugzeug der Lufthansa, der Junkers G 38 begeleitet. Als besonderer
Höhepunkt erschien das Luftschiff LZ 127 "Graf Zeppelin" am Kölner Himmel
über dem Butzweilerhof. Mit an Bord war Dr. Hugo Eckener. Er wurde in Köln
vom damaligen Reichsverkehrsminister v. Guerard begrüßt.
Dieses
Flugereignis fand große Resonanz bei der Kölner Bevölkerung. Wie das Foto rechts
zeigt, herrschte auf dem Butzweilerhof ein Riesenbetrieb. Das Eintrittsgeld
für die Tribüne kostet damals 7,50 Markt. Das Foto wurde von der Halle II in
Richtung der Halle III und der Luft Hansa-Halle gemacht.
Links im
Bild ist noch die Tragfläche der Junkers G 38 zu sehen.

Links:
Sportflugzeuge haben am Nord-Ost-Rand
des Platzes Aufstellung genommen. Im Hintergrund die Luft Hansa-Halle (ex.
Riesenflugzeug-halle) daneben die Halle III.
Links im Bild Klemm L 26IIa
Kz.: D-1798 die im März 1930 auf den Kölner Club für Luftsport (KCFL)
zugelassen wurde.
Rechts im Bild, neben dem Luftpolizisten, die Junkers
Ju A40 ce Kz.: D-1868 "Hugo Junkers" des Luftsportvereins Aachen. Diese
Maschine wurde erst im Juni 1930 zugelassen.
Bis
zum Eintreffen der "Graf Zeppelin" und der G 38 nutzen die Zuschauer die
Zeit für ein Picknick.
 
Bitte bewegen Sie den Cursor über das Bild der beiden Damen um die
Eintrittskarten zu sehen.

Das Luftschiff LZ 127 "Graf Zepplein" befindet sich im Anflug auf den
Butzweilerhof.

Einer der Höhepunke des Tages war die Landung des Luftschiffs LZ 127 "Graf Zeppelin" auf dem Butzweilerhof. Dieser Gigant der Lüfte hatte einen besonderen Fluggast: Dr. Hugo Eckener.
Wenn Sie den Cursor über das Bild auf der linken Seite bewegen, sehen Sie Dr. Eckener der die Landemanschaft beobachtet.

Nachdem das Luftschiff gelandet war, überflog kurze Zeit später die Junkers G 38 den Flughafen, landete nach einer Ehrenrunde und rollte an den Zuschauern vorbei zu ihrem Stellplatz.
Wie auf einem historischen Film zu sehen ist, winkten Fluggäste und
Besucher sich gegenseitig zu.
Bitte bewegen Sie den Cursor über das
Bild. In der rechten hinteren Bildecke sind ca. 400 - 500 Besucher zu
sehen die vom Rand des Flughafen das Geschehen beobachten. Rechnet man die
Besucher in diesem Bildausschitt einmal hoch, ergeben sich Besucherzahlen
von ca. 150.000 - 200.000 Besuchern.

Rechts: Auf der Plattform vor dem Abfertigungsgebäude (Halle 2)
steht die Junkers F 13 "Schwarzspecht" mit der Kennnummer D 358. Diese
Maschne flog für die DVS GmbH.
Rechts am Bildrand eine Dornier Komet III
der Luft Hansa.
Im Hintergrund das Luftschiff LZ 127 "Graf Zeppelin".

Abfahrt von LZ 127 Graf Zeppelin vom Rheinlandbefreiungsflug auf dem
Butzweilerhof.

Die "Graf Zeppelin" schwebt an den Zuschauern vorbei. Länge: 236,6 m
Höhe: 30,5 m

Die "Graf Zeppelin" startet auf dem Butzweilerhof
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