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     VIII. Segelflug-Weltmeisterschaft  
                                           
 
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Vierzig Jahre nach dem ersten Segelflugwettbewerb und 23 Jahre nach der ersten Segelflugweltmeisterschaft in der Rhön wurde in Deutschland wieder eine Segelflugweltmeisterschaft ausgetragen. Die Wettbewerbe begannen 1922 in Itford Hill, dann 1925 auf der Krim und 1928 in Vauxhill. Als die USA den nächsten Wettkampf ausrichteten, schaffte Wolf Hirth bei wolkenlosem Himmel einen Thermikflug. Im September 1935 fand das internationale Segelfluglager auf dem 3400 m hohen Jungfrauenjoch statt. Auf der Wasserkuppe1937 traten Segelflieger aus sieben Nationen zum Wettbewerb an.
Nach dem Krieg begannen die Segelflugwettbewerbe im Engadin. Seit dem trafen sich die Segelflieger der Welt alle zwei Jahre um ihr Können auf internationalem Niveau zu prüfen.
Und so fanden vom 4. bis 19. Juni 1960 in Köln auf dem Butzweilerhof die VIII. Segelflugweltmeisterschaft statt. Wie schon 1958 sollte auch diesmal in der Offenen und in der Standard-Klasse geflogen. Die Offene Klasse besagt, dass Flugzeuge mit allen technischen Rafinessen geflogen werden können, wobei in der Standard-Klasse nur Maschine geflogen werden die eine maximale Spannweite von 15 m, kein Einziehfahrwerk sowie keine Profilveränderungen vorweisen. Auch Funkgeräte sind verboten.
Die Weltmeisterschaft in Köln bildete den Auftakt zur neuen Ära des Kunststoffes im Segelflugzeugbau.

Veranstalter: Deutscher Aeroclub - unter tatkräftiger Mitwirkung der Kölner Luftsportvereine.

Schirmherr: Dr. Konrad Adenauer - Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland. 
 
             
   
Belgischer Tower auf dem Butzweilerhof 

Der belgische Kommandant stellte für die Dauer der Veranstaltung das Rollfeld samt Tower, Hallen und einigen Büroräumen zur Verfügung.
Die Bundeswehr half mit 25 Flugzeugen vom Typ Dornier Do 27 mit Schleppkupplungen zum Anschleppen der Segelflugzeuge. Außerdem überließ sie den Organisatoren drei Hubschrauber und drei Entfernungsmesser. Dazu kamen Piloten, Warte und technisches Personal.
Der britische Kommandant unterstützte die Segelflieger mit der Bereitstellung eines Speisesaals für 500 Personen sowie einer modern eingerichteten Küche.

 
Der belgische Tower in den 90er Jahren
 
 
 
     
Segelflugweltmeisterschaft 1960 Köln Butzweilerhof - Aufstellung der Segelflugzeuge Segelflugweltmeisterschaft 1960 Köln Butzweilerhof - Ansprachen zur Eröffnung  

Aufstellung der Segelflugzeuge

Ansprachen zur Eröffnung der VIII. Segelflugweltmeisterschaft 
 
     
Die Kölner Ratsbläser boten die musikalische Untermalung  Kölns Oberbürgermeister Theo Burauen   
Die Kölner Ratsbläser boten die musikalische Untermalung.
Alles sehr ungezwungen - es ging damals noch um die Sache.
Kölns Oberbürgermeister Theo Burauen (3. v. l.)
 
   
Lageplan der Segelflugweltmeisterschaft 1960 Köln Butzweilerhof
   
   
Einmarsch der internationalen Mannschaften beid er Segelflugweltmeisterschaft 1960 in Köln Butzweilerhof 
Flagge der Royal Air Force Bundesdienstflagge Royal Air Force (R.A.F.) und Bundeswehr stellten auch Unterkunftsbaracken für 500 Teilnehmer und Helfer zur Verfügung. Die Küche war rund um die Uhr besetzt. Für die Bedienung wurden 20 Studentinnen der Kölner Universität verpflichtet, die sich mit den meisten Teilnehmern in der jeweiligen Landessprache verständigen konnten. 
 Die Musikkapelle während der Segelflugweltmeisterschaft 1960 in Köln Butzweilerhof
Einmarsch der internationalen Mannschaften bei wolkenlosem Himmel.       Die Kölner Ratsbläser spielen zur Eröffnung   
   

Gleichzeitig mit dieser Weltmeisterschaft fand in Köln die Tagung der Wissenschaftlichen Gesellschaft für Luftfahrt statt, die sich mit den technischen Aspekten des Segelflugsports beschäftigt. 
  

 
In der Offenen Klasse trafen sich 20 Teilnehmer aus 15 Nationen, in der Standardklasse 35 Teilnehmer aus 22 Nationen. Bereits fünfzehn Jahre nach Ende des 2. Weltkrieges fanden sich in Deutschland also wieder Sportler aus allen Teilen der Welt zusammen. Dazu gehörten auch drei Israelies. Liest man heute (2010) Berichte, die das Zusammentreffen von israelisch/jüdischen Staatsbürgern und Deutschen in dieser Zeit beschreibt, könnten die drei Sportler nur mit großem Wiederstand nach Deutschland gefahren sein.  
 
 
                       
 Niels Sejstrup Dänemark Harald W. Jensen Dänemark  Jorgen A. D. Friis Dänemark  Ernst-Günter Haase Deutschland  Hans Böttcher Deutschland  Heinz Huth Deutschland  Jorma Jalkanen Finnland   
Niels Sejstrup
Dänemark 
Harald W. Jensen
Dänemark 
Jorgen A. D. Friis
Dänemark 
Ernst-Günter Haase
Deutschland 
Hans Böttcher
Deutschland 
Heinz Huth
Deutschland 
Jorma Jalkanen
Finnland 
 
               
Olavi Rautio Finnland  Harald Tandefelt Finnland  Camille Labar Frankreich  Jacky Lacheny Frankreich  Sipko W Andreae Holland  Willem Toutenhoofd Holland  Frits Seyffert Holland   
Olavi Rautio
Finnland 
Harald Tandefelt
Finnland 
Camille Labar
Frankreich 
Jacky Lacheny Frankreich  Sipko W Andreae
Holland 
Willem Toutenhoofd
Holland 
Frits Seyffer
Holland 
 
               
Leonardo Brigliadori Italien  Guido A Ferrari Italien  Giancarlo Silva Italien  Isamu Oda Japan  Tor Johannessen Norwegen  E Backe-Mathisen Norwegen  Johann Fritz Österreich   
Leonardo Brigliadori
Italien 
Guido A Ferrari
Italien 
Giancarlo Silva
Italien 
Isamu Oda
Japan 
Tor Johannessen
Norwegen 
E Backe-Mathisen
Norwegen 
Johann Fritz
Österreich 
 
               
Hans Resch Österreich  Edward Makula Polen  Jerzy Popiel Polen  Adam Witek Polen  Edwin J Harrold Rhodesien  Rene Comte Schweiz  Alex Gründisch Schweiz   
Hans Resch
Österreich 
Edward Makula
Polen 
Jerzy Popiel
Polen 
Adam Witek
Polen 
Edwin J Harrold
Rhodesien 
René Comte
Schweiz 
Alex Gründisch
Schweiz 
 
               
Bernhard Müller Schweiz   Miguel Ara Spanien  Luis Juez Spanien  Paul F Bikle USA     Alle Bilder der Teilnehmer sowie deren Namen wurden aus der Flugwelt 1960 Heft 8 abgeschrieben.  
Bernhard Müller
Schweiz 
Miguel Ara
Spanien 
Luis Juez
Spanien 
Paul F Bikle
USA 
       
   
Außerder waren noch die folgenden Segelflieger (leider kein Bild vorhanden) gemeldet:
 
               
A.J. Deane-Drummond,  Großbritannien
Amos Yardeny,  Israel
André Xhaét, Belgien
Claudio JunqueiraBrasilien
Daniel Barbera,  Frankreich
Danny Arber,  Israel
Eddy van BreeHolland
George Münch,  Brasilien
Irve SilesmoSchweden
Joze Mrok,  Jugoslawien
Joze OrtnerArgentinien
Julio ArtemannArgentinien
Menahem Bar,  Israel
Michel Marchand,  Frankreich
Michelle Doutreloup,  Belgien
Nicolas Goodhart,  Großbritannien
Per-Axel PerssonSchweden
Porhallur Filipusson,  Island
Richard E. SchrederUSA
Richard H. Johnson,  USA
Robert S. Rowe,  Australien
Rudolpho Hossinger Argentinien
Sven Ingvar JohnssonSchweden
Toni Gaze,  Australien
Tony Goodhart,  Großbritannien
 
       
Folgende Segelflugzeugtypen waren an
der Segelflugweltmeisterschaft beteiligt:
Breguet 901 Olympia 419
Breguet 905 Phönix T
E/C 39 Uribel PIK 3c
Elfe RHJ.5
HP 8 SGS-1423H
HP 9 Skylark 2
Ka 6 Skylark 3
Ka 6 B Skylark 3b
Ka 6 B Skylark II
Ka 6 B Standard Austria
Ka 6 BR SZD-Folio
Kg 5 BR SZD-Zefir 2
KG 6 BR Weihe
M 100-S Zugvogel III
Meteor 60 Zugvogel IV
Mucha Standard Zugvogel IVa
Olympia  
 
Dornier Do 27 Luftwaffe 
In Reihe aufgestellt die 25 Schleppflugzeug Dornier Do 27 die von der Bundeswehr gestellt wurden.
Herr Windmüller schickte uns dazu folgende Ergänzung:
Die Do 27B-1 mit der Kennung "CA+927" (Werk-Nr. 221) gehört der Flugbereitschaft des Bundesministeriums für Verteidigung (FlBerBMVg) aus Köln-Wahn an.
Die Do 27 im Vordergrund trägt das Staffelzeichen (geflügelten Stiefel vor der Silhouette des Fritzlarer Dom) der Heeresfliegerstaffel 2 (HFlgStff 2) aus Fritzlar.
Es könnte sich um die Do 27A-1 "PB+105" (Werk-Nr. 142), die nachträglich ein Schleppgeschirr erhielt, handeln.
 
   
Das Briefingzelt der Luftwaffe    Blick aus dem Zelt auf die große Wiese.
Das Briefingzelt der Bundeswehr    Blick aus dem Zelt auf die große Wiese. 
 
VIII. Segelflugweltmeisterschaft Piloten der Luftwaffe angeterten
 
   Briefing der Piloten vor dem Zelt der Bundeswehr.

VIII. Segelflugweltmeisterschaft Piloten der Luftwaffe und Marine angetreten

Soldaten der Bundeswehr angetreten. Da für die Weltmeisterschft fünfundzwanzig Do 27 abkommandiert waren,
wahren wahrscheinlich alle Geschwader der Bundeswehr in Köln auf dem Butz vertreten. 


VIII. Segelflugweltmeisterschaft nach dem Briefing der Piloten der Schleppflugzeuge gehen die Piloten zu Ihren Maschinen.

Nach dem Briefing gehen die Piloten zu den Ihnen zugewiesenen Aufgaben.


 
eine polnische Zefir auf dem Flugplatz Butzweilerhof mit der Nummer SP-2068 
 
   
brifing auf dem Flugplatz Köln Butzweilerhof während der VIII. Segelflugweltmeisterschaft 1960
Das Briefing fand in der  Flugzeughalle direkt neben
dem Tower statt.
Diese Halle steht noch heute (Januar 2014) und
befindet sich auf dem Gelände der Firma MMC-Studio.
 

In gewissem Umfang konnten die Piloten ihre eigene Startzeiten fest-legen. Sie hängten ihre Startnummern auf der linken Seite auf  und wurden dann über die hier rechts gezeigte Tafel zum Start gerufen.
       

4. Juni 1960
– Erster Wettbewerbstag
Die Aufgabe des ersten Wettbewerbstages war ein Flug vom Butzweilerhof nach Koblenz und zurück mit Geschwindig-keitswertung.
Von den 55 gestarteten Flugzeugen erfüllten 49 die Tagesaufgabe. Nach dem ersten Start um 12:30 Uhr flog ein Flugzeug nach dem anderen über die Startlinie mit Kurs Koblenz. Nach nur 2 Stunden überflogen Makula und Popel (beide Polen) mit ihren schnellen Maschinen vom Typ Zefir über die Ziellinie. Ihnen folgte nach 12 Minuten Richard E. Schreder (USA) mit seiner HP 9.

In der Tageswertung führte Johann Fritz (Österreich), gefolgt von Adam Witek (Polen) und Luis Juez (Spanien).

5. Juni 1960
- Pfingstsonntag

Bedingt durch die schlechte Wetterlage mit starker Bewölkung und Wärmegewittern gelang es keinem der Piloten den festgelegten Dreieckskurs zu absolvieren. Ein Cumulus-Nimbus zwang außerdem alle Piloten zur Landung. Auf Grund dieser Umstände wurde der Tag nicht gewertet.
 

Erfahrungsaustausch während der SegelflugWM auf dem Butz 1960 
Polnisch-englischer Erfahrungsaustausch während der Segelflugweltmeisterschaft 1960 auf dem Butzweilerhof.

6.Juni 1960
– Pfingstmontag
An diesem Tag war ein Streckenflug Köln – Kiel-Holtenau angesetzt. Obwohl das Wetter am Morgen keine günstige Thermik versprach, gingen die Sportler dann doch in die Luft.
Gegen 18:00 Uhr meldete sich die Spitzengruppe aus dem Raum Elmshorn/Itzehoe. Um diese Zeit fehlte allerdings die Meldungen der drei polnischen Piloten. Wie sich heraus stellte, waren auch Sie im Raum Elmshorn gelandet, waren bei ihren Flugzeugen geblieben und hatten Passanten gebeten in Köln anzurufen. Die hatten die Bitte aber nicht erfüllt.
Am Abend hatten 25 Teilnehmer mehr als 300 Kilometer zurück gelegt, sieben Maschinen schafften zwischen 200 und 300 km, 18 Piloten schafften 100 – 200 km zu fliegen und nur fünf konnten weniger als 100km zurück legen.




 

7. Juni 1960
- Rückholung
Da die Maschinen am Vortag fast alle weit im Norden gelandet waren, wurde der 7. Juni genutzt um die Maschinen zurück nach Köln auf den Butzweilerhof zu holen und sich auf die nächsten Prüfungen vorzubereiten. Dabei wurden natürlich reichlich Erfahrungen ausgetauscht und Freundschaften geknüpft.

 
Frau Schreder erklärt Menahem Bar die HP-8 
Menahem Bar (Israel) laßt sich von Frau Schreder die HP-8 erklären.
8. Juni 1960
– Badeflug an die Ostsee

Der fünfte Tag der Segelflug-weltmeisterschaft sollte die Teilnehmer an die Ostsee führen. Von 54 gestarteten Segelfliegern flogen 49 Maschinen bis über Hamburg hinaus. Von diesen 49 Maschinen schafften es 19 Segelflieger sogar bis Fehmarn. Bei Puttgarden trafen sich dann 17 der 49 Piloten: Edward Makula (Polen), Jerzy Popiel (Polen), Adam Witek (Polen), Ernst-Günter Haase (Deutschland), Heinz Huth (Deutschland), Joze Mrok (Jugoslawien), Richard H. Johnson (USA), Johann Fritz (Österreich) und Nick Goodhart (Groß-Britannien).

     

Allerdings wurde Richard E. Schreder (USA) vermisst. Er hatte sich an der Küste verflogen und war in der Nähe von Grevensmühlen in der Sowjetzone gelandet. Die dortigen Behörden machten ihm aber, auch dank der Führsprache des polnischen Teams, keine Schwierigkeiten bei der Rückkehr.


An diesem Tag fiel besonders die Teamwork der polnischen Mannschaft auf. Die polnischen Piloten flogen immer zusammen und verfügten dabei ständig über eine saubere Funkleitung. Auch wurden die Maschinen ca. 3 Stunden nach der Landung auf Fehmarn von den Rückholwagen aufgeladen und noch in der Nacht zurück nach Köln gebracht. Bei einer reinen Fahrzeit Köln – Fehmarn von ca. 6 Stunden, waren sie also schon lange vor den Fliegern losgefahren.



9. und 10. Juni 1960
– Ruhetage

Der 9. Juni wurde genutzt um die Segelflugzeuge von Fehmarn zurück zu holen. Leider war Aeolus – der Gott der Winde – den Fliegern am siebten Tag nicht zugeneigt - es regnete in Strömen.
So wurden beide Tage als Ruhetage genutzt.
 
 


11. Juni 1960
Karlsruhe - Forchheim
Für den 11. Juni schrieb die Wettbewerbsleitung einen Streckenflug Karlsruhe - Forchheim aus. Allerdings war das Wetter sehr schlecht.  Ab Mittag fing es sogar an zu regnen. So "soffen" alle Teilnehmer ca. 20 km südlich von Köln ab. Nur drei Piloten schafften es sich durchzuschlagen: Huth (58 km), Goodhart (97 km) und Jensen bis Eschhof (108 km).
Allerdings bestimmt der Code Sportif der FAI, dass mindestens zwei Teilnehmer pro Gruppe über 50 km schaffen. Da Huth nur noch alleine für die Standad-Klasse flog, wurde der Wettbewerb trotz der hervorragenden Leistung der Piloten nicht gewertet.

12. und 13. Juni 1960
Ruhetag
 

14. Juni 1960
Zielflug nach Oerlinghausen
Morgens kühl - dann schnelle Erwärmung mit Cu-Bildung. Für den Zielflug nach Oerlinghausen war auch eine Geschwindig-keitswertung angesagt.
Nur vier der Teilnehmer schaffen es nicht bis Oerlinghausen. Das entspricht einem beachtlichen Leistungsgrad von 93%.
Auf Grund der guten Leistungen der drei Polen spricht man bereits von einem nicht mehr einzu-holenden Sieg der Polen. Aber die Weltmeisterschaft war noch nicht zu Ende....
15. Juni 1960
Dreiecksflug Köln - hamm - Hirzenhain - Köln
Geschwindigkeitsmessung bei guter Thermik.
Bis zum ersten Wendepunk tüber Hamm verliefen die Flüge ohne Problem. Erst im zweiten Abschnitt Hamm -> Möhnetalsperre mußten viele der Sportler runter.
Als erster erschien Huth wieder auf dem Butzweilerhof.
Direkt dahinter Goodhart der fast schon in Bodennähe einflog und es mit letztem Schwung über die Ziellinie schaffte.
Als dritter und letzter kam der Schwede Sejstrup zurück auf den Platz.
 
 

 

16. Juni 1960
Dreiecksflug Köln - Dahlemer Binz - Hummerich - Köln
Nach der Startfreigabe teilte sich das Feld sehr schnell. Allerdings mußten bereits 27 Maschinen vor der ersten Zielmarkierung landen. Viele der Maschinen versuchten am selben Tag einen zweiten Start.
Zwischen dem ersten und dem zweite Zielpunkten mußten dann noch einmal 16 Maschinen landen und es kamen nur noch11 Segelflugzeuge über Hummerling hinaus.
Auf dem dritten Abschnitt - dem Rückflug nach Köln - müssen vom Rest noch acht Piloten runter.
Zum Schluß haben es nur drei Piloten geschafft: Witek, Münch und Huth. 
 




Für Huth - einen Altmeister des Segelflugs - war das der schwerste Flug seines Lebens. An einer Stelle mußte er zentimeter-weise kurbeln um eine günstige Thermik zu erreichen.  Als er ausstieg war er sehr erschöpft. Aber dieser Flug machte ihn zum Weltmeister und war somit die Krönung seines fliegerischen Lebens.

 
17. Juni 1960
100 km Dreiecksflug
Am letzten Tag der VIII. Segelflug-weltmeisterschaft sollte ein Dreieckskurs zwei Mal umrundet werden. Auf Grund des schlechten Wetters konnten die Maschinen die Platzgrenzen kaum überfliegen.
Aus diesem Grund wurde auch dieser Tag nicht gewertet.

Die Anzeigetafel der VIII. Segelflugweltmeisterschaft Butzweilerhof
 
   
 Besucher auf dem Butzweilerhof zur Segelflugweltmeisterschaft 1960 Kennummer SP-2070 Links:
Während der VIII. Segelflugwelt-meisterschaft vom 04. bis 19. Juni 1960 auf dem Butzweilerhof waren besonders die polnischen Segelflugzeuge von den Zuschauern umlagert.

Deckblatt des Programmhefts der VIII. Segelflugweltmeisterschaft
Deckblatt des
Programmhefts der VIII. Segelflugweltmeisterschaft
(als PDF-Datei hier hinterlegt)
 
Odette Roasseau auf dem Butzweilerhof

Segelflugweltmeisterschaft 1960 Aufstellung der Teilnehmer und Maschinen

Die teilnehmenden internationalen Mannschaften haben zusammen mit ihren Nationalfahnen Aufstellung genommen. Dahinter, auf der Rollbahn die aufgereihten Segelflugzeuge aus 22 Nationen.
   
Ministerialdirigent Heinz Kallus und Ministerialrat Kreipe Bundesverteidigungsministerium    Otl Schmitt BmVg und General a. D. Dinart 
Ministerialdirigent Heinz Kallus und Ministerialrat Kreipe vom Bundesverteidigungsministerium  Adam Witek unterhält sich mit einer Dame aus dem Informationszelt.
Otl. Schmitt vom Bundesverteidigungs-ministerium u. General a. D. Dinart (Stukapilot und Segelflieger) 
  

    

      Sieger der VIII. Weltmeisterschaft 1960 Köln Butzweilerhof in der Standard-Klasse waren: 

1. Platz GOLD Heinz Huth
2. Platz SILBER George Münch
3. Platz BRONZE Adam Wjtek
        Sieger der VIII. Weltmeisterschaft 1960 Köln Butzweilerhof in der Offenen-Klasse waren: 

1. Platz GOLD Rudolpho Hossinger
2. Platz SILBER Edward Makulla
3. Platz BRONZE Jerzy
Popiel 
 
           
 
     
Der Preis der VIII. Segelflugweltmeisterschaft 1960 Köln Butzweilerho Gold-, Silber- und Bronzemedaillen der Segelflugweltmeisterschaft 1960 Köln Butzweilerhof
  Der Siegerpokal der VIII. Segelflug-weltmeisterschaft von 1960 in Köln auf dem Butzweilerhof.   Gold-, Silber- und Bronzemedaillen der Segelflugwelt-meisterschaft 1960 Köln.  
 

    
 
Finale der Segelflugweltmeisterschaft 1960 Köln Butzweilerhof
  Luftpoststempel aus Anlass der Segelflugweltmeisterschaft 1960 in Köln Butzweilerhof  
    
Lesen Sie hier Berichte zur Segelflugweltmeisterschaft 1960 in verschiedenen internationalen Zeitungen.
  

      Soaring November 1960

   

Was ist geblieben?
Kölner SegelflugwocheAls Erinnerung an die Segelflugweltmeisterschaft 1960 wurden in den nachfolgenden Jahren insgesamt zehn "Kölner Segelflugwochen" auf dem Butzweilerhof durchgeführt. Das wird in einem späteren Kapitel behandelt.

Die Unterkunftsgebäude der Segelflieger wurden in den 80er Jahren abgerissen. Der Speisesaal, der bis 1994 das Luftfahrtmuseum Butzweilerhof beherbergte, wurde 2007 für ein Möbelzentrum abgerissen. Der Tower des Butzweilerhofs sowie ein paar Flugzeughallen stehen noch. Die großen Glasfenster des Towers wurden nach und nach eingeschlagen, die Flugzeughallen auf dem Gelände des Coloneums werden heute als Lagerhallen genutzt. Die Rollbahn wurde durch den Bau der Hugo-Eckener-Straße zerschnitten und um 2003 durch den Bau von Bürohäusern der Stadtsparkasse Köln und Netcologne sowie des Großmarktes "Fegro" abgerissen bzw. überbaut.
   
Rechts: 2007 - Der belgische Tower des Butz. Die großflächigen Fenster wurden mit Platten abgedichtet. Dahinter die Flugzeughalle in der das Briefing der internationalen Segelflugteams statt fand.
Unten: der Tower in seiner Blütezeit.
Der Belgische Tower auf dem Butzweilerhof 2008
Der Tower der belgischen Heeresflieger auf dem Butzweilerhof in Köln.
   
Rechts: Die Hallen der Belgian Army Air Base Butzweilerhof auf dem Gelände des Coloneums.  In diesen Hallen wurden die Teilnehmer der Segelflugweltmeisterschaft gebrieft. Belgian Army Air Base Butzweilerhof Köln Cologne 
   
Die Reste der Rollbahn des Flugplatzes Butzweilerhof


Links:
Das ehemalige Mittelstück der ursprünglich britischen  Rollbahn.
Der rechte Bildteil wurde um 2008 durch den Büro-Gebäudekomplex Butzweiler Stern überbaut, das Betonstück vor der Hugo-Eckener-Straße wird heute als Parkplatz genutzt.
   
 
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