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| 1960 - 1970 - 1980 - 1990 - 2000 - UPDATES | |||||
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In der Geschichtsschreibung sind die Berichte
von Zeitzeugen immer die interessantesten. In den Anfängen der
Luftschiffahrt wurden in Köln die unterschiedlichsten Luftschifftypen
ausprobiert. Dabei handelte es sich um das unstarre System Parseval und
Clouth, das halbstarre System von Major Groß und das starre System von
Graf Zeppelin. Um die Vor- und Nachteile dieser Luftschifftypen für den
Krieg auszuprobieren wurden in Köln ab 1909 Luftschiffmanöver ausgerichtet. Der
hier veröffentlichte Bericht des Luftschiffführers von M II Franz von Jena
gibt einen interessanten Einblick die den Ablauf eines
Luftschiffmanövers. Der Bericht wurde von Jürgen Schneevogt freundlicherweise in Reinschrift "entziffert" und hier zur Veröffentlichung frei gegeben. Dafür möchte ich mich herzlich bedanken. Wenn Sie Informationen zu den Luftschiffern ab 1884, also in Berlin-Ostbahnhof auch Küstriner Bahnhof bis 1886/87, Tempelhof bis 1901, Biesdorf, Johannisthal und Tegel haben, würde Herr Schneevogt sich über eine Kontaktaufnahme sehr freuen. Bericht des Führers von M II zum Luftschiffmanöver 1910 - Franz von Jena Lieber Vater ! Ich erlebe seit einigen Wochen hier am schonen Rhein so interessante Fahrten mit den augenblicklich vorhandenen Motorluftschiffen, dass es Dich und die Geschwister vielleicht freut, einiges dazu zu hören.
Anmerkung: Dabei handelt es sich um das Fort IV in Bocklemünd.
Hier rechts im Bild. Zur Prüfung der Luftschiffanlagen war eine Kommission
unter Leitung des Inspektors der Verkehrstruppen, Gen. Lt. v. Lyncker,
erschienen, bestehend aus 3 Obersten, davon zwei vom Kriegsministerium
(Voigts-Rhetz u. Schmiedecke), einer von den Verkehrstruppen, ferner
Oberstleutnant
Ludendorf vom Gr.
Generalstab. Nach Erledigung kurzer Probefahrten, bei denen wir uns zum 1. Mal den erstaunten Kölnern über den Turmspitzen des Kölner Doms präsentierten, begannen gleich die ziemlich umfangreichen Prüfungsfahrten.
Zu nächtlicher Stunde, gegen 11 u. 12 (Uhr) nachts wurden wir an einem Sonnabend auf die Reise geschickt. Unsere Route führte über Dusseldorf; Duisburg nach der Festung Wesel, von dort über Krefeld nach Jülich und weiter über Düren , Euskirchen und Bonn nach Köln zurück. Eine solche Nachtfahrt ohne Mondschein stellt an das Orientierungsvermögen der Luftschiffer große Anforderungen. Es gilt die Generalstabskarte vor Antritt der Fahrt auf die vorgeschriebene Route gründlichst zu studieren. Hier im Industriegebiet z.B. die Lage großer Eisenhüttenwerke mit voraussichtlich nächtlichem Betrieb, z.B. Bahnlinien mit vermutlichem Nachtbetrieb, große Städte, die an der Reiseroute oder seitlich davon liegen, Flussmündungen in den Rhein, vor allem der Lauf des Rheins. Findet man nun solche markanten Punkte beim scharfen Herunterfahren auf die dunkle Erde wieder, so gibts Dir einen Anhalt ( bzw.?) eine ausreichende Orientierung für den Kurs des Luftschiffes. Alle einigermaßen großen Orte markieren sich durch ihren Lichterschein. Es ist außerordentlich wohltuend, wenn nach düsteren halben oder ganzen Stunden plötzlich solch Lichterschein im nächtlichen Nebel auftaucht. Da unsere Fahrtroute während der Nacht dem Rhein
folgte, so hatten wir in Deutschlands Strom stets einen treuen Wegweiser.
Als Düsseldorf mit seinem Lichtschimmer überflogen war, wobei ich des lieben
Willis und ihres Heims da unten in der Inselstraße gedacht hatte, ging es in
nördlicher Richtung weiter auf Duisburg; der Wind und feiner Regen nahmen
gegen 2 (Uhr) stetig zu, so daß wir nur mühsam auf unser nördliches Ziel
Wesel vordrangen. Bei dem Versuch eine oder mehrere starke Rheinbiegungen
abzuschneiden, verloren wir, auch in Folge von Nebel und leichtem Gewölk,
plötzlich die Orientierung. Da die holländische bzw. französische Grenze
nicht sonderlich weit, war die Situation eine zeitlang nicht angenehm, Es
hieß jetzt so aufmerksam wie möglich nach dem Kompaß in östlicher Richtung
zu steuern um eine Abdrift nach der Staatsgrenze so gut als möglich zu
begegnen. Als nach einiger Zeit die Erde wieder sichtbar wurde, standen wir
über einem großen Eisenhüttenwerk u. konstantierten, daß wir fast still
standen. Unter uns feuerte und qualmte es aus den Hochöfen als ob die Hölle
entfesselt war, um uns knatterten die beiden Motore mit ihren glühenden
Auspuffrohren, dauernd Funken sprühend, über uns surrten mit größter
Tourenzahl die beiden Propeller u. alles nutzte nichts, wir standen wie am
Firmament angemauert. Das war nicht schön!
Als es gerade hell zu werden begann, sichteten wir
die brennenden Bogenlampen der Halle und hielten stracks darauf zu,
hocherfreut damit den ersten Teil unserer Fahrt beenden zu können. Ich stand
gerade am Steuer und treue mich noch, daß es uns so gut gelungen war unseren
braven M II genau darüber wegzudirigieren. Plötzlich sind wir in einen so
dichten Nebel gehüllt, daß die Erde völlig verschwunden; weder die Halle
noch Lichter, nichts war weit und breit zu (erkennen?), wie in einer
Waschküche irrten wir im Nebel herum. Sofort müßte eine konsequente
Kompaßsteuerung nach Westen beginnen um uns so gut wie möglich vom Weichbild
der Stadt Köln zu entfernen, denn daß ist ein Niedergehen auf die Erde wegen
der Bebauung nicht möglich. Da starker Westwind vorher genutzt hatte u.
deshalb vermutlich noch anhielt, so kamen wir voraussichtlich kaum vorwärts,
bewegten uns also nur sehr langsam von der Halle, doch das wußten wir nicht,
denn wir sahen ja kaum die Hand vor Augen. Nebel ist der größte Feind auf
der See und in der Luft. Nach einiger Zeit, als die Sachen nicht besser
standen, schlechter wurden, begannen wir zu kurven, um uns möglichst wenig
von der Halle zu entfernen, denn an eine Fortsetzung unserer für den Tag
vorgeschriebenen Route war nicht mehr zu denken wenn der Nebel anhielt.
Wiederum vemißten wir ein Nebelhorn den inzwischen anrückenden Schiffen
bemerkbar machen zu können. Gegen 6 (Uhr) 45 Vorm. (3/4 Std. nach Beginn des
Nebels ) war unvermutet ein Durchblick auf die Erde möglich, wir kreisten
über einer großen Gasanstalt, aber wo nur die, wo gehörte die hin, das war
die große Frage? Wir waren ganz tief runtergegangen, zahllose Menschen sahen
unserem raubvogelartigem Kreisen zu, so gerne hatten wir sie angeschriehen
und gefragt wo wir waren, doch das unaufhörliche Knattern der Motore, das
monotone Gestürm der Propeller machte eine gute Verständigung unmöglich. Das
Rätsel, wo diese Gasanstalt hingehört, blieb ungelöst. Ein Ritter v.
Frankenberg, Vorsitzender des Aero Klubs in Berlin hat vor einiger Zeit,
vorgeschlagen auf den Straßen die Anschriften im ganzen Deutschen Reich, u.
den angrenzenden Ländern die Ortsnamen in großer, weißer Schrift anzumalen,
ähnlich wie man heutzutage auf Bauernhäusern, hier und da den Namen der
Besitzer liest, mit einer Jahreszahl, und diese Namen nachts beleuchtet. Ja
das ist ein guter Vorschlag, dessen Dienst .... uns an diesem Morgen sehr
willkommen gewesen wären. Während wir so kreisten und immer wieder um die
Gasometer dieser freundlichen Gasanstalt herumsteuern, sehe ich mir die
Nachbarhäuser, die schon wieder im Nebel liegen, an. Da plötzlich taucht
mein Stall auf, in dem meine brave Maikatze eingestellt ist, ich erkenne ihn
und löse durch meinen Ausruf eine freudige Stimmung bei den Mitfahrenden
aus. Plan 23 (7) behält
seine Richtigkeit! Obgleich wir sonst nichts sahen,
so konnte ich mir doch jetzt die Lage der Luftschiffhalle zu meinem Stall,
die nicht weit voneinander liegen, zurückkonstruieren. Wie ein Pfeil sauste
M II in den Nebel hinein und in Richtung Halle. Ziemlich genau traf ich den
langersehnten Hafen, nun hieß es runter auf die Erde, nur vom an die Halle,
denn der Nebel fing schon wieder an dichter zu werden. Meine gute Kompagnie
hatte mächtig aufgepaßt und fällte gut zu, als unsere Taue die Erde
berührten, wie waren geborgen. Meine Leute hatten uns vor einer Stunde über
den Köpfen gehabt u. plötzlich im Augenblick waren wir verschwunden. Wir
müßten uns nun immer sehr nahe bei der Halle aufgehalten haben, denn surren
hörten sie uns wohl, aber zu sehen war nichts. Doch nun fehlten noch Z II
und P I, wer weiß, wo die herumflattern tun, das war unsere Sorge. Kaum 10
Minuten waren vergangen, da kam P 1 aus dem Nebel herangesaust u. ging wie
wir mächtig schnell herunter um die geliebte Halle nicht wieder zu
verlieren. Auch sein Erscheinen war wunderbar, er hatte sich gänzlich
verfahren u. kommt nach vielem Hin und Her an den Rhein, steuert diesen im
Auge behaltend herauf und kommt nach Köln und konstruiert sich daraus die
Lage der Luftschiffhalle. Was die Orientierung anbelangt, so kommt man der
Not gehorchend, nicht dem eigenen Trotz, unwillkürlich in Training. Wieder
vergeht eine halbe Stunde, da taucht wie ein Gespenst im Nebel Z II auf sich
ebenfalls im Kreise drehend; wir sind schon froh ihn runterzufahren, da
werden die Umrisse wieder undeutlicher, langsam wie er gekommen,
verschwindet er wieder. Wir können uns das gar nicht erklären, denn wenn wir
ihm schon sehen konnten, müßte er doch auch uns gesehen haben, rätselhaft!
Doch nur 10 Minuten schauten wir etwas beunruhigt nach der Stelle, aus der
er verschwunden war, da taucht unser luftiges Schlachtschiff wieder auf und
kommt in glatter Fahrt näher und näher. Hurrah wir hatten ihn! Das war eine
wirklich herzliche Freude als die drei Kolosse wieder friedlich
nebeneinander in ihrem Stall standen.Todmüde tat ich in meinem recht guten Hotelbett einen tiefen Schlaf. So war die 18 - 20 stündige Dauerfahrt wieder unterbrochen worden. Doch da die Schiffe in 11 - 12 stündiger Fahrt gute Eigenschaften und die Führer gutes Orientierungsvermögen gezeigt hatten, so wurde von einer 3. Wiederholung der Dauerfahrt Abstand genommen. Dafür wurden wir schon gleich am nächsten Tag in die Höhe gejagt, d.h., die Luftschiffe befanden sich eingeschlossen in der Festung Köln und sollten eine möglichst ergiebige Erkundung der feindliche Armierungslinien vornehmen, das Ergebnis funkentelegraphisch dem Gouvernement Köln melden und nach Abfahrt des ganzen Armierungsringes in die Festung zurückfahren. Dazu war befohlen sofort nach dem Aufstieg in möglichst kurzer Zeit und vor dem Überfliegen der eigenen Frontlinien eine Mindesthöhe v. 1000 m über dem Meeresspiegel zu erreichen u. dann erst die Fahrt in das feindliche Vorgelände zu beginnen. Wieder bestieg ich mit Groß unsere Gondel des M II, der sich bisher als ein durchaus bereites, sicheres Fahrzeug gezeigt hatte, um in bisher von Motorluftschiffen nur selten erreichte Höhen vorzudringen. Diesmal war ein reizender Oberst Voigts-Rhetz vom Kriegsministerium unser Begleiter; alle Achtung, diese Obersten haben sich mit großem Schneid uns anvertraut und sind von ihren Erlebnissen ganz entzückt. Nach 40 Minuten (machte?) uns der Wind von 1000 m und nach weiteren Minuten der von 1300 m um die Nase. Ein herrliches Panorama lag zu unseren Füßen, inmitten des Belagerungsringes die kreisrunde Stadt Köln mit ihren mächtigen Domtürmen, im Osten die allmählich aufsteigenden Höhen des
Sauerlandes, vom Süden nach Westen in zahlreichen Windungen sich windender,
mächtige Rhein, so zogen wir auf einer Kreislinie um Köln herum, dessen
Radius 15 km maß, mit Köln als Mittelpunkt. Es ging gerade über Schloß
Bensheim hinaus wo die Kinder uns in heller Begeisterung zuwinkten, auch die
Einöde des Artillerieschießlager Wahn bei Köln wurde überflogen. Nach 4 1/2
stündiger Fahrt erreichten wir den Punkt wieder, wo wir die Frontlinie
zuerst überflogen hatten u. durften uns erst jetzt, innerhalb der Frontlinie
aus 1400 m Höhe herunterschrauben, um kriegsmäßig bis zum Schluß zu
verfahren; nach 5 Stunden landeten wir glattest vor unserer Halle. Unser
lieber Oberst Voigst-Rhetz war einfach begeistert von diesem kühnen Fluge
in andauernd 1200 - 1400 m Höhe. Damit hatten wir den Nachweis geliefert,
daß sich die augenblicklich in Gebrauch befindlichen Luftschiffe der
Heeresverwaltung stundenlang in kriegsmäßiger Höhe zu halten vermögen, was
auf den Fortgang der Entwicklung der Motorluftschiffahrt in der Armee,
Bereitstellung neuer Mittel für Neubauten, vermutlich günstig beeinflussen
wird. Wenn nun am nächsten Tage auch kein Ruhetag gegönnt wurde, so sollte
sich doch an die etwas anstrengenden Prüfungsfahrten eine Rheinfahrt zur
Erholung anschließen. Das Luftgeschwader M II, P I, P VI , das
Privatluttschiff` der Parsevalgesellschaft, das evtl. vom Heer angekauft
wird u. sich zu diesem Zweck während der ganze Zeit hier aufgehalten hatte;
es war von der Ila in Frankfurt a/M. eines schönen Tages hierher geflogen,
ohne Z II, der einige Reparaturen auszuführen hatte, sollte unter der
Führung unseres neuen Luftadmirals, dem General v. Lyncker, rheinauf nach
Coblenz dampfen und dort zu Füßen des Kommandierenden Generals VIII A.K.,
Gen. d. Inf v. Plaetz, auf der Karthause runtergehen um durch diesen
besichtigt zu werden. Das war für mich u. alle anderen eine große Freude,
diese schöne Tour noch einmal bei Tage machen zu dürfen, denn nämlich bei
unserer Nachtfahrt hatten wir die Schönheit nur geahnt. In alter Besetzung,
Groß als Führer, ich der 2. und gleichzeitiger Steuermann, vertraute sich
Lyncker diesmal unserer Führung an. In Kiellinie setzte sich das Geschwader
mit M II an der Spitze unter dem Jubel einer zahlreichen
![]() Lyncker und Groß stiegen aus und ich mußte zum ersten Mal einen so kostbaren Ballast in der Gestalt eines lebenden kom. Generals sicher u. ungehindert durch die Lüfte fahren. Sofort wurde wieder alles zum Neuaufstieg vorbereitet, die Taue hochgenommen etc. Schon nach 25 Minuten erhob sich M II als erster wieder in die Lüfte und kreiste da, über ihren schneidigen Kom. General jubelte (die) Volksmenge, und nahm Kurs quer über das Gebäude der Generalkommandantur, dem sein Inhaber erneut von oben zuwinkte, über die Mosel in geraden Flug nach Andernach. Ex. v. Ploetz hatte anfänglich nicht sehr heruntergeguckt, allmählich wurde er dreister und fing langsam an sich über die Naturschönheiten zu freuen, die schließlich in heller Verzückung endeten. Ich hörte das nur immer hinter mir, da ich wie angewurzelt am Steuer stand im Vollgefühl der großen Nervenbelastung, die auf mir ruhte. Ploetz hatte die Freude seinen alten Generalstabschef Voigts - Rhetz ( unser Oberst vom Kriegsministerium ) neben sich zu haben, der ihm alle Erklärungen gab. Seinen Korpsbereich, das herrliche Rheinland, so souverän zu seinen Füßen zu haben, machte ihm scheinbar viel Freude. Die Rückfahrt ging noch schneller als die Hinfahrt, Wir sausten ordentlich an den Gipfeln vorbei, wo sich jetzt (bekannt gewesen war, daß das "Geschwader" auf demselben Wege n. Köln zurückkehren würde) noch mehr Menschen postiert hatten wie morgens. An Godesberg kommen wir z. L. ganz dicht vorüber, wo uns die Menschen sehr nahe zu sehen bekommen. Die Dunkelheit brach oder war schon hereingebrochen, als ich mit meiner kostbaren Last die Spitzen des Kölner Domes umkreiste, um dieser Rheinfahrt den entsprechenden Abschluß zu geben, nur drum, gings sausend zur Halle, wo wir nach 5 I/2 stündiger Abwesenheit glatt landeten. Auch
hier wurde Ex. v. Ploetz , dessen Mitfahren unterdess von Coblenz gedrahtet
war, mit nicht endendem Hurrah sowie de Kölsche Jungens begrüßt. Seine Frau
war im hintersten Schiff`P III mitgefahren u. ebenso begeistert von ihren
Erlebnissen. An der Halle stellte mich Ploetz der unser da wartenden
Prinzessin Viktoria v. Schaumburg -Lippe aus Bonn vor, Schwester des
Kaisers, die mich sehr gnädig in ein längeres Gespräch zog, in dem ich ihr
vieles zu erklären und Schilderungen von Luftfahrten etc. zu machen hatte.
Schließlich sagte sie sehr freundlich ich mache ihr einen ganz
vertrauenswirkenden Eindruck, mir wurde sie sich gerne einmal für eine Fahrt
im Z II oder dgl. anvertrauen, obgleich sie eigentlich ziemlichen Respekt
vor der Sache zu haben schien, Nachdem ich sie in den Pelzdecken ihres
Automobils noch hatte verstauen dürfen, wurde ich gnädigst
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Der folgende Tag galt einer kurzen Schlußparadefahrt. Das Geschwader zu 4 Schiffen M II, Z II, P I u. P VI, wieder unter Führung unseres Admirals!! Die Begeisterung der Kölner, außerdem die schönste Stadt der Welt, nämlich Köln, zum 1. Mal so etwas zu sehen bekommen war groß! Lynck war wieder bei uns in der Gondel. Das Bild der 4 Luftkähne in Kiellinie hintereinander, bestrahlt von der Sonne war wirklich wunderhübsch! Hoffentlich kann ich Euch später einmal ein Bild davon zeigen. Anmerkung: Vorne M II, dahinter Parseval und Clouth., weit im Hintergrund am linken Bildrand Zeppelin.
Letzten Sonntag besuchte ich meinen alten Burschen Sattler in Barmen, der
vor 2 Jahren bei mir war. Er zeigte mir erfreut die Schönheiten seiner
Vaterstadt in Wuppertal, abends versprach ich ihm mit unseren M demnächst
einmal über Barmen zu erscheinen. Schon am nächsten Tage konnte ich m.
Versprechen einlösen auf einer 3 stündigen Fahrt dirigierte ich M II nochmal
über Düsseldorf und dann nach Elberfeld und Barmen über Sattlers Haus. Einen
Z. warf ich hinunter, den er auch erhalten hat. Die Fahrt war sehr hübsch,
beide Städte liegen doch fast nebeneinander in dem engen Wupper Tal. Doch
noch schöner ist Duisburg von oben gesehen. Gestern machte ich mit M II einen wunderhübschen Vorstoß über Bonn in das Ahrgebirge. Seitdem m. Kommandeur wieder nach Berlin zurückgereist ist, bin ich erster Führer des M II.
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